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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
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und in neuer Zeit auch in die Neumark kam. In Kur- und Liefland sassdieselbe 1570 zu Tirsen und lß70 zu Dannhof, Gemäuthof und Schwit-ten, in Schweden 1569 zu Finsterby und in Ostpreussen schon 1379 zuGelland, Sorquitten und Stamm, so wie zu Milukken bei Orteisburg.Der Grundbesitz der Familie wurde in Ostpreussen im Laufe der Zeitsehr bedeutend und dieselbe besass namentlich im 18. Jahrb. viele an-sehnliche Besitzungen. Noch 1802 standen dem Geschlechte Glittehnenund Winkelsdorf unweit Rastenburg zu. In der Neumark gehörtendemselben bereits 1802 die Güter Blessin, Stolzenfelde und Vietnitz imKr. Königsberg. Diese Güter besass 1837 der k. pr. w. Geh.-Rath undfrühere a. o. Gesandter und Minister, Kammerherr Freil). v. Oelssen,welcher aus der Ehe mit einer v. Sydow a. d. H. Tamm in Schlesienmehrere Kinder hatte. 1857 wird von Rauer der k. pr. Geh.-Regie-rungsrath v. 0. a. D. als Herr auf Yietnitz und Blessin aufgeführt. DieStammreihe des 1670 verstorbenen Dionysius v. Oelssen (Oelzen) hatbis auf seine Urenkel Hürschelmann angegeben.

Borschelmann, Sammlung zuverlässiger Stamm- und Ahnentafeln, 55. v. Firks. Ur-sprung des Adels in den Ostseeprovinzen, S. 139. N. pr. A.-L. III. S. 473. Freih. v. Le-debur , II. S. 1G0. Tyroff , II. 174: v. Oelsen. Neimbt, curländ. AV.-B. Tab. 29.

Oelhans. Reichsadelsstand. Diplom von 1605 für die Gebrüderund Vettern Oelhans.

Händscliriftl. Notiz.

Oelsnitz;, v. der Oelsnitz. Altes, meissensches Adelsgeschlecht,nach Knauthweiland zu Rathen an der Elbe, auf dem Neber (nach-mals an Alexander Grafen v. Leissnig verkauft) im mährischen Gebirgezu Gleissingen und noch (1692) zu Döbertitz im Amte Plauen und nachdem pirnaischen Mönch ein ehrbar Gesipp, vom Dorfe bei Langen-Lung-witz benannt," welches wohl der voigtländischen Stadt Oelsnitz den Na-men gegeben haben mag. Zuerst tritt in einem 1254 dem KlosterGrünhayn gegebenen Diplome Reginbotus v, der Oelsnitz als Zeugeauf; Oswald v. d. 0. besass um 1490 Ilaenichen, Welka und andereGüter in der Oberlausitz und wurde 1502 in der Befehdung des böh-mischen Freiherrn Georg v. Guttenstein gefangen und Friedrich v. d.Oelsnitz, früher des Herzogs Georg zu Sachsen Kammerjunker, 1538Ober-Marschall des Herzogthums Preussen, Hauptmann auf Hohensteinund Erbhauptmann auf Gilgenburg, war dann bis 1557 des Markgrafenerster Minister. Derselbe erwarb die grossen gilgenburgischen Be-sitzungen, unter welchen Szuplin und Tannenberg die Hauptgüter warenund stiftete das Lehn- und Rittergut Montig unweit Osterode. Die gil-genburgischen Güter wurden schon 1689 an die später in den Grafen-stand erhobenen v. Fink verkauft, das Lehn Montig aber verblieb inden Händen der Familie bis 1802, in welchem Jahre Graf Dohna-Schlo-dien , als Vormund minorenner Kinder. dasselbe verkaufte. Später ge-hörte dem Geschlechte nur noch Szuplin. Friedrich v, d. 0. hat seinGeschlecht in Preussen fortgesetzt. Carl Friedrich v. d. 0. war 1657Amtshauptmann zu Riesenburg und wurde 1553 mit einer Gesandt-schaft an den kursäclis. Hof betraut. Später, 1617, komintnoch Hein-rich Christoph v. d. 0. als Dechant des Stifts Würzen vor. Im Laufe