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Oehninger. Reichsadelsstand. Diplom von 1717 für Johann Oeli-ninger, k. k. Rath und Proviant-Admodiator.
Megerle v. Mühlfeld, S. 256.
Oelir, Oer, Olire, Ore, üucli Freiherren. Reichsfreiherrnstandvom 10. Mai 1677 für Burcliard v. Oer. Altes, westphälisches Adels-geschlecht aus dem schon 1287 vorkommenden Stammsitze Ohr unweitRecklinghausen, welches bereits 1322 zu Reckenberg, 1449 im Freige-fichte Wesenfort und 1481 zu Kakesbeck sass. Dasselbe kommt ur-kundlich zuerst' 1396 vor, erwarb, namentlich im Stifte Osnabrück,mehrere Güter, erhielt bentheimsche Lehne und nahm von der Egel-borg oder Eggelburg unweit Ahaus den Beinamen an. — Carolusv. Oehr zählte zu Anfange des 15. Jahrb. zu den vornehmsten Rüthendes König Erich XIII. des Pommer in Schweden und Bertram v. 0.lebte zu Ausgange des 16. Jahrb. Von dem Sohne des Letzteren: Her-mann (I.), Land-Drosten von Delmenhorst, stammte Caspar v. 0., fürstl.osnabrückscher Rath und Drost von Iburg und Reinenburg, dessenSohn, Hermann (II.) zum Bruche, Drost zu Festenau und Verden, nurzwei Töchter hinterliess. Später, 1658, war Hans Caspar v. 0., —wohl ein Sohn Caspars — kurpfälzischer Rath; ein v. 0: zeichnete sich1726 als kurhannov. General aus und 1739 waren Jobst Heinrich v. 0.zu der Eggelburg zu Minden und Franz Ludwig v. 0. zu der Eggelburgzu Osnabrück Domherren. — Der Stamm blühte fort, war noch 1823 zuEgclborg, Notbeck unweit Bochum und Stockum bei Ahaus gesessen unddie Abstammung des Freih. Clemens zu Egelborg — Vater des unten ge-nannten Freih. Maximilian — von dem oben erwähnten Burcliard Freih.v. Oer wurde auf Grund stattgehabter Erörterungen von dem königl.preuss.Ministerium des k. Hauses als richtig angenommen. — FreiherrClemens zu Egelborg, gest. 1849, vermählte sich in erster Ehe 1829 mitSophie Freiin v. u. zu Fürstenberg, geb. 1794 und gest. 1832 und inzweiter 1841 mit Antonia Freiin Droste zu Senden, geb. 1819. Ausder ersten Ehe entspross, neben einer Tochter, Freiin Sophie, ein Sohn:Freih. Maximilian, geb. 1832, Herr zu Egelborg im Kr. Ahaus im Reg.-Bez. Münster, Rittergutsbesitzer und Kreis-Deputirter, verm. 1859 mitCaroline Freiin v. Böselager, geb. 1832, aus der zweiten Ehe aberstam-men eine Tochter, Clara, und drei Söhne: Friedrich, Theobald und N.
'Srhannat, 8. 137. - Mich. Ranft , geneal. liistor. Nachricht. IX. 8. 824. Gauhe, I.8. 1533 u. 34. — Freih. v. d. Knesebeck, 8. 222. — Freih. v. Ledebur, II. 8. 16] : v. Oer. —Geneal. Taschen!). <1. freih. Häuser, 1864. 8. 562 u. 63. — Siebmacher, I. 187: v. Oher, west-pliälisch. — \V.-B. der sächs. Staaten, Y. 20.
Oelirling, Ohrling. Ein in Pommern 1730 zu Neuenkirchen un-weit Anclam gesessenes Adelsgeschlecht, aus welchem Johann Andreasv. Oelirling k. preuss. Major war, Der Sohn desselben, Johann Carlv. 0., stand 1743 als Lieutenant im Regimentc von Schwerin.
Freih. v. Ledebur, II. S. 160.
Oel, Ohle, Oyle. Altes, westphälisches Adelsgeschlecht aus demschon 1210 genannten Stammsitze Ohle unweit Altena. Dasselbe sassbereits 1330 zu Plettenberg bei Altena, 1350 zu Bardendorff bei Iser-lohn und Brüninghausen bei Altena, 1370 zu Löcken bei Hagen und1384 zu Hondem, erwarb in den nächsten Jahrhunderten mehrere an-