Obwexer, Ritter und Edle. Reichsritterstand. Diplom von 1778für Joseph Anton Oxwexer, Cattunfabriks-Inhaber zu Bregenz und fürden Bruder desselben, Peter Paul 0., mit dem Prädicate: Edle v. undvon 180-1 für Maximilian v. Obwexer, Banquier zu Augsburg, ebenfallsmit dem Prädicate: Edler v. Wie erwähnt, gieht Megerle v. Mühlfelddiese beiden Erhebungen an. Nach handschriftlichen Notizen ist dasRitterdiplom von 1778 mit dem Prädicate: v. Lentishofen und Rein-hartshofen 13. Juli 1778 und das Ritterdiplom von 1804 13. Apr. 1804ausgefertigt worden.
Megerle v. Mühlfeld. Erg.-Bd. S. 1S3. — W-B. d. Kgr, Bayern, VII. 51. — v. Hefrier,bayer. Adel, Tab. 121 u. S. 100. - Kneschke, IV. S. 315 n. IB.
O-Byrn, Freiherren. Altes irländisches Adelsgeschlecht, welchesin Folge der Religionsstreitigkeiten nach Oesterreich und dann nachSachsen auswanderte, wo die Familie zu hohem Ansehen gelangt ist. F.Constantin Freih. v. O-Byrn, k. sächs. w. Geh.-Rath, wurde Oberhof-meister I. Maj. der Königin, Kämmerer Sr. Maj. des Königs und Chefder Verwaltung der Privatcasse und Grundstücke seiner Majestät desKönigs. Alfred Carl Johann Nepomuk Freih. v. 0. und Johann Nepo-muk Maria traten in die k. sächs. Armee. Letzterer war in neuesterZeit Oberlieutenant und Wirthschafts - Officier des Cadettencorps undder Artillerie-Schule und F. A. Freih. v. 0. wurde Actuar bei der k.Polizei-Direction zu Dresden.
Hnndsehriftl. Notiz. — W.-B. d. siiehs. Staaten, V. 19.
Ochoclii v. Wierzbowiec. Galizischer Adelsstand. Diplom von1807 für Anton Ochoclii, mit dem Prädicate: v. Wierzbowiec.
Megerle v. Mühlfeld , Erg.-Bd. S. 392.
Oclis v. Gunzendorf. Altes, früher zu dem fränkischen Adel ge-hörendes Geschlecht, welches durch seine Besitzungen dem reichsfreienRittercanton Gebürg einverleibt war. Dasselbe ist 1563 erloschen.
liiedermann , Canton Gebürg, Tab. 347—49. — Salver, S. 146. Tab. 14 Nr. 36 u. Tab. 15Nr. 43 ii. S. 438 u. 467. — Siebmacher, IJ. 76: O. v. G., Fränkisch. — v. Meding, III. S. 466n. 67.
Ochs. Reichsadelsstand. Diplom von 1802 für den hessischenGeneral Ochs. Derselbe wurde im J. 1810 von dem Könige v. West-phalen, in dessen Diensten er stand, baronisirt und diese Erhebung1812 amtlich bestätigt. Später hat General v. Ochs und der Sohn des-selben, 1828 kurhess. Rittmeister im Generalstabe, auf die Freiherren-würde, wohl stillschweigend, da Kur-Hessen die westphälischen Standes-erhöhungen nicht anerkannte, Verzicht geleistet.
Hand.sehriltl. Notiz. — Ges. Bullet, d. Kgr. Westphalen, J. 1312. Bd. 1. — Freih. v. d •Knesebeck , S. 373.
Ochse. Ein aus dem Reiche nach Dänemark gekommenes Adels-geschlecht. Aus der dänischen Linie wohnte Peter Ochse auf Giesel-feld, Hauptmann zu Ravensburg, 1554, wie Müller, Aunal. Saxon.,angiebt, auf Seiten seines Königs, Christian III. von Dänemark, als Ver-mittlers, dem bekannten naumburgischen Vertrage zwischen dem Kur-fürsten August zu Sachsen und dem geborenen Kurfürsten Johann Frie-drich zu Sachsen bei. •— Die dänische Linie des Geschlechts ist im17. Jahrb. wieder ausgegangen.
Gauhr, II. S. 814.