v. Neudorff und Mertzdorff auf Pielau, Sanditz und Senftenberg starb1665 im 69. Lebensjahre als königl. Oberamtsrath in Schlesien undHeinrich Wenzel v. N. und Mertzdorff, fürstl. auerspergischer Rath zuMünsterberg und Deputirter ad Conventus publicos in Breslau, lebtenoch zu Ausgange des 17. Jahrhunderts, auch gehörte zu dieser Fa-milie wohl zweifelsohne Joseph v. Neudorff, welcher durch Diplom vom9. Aug, 1659 in den alten böhmischen Ritterstand erhoben wurde. —Nach dem Stiche eines sehr schön gearbeiteten Petschaftes mit demWappen der Familie, von welchem sich Lackabdrücke in grösseren Sie-gelsammlungen finden, zu urtheilen, blühte der Stamm noch in derzweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
Sinapius, II. S. 834. — Gauhe, II. S. 785. — Zedier, XXIV. S. 46. — Freih. v. Lede-bur, II. S. 144. — Siebmacher, III. 94.
Neudorff'. Steiermärkisches Adelsgeschlecht, welches auf demgleichnamigen Schlosse bei Wilden gesessen war.
Schmutz, III. S. 22.
Neuendorff, Neudorff', Neundorff. Altos Adelsgeschlecht im Her-zogthume Magdeburg, welches schon in der ersten Hälfte des 12. Jahrh.vorgekommen sein soll. Hans N, tritt urkundlich als Zeuge in einemDiplome auf, welches Siegfried Graf zu Anhalt 1275 dem Stifte Nien-burg wegen einer Schenkung ausstellte; Ludwig v. N. wurde 1324 vondem Domcapitel zu Halberstadt zum Bischöfe gewählt, musste aber demHerzoge Albert zu Braunschweig weichen; ein anderer Ludwig v. N.besass 1399 das Schloss Plote und fiel nebst Anderen in die Mark Bran-denburg ein, wurde gefangen und musste tausend Schock böhmischeGroschen als Lösegeld zahlen, und Matthias Benedictus v. N. war 1660Domdechant. Ein Baron v. Neudorff starb 1720 zu Berlin als Ministerdes Fürsten zu Nassau-Siegen und 1722 erstach ein k. prcuss. Majorv. Neundorff seinen Bruder, k. preuss. Rittmeister, in einem Streiteüber die Verlassenschaft des dritten Bruders. Ob Letztere zu der alten,hier in Rede stehenden magdeburgischen Familie dieses Namens gehörthaben, muss dahin gestellt bleiben.
Angeluz, Mark. Chronik, ;S. IS2. — Gauhe, I. S. 1-177 und 78. — Zedier, XXIV. S. 71.
Neuendorf (Schild durch eine aufsteigende, gebogene Spitze ge-theilt: drcifeldrig; 1.. rechts oben, in Silber ein halber, schwarzer,preussischer Adler; 2., links oben, in Roth ein schräglinks gestellter,goldener Anker und 3., unten in der Spitze, eine Dorflandschaft). Adels-stand des Kgr. Preussen. Diplom vom 9. März 1738 für HeinrichAdam Neuendorf, k. preuss. Geh. Kriegs- und Domänenrath und Prä-sidenten des Magistrats-Collegii zu Berlin. — Ueber das Fortblühendes Geschlechts fehlen genaue Nachrichten. Die weibliche Linie wurdefortgesetzt,' denn ein in Sammlungen bekanntes Allianzsiegel zeigt rechtsdas Wappen der Familie v. Würthen, links das der Familie v. Neuen dort.
Freih. v. Ledebur, II. S. 144. — W'-B. d. preuss. Monarchie, IV. 11.
Neueningen, s, Neu neck.
Neuenstein, auch Freiherren (in Schwarz ein fünfspeichiges, gol-denes Rad). Altes, ursprünglich schweizerisches Adelsgeschlocht ausdem gleichnamigen Stammsitze im Canton Basel, welches später zu dem