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und Sundermühlen. — Hermann v. Nehm unterschrieb 1591 als Dom-herr die Wahlcapitulation des Herzogs Philipp Sigismund zu Lüneburg,als derselbe Bischof zu Osnabrück wurde; Benedict v. Nehm. Dom-propst und Caspar v. Nehm, Domherr und Senior des Hochstifts Osna-brück, lebten um 1626 und Johann Eberhard v. Nehem war 1641 Dom-herr zu Osnabrück, welche Würde auch Dietrich Heinrich v. N. u. Mat-thias Christoph Antonius v. N. gegen Ausgang des 17. Jahrb. erlangthatten. Heinrich Dietrich v. N. zu Sundermühlen war 1722 Dompropst.des Stifts Minden und Ferdinand Sigismund Wolff v. Nehem zu Egger-mühlen bekleidete 1733 dieselbe Würde und besass auch ein Canonicatim Stifte Osnabrück. Der Stamm blühte fort, bis derselbe gegen Endedes 18. Jahrb. erloschen ist.
Gauhe , I. S. 1468 11. 69. — v. Hattstein, I. S. 402. — Freih. v. Ledebur , II. S. 140 u.41.— Siebmacher , I. 189: v. Nehem. westplüilisch. — Suppl. zu Siebm. W. B. IV. 80: v. Ne-hem zu Sündermühl. — v. Steinen , I. Tab. 55 Nr. 4. — v. Meding , I. S. 412.
Nehrlioff v. Holderberg, Neerlioff v. Holderberg, Nerliof v. Hol-terberg. Altes, ursprünglich böhmisches Adelsgeschlecht, dessen Spros-sen sich früher der, durch den vom Ii. Rudolph II. erhaltenen, bekann-ten Majestätsbrief erlangten evangelischen Religionsfreiheit treu annah-men und aus welchem Peter und Hans Nerhof v. Holterberg 1615 derLegung des Grundsteins der St. Salvator-Kirche zu Prag beiwohnten.
— Nach der Schlacht am weissen Berge, 1620. wanderte die Familieaus Böhmen aus und kam nach Sachsen, wo Hans Heinrich N. v. II.1651 als Herr auf Drehbach im Erzgebirge vorkommt und Reichardv. Nerhoff zum Holterberg, geb. 1612 zu Prag, 1660 zu Zeitz starb. —Bald darauf erwarb die Familie das Gut Rübenau im meissnischen AmteLauterstein, welches dieselbe bis 1715 besass, worauf das Geschlecht,wie Gauhe annimmt, sich nach Niedersachsen wendete und dort inKriegsdiensten auszeichnete. Nach Allem blieb eine Linie des Stammesin Sachsen zurück, welcher fortblühte, sich weiter ausbreitete, zu Ge-bersbach und Brambach p. r. gesessen wurde und auch nach Ostpreussenkam, wo sie die Güter Platlehnen und Warglitten unweit Osterode ansich brachte. — Von den Gliedern der Familie traten mehrere in kur-u. k. sächs., so wie in Dienste der siiehs. Fürsten ernestinischer Linie.Ein N. v. H. starb vor mehreren Jahren als k. sächs. Ober-Appellations-ratli; Hans Julius August N. v. II. trat 1852 als Oberstlieutenant im k.sächs. 1. Reiter-Regimente in den Pensionsstand und lebte dann, ebenso wie II. Eduard N. v. II. herz, sachs. Altenburg Kammerherr undMajor a. D., in Dresden; Carl Adolph N. v. IL war in neuester Zeitgrpssh. sachs.-weim. Kammerherr und Hauptmann und in der k. sächs.Armee standen und stehen: Gustav Erwin N. v. II. als Oberstlioutcnant,Moritz Curt N. v. IL als Oberlieutenant und Moritz Adolph N. v. II.als Auditeur.
Schrödter, Iiistor. Exulum, S. 82.— Gauhe, II. S. 780.— Freih. v. Ledebur, II. S. 141.
— W. B. (1. sächs. Staaten, VI. 67. — Kneschke , II. S. 316.
Nehring (Schild geviert: 1 u. 4 in Blau ein springendes, weissesPferd und 2 u. 3 in Gold eine Getreidegarbe). Adelsstand des Gross-herz. Warschau. Diplom von 1810 vom Könige Friedrich August von