— - 462 —
Sachsen als Grossherzog von Warschau für Daniel Friedrich Nehring.Derselbe besass noch 1823 das Gut Lutkowo im Kr. Inowraclow.
Freih. v. Ledebur, II. S. 141 n. III. S. 315.
Neliring v. Szerdahelyi (in Silber ein schwarzer Löwe, welcherin der rechten Vorderpranke ein blankes Schwert hält). Adelsstand desKgr. Preusson. Diplom vom 11. Aug. 1836 in Folge von Adoption fürFerdinand Ludwig Nehring auf Rinkowke'h im Kr. Marienwerder, mitdem Namen: v. Szerdahelyi und mit dem Wappen der Familie diesesNamens. Der Empfänger des Diploms, verm. mit Angelica v. Szerda-helyi, gest. 1838, war ein Schwager des 1837 pensionirten und 4. Febr.1846 verstorbenen k. preuss. Generalmajors v. Szerdahelyi. — Als Be-sitzer des Gutes Binkowken wird 1857 von Kauer aufgeführt: v. Szer-dahely, Kreis-Deputirter.
N. Pr. A .-I j . III. S. 454. Freih. v. Ledebur, II. S. 141 11. 511.
Neidacli, Neudocke. Ein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrb. zudem Adel in Hinter-Pommern zählendes Geschlecht, welches 1671 zuGross-Gustkow unweit Btitow sass.
Freih. v. Ledebur, II. S. 141.
Neidberg (Schild von Roth und Silber der Länge nach getheilt miteiner bis an den oberen Schildesrand reichenden, gebogenen, von Silberund Roth ebenfalls der Länge nach getheilten Spitze. Auf dem gekrön-ten Helme eine brennende Korngarbe mit einem roth-silbernen Bunde).Altes, meissensches, namentlich im Voigtlande im Amte Voigtsberg be-gütertes Adelsgeschlecht, welches auch Neydberg, Neidtberg, Neudbergund Neidtperg geschrieben wurde. Dasselbe sass zu Dobeneck, Plansch-witz, Stein. Bösenbrunn, Boben-Neukirchen, Eulenstein, Taltitz etc. —Die von Valcnt. König genannten älteren Sprossen gehören zu demStamme Neipperg, doch war die Familie schon im 16. Jahrb. als ange-sehenes Geschlecht bekannt. Adam Erdmann v. Neidberg kommt 1720als sachsen-weissenfelsischer Amtshauptmann vor und nach genealogi-schen Collectaneen soll der Stamm in das 19. Jahrb. herüber und noch1810 geblüht haben. Lackabdrücke des Wappens sind selten, wohl aberfinden sich aus neuerer Zeit in mehreren sächsischen Sammlungen Ab-drücke mit einem, dem Neidberg'schen ganz ähnlichen Wappen unterdem immer gleichen Namen: v. Rettenbach und das Eine auch mit derUmschrift F. B. v. R. vor.
Knauth, S. 540: „Ncidberg. Im A. Voigtsberg angesessen.'' — Valent. König, II. S. 721bis 729. — Gauhe, I. S. 1487: am Schlüsse des Artikels: Neuperg, Neupperg. — Zedier,XXIII. S. 1Ö25. — Freih v. Ledebur, II. S. 141. — Siebmacher, I. 152: v. Neydberg,meissnisch.
Neidhart, Neidhardt, Neidhard s. Gneisenau, Neidhart v. Gnei-senau, Grafen, Bd. III. S. 553—556.
Neitschiitz, Neitzscliiitz, Neidschütz, Neitschitz, früher Nyt-seliitz. Altes, meissensches Adelsgeschlecht, welches, nach Knauth,meist in der pirnaischen und weissenfelser Pflege begütert wurde. Dasgleichnamige Stammhaus liegt unweit Naumburg, kam aber später in dieHände der Familie v. Tümpling. — Zuerst tritt urkundlich unter Her-zog Wilhelm zu Sachsen 1452 Jan v. Neidschütz mit Hans Bosen zuTzeeren auf. Später, um 1590, war Jahn v. N., Herr auf Wahlitz, Amts-