— 413 —
schlecht durch den zweiten Sohn . Johann, fort, welcher sich wohl zu-erst in Oldenburg niederliess und als gräflich oldenburgscher Landvogtim sogen, wüsten Lande und als Herr auf Brockdeich vorkommt. Der-selbe, verm. mit Lucretia v, Damm, hatte zwei Söhne, von welchender Jüngere, Rudolph, auf Brockdeich und Neuenhüntorff, ebenfallsAmtsvogt im wüsten Lande und Oberdykgraf in Oldenburg war,und durch Vermählung mit Elisabeth v. Nutzhorn, der Letzten ihres altenGeschlechts, das Stammhaus Nutzhorn im Oldenburgischen, sowie1686 die k. Erlaubniss, das Nutzhornsche Wappen (in Blau ein ein-wärts sehender, silberner Schwan) dem seinigen zuzusetzen, und dasIndigenat in Dänemark bekam. Von den fünf Söhnen desselben warAnton Günther, Herr auf Neuenhüntorff und Grüneck, k. dän. Ritt-meister und Deicbgräfe in den Grafschaften Oldenburg u. Delmenhorst,und erhielt 24. Mai 1688 vom Könige Christian V. von Dänemark,dem damaligen Besitzer der erwähnten Grafschaften, ein verbessertesWappen (Schild geviert: 1 und 4 in Gold das vorwärts sehende Brust-bild eines Mönchs und 2 und 3 in Blau eine rechtssehende silberneTaube, welche im Schnabel einen grünen Zweig hält) und die Erlaub-niss, sich: ,v. Münnich zu schreiben. Durch kaiserliches Diplom vom4. Mai 1702 wurde der Adel als Reichsadel anerkannt und das Wap-pen abermals mit einem, den Reichsadler zeigenden Mittelschilde ver-mehrt. Anton Günther v. M., gest. 1721, fürstl. ostfriesischer Drostzu Esens, hinterliess aus der Ehe mit Sophia Catharina v. Oetken dreiSöhne. Der mittlere derselben war der in der russischen Geschichteso berühmt gewordene Burchard Christoph Graf v. Münch/s. oben,geb. 1683 und gest. 1767, verm. in erster Ehe mit Christiana Lucretiav. Witzleben, gest. 1727, und in zweiter mit der verw. Grf. v. Sulti-kow, vorher verw. und auch geb. Grf. v. Maltzan. Aus letzterer Ehestammte nur eine Tochter, welche jung starb , aus der ersten Ehe aberüberlebten den Yater von 13 Kindern nur drei Töchter und ein Sohn:Graf Ernst, geb. 1708, k. russ. Olier-Hofmeister, Senator und w. Geh.-Rath, welcher sich 1739 mit einer Freiin v, Mengden vermählte. Derälteste Sohn desselben, Graf Johann Gottlieb, hatte keine männlichenNachkommen, und so gelangten denn die Güter in Oldenburg an denjüngeren Sohn : Graf Ernst Gustav, welcher Stifter der oldenburgischenHauptlinie wurde. Derselbe starb 1812 als k. russ. Generalmajor, undvon ihm entspross Graf Friedrich Franz. geb. 1788, grossherz. olden-burgischer Ober-Kainmerherr, verm. 1811 mit Luise v. Plessen, geb.1791, aus welcher Ehe fünf Töchter stammen: Grf. Johanne, geb. 1812,vermählt in erster Ehe 1834 mit Wilhelm von Bülow-Gorow, k. han-noverschen Garde-Major, gest. 1846, und in zweiter 1851 mit AdolphCarl v. Plato, k. hanuov. Major; Grf. Pauline, geb. 1817, verm. 1841mit Wilhelm Grafen v. Bentinck, k. niederl: Kammerherrn, gest. 1855;Grf. Adelheid, geb. 1819, verm. 1839 mit Hermann v. Rössing, grossh.oldenb. Kammerherrn und Land-Jägermeister, gest. 1855 und wieder-vermählt 1856 mit Peter Friedrich Ludwig v. Rössing, grossherz.oldenb. Kammerherrn und Minister-Präsidenten; Grf. Amalie, geb.1824, verm. 1850 mit Ludwig v. Engelbrechten, k. hannov. General-