Druckschrift 
6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
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Grossh. Baden blühende Zweig der Familie leitet seinen Ursprung abvon Neveling v. Mollenbeke, 1524 Senator und Pensionarius der jetztlippeschen Stadt Lemgo, einem Hauptbeförderer der Reformation da-selbst, welche sein ebenfalls an der Spitze der Stadt stehender Sohngegen die verbündeten Fürsten u. Bischöfe der Umgegend vertheidigte.Von den Nachkommen desselben waren mehrere unter dem Namen:Mollenbecius Professoren des römischen Rechts und Rectoren der Uni-versitäten zu Rinteln und Giessen. Ein Enkel des Einen, Johann Jacobv. Mollenbeck, fürstl. ysenburg, Geh.-Rath, wurdel797von Seiten derwetterauischen, schwäbischen, fränkischen und westph iiiischen Grafenevangelischen Theils als Reichstags - Gesandter in Regensburg ernanntund bei dieser Gelegenheit 20. Aug. 1797 in den Adel des deutschenReichs aufgenommen. — Aus dem badenschen Zweige war in neuer Zeit,1860, Pirmin v. Mollenbek grossh. badischerLegationssecretair bei derGesandtschaft am k. französ. Hofe.

Hnndsohviftl. Notiz. — v. Steinen , II. S. 366 11. Tab. 43. Nr. I. — Gast , Adelslmch desGrossh. Baden, Abth. 2. - Fahne, II. S. 100. — Freih. v. Ledebur, II. S. 114.

Müllenhard. Altes, fränkisches, längst erloschenes Adelsgeschlecht,Reinbot v. Müllenhard war von 1279 bis 1297 Bischof zu Eichstadt u.Rave v. M. zählte in der zweiten Hälfte des 14. Jahrb. zu den tapfer-sten Kriegshclden des K. Carl IV.

Spangenberg , I'. II. — Hübner, Histor. polit., VII. S. 197. — Gaulie, II. S. 752: im Ar-tikel Miillenau.

Müllenlieiin, Mülheim, Miililheim (in Blau ein auf einem grünenHügel stehender Edelhirsch, dessen Hals von einem Pfeile durchbohrtist). Adelsstand des Kgr. Tolen, in Kurbrandenburg anerkannt. Adcls-diplom vom 18. Aug. 1569 und Bestätigungsdiplom vom 24.Mai 1646.— Ein im Brandenburgischen und in Ostprcussen mit mehreren Güternansässig gewordenes Adelsgeschlecht, verschieden, wie das Wappen er-giebt, von anderen den Namen: Mühlheim führenden Familien. Dasselbesass in Ostpreussen bereits 1650 zu Kölbenicken und 1655 zu Capus-tigall unweit Königsberg und noch 1730 zu Cammershöfen bei Hei-ligenbeil, so wie im Brandenburgischen 1728 zu Wardin bei Arns-walde, 1728 zu Mohsau im Züllichauischen, 1730 zu Hohenwalde un-weit Landsberg etc. und noch 1803 zu Mohrin und Nordhausen im Kr.Königsberg, so wie 1854 zu Guhrau, ebenfalls im Kr. Königsberg. —Von den Sprossen des Stammes traten mehrere in die k. preuss. Armee.Zu denselben gehörte namentlich: Rudolph Casimir v. Müllenheim,welcher 1814 als Generalmajor a. D. starb.

N. Pr. A.-L. V. S. 344. — Freih. v. Ledebur , II. S. 126. — W.-B. d. Prenss. Mon. IV. 7.

Müller, Müller auf Gittlberg- und Feldmühl, Freiherren (Schildgeviert: 1 u. 4 in Blau ein goldenes Mühlrad mit acht Speichen, welcheüber das Rad weit hinausreichen u. 2 und 3 ebenfalls in Blau ein ein-wärts gekehrter, goldener Löwe. Kurpfälzischer Freiherrnstand. Di-plom vom 18. Aug. 1703 für Johann Nicolaus Müller, pfalzneüburgi-schen Hofkammer-Präsidenten, Geh.-Rath, Landschafts-Rath undPfennigmeister. Der Stamm blühte fort. Zwei Urenkel des Diploms-Empfängers, die Gebrüder: Maria Jacob Christian Fortunat Freiherr