welcher Ehe drei Töchter: Caecilie, geb. 1849, Helena, geb. 1850 undAnna, geb. 1853 und drei Söhne leben: Hartmann, geb. 1855, Hans,geb. 1858 und Eberhard, geb. 1864. — Graf Berchtold, geb. 1805,k. preuss. Kammerherr, vermählte sich 1836 mit Maria Grf.Gurowska,geb. 1818 und gest. 1851. Yon den drei Töchtern aus dieser Ehe ver-mählte sich Grf. Eleonora, geb. 1838, 1857 mit Carl Ritter v. Becker-Denckenberg, Grf. Bertha, geb. 1840, 1860 mit Albert v. Wattenwylund Grf. Hilda, geb. 1842, 1860 mit Emanuel d'Orelli-Corragioni.
BucvViii, l\ IV. — Gauhe, I. S. 1430 u. 31. — Mcge.rle v. Wik Ifehl , 8. *25. — Cast,Adelst). (1. Kgr. Wiirttemb. 8. Iii) ii. 51. -- Fainilicugesch. u. Ge.ieal. d. Gr. v. MUlincti. Ber-lin, 1844. — Deutsch. Grafenh. d. Gegenw. II S. 13*1 — 38 — Fre.ik. o. Ledebur, II. S. 12'«u. III. S. .114. — Geneal. Tasclicub. d. griill. Ililus., 1857. 8 529. 1804. S. 570 u. 71 u. Iii-stor. Handb. zu Demselben. S. 024. — W.-B. d. Kgr. Wiirttem!) : Gr. v. M. — SchlesisehosWappenb. Nr. 4SI« : Gr. v. M.
Mülleder v. Tieifenthal. Roichsadelsstand. Diplom von 1602 fürdie Gebrüder MiÜeder, mit dem Prädicate: v. Tieifenthal.
Uaiidscliriftl. Notiz.
Miillenau, aucli Freiherren. Ein im 17. u. 18. Jalirh. zu dem in
Schlesien begüterten Adel gehörendes Geschlecht, aus welchem zuerstJohann v. Miillenau als Herr auf Herwigsdorf im Glogauschenl681 ge-nannt wird. Später, um 1730, war Johann Ferdinand Freih. v. Mülle-nau, Herr auf Kuttlau, Herwigsdorf und Költzig im Glogauischen, desFürstenthums Glogau königl. Manngerichts-Beisitzer und Landes-Depu-tirter. Sinapius nimmt an, dass das Geschlecht früher Mülinen geheis-sen und zu der schweizerischen Familie dieses Namens gehört habe,doch war die schlesisclie Familie v. Miillenau ein weit jüngeres Adelsge-schlecht. i
Sinapius, II. S. 385. — Hauke., II. 8. 571 und 72.
Mellenbach, Mollenbek, Möllenbeck (in Silber ein schwarzer, dop-pelt verschränkt gezinnter Querbalken und unter demselben drei, 2 u.1, rotlie oder schwarze Rosen. Statt der Rosen wurden in älterer Zeitauch drei Sterne geführt). Altes, ritterbürtiges Geschlecht der Graf-schaft Mark, welches zn Mollenbeke, dem heutigen Müllenbach bei Cölnin der Grafschaft Gimborn seinen Sitz hatte und daselbst bereits 1348und noch bis zu Anfange des 17. Jahrb. wohnhaft war. Der Name hatim Laufe der Zeit vielfache Umgestaltungen erfahren. Während der-selbe in Urkunden aus dem 12. Jahrb. Mulenbike hiess, tritt im 15. Jahrb.durchgängig der beute noch geführte Name: v. Mollenbeck oder Möl-lenbeck auf, z. B. Conrad v. Mollenbeck, welcher 1436 an der Spitzedes münsterschen Adels bei Walberg über den Grafen von Hoya siegteund Petrus de Mollenbeck, um 1480 Franziskaner zu Cöln, als theolo-gischer Schriftsteller bekannt. MitUmänderung des Namens des Stamm-sitzes nahm die auf demselben wohnhafte Linie zu Ende des 16. Jahr-hunderts auch die Namen: Mühlen- und Müllenbach an. — Die ältestesichere Spur des Geschlechts fällt wohl in das Jahr 1091, in welchemein Herr auf Möllenbeck, um, wegen seiner Nichtbetheiligung am erstenKreuzzuge, die Geistlichkeit zu versöhnen, die noch jetzt bestellendeKirche zu Müllenbach erbaute. — InWestphalen scheint das Geschlechtgegen Ende des 17. Jahrb. mit Elisabeth Gertrud v. Mollenbeck, Aeb-tissin des adeligen Stifts Gesecke, sich zu verlieren. Der jetzt noch im
Kneschke, Deutsch. Adels-Lex. VI. 25