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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
373
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da der Stamm nicht mehr gliederreich war, vermählte sich mit einerv. Cronberg, wurde Amtmann zu Westerburg u. liinterliess einen Sohn,Daniel v. M., welcher als Domherr zu Mainz ebenfalls resignirte, da erder letzte männliche Sprosse des Stammes war. Aus seiner Ehe miteiner v. Greiffenklau zu Vollrath entspross nur eine Tochter, Elisabethv. M. und so erlosch mit ihm 1600 im Ileimathslande derMannsstanim,mit der Tochter aber, einer vermählten v. Cronherg, ging 17. April1611 daselbst auch der Name des alten Geschlechts aus. — In derMark Brandenburg blühte noch ein Zweig ins 18. Jahrh. hinein. Jo-hann Wilhelm v. M. war 1664 Landrichter der Uckermark und starb17. Nov. 1668. Die Tochter desselben, Adelheid Tugendreich v. M.,verm. mit Alexander Magus v. Arnim auf Fredenwalde, starb 1727.Die Familie hatte übrigens früher zu den cölnischen, trierschen u. nas-sauischen Vasallen gehört, breitete sich aus dem Stammsitze Moders-bach bei Braunfels aus und besass 1491 Mondorff unweit Merzig und1486 und noch 1547 die Burg Hohenfels im Nassauischen.

Humbracht, Tab. 2S5. — Gau/ie, r. S. 1426. — v. Hallsrein, I. S. H94. — Zedier, XXH.S. 12 und 13. — Fahne, I. S. 294. — Freih. v. Ledebur, II. S. 123. — Siebmacher, I. 133 :v. Münderspach, Rheinländisch. — Sappl, zu Siebm. W.-B. VI. 29. — Tyroff , I. 187.

Mudrach, s. Modrach, S. 315.

Mudscliiedler, Mutschier, Mudtschiedler v. Reinsprun. Altes,ursprünglich fränkisches Adelsgeschlecht, welches in Ostpreussen begü-tert wurde. Dasselbe sass schon 1533 zuPomehnen unweit Königsberg,später zu Klein-Rogallen, Schultz, Sodehncn etc. und noch 1752 zuRa-kowen im Kr. Johannsburg.

Freiherr v. Ledebur, II. S. 123.

Muffat. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1790 für CarlMuffat, inner- und Oberlöstern. Appellations-Secretair.

Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 384.

Muffel, Muffel v. Ermreuth und Eschenau, Müffel v. Ermreuth.

Altes, fränkisches, aus Nürnberg stammendes Adelsgeschlecht, welchessich in zwei Linien, in die zu Ermreuth u. Eschenau theilte, von wel-chen Letztere wieder ausging und welches im Coburgschen die GüterAhorn und Unter-Simau erwarb. Den Beinamen Ermreuth nahm dieFamilie von dem gleichnamigen Schlosse im Bayreutschen an, welchesdieselbe, als sie Nürnberg verlassen, an sich brachte. — Nicolaus Muf-fel aus Nürnberg begleitete 1461 den Herzog Wilhelm zu Sachsen aufseiner Reise ins gelobte Land; Wolff Friedrich v.M war im 30jährigenKriege zuerst kursächs. Major u. zeichnete sich 1643, als Freiberg vonden Schweden belagert wurde, durch Tapferkeit aus, wurde später kur-brandenb. Oberst und endlich Commandant der Festung Plassenburg beiCalmbach und führte zuerst den Beinamen: v. Ermsreuth und JohannFriedrich v. M., Herr auf Ahorn, fürstl. coburgscher Rath, starbl683.Der Stamm blühte in der ermreuther Linie fort und wurde nach Anle-gung der Adelsmatrikel des Königr. Bayern in der Person des JohannFranz Ludwig v. Muffel zu Bayreuth, geb. 1802, in dieselbe einge-tragen.

Knauth, S. 539. — Bucelini, P. II. Appeud. — Gauhe , I. S. 1423 u. 24: nach HoennsCoburg. Chronik und Müller, Aunal. Saxon. — Zedier, XXII. S. 13. — Biedermann , Nürn-berg. Patricier, Tab. 475—92. — v. Lang, S. 453. — Tyroff, I. 26. — W.-B. d. Kgr. Bayern,

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