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Muffelgern. Fränkisches, dem ehemaligen reichsfreien Ritter-Canton Steigerwald einverleibt gewesenes Adelsgeschlecht.
Biedermann, Ganton Steigerwald, Tab. 238.
Mulir. Ein im 16. u. 17. Jahrh. zu dem in Schlesien ansässigenAdel gehörendes Geschlecht. Dasselbe sass bereits 1500 u. noch 1624zu Deutsch-Karnitz und Neuntz im Neisseschen.
Freiherr v. Ledebur II. S. 1'25.
Mücheln, Mügeln. Altes, magdeburgisches und meissenschesAdelsgeschlecht aus dem gleichnamigen Stammhause an der Saale, wel-ches auch im Anhaltschen, Bambergischen, in Schwaben und Schlesienbegütert wurde. Dasselbe gehörte schon 1390 zu denPfännern inHalle,war 1492 zu Ballenstädt und später besonders um Bitterfeld gesessen,hatte in der Mitte des 17. Jahrh. im Goldbergischen die Güter Bärs-dorf und Neu-Sorge inne u. blühte noch 1750 im Anhaltschen u. 1769in Schlesien zu Nieder-Schreibendorf im Kr. Strehlen. — Isenbertus u.Albrecht v. Mücheln treten schon 1144 in einem Donations-Briefe desBischofs Egilbert zu Bamberg für das Kloster Colbig im Anhaltschenals Zeugen auf; Seyfried v. Mücheln oder Mügeln bekräftigte 1216nebst Anderen vom Adel einen Kauf-Contract Dietrichs Markgrafen zuMeissen mit dem Abte zu Altenzella und Johann v. M., Dom-Propst zuBamberg, zeugte 1299 in einem bischöfi. bambergischen, dem KlosterSonnenfeld im Coburgschen gegebenen Donationsbriefe. Später sassenSprossen des Geschlechts unweit Halle zu Schwartza, Gulm, Glauchaetc. u. gaben wahrscheinlich dem Städtchen Mücheln im Querfurtschenden Namen; Christoph v. M. widersetzte sich 1452 mit Apel v.Vitzdumdem Herzoge "Wilhelm zu Sachsen und kam dabei in Gefangenschaft u.Job v. M., Herr auf Roitzsch u. Graefenhainiclien, war 1587 des Für-stenthums Anhalt Marschall und Landeshauptmann. Von den Enkelndesselben hatte Job Bernhard, h. braunschweig. Oberst u. Commandantzu Hannover, im Türkenkriege und namentlich 1664 hei der Belage-rung und Eroberung der Stadt Fünfkirchen grosse Tapferkeit bewiesenund Job Cuno v. M., Herr auf Roitzsch, kursächs. Kriegs-Commissar u.Lieutenant bei den Reiter-Pferden, starb 1688. Von Letzterem stamm-ten zwei Söhne: Hans Christoph v. M. u. Job Levin v. M.. welcher indie kursächs. Armee trat. — Der nach Schlesien gekommene Zweigstammte aus dem Hause Roitzsch und aus ihm war um 1650 Hans Bern-hard v. M., Herr auf Neusorge und Bärsdorf im Liegnitzischen, fürst-licher Rath und Hofmarschall zu Liegnitz, bekannt. — Nach Allem istder Stamm in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. erloschen, doch ist dieZeit des Abgangs nicht genau zu ermitteln.
Knauth , S. 539. — Schlegel , Tract. de Cella veteri, S. 39. — Sinapius , II. S. 819. —Gauhe , I. S. 1424—26. — Freih. v. Ledebur , II. S. 123. — Siebmacher, I. 159: v. Mücheln,Meissnisch. — v. Meding , I. S. 403. — W.-B. d. Sachs. Staaten, XI. 19.
. Mücke (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Blau drei schräg-linke silberne Balken u. links in Gold ein aufgerichteter Hirsch). Reichs-adelsstand. Diplom vom 8. Apr. 1806 für Christian Friedrich Mücke,Herrn auf Nieder-Rengersdorf bei Herrnhut und kursächs. Lieutenant.Der Stamm blühte fort; ein Sohn des Diploms-Empfängers, Carl Gustav