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fiel 1596 in einem Treffen in die Hände der Türken; Johann Andreasv. M., Herr in Portendorff und Thum, lebte noch 1690 und JohannSigmund v. M., k. poln. und kursächs. Kammerherr, wurde 1719 zu-gleich General-Postmeister und starb 1727 unvermählt im 64. Lebens-jahre. — Der Stamm blühte in Oesterreich fort, ist aber im 19. Jahr-hunderte erloschen und zwar mit Joseph Freih. M. v. P. Namen undWappen kamen an den Adoptivsohn: Maximilian Gr. v. Liechtenberg.
I alcasor, Ehre des Her/.ogtli. Crain, Lib. 15. S. 375. — ßuc.elini. P. IJI. — Gau he , I.S. 1409 u. 10. — Zedier, XXI. S. 1581. — Schmutz, II. S. 5(»9. — Geneal. Taschenbuch tl.freih. Häuser, 1848. S. 444. — Siebmacher , 1. 4b: Die Mordiaxt, Kärndtisch.
Mordax v. Dachsenfeld. Erblünd.- österr. Adelsstand. Diplomvon 1716 für Johann Andreas Mordax, mit dem Prädicate: v. Dach-senfeld.
Meyerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 383.
Mordeisen. Ein früher zu dem meissenschen Adel gehörendesGeschlecht, welches um Freiberg mehrere ansehnliche Güter erwarb u.in der ersten Hälfte des 17. Jahrb. auch in Schlesien angesessen war.Mehrere Angaben über den Ursprung der Familie sind unrichtig: alsAhnherr derselben ist Ulrich Mordeisen, der Rechte Doctor, kursächs.Cammerrath, Ordinarius zu Leipzig etc. anzunehmen, welcher mit sei-nem Bruder, Lorenz Mordeisen, den Reichsadel, so viel bekannt vomK. Carl V. erhalten hatte, denselben aber nicht gebrauchte. D. UlrichMordeisen, geb. 1519 zu Leipzig und gest. 1572 zu Dresden, war zu-erst Professor der Rechte zu Wittenberg und bald darauf Assessor deskais. Kammergerichts zu Speier von Seite der Kur Sachsen. 1548 nachSachsen zurück berufen, wurde er Rath und später als Canzler mitwichtigen Verrichtungen und Sendungen betraut. Nach dem Tode desKurfürsten Moritz war er unter dem Kurfürsten August Geheim - undCammerrath, kam 1565 plötzlich in Untersuchung, wurde aber, nachAllem unschuldig, im folgenden Jahre wieder in Freiheit gesetzt u. be-hielt seine Güter, so wie die Stelle eines Geh. Cammer - Raths. Da erauf seinem Epitaphium zu Klein - Waltersdorff auch als Ordinarius zuLeipzig aufgeführt wird, lässt sich wohl annehmen, dass er dieses Amtnoch vor seinem Ableben bekleidet habe. Zu den von ihm erworbenenGütern gehörten Waltersdorff, Lossnitz, Gross- und Klein - Schirma,Langen-Heinrichsdorff, Seifriedsdorf, Bräunsdorff etc. Bei seinem Todehinterliess er drei Söhne: Joachim auf Langen-Hennersdorf, Ulrich II.auf Stentzsch bei Mügeln und Rudolph, welcher allein den Stamm fort-setzte. Der Sohn desselben, Ulrich III., welcher die Güter Reichenbach,Stentzsch und Klein-Waltersdorff ererbt hatte, hinterliess drei Söhne:Ulrich Gottfried, Ulrich Rudolph und Ulrich Gottheit, welche den Rit-tersitz Waltersdorff an D. Berlich verkauften, die Güter aber bei Mü-geln und Würzen: Stentzsch, Reichenbach, Goselitz etc. behielten. Ul-rich Gottheit verscholl zu Anfange des 18. Jahrhunderts, Ulrich Gott-fried starb 1677 wohl ohne Nachkommen und Ulrich Rudolph aufStentzsch 1707. Von den beiden Töchtern desLetzteren stand JohannaFriederica, gest. 1714, im 19. Lebensjahre, im Rufe, sehr gelehrt zusein. — Wilhelm Siegmund v. M., Herr auf Reichenbach und Goselitz,starb 1716. Die Gemahlin desselben, eine v. Zehmen, gehörte zu den