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Freiherrnstand versetzt und später, 1718, erhielt Franz Casimir v. M.den böhmischen Freiherrnstand. — In Folge des oben angeführten An-erkennungsdiploms u. der Bestätigungsdiplome des Grafenstandes sinddie ältere und die beiden jüngeren Linien, welche Letztere von zweiBrüdern , den Grafen : Johann Anselm Heinrich, kurfiirstl. Kämmererund Begierungsrath zu Arnberg und Theodor Benedict Heinrich, ab-stammen, 1809 und 1812 in die Grafenclasse der Adelsmatrikel desKgr. Bayern eingetragen worden. Der Mannsstamm der älteren Linieerlosch 1820 mit Carl Grafen v. Morawitzky, k. bayer. pens. Haupt-mann und so blühte denn, nachdem auch vor mehreren Jahren die Liniezu Culmain mit Johann Anton Ambrosius Grafen v. Morawitzky ausge-gangen ist, nur noch die Linie zu Amberg, deren Personalbestand 1860folgender war: Maximilian Graf Topor v. Morawitzky, geb. 1798 —Sohn des 1800 bei Hohenlinden gebliebenen kurbayer.. Grenadier-hauptmanns Emanuel Heinrich Aloys Anton Grafen T. v. M. aus derEhe mit Johanna Freiin v. Weikmann, gest. 1853 — k. bayer. pens.Hauptmann, verm. 1837 mit Luise v. Schider, geb. 1804, aus welcherEhe drei Töchter entsprossten, die Gräfinnen: Justine, geb. 1837, Ilya-cinthe, geb. 1841 und Carolina, geb. 1846. Von den Schwestern warGrf. Anna, geb. 1786, Wittwe des 1847 verstorbenen k. bayer. Gene-rallieutenants v. Zentner und Grf. Kosamunde, geb. 1793, mit dem k.bayer. pens. Major v. Ernesti vermählt. — Aus einer adeligen Liniedes Stammes nahm ein Major v. Morawitzky, welcher 1806 im k. pr.Regimente v. Grawert stand, 1812 als Oberstlieutenant den Abschiedund noch 1845 war ein v.M. Rittmeister im k. preuss. 4. Husarcn-Re-gimente.
Okolsky, IIT. S. Gl. — Sinapius, t. S. G4S u. II. S. 383. — Oauh?., T. S. 1409 u.U. 8. 743.
— Zedier , XXI. S. 1557. — v. Lang, S. 51 u. 52. — D. Grafenh. d. Gegen\v. II. S. 130—32.
— Frei//, v. Ledebur, II. S. IIS. — Geneal. Taschen!), d. gräfl. Häuser, LHtiO. S. 542 u. histör. Handb. zu Demselben, S. 61S. — Siebmacher, V. 70: v. Morowitzki, Sehlesisch. —o. Meding, II. S. 384 : Morawitzky, Freiherren. — W.-B. d. Kgr. Bayern. I. 80 u. v. Wol-ckern , Abtli. 1: Gr. v. M.
Mordal. Altes, im Saalkreise der jetzigen Provinz Sachsen ange-sessen gewesenes Adelsgeschlecht aus dem Stammsitze Morl, welcherfrüher Mordal hiess. Das Geschlecht sass schon 1461 u. noch 1608 zuLettin.
Frei//, v. Ledebur, II. S. 118 u. 119.
Morilax, Mordtaxt, Freiherren (in Schwarz zwei gekreuzte Aextemit goldenen Stielen). Altes, kärntner und steiermärldsches Ritter - u.Herrenstandsgeschlecht, aus welchem Raepl oder Raphael Mordax be-reits um 1208 lebte und welches nach Megiser (Annal. Carinthiae),nach Abgang der Portendorffer, bei der ehemaligen, seltsamen Huldi-gung der Herzoge in Kärnten das Seng- und Brennrecht hatte, d. Ii. solange die Herzoge auf dem s. g. Fürsten-Stein sassen, unterdessen zusengen u. zu brennen, wo es beliebte. — Die ordentliche Stammreihebeginnt Bucelini um 1456 mit Sigismund Mordax, Herrn zu Porten-dorff. Ludwig M. wurde 1475 in einer Schlacht von den Türken ge-fangen und kaufte sich mit achthundert Thalern los; Jacob v.M. wurde1568 vom K. Maximilian II. dem gefangenen Herzoge Johann Frie-drich zn Sachsen als Commissar in Pressburg beigegeben; Johannes v.M.