Druckschrift 
6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
350
Einzelbild herunterladen
 

— 350 —

Mooskirchen. Altes, steiermärkisches Ädelsgeschleclit, welchesauf dem gleichnamigen Stammsitze schon 1221 sass.

Schmutz, II. S. 869.

Morande! v. Westerhofen. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvon 178P> für Franz Anton Morandel, Rathsglied zu Kaltem, mit demPrädicate: v. Westerhofen.

Mogerle v. Mühlfeld, Ergänz.- Bd. S. 382.

Morawetz. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1740 fürFranz Ignaz Morawetz, Bürgermeister zu Ratibor in Böhmen.

Mogerle. v. Mühlfeld , Erg.-Bd. S. 382.

Morawetz , Freiherren. Böhmischer , alter Freiherrnstand. Di-plom von 1718 für Franz Casimir Morawetz, Rath u. Landrechts-Bei-sitzer in Mähren.

tfegerle c. Mühlfehl, Erg.-Bd. S. 79.

Morawetz v. Wostrow. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomvon 1764 für Sigmund Morawetz, Bürger zu Kuttenberg in Böhmen,mit dem Prädicate: v. Wostrow.

Megerle v- Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 382.

Morawitzky, Morawicki, Grafen. Reichsgrafenstand, in Kur-bayern anerkannt. Grafendiplom vom 14. Februar 1742 für TheodorHeinrich Topor Freih. v. Morawitzky, kurbayer. Kämmerer und Gene-ralfeldmarschall -Lieutenant und Anerkennungsdiplom vom 19. März1757 und zwar auch unter Ausdehnung auf die morawitzkyschen jünge-ren Linien zu Amberg und Culmain und im Kgr. Bayern von Neuembestätigt 30. Mai 1809 u. 29. Mai 1812. — Altes, zu dem bekannten,polnischen Stamme Topor oder Starza, einem der zwölf ältesten, polni-schen Adelshäuser, gehörendes Adelsgeschlecht, welches vor und nachKönig Sigismund 11. August (1548 — 1572) thcils unter dem Namen:Topor Starza, theils unter anderen Stamm- und Geschlechtsnamen dievornehmsten geistlichen u. weltlichen Ehrenstellen bekleidete, ansehn-liche Güter erwarb, Klöster gründete und, neben den Besitzungen in Po-len, auch grossen Grundbesitz in Böhmen und Schlesien an sich brachteund sich namentlich in Abstammung von Navogius, Grafen von Preginia,Palatin in Sandomir, dem Erbauer von Tenczin, unter den Namen derGrafen Tenczin, Ossolinsky und Morawitzky, mit Beibehaltung des altenGeschlechtswappens: (in Silber drei, 2 u. 1., rothe Herzen) ausbreitete.Von der Linie v. Morawitzky hatten Zegotha und Otto, Beide Toporcu,da sie 1271 einen Bischof gefangen nach Syradien führten, auf Andrin-gen der übrigen Toporen, das Wappen des Hauses Topor (in Roth eineaufrecht gestellte, rechtsgekehrte, silberne Streitaxt oder Beil mit gol-denem Stiele) abgelegt, nahmen in Silber die drei Herzen an u. wurdenin Schlesien ansässig. — Der Freiherrnstand ist durch drei Erhebungenin die Familie gekommen. Zuerst wurde 8. Apr. 1695 Johann Joachimv. Morawitzky, fiirstbischöfl. passauischer Oberst-Lieutenant und Land-richter im alten, böhmischen -Herrenstande bestätigt, dann wurde WolfHeinrich Morawitzky v. Rüdnitz (Rudnis), fürstl. passauischer Landrich-ter, 1708 aus dem alten Ritter- in den erbl. -üsterr. alten Herren - und