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6 (1865) (Loewenthal - Osorowski)
Entstehung
Seite
39
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nur eine Tochter, Bertha v. Lüder, welche sich mit Otto v. Baven ver-mählte. Ueber eine andere Familie dieses Namens, deren Güter inder jetzigen Provinz Sachsen lagen und zu welcher Hans Paul v. Lüder,k. preuss. Hauptmann und 1750Herr auf Hergisdorf im Mansfeldischenso wie ein k. pr. Oberstlieut. a. D. v. L., welcher 1783 u. noch 1803 Herrauf Meseberg im Kr. Osterburg war, gehörten, fehlen genaue Angaben.

v. Hellbach, II. S. 75. N. Pr. A.-L. III. S. II und V. S. 318 und 19. Freih. v. Le-debur, II. S. 60. VV.-B. d. Preuss. Monarch. III. 92.

Lüderitz. Eins der ältesten Adelsgeschlechter der Mark Bran-denburg, dessen gleichnamiger, unweit Stendal gelegener Stammsitzschon 1247 vorkommt. Dasselbe erwarb, namentlich in der Altmark,mehrere und ansehnliche Güter und wurde in späterer Zeit auch imLüneburgischen und Anhaltsehen, in Pommern und Ostpreussen ange-sessen. Alte Besitzungen der Familie waren, neben Lüderitz, Witten-moor, Einwinkel, Klein-Mantel, Schönwolke, Ottersburg etc. in derPriegnitz Nackel und Segeletz, im Lande Sternberg Frauendorf, imLüneburgischen Hohne, im Anhaltschen Edderitz, in Pommern Jagow,Kunow etc. in Ostpreussen Kl. Geraten, Friedrichshofen, Dothen etc.

Conrad v. Lüderitz war 1388 Abt zu Nienburg im Anhaltschen undCuno v.L. 1424Landes-Hauptmann in der Altmark; Arnd v. L. kommt1469 als Zeuge im Stiftungsbriefe des Klosters zum heiligen Geist inStendal vor und Andreas v. L., Abt zu Erfurt, starb 1598. Ein v. Lü-deritz war 1716 fürstl. hessen-casselscher Gesandter am k. preussisch.Hofe und Samuel Ludwig v. L., k. preuss. w. Geh. Bath und früher Ge-sandter am k. schwedischen Hofe, wurde 1736 Präsident der halber-städtschen Begierung. Zahlreiche Sprossen des Geschlechts kamenzu hohen Ehrenstellen in der kurbrandenb. u. k. preuss. Armee. Frie-drich Wilhelm v. L. wurde in kur- brandenb. Diensten 1689 General-major und 1690 Commandant von Cüstrin; Carl v. L. fiel 1707 als k.preuss. Oberst in einem Treffen in ßrabant; Hans Erdmann v. L., Herrauf Wittenmoor und Einwinkel, starb 1732 als k. preuss. Generalmajora. D.; David Hans Christoph v. L. a. d. IL Nackel blieb 1756 als Ge-neralmajor in der Schlacht bei Lowositz; Carl Ludwig v. L., ebenfallsa. d. H. Nackel, wurde 1747 Oberst und Chef des berliner Land-Regi-ments und starb später, 1762, auf seinem Gute Nackel und ein andererCarl Ludwig v. L., Sohn des 1751 verstorbenen k. preuss. Ober-Forst-meisters des II. Magdeburg und F. Halberstadt v. L.. wurde 1770 Chefdes 2. Artiii.-Begiments. Später ist bis auf die neueste Zeit der Namedes Geschlechts mehrfach in den Listen der k. preuss. Armee vorge-kommen. Als begütert im Kgr. Preussen wurden noch in neuester Zeitaufgeführt: die Gebrüder v. Lüderitz: Friedrich Wilhelm HermannAlexander, Bittm. a. D. und Ludolph Werner Leopold auf Lüderitzunweit Stendal; ein v. Lüderitz auf Kunzendorf im Kr. Glogau und einLieutenant v. L. auf Kuhnow im Kr. Crossen.

Angeli, Annal. March. S. 148. Gauhe, I. S 1277 u. 78. Zedier , XVIII. 8. 1071.Dienemann, 8. 185. Nr. 11. Lenz, berliner wochentl. Nachr. Jahrg. 1754. Stck. 110 u. 13.

Brüggemann, I. Hptst. 2. Pantheon d. preuss. Heeres, I. S. 364. Gercken . Diplo-matarium, I. S. 126. 240. 274 und 305. N. Pr. A.-L. III. S. 315 17 und V. 8. 319.Freih. v. Ledebur, II. S. 60 und 61 u. III. S. 305. Siebmacher. I. 172: mit dem unrich-tigen Namen: Cuderitz, Sächsisch und III. 141: v. Lyderitzen , Mark-Brandenb, v. Me-ding, II. S. 354. Tyroff, I, 148,