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Liidicke (in Silber ein breiter, schrägreckter, in der Mitte nachder rechten Seite gebrochener, blauer Balken). Reichsadelsstand. Di-plom vom 2. Nov. 1804 für Joachim Friedrich Liidicke. Die Familie,welche nicht mit der v. Liidecke, wie schon das Wappen ergiebt, zuverwechseln ist, gehörte damals zu dem Adel in Kursachsen, docli sindüber dieselbe und ihr Fortblühen nähere Nachrichten nicht aufzu-finden.
Handschriftl. Notiz. — W.-B. d. Sachs. Staaten, VIII. 9.
Lüdinghausen, genannt Wolff, Freiherren, s. Wolff, Lü-dinghausen, genannt Wolff, Freiherren.
Liigel, Lugeln (in Blau die linke, fünfendige Stange eines golde-nen Hirschgeweihes). Altes, hessisches, 1487 erloschenes Adelsge-schlecht.
v. Hellbach , II. S. 76. — Siebmacher I. 142: v. Lugeln, Hessisch.
Liilie, v. der Lühe (in Silber eine schrägrechte, oben viermal ge-zinnte Mauer von vier Steinen , oder ein vorwärts gekehrtes, freiste-hendes, blaues Gemäuer, mit einem hohen Thurme, bald ohne, baldmit an beiden Seiten gezinntem Dache). Altes, melclenburgisches Adels-geschlecht, welches schon im Anfange des 14. Jahrhunderts bekanntwar und 1523 auch die Union der meklenburgischenRitterschaft unter-zeichnete. Dasselbe, nicht, wie oft geschehen ist, mit der von ihm ganzverschiedenen, alten, bremenschen Familie Schulte v. der Lüh zu ver-wechseln, erwarb in Meklenburg mehrere sehr ansehnliche Güter, sassbereits 1339 zu Koltzow, 1433 zu Pantzow, 1450 zu Marlow u. Sültenetc., kam im 16. Jahrb. in das Braunschweigische, blühte in Meklen-burg begütert fort und wurde im jetzigen Jahrhunderte auch in Pom-mern zu Stöwen, Marsow, Hechthausen, Sellnow, Sorge, Zarnefanz,Birkholz, Grüneberg, Kanzig etc. begütert. — Heidenricus und Ottode Lü lebten schon 1301; Georg v. d. Lühe begleitete 1530 den Her-zog zu Braunschweig auf dem Reichstage zu Augsburg; Heinrich v. d. L.,h. braunschweig. Rath, wurde 1570 von dem h. braunschw. Hofe, derConcordien-Formel wegen, an den Kurfürsten August zu Sachsen ge-sendet; Joachim v. d. L., erst h. meklenb. Oberst und dann Hofmar-schall und Geh. Rath, starb 1588 unvermählt, Heinrich v. d. L., Stifts-hauptmann zu Halberstadt, 1591, Paschius v. d. L., Präsident desLandgerichts zu Sternberg und Hauptmann des Klosters Dobbertin,ohne Kinder 1653 und Dietrich v. d. L., erst herz, güstrowscher Prin-zen-Hofmeister und später Gcheim-Rath und Präsident aller Collegien,1673. Letzterer hinterliess aus zwei Ehen vier Söhne, von welchen derEine k. dän. Ober-Land-Drost wurde, ein Anderer aber, Jacob Frie-drich v. d. Lühe, k. dän. General-Lieutenant, 1730 das Leib-Regimentder Königin commandirte. Curt Heinrich v. d. L., kurbraunschweig.Ober-Appellations-Rath, wurde 1738 fürstl. ost-friesischer Geh.-Rathund um dieselbe Zeit war Hartnack Otto v. d. Lühe Amtmann zu Hu-sum u. k. dän. Landrath in Schleswig-Holstein. — Zu den in die kön.preuss. Armee getretenen Sprossen des Geschlechts gehörten unter An-deren: Friedrich Matthias v. d. L., gest. 1792, Rittmeister, Eckardv. d. L., gest. 1843, Hauptmann a. D. u. der gleichnamige Sohn des