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Lüdecke (in Roth, nach Siegeln in Silber, ein im Neste seine dreiJungen nährender, rechtsgekehrter Pelican). Adelsstand des Ivönigr.Preussen. Diplom von 1704 für Urban Dietrich Ltidecke, herz, braun-schw. Geh.-Rath und Canzler. Derselbe, geh. 1655 und gest. 1729, auseinem halleschen Pfännergeschlechte stammend, war zuerst Assessor imSchöppenstuhle zu Halle, später gegen Ende des 17. Jahrh. Geh.-Rathund Director des Hofgerichts und Consistoriums zu Braunschweig, sowie 1704 k. preuss. Geh. Rath und Accise - Director zu Quedlinburg,seit 1718 Regierungscanzier zu Wolfenbüttel und Herr des adeligenGutes Nieder-Sichte im Braunschweigischen, so wie der Güter Hohen-thurm und Rosenfeld bei Halle. Im Adress-Calender von Braunschweigund Wolfenbüttel für d. J. 1721, S. 25, ist derselbe, wie folgt, aufge-führt: Hr. Urban Dietrich v. Lüdecke, Geh.-Rath, Präses der fürstl.Canzlei, des Consistorii und des braunschw. Commissions-Collegii, Di-rector der auswärtigen Staats- und Academie-Geschäfte, Herr zuNieder-Sickte etc. und S. 27 kommt sein Solm, Johann Jacob v. Lü-decke, als herz, braunschw. Hofrath und Geh. Staats-Secretair vor. —Die Familie sass noch 1750 zu Hohenthurm und Rosenfeld an der Saaleund hatte ersteres Gut auch 1780, so wieNeu-Dietendorf unweit Gothaund in der Oberlausitz die Güter Spreehammer, Stannewisch u. Trehus,sämmtlich bei Rothenburg, noch 1788 inne. Ein um letztere Zeit ge-stochenes Petschaft hat die Umschrift: S. E. v. L.
Handschriftl. Notiz. — Manecke, Biograph. Skizzen von den Canzlern der Herzöge zuBraunschweig, S. 34. — N. Preuss. A.-L. III. S. 315. — Freiherr v. Ledebur, II. S. 59 und60. — Supplem. zu Siebm. W.-B. IV. 17.
Lüdel v. Liidelsheim. Erbl. - österr. Adelsstand. Diplom von1717 für Johann Lüdel, Verwalter zu Wildenstein und Gränzmauth-Einnehmer zu Ischl, mit dem Prädicate: v. Lüdelsheimb.
Megerle v. Mühlfeld, Erg.-Bd. S. 365.
Lüdemann (in Gold ein in seinem frei schwebenden Neste ste-hender, rechtsgekehrter, blauer Pelican, welcher seine drei Jungennährt). Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 6. Juli 1798 fin-den k. preuss. Kriegs- und Domainenrath Lüdemann zu Cüstrin. Der-selbe, später Kammerdirector, setzte den Stamm fort und ein Sohn,Georg Wilhelm v. L., geb. 1798, ist später als Schriftsteller bekanntgeworden.
v. Hellbach, II. S. 75. — N. Preuss. A .-L. III. 8. 5 u. 315 u. V. s. 318. — Freih. v. Le-debur, U. S. 60. — W.-B. d. Preuss Monarch. III. 91. — Knesclike, IV. S. 273.
Lüder (in Silber ein Stamm mit zwei abgekappten Zweigen, wieeine Gabel, begleitet von drei, 1 und 2, goldenen Sternen). Adelsstanddes Kgr. Preussen. Diplom vom 13. März 1787 für Johann WilhelmLüder, Stiefsohn des k. pr. Geh. - Raths und Canzlers der UniversitätHalle v. Hoffmann und Herrn des Gutes Dölzig im StifteMerseburg etc.Von den Sprossen des Stammes traten Mehrere in die k. preuss. Armee.Ein v. Lüder stand 1806 als Premier-Lieutenant im Regim. v. Tscham-mer (gest. 1815) u. zwei Brüder im Regimente Prinz zu Braunschweig-Oels. Der ältere ging 1809 in englische Dienste, der jüngere aberstarb 1824 als aggreg. Capitain im 5. Inf.-Reg. Die Wittwe des Letz-teren, eine v. Raven, starb 2. Feb. 1838 zu Prenzlau. Dieselbe hatte