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dus judex de Lüde, dictus de Ottersen, 1265 (Copiar. des 1128 vomGrafen Wittekind v. Pyrmont gestifteten Klosters Marienmünster,S. 62); Wilhelmus de Lüden, 1268 (im genannten Copiar. S. 65) und1298 (Charta Hermanni, Couradi et Hilleboldi comitum de Peremuntann. 1298). — Später, in der ersten Hälfte des 14. Jahrh., tritt derStamm in den hannoverschen Landen auf und nach dem ChronistenBerkhusen war „Conradus de Lüde, scilicet natus de Peremunt" (geb.1296 und gest. 1353, der erste Ankömmling in den hannoverschenLanden. Der genannte „Dominus Conradus de Lüde" empfing 1341von Johannes Dominus de Wettberge und 1350 vom Grafen Ludolfv. Halremund (Hallermund) Lehne zu Bodensen; Martin v.Lüde kaufte1392 die Güter Bornum und Lochtkausen; Johann v.Lüde wurde 1422von Wulbrandt Bischof von Minden zu Velstede belehnt und Erasmusv. Lüde erhielt 1441 von Wilhelm Herzog zu Braunscluveig - LüneburgLehne. Es folgten im Laufe der Zeit nun mehrere Belehnungen vonSeiten der Landesherrschaft und die Familie erwarb in und um Han-nover grossen, in ihrer Hand verbliebenen Grundbesitz. — Jasper V.L.kämpfte 1553 in der Schlacht bei Sievershausen und wird auf seinemLeichensteine: Jasper der fromme, gottesfürchtige Held genannt; Tön-nies v. Lüde starb 1566 als General-Gouverneur von Oesel in Lieflandetc. — Ueber einen in Familien-Papieren erwähnten, nach Frankreichin der zweiten Hälfte des 15. Jahrh. unter dem Könige Ludwig XI. ge-kommenen Zweig fehlen weitere Nachrichten: bekannt ist nur dass zurZeit des Königs Ludwig XIV. ein Graf v. Lüde lebte und eineHerzoginv. Lüde Ehrendame der Prinzessin v. Savoyen war. — Als nähererStammvater der späteren Sprossen des Geschlechts tritt Ludolph v. L.auf, welcher 1552 Familien-Nachrichten aufsetzte u. noch im folgendenJahre mit seiner Gemahlin, Anna v.Anderten, lebte. — Mit Caspar v. L.kam 1615 unter Herzog Wilhelm v. Curland die Familie nach Curlandund dann nach Bussland, wo dieselbe im Gouvernemente Pleskow be-gütert wurde. Als nun in der Mitte des 18. Jahrh. die Familie wegenAufnahme in die dortige Adelsmatrikel den ihr zustehenden Adel nach-weisen sollte u., wie bekannt, die Behörden zunächst auf ein Adelsdi-plom Gewicht legen, wurde die oben angegebene kaiserliche Bestätigungund Erneuerung des alten Adels des Geschlechts nachgesucht und er-theilt und zwar unter Belassung und ohne Aenderung des von Altersher geführten Wappens, so wie mit der Befugniss, von allen ihren der-malen mit rechtmässigem Titel besitzenden oder künftig noch überkom-menden Gütern sich nennen und schreiben zu dürfen. — Die Familieblüht noch jetzt in zwei Linien, von denen die eine durch den Seniorder Familie, Carl August Johann Daniel v. L., k. hannov. Oberstlieute-nant in d. A. und Herrn von und auf Mohrberg bei Eckernförde imHerz. Schleswig, die andere durch Wassily Feodorowitsch v. L., Herrnauf Bruchnowa und Feodorowskoe im Gouvernemente Pleskow vertre-ten wird. Von dem Haupte der ersten Linie, stammt, neben dreiSchwestern, C. Baron v. Lttde-Mohrberg.
Handschriftliche Notiz. — Freih. v. d. Knesebeck, S. 196. — Suppl. zu Siebm. W.-B. XI.13. — W.-B. des Kgr. Hannov. D. S und S. 10. — Kneschke, II. S. 284. — v. Ilefner , han-nov. Adel, Tab. 21.