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1 (1859) (Aa - Boyve)
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der Hofmarch Aichperg- im Landgerichte Deggendorf, Niederbayern,welches reich begütert, war, namentlich mit Moos, Seldenau, Raabetc. und der Grafschaft Hals. Die Aichperge erscheinen schon im12. Jahrh. zahlreich und zuerst kommt 1130 Aribo de Aichpergvor. Dieselben sind auf Turnieren und in Hochstiften mannigfaltigvertreten, greifen mächtig in die Geschichte Niederbayerns ein undwaren Erbmarschalle von Regensburg. Hans v. Aichperg, Herr zuHals, Moos und Seldenau, liess sich, neben Hans v. Stauif zu Ehren-fels und Hans v. Degenberg, 1465 durch K. Friedrich III. in Wienfreien. Alle drei waren von so stattlichem Thun, dass man die-selben nur die drei grossen Hannsen aus Bayern nannte. Dochschon mit eben diesem Hans v. Aichperg starb 1511 der Stammwieder aus und der beiden Töeht.er Männer, Ulrich Graf v. Ortten-burg und Hans Herr v. Degenberg, waren die Erben. Das Wappendes Geschlechts theilte sich in das Alt- und Neuaichpergsche Wappen(in Gold ein schwarzer Querbalken und in Schwarz drei quer übereinander liegende Eichenblätter), über welche Näheres, nebst Ab-bildungen, v. Einzinger, Baierischer Löwe, II. S. 26. ergiebt. Alsspäter die Grafen v. Preysing Moos c. p. erwarben, erhielten sieins 2. und 3. Feld dieser Herren v. Aichperg Wappen, welchessomit noch bis 1836, in welchem die Linie der Grafen v. Preysing-Moos erlosch, florirte. Weiteres s.besonders bei Wigul Hundt, I. S. 160.

Handschr. Notiz, d. Hrn. Frh. v. Leoprechting.

Aichcr. Den Namen Aicher führten drei erloschene, bayerischeAdelsgeschlechter: die Aicher v. Aicha, die Aicher v. Herrengiers-torff und die Aicher v. Walkersaich.

Die Aicher v. Aicha (Schild quer getheilt: oben in Silber dreischrägrechte, geflutete, schwarze Balken; unten Roth ohne Bild)waren ein sehr altes Geschlecht, welches sich nach dem Dorfe Aichaim Landgerichte Abensberg nannte und aus welchem schon 1241Hartneid v. Aicha Domherr und 1258 Decanus in Freising war.Das Begräbniss und Seelgeräth der Familie befand sich hauptsäch-lich bei den Carmeliten in Abensberg, wo auch der Letzte desStammes, Conrad A. v. A., gest. 1392, mit Schild und Helm be-graben wurde.

Die Aicher v. Herrengierstorff (in Schwarz auf einem goldenenDreiberge zwei in der Mitte gekreuzte und oben nach aussen ge-kehrte Eichenzweige, jeder mit einer goldenen Eichel und einemgoldenen Blatte) stammten aus Aich, einem Sitze im LandgerichteVilsbiburg und gehörten mehr dem Bürgerstande, vorzüglich Lands-huts an, waren aber zeitweise auch adelig sesshaft. Der Erste,welcher bekannt geworden ist, war Friedrich Aicher zu Tann, wel-cher 1446 in Weltenburg Briefe ausfertigte und dessen Wappenganz mit dem übereinstimmte, welches Siebmacher, I. 97: die Ay-cher v. Herngiesdorf, Bayerisch gegeben hat. Mit dem BesitzeOffenstettens führte die Familie auch das Wappen der v. Oft'en-stetten (in Blau ein schrägrechts gelegtes silbernes Büffelshorn ohneMündung, welches nach oben und links der Länge nach mit 4 rothen