/
— 3 —
Adelzhofen an Hans Jacobs Fugger Söhne, welche eine eigene Li-nie auf Adelzhofen gründeten. Mit Marquarts Söhnen, Hans Georgund Marquart, ist in der ersten Hälfte des 17. Jahrh. der Stammdes alten Geschlechts ausgegangen.
Wigul Hundt, III. S. 192 u. Bucelini, IV. fol. 1. — Handschr. Notiz, d. Hrn. Frli.v. Leoprcchting.
Adlersberg, S. 17. Reichsadclsstand. Diplom von 1697 fürUlrich Anton Gödken, kais. Ober-Feld-Proviant-Commissar mit demPrädicate: v. Adlersberg.
Adlersflügel, S. 18. Georg Simon Winter, in Oesterreich an-gesessen, markgr. brandcnburg-onolzbachher-, später h. württemb.Gestütsmeister, wurde um 1681 mit dem Prädicate: v. Adlersflügelnobilitirt. Der Stamm wurde fortgesetzt und demselben im Kgr.Preussen unter dem Namen: v. Winter der Adel erneuert.
W.-B. d. Pr. Mail. IV. 95.
Ahaim (Schild von Schwarz und Silber quergetheilt). Altes,bayerisches Turniergeschlecht aus dem Schlosse und der HofmarchAhaim an der Yils im Landgerichte Yilsbiburg, Niederbayern, wel-ches sich immer die Ahaimer an der Vils nannte und von denXhaimern zum Neuenhauss (im Silber ein rother Panther mit weissenFlecken, Siebmacher, I. 77. Bayerisch), welche sich früher Ahamb,auch Ahaim und Ahahaim schrieben und welche S. 42 abgehandeltworden sind, unterschieden werden muss. Der berühmte bayerischeTurnierreim hat von beiden Geschlechtern folgendes: „Die v. Ahaimim Yilsthal — ein alt Geschlecht allzumal — die Ahaimer zumNeuenhauss — Vast köstlich mit grossem Sauss." — In älterenUrkunden erscheinen, und zwar mit Sicherheit von diesem Ge-sChlechte, in den Jahren 1120—65 Ilervicus und Aribo, dann Hart-perht und noch Andere de Ahahaim, wie des Namens ältere Schreib-art war, auch kommt schon Keikher v.. Ahaim 1321 als Domherrin Passau vor und nach ihm mehrere in anderen Hochstiften. AnKönig Ottos grosser Handveste betheiligte sich 1311 auch Hart-brecht v. Ahaim. Dessen Nachkomme, auch Hartbrecht genannt,verkaufte 1420 Ahaim an Seitz v. Layming, dessen Nachkommenes lange besassen', später kam es an die Grafen v. Lerchenfeld,welche sich danach auch nannten und neuerlich an die Grafen v.Montgelas. Mit Hans v. Ahaim, welcher nur Töchter hinterliess,starb um 1450 der alte Stamm aus.
Wigul Hundt erwähnt das Geschlecht kurz I. S. 159. — Handschr. Notiz d. Hrn. Frh.v. Leoprechting. — Siebmacher , II. 63: v. Ahaim, Bayerisch.
Ahnen, S. 27. Der Stamm blühte noch bis Mitte des 18. Jahrh.fort, wo derselbe mit Wilken Johann v. A. ausging.
Aichbichl, I. S. 29. Der gräfliche Stamm ist, wie angegeben,2. Oct. 1770 erloschen und zwar mit Carl Rudolph Grafen v. Aich-bichl, k. k. w. Geh. Rathe und Kämmerer, Herr der HerrschaftenSitzenberg in Niederösterreich und Lessenitz in Mähren, geb. 28. Jul.1712. Der einzige Sohn, Graf Franz Carl, geb. 1736, war vordem Vater. 1755 gestorben. Das Erbe gelangte an die Töchter.
Aichperg. Altes, stattliches, bayerisches Adelsgeschlecht aus