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1 (1859) (Aa - Boyve)
Entstehung
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mit dem eben angegebenen Wappen .an. Neben Adelzhausen warWeickertsbofen eine Hauptbesitzung des Geschlechts, welche, um1411 erkauft, bis zum Erlöschen des Stammes in den Händen des-selben blieb. Die Sprossen des Geschlechts liesssen sich bei denLandesfürsten von Bayern gut brauchen und eben so bei verschie-denen Domstiften und an anderen Höfen. So war Hans v. A. Statt-halter in Zeitz und Georg v. A. begleitete den Herzog Heinrichzu Braunschweig-Lüneburg, als derselbe auf dem Meere eine Wall-fahrt nach Compostell unternahm und bei einem furchtbaren Sturmevon demselben vermocht wurde, sich der Mutter Gottes von Alten-ütting zu verloben, worauf nach glücklicher Heimkunft der Herzogjenes berühmte, silberne Schiff opferte, an dessen Vordertheile14 Schilde prangen, darunter auch das von Adelzhausen und wel-ches Kühler, s. o. S. 13, beschrieben hat. Den Freiherrnstandertheilte der Familie, ohne Veränderung des Wappens, K. Fer-dinand II. laut Diploms d. d. Begensburg, 9. Nov. 1630 und umdiese Zeit wurde auch das Erbtruchsess-Amt im Stifte Passau er-worben. Hans Sebastian v. A., Herr auf Weickertsbofen, des Erz-herzogs Leopold, Fürstbischofs .zu Passau, Kämmerer und Kath,war der Sohn des bei v. Hattstein, II. S. 1 im Supplemente S. 1aufgeführten Philipp v. A. aus der Ehe mit Margaretha v. Prey-sing. Mit den beiden Söhnen desselben aus der Ehe mit Sophiev. Pühring, Philipp Ilcctor und Leopold, erlosch das alte Ge-schlecht. Leopold, Passauischer Kämmerer, starb ledig 1631 inWien-und Philipp Hector, Domherr und Statthalter in Passau, zuPassau 1634. Die Schwester Beider, Marianne, vermählt mitWarmund Grafen v. Prcusing, erbte und im Besitze der weiblichenNachkommen derselben, der Grafen v. Hundt, ist noch jetzt dasSchloss und die Hofmarch Weickertsbofen.

Neben v. Hattstein (a. a. 0.) s. Bucelini, IV. Fol. 1, Wigul Hundt, III. S. 188 sq. u.v. Hellbach, I. S. 52. Ilandschr. Notiz, d. Hrn. Frh. v. Leoprechting.

Adelzhofeii. Altes, erloschenes, bayerisches Adelsgeschlechtaus dem gleichnamigen Schlosse mit Ilofmarch rechts der Maisachim Landgrichte Bruck, Oberbayern, welcher Ort unter dem NamenAdelungshoven bereits 824 erwähnt wird, in welchem Jahre Heid-reich, Presb. Eccl. Prigins., Stiftungen aus seinem dortigen Besitzezu Gunsten der Domkirche gemacht hat. Urkundlich erscheinennäehstdem 1175, 1185 etc. Ulrich, Heinrich, Walter, Alebrant,Hilteprant etc., meist unter den edlen Zeugen, vorzugsweise desKlosters Schäftlarn. Dieselben werden zu dieser Zeit noch Ade-lungishoven genannt, welcher Name erst im 15. Jahrb. in Adelz-hofen verändert wurde. Dies alte ritterbürtige und hochstiftsmässigeGeschlecht, dessen Wappen (Schild von Silber und Schwarz derLänge nach getheilt und rechts, wie links ein aufrecht gestelltes,mittler Schneide auswärts gekehrtes Breitbeil [Hacke] von gewech-selter Farbe) Siebmacher, I. 82 gegeben hat, besass neben dembedeutenden Gute Adelzhofen noch mehrere andere ansehnlicheGüter, kam aber zuletzt in Schulden. Marquart v. A. verkaufte