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begütert wurde und noch jetzt in der preuss. Provinz Sachsen inden Regierungsbezirken Erfurt und Merseburg angesessen ist. AlsStammsitz dürfte wohl liielen bei Nordhausen anzusehen sein, da,wie dieser Ort, sonst meist die Familie geschrieben wurde. Müller,Annal. Saxon., erwähnt zuerst Heinrich v. B., welcher den HerzogAlbrecht zu Sachsen auf der Reise ins gelobte Land begleitete.Ein anderer Heinrich v. B., Herr auf Heynrode und Staplenburg,war um die Mitte des 16. Jahrh. kursächs. Rath und Stiftshauptmannzu Merseburg. In späterer Zeit haben mehrere Sprossen des Ge-schlechts in k. preuss. Militair- und Civildiensten gestanden. Zudenselben gehörten zwei Gebrüder v. B. aus der Grafschaft Hohen-stein, von welchen der ältere, gest. 1820, Brigadier der Magde-burgischen Füselierbrigade, der andere, gest. 1808, Chef der seinenNamen führenden Husarenescadron zu Neustadt a. d. Aisch imAnspachischen war. Später (1839) commandirte ein Oberst v. B.das 39. Infanterieregiment zu Luxemburg und ein anderer v. B.war Landrath des Kr. Nordhausen. — Ob mit dieser Familie, welcheneuerlich auch in Schlesien im Kr. Steinau begütert wurde, diealte böhmische Adelsfamilie gleichen Namens, aus welcher sichBrunen de Bila unter den 98 böhmischen Magnaten befand, welche1415 den Protestationsbrief gegen IIuss's Verbrennung unter-zeichneten und aus welcher Friedrich v. B. des deutschen LehnsHauptmann und Landsehaftsdirector in Böhmen war, in einem Zu-sammenhange gestanden habe, ist noch nicht ermittelt.
Gauhe, I. S. 150. — Lestier , Leben Dr. Heinrichs v. Biela, Nortlhansen, 1048. — v. Hell-bach, I. 140. — N. Pr. A.-L. V. S. 40. — Frh. v. Ledebur , S. 64 u. 65. u. III. S. 201. —Siebmacher, I. 147: v. Billa. — v. Mcdinr/, III. S. 53 u. 54. — Suppl. zu Siebm. W.-B. VII. 7:Bilau. — W.-B. d. Sachs. Staaten, VII. 7. — Schlcs. W.-B. Nr. 514.
Itilhis. Bayerisches Adelsgeschlecht, welches ursprünglich demBürgerstande in Ilemmau, einem Städtchen in der obern Pfalz, an-gehörte, wo bereits 1417 Niclas Bilbis als Hochstifts-Rcgensbur-gischer Lehnmann erscheint. Durch Vermählung Leonhards Bilbismit Clara Feur v. Pfettrath kam die Familie um 1547 in Besitzder v. Ilinzenhausenschen Lehen in Siegenburg, einem Städtchenin Oberbayern, wo sie sich nun ganz niederliess. Die Zeit derErhebung in den Adelsstand und das Wappen sind nicht bekannt,die Bilbis bekleideten aber, besonders im 17. Jahrb., ansehnlicheWürden, und verheiratheten sich bis ins 18. Jahrb. mit den bestenFamilien des Landes. Ihr Hauptgut war Nieder-Ulrain bei Siegen-burg, welches nach ihnen an die v. Ileidon und dann, erbschafts-weise durch die Hörwarth und Rambaldi, an die Imhoff ham. Mariav. Bilbis, angeblich Freiin v. IL, die Gemahlin des Ferdinand FranzFreiherrn v. Sandizcll, welcher 1752 starb, ist eine der letztendes Geschlechts gewesen, über welches bisher in der LiteraturNachweise sich noch nicht vorfanden.
Handschr. Notiz d. Hrn. Frh. v. Leoprechting.
ltilderbcck (in Roth zwei von einander abgesonderte, goldeneAdlersfiügcl, zwischen welchen ein kleines, goldenes Kreuz schwebt).Reichsadelsstand. Diplom von 1714 für Christoph Bilderbeck, herz.