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Bichowsky, s. Bychow.
Bicken. Freiherren. Altes, rheinländisches Aclelsgeschleclit ausdem Stammhause Bicken im nassauischen Amte Herborn, welchesspäter den freiherrlichen Titel führte. Ilumbracht beginnt dieStammreihe desselben mit Philipp v. B., welcher um 1080 lebte.Conrad, welcher gegen Ausgang des 15. Jahrli. starb, nannte sichzuerst Herrn zu Hayn, nach einer Herrschaft, welche durch Ver-mählung mit einer Gräfin zu Nassau an ihn gekommen war. JohannAdam v. B. war von 1601 —1604 Erzbischof und Kurfürst zuMainz und nach v. Hattstein schrieb der Bruder desselben, JobstPhilipp, gest. 1636, nach Humbracht aber der Sohn des Letzteren,Philipp Caspar, gest. 1688, kurmainz. Geh. Bath und Vitzthumauf dem Eichsfelde, sich zuerst Freiherr v. B. Derselbe erhielt7. Mai 1664 ein Reiclisfreiherrndiplom, welches nach Allem keinErneuerungs-, sondern das ursprüngliche Freiherrndiplom war. Vonden Söhnen des Freih. Philipp Caspar war Friedrich Wilhelm,Domherr zu Mainz und Trier, Propst zu Klingenmünster, k. Reichs-hofrath, Geh. Rath zu Mainz und seit 1717 Statthalter zu Er-furt. Derselbe starb 1732 und schloss den ^lanssstamm seinesGeschlechts.
Humbracht, S. 6. — Gaahe , I. S. 144 u. 145. — Schannat, S. 42. — v. Hattstein, I.S. 12 u. Suppl. revis. S. 2. — Biedermann , Geschl.-Reg. d. Orts Otteliwald, Tab. 355 u. ff.Frh. v. Ledebur, I. S. 63 u. III. 199. — Siebmacher, I. 124. — v. Mediiig , 11. S. 49 u. 50.
Bickenbach, Freiherren. Altes, rheinländisches Adelsgeschlecht,welches schon 1330 mit dem freiherrlichen Character vorkommtund von Venator, vom deutschen Ritterorden, zum Ilerrenstandegerechnet wird. Nach Humbracht lebten 1316 die Brüder Ulrichund Gottfried v. B. Wie mehrfach angenommen wird, ging derStamm schon 1471, zwei Tage nach Ostern, mit Michael Herrnv. B., Ritter, aus, doch führt Schannat ein Document an, nachwelchem Schenk Erasmus Herr zu Erbach, nach dem Tode seinesVetters, Conrad Herrn zu Bickenbach, vom Abte zu Fulda 1484beliehen wurde: das Geschlecht ist also später als 1471 erloschen.
Humbracht, Tab. 274. — Gauhe, I. S. 145: im Anhange zu dem Artikel: v. Bicken. —Schannat , S. 42. — Biedermann , Geschl.-Reg. d. Orts Steigerwald, Tab. 179—183. — Grüsner,Diplom. Beiträge, Stück 4, S. 237. — Wenck, Iless. Landesgesch. I. S. 428—450. — v. Hell-bach, I. S. 139 u. 140. — v. Meding, II. S. 51.
Bickhel. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1621 fürPaul Bickhel, erzherz. österr. Kammermusikus.
Handschr. Notiz.
Birkert v. Biencnaii. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von1820 für Adam Bickert, k. k. Unterlieutenant bei dem Militair-Grenzcordon, mit dem Prädicate: v. Bienenau.
Megerle v. Mühlfeld , S. 162.
Bidau, Bcilnu, Bedow. Altes, schlesisches Adelsgeschlecht, auswelchem Titzke v. Bedaw 1294 lebte. Die Familie besass im 16.und 17. Jahrh. in den Kreisen Breslau, Liegnitz, Strehlen etc.wechselnd mehrere Güter und war noch im 19. Jahrh. im KreiseNeumarkt mit Pohldorf etc., angesessen. Der Stamm ist in derPerson des k. preuss. Justizraths Emanuel v. B., Herrn auf Pohl-