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Johann v. Belling war 1509 mit dem Kurfürsten Joachim I. zuBrandenburg auf dem Turniere zu Ruppin und Johann Georg v. B.unter dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm Generalmajor und Com-mandant zu Pillau, blieb 1689 beim Sturme von Bonn. Zu beson-derem Ansehen kam später die Familie durch Wilhelm Sebastianv. B., gest. 1779 als k. preuss. General. Derselbe, ein Sohn desJohann Abraham v. B., Commandanten zu Altena in der Graf-schaft Mark, war mit Catkarina Elisabeth v. Grabow aus dem HauseWösten vermählt, aus welcher Ehe nur eine Tochter, DorotheaFreifrau v. d. Goltz, entspross. Später war der Stamm nicht glie-derreich. Ein Rittmeister v. Belling, welcher früher im Husaren-regimente v. Blücher gestanden hatte, starb 1816, in welchemJahre auch ein v. Belling, Major im 5. schlesischen Land-Cav.-Regim., den Abschied nahm. Das Gut Tietzow im Kr. Belgradgehörte 1836 noch einer verw. Frau v. Belling.
Micrael, S. 465. — Gauhe, I. S. 95 u. 96. — jBrüggemann, I. 2. Hauptst. N. Pr. A.-L.I. S. 199 u. 200. — Frh. v. Ledebur, I. S. 46 u. III. S. 193. — Siebmacher, III. 161. —v. Meding, III. S. 39. — Pomra. W.-B. II. S. 75 u. Tab. XXIX giebt als Wappen der v. Bellingdas Wappen der v. Bellin (mit dem Baumstämme, doch ist anderweit nicht bekannt, Gass,wenn auch, wie oben angegeben, von Stammverwandtschaft die Rede gewesen ist, die v. Bel-ling dieses Wappen geführt hätten).
Belling, Bitter. Böhmischer Bitterstand. Diplom von 1720für Goswin Belling, Eath der Landeshauptmannschaft zu Glatz.
Megerle v. Mühlfeld , Ergänz.-Bd. S. 121.
Bcllinghausen. Altes, bergisches, zuerst 1348 mit Wilhelmv. B. vorkommendes Adelsgeschlecht. Dasselbe, dem Wappen nach(in Silber ein schrägrechts gelegter rother Maueranker, welcherneuerlich golden in Blau tingirt wird) eines Stammes mit denenv. Hanxleden oder Hanxlar, führte den Namen wahrscheinlich vondem Hofe Bellingkausen im Kirchspiele Oberpleis; der jetzt Kelling-hausen genannte Rittersitz im bergischen Kirchspiele Burtscheidliiess im 17. Jahrh. Burckusen. Der Familie stand die Burglvlcin-Bernsau und der Rittersitz Sülze zu. Zwei Abstammungenderselben giebt Fahne an. Die erste beginnt mit N. v. Relling-hausen, verm. mit N. v. Arenthal und schliesst im fünften Gliedemit Bertram Raban v. B. Derselbe, ein Sohn des Hans Georg v. B.aus der Ehe mit Anna v. Dalwig zu Knippenberg, war Abt zu *Sigburg und postulirter Fürst zu Fulda und starb 4. Sept. 1653.Mit ihm, oder, wie Andere wollen, mit Christian v. Bellnickhausen,welcher, näher nicht bekannt, von 1687 bis 1696 gefürsteter Abtzu Corvey war, ist, so viel bekannt, der Mannsstamm des Ge-schlechts ausgegangen. Name und Wappen kam an die Familiev. Münch, s. den Artikel Münch v. Kellinghausen, da ChristianGeorg.v. Münch, kurtrierscher Amtmann zu Numegen, mit Elisa-beth v. Rellinghausen, mit welcher der Name des Geschlechtserlosch, vermählt war. Nach Allem war die genannte Elisabethv. Rellinghausen eine Tochter des Hans Georg v. B. und dieSchwester des Abts zu Sigburg, Bertram Raban v. B.
Gauhe T. S. 96: v. Sellinghausen, Bellnickhausen. — Fahne, I. S. 23 u. III. S. 6. —Frh. v. Ledebur, I. S. 46. — Siebmacher, II. 119, III. 182 u. V. 308.