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1 (1859) (Aa - Boyve)
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Behrwahl, s. Beerwald, S. 268.

Hcicliclt, Heuchelt, lteuchell, Beichell. Böhmischer Adels- undRitterstand. Adelsdiplom vom 3. Aug. 1708 für Elias Beichelt undRitterstandsdiplom vom 20. Jul. 1727 für die Geschwister dessel-ben, Elias Gottlieb, Georg Christoph, Johann Friedrich und AnnaRosina, vermählte Klug. Die Familie hesass in Schlesien im Kr.Schönau die Güter Mittel-Kauffung und Seifersdorf, welche uochin den ersten Jahrzehnten dieses Jahrb. in der Hand einer verw.Frau v. B., geh. v. Nikisch-Roseneck, waren. Der Mannsstamm desGeschlechts, welches früher Beichelt, Beuchelt, neuerlich Beucheil,Beichell geschrieben wurde, ist um 1826 mit dem pens. Bürger-meister zu Schönau, v. B., erloschen.

Sinapius, II. S. 616. — N. Pr. A.-L. T. S. 197. — Frli. v• Ledebur, I. S. 58.

Beichlingen, Grafen (in Silber drei rothe Querbalken). AltesDynasten- und Grafengeschlecht, dessen Stammsitz die GrafschaftBeichlingen an der untern Unstrut, zwischen Weimar und Held-rungen und fünf Meilen von Erfurt, war. Nach v. Falkenstein,dessen Forschungen für die Geschichte der alten Grafen v. Beich-lingen von mehrfachem Interesse sind, da mehrere frühere falscheAngaben durch dieselben widerlegt werden, war Cuno, ein Sohndes Herzogs Otto von Bayern, der Erste, welcher sich nach 1101Graf v. Beichlingen nannte. Derselbe hatte die Grafschaft vonseinem Bruder Heinrich Grafen von Nordheim, der durch seineGemahlin Gertraud Beichlingen nach Ermordung des Bruders der-selben, des Markgrafen Egbert II. in Sachsen, erhalten hatte,geerbt, verlegte seinen Sitz, welchen er bisher zu Königshof imBremischen gehabt hatte, nach Beichlingen oder Bichlingen, wiedie Grafschaft in alten Urkunden liiess und wurde 1103 von denGrafen von Ilefeld und Rotenburg getödtet. Ueber die nächst-folgenden Grafen sind die Angaben sehr verschieden: in der zwei-ten Hälfte des 12. Jahrh. soll die Grafschaft durch Erbschaftin Folge von Verwandtschaft an den Herzog zu Sachsen und inBayern an Heinrich den Löwen gekommen sein und dieser einenRitter Friedrich, vermuthlich aus der Anverwandtschaft der Böh-merburger - oder Rotenburger Grafen mit derselben beliehenhaben. Mit diesem Friedrich beginnt auch die allgemein angenom-mene Stammreihe der alten Grafen v. Beichlingen bis zum Er-löschen derselben. Von Friedrichs zwei Söhnen aus der Ehe mitIlelinburgis Grf. v. Gleichen setzte der älteste , Friedrich II., denStamm fort. Aus der Ehe desselben mit Elisabeth Grf. v. Henne-berg entspross Friedrich III., welcher nicht nur die väterliche Graf-schaft erbte, sondern auch die Grafschaft Lohra und, nach Abgangder Grafen v. Rotenburg, die goldene Aue und in dieser die StadtKelbra. Derselbe starb 1275 und hinterliess drei Söhne, Fried-rich IV., Friedrich V. und Hermann, welcher Letztere Dominikanerwar. Die beiden älteren Brüder theilten das väterliche Erbe:Friedrich IV., gest. um 1313, erhielt Rotenburg und Lohra undwurde vom K. Rudolph v. Habsburg zum Burggrafen des Reichs-