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einen Albrecht v. Bärenstein, welcher 1165 das Turnier zu Zürichbesucht haben soll, beginnt aber die bis in die ersten Jahrzehntedes 18. Jahrh. fortlaufende Stammreihe erst mit Reinhold v. B.,gest. 1315, welcher vermählt mit Elisabeth v. Maltitz den Stammdurch vier Söhne fortpflanzte. — In Bezug auf frühere Sprossendes Geschlechts sei nur angeführt, dass Walzig v. B. 1450 dasStädtchen (spätere Bergstadt) Altenberg zu bauen anfing und dassder Sohn desselben, Dr. Beter v. B., Rath des Herzogs Georg zuSachsen, 1495 das Städtchen Bärenstein gründete. Auch erlegteWeigold v. B. in der zweiten Hälfte des 14. Jahrh. den zu seinerZeit so gefürchteten Räuber Wittich, welcher auf Wittichs Schlosshei Glashütte hauste. — Der Stamm hat in Sachsen, meist im Erz-gebirge, doch auch in der jetzigen Provinz Sachsen mit mehrerenGütern angesessen, in grossem Ansehen fortgeblüht, und der Namedes Geschlechts ist bis auf die jetzige Zeit mehrfach in den Listender kur- und k. sächs. Armee vorgekommen. Noch jetzt ist HorstWaldsig v. B. k. sächs. Reiterofficier.
Reineriis Reineccius Oratio destinata fimeri Nobilissimi etc. Johannis Christophori aBernstein etc. qua, tarn Domüs Bernsteiniae priraordia et res gestae praeeipuae, quam vitaJohannis Christophori, breviter delibantur. Lips. 1581. 4. — Knauth , S. 134. 135. 481 u. 482.— Gauhe , I. S. 62—65. — Valent. König, I. S. 15—46. — v. Hollbach , I. S. 95 u. 96. —Frli. v. Ledebur , T. S. 56. — Siebmacher , I. 155 : v. Bernstein, Meissnisch. — v. Meding, II.S. 129 u. 130. — W.-B. der Sächsischen Staaten, II. 40.
Ilaereiisteiii, Bernstein, Pernstcin (in Silber ein vorwärtsgekehrter,schwarzer Büffelskopf mit durch die Nase gezogenem, goldenemRinge). Altes, böhmisches Freiherrngeschlecht, welches, wenn auchBaibin, Miscell. liistor. regn. Bohemiae, Prag. 1688. L. II. c. 8.p. 26. sagt, dass dasselbe vor wohl 300 Jahren aus Mähren nachBöhmen, wo es früher schon im 10. Jahrh. geblüht habe, gekom-men sei und wenn dasselbe auch das beschriebene, nach Allemveränderte Wappen führt, doch aus dem im vorigen Artikel ab-gehandelten meissnischen Adelsgeschlechte v. Bärenstein entsprun-gen ist. Walzig, der 4. Sohn des Reinhold I., mit welchem Yal.König die fortlaufende Stammreihe der meissnischen v. Bärensteinbeginnt, kaufte 1363 in Böhmen das Gut Helff am Mittelgebirgebei Behlen, und Reinhold (II.), der zweite Sohn desselben aus derEhe mit Anna v. Affra, wurde, verm. mit Barbara v. Maltitz, derStifter der böhmischen Linie. Der ^weite Sohn aus dieser Ehe,Siegfried, erhielt den alten böhmischen Freiherrenstand und wurdeHerr des grössten Theils der Grafschaft Glatz. Die Angabe Yal.Königs, a. u. a. 0. S. 20, dass er einen gleichnamigen Sohn ge-habt, der ohne Erben gestorben sei, darf nicht so gedeutet werden,dass die freiherrliche Linie mit diesem erloschen wäre: der Stammmuss durch einen anderen Sohn fortgesetzt worden sein, denn Wil-helm Freiherr v. Bernstein starb 1520 als Oberst-Landeshauptmannin Böhmen, welche Würde auch sein Sohn in Mähren bekleidete.Yon Letzterem stammten Johann, welcher zu Ende des 16. Jahrh.sich als kais. General im niederländischn Kriege auszeichnete und1597 als General-Feld-Zeugmeister vor Raab fiel und Wratislaus,k. Geh. Rath, Oberst-Stallmeister und später Oberst-Canzler in