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1 (1859) (Aa - Boyve)
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Bachem (im Schilde zwei schrägrechte Balken). Altes, colni-sches Rittergeschlccht, welches sich nach dem zwischen Cöln undKerpen liegenden Schlosse und der Herrlichkeit Bachem schrieb,mit der das cölnische Erbkammerherrn-Amt verbunden war. Das-selbe hatte sich schon in den ältesten Zeiten nach Cöln gewendetund besass daselbst mehrere Häuser, von denen einige, namentlichdie Hauptbesitzung, den Namen der Familie erhielt. Schon 1183kommt Theodor v.' B. vor, Daniel und Wierich, Gebrüder, Letz-terer Bitter, erscheinen 12641274, Wilhelm 1294, Arnold undDaniel, Beide Ritter, 12901306 etc. Godebert, Kämmerer, tritt1309 auf und Hermann, Ritter, kommt 1340 mit dem Wappen vor.Eine Abstammung giebt Fahne. Dieselbe beginnt mit Hermann,Kämmerer des Erzstifts Cöln zu Bachem, 11661188 und gehtbis zu den beiden Sühnen des Arnold, (I.) Ritters, gest. vor 1368:Arnold (II.), Canonicus und Werner, Kämmerer v. Bachem, Ritter,Amtmann zu Lechenich 13681374, Geh. Rath des ErzbischofsFriedrich zu Cöln, welcher Letzterem 1392 Bachem und das Käm-mereramt, mit dem Pawin v. Hemberg belehnt wurde, übergab.Von diesem Rittergeschlechte ist das gleichnamige Coblenzer Ge-schlecht zu unterscheiden, welches den Namen von der Burg Bachembei Ahrweiler, und im Wappen eine Raute führte. Aus letzteremGeschlechte kommen Henrich v. Bachem, Ritter 1326, und Reynardv. B. und Henrich, Gebrüder, 1446 vor.

Fahne, I. S. 13 u. 14 u. II. S. 4.

Bachen, Bochen (in Grün auf einem Baumstamme ein Papagei).Altes, pommerisches Adelsgeschlecht, welches sich meist Bochenschrieb, im Anfange des 17. Jahrb. im jetzigen Lauenburg-Butow-schcn Kreise die Güter Bochow, Bozepol, Paraschin etc. besass,und 8. Jun. 1783 mit dem k. preuss. Ilauptmanne Johann Chri-stian Sigmund v. Bochen -erloschen ist. Freih. v. Ledebur hat I.S. 75 dieses Geschlecht unter dem Namen Bochen als Cassubischesaufgeführt und hinzugesetzt, dass dasselbe nach den Gütern auchv. Bozepolski und v. Paraschin genannt worden sei. Dagegen findetsich S. 28 folgender Artikel:Bachen, Bach-Parasky, Parasky,Bach-Pobolzk (im blauen Felde auf einem mit den Hörnernnach oben gekehrten Monde mit zwei Sternen ein wachsenderHirsch). Im Jahre 1601 wird Schwantes Bachen und 1621 werdendessen Söhne Hans, Michel, Matthis und Christoph, Gebrüder, dieBachen mit Paraschin (Lauenburg-Bütow) belehnt. Diese besassenauch Roslasin. Im Jahre 1801 besitzt Georg v. Parasky Hessen-dam im Magdeburgischen." Die Worte:Im Jahre 1601Ros-lasin" gehören, da Paraschin genannt ist, zu der S. 75 abgehan-delten Familie v. Bochen. Ueber Bach-Parasky und Bach-Pobolzkfehlen nähere Angaben. Das Wappen mit dem aus einem mit zweiSternen besetzten Halbmonde aufwachsenden Hirsche findet sich inalten Sammlungen unter dem Namen: v. Pobolzk, die v. Paraskyaber, welche im Anfange des vorigen Jahrb. Bozepol oder Bosch-pol im I auenburgischen besassen, führten, wie Brüggemann I. 11. Hpst.