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1 (1859) (Aa - Boyve)
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Zeit beherrschte, später aber, eben wegen dieser Macht, wiederverlassen musste. Da nach Anna v. Prennberg, der Gemahlin desFriedrich Auer, der Stamm in männlicher Linie ausgestorben war,nahm Friedrich Auer 1290 mit den Gütern derselben auch ihrenNamen und ihr Wappen an. Der von ihm fortgepflanzte Stammdes stattlichen, im schönsten Flor blühenden Geschlechts erloschim Mannsstamme mit Carl Christoph Auer v. Prennberg, welcher1483 ohne Kinder starb. Die zwei Schwestern, die v. Murachund die v. Stauff, beerbten den Bruder. Das Prennbergsche Wappenerhielten, über hundert Jahre nach Erlöschen des Stammes derAuer v. Prennherg, die v. Lerchenfeld als Besitzer der HerrschaftPrennberg mit dem denselben 1587 ertheilten Adel.

Wigul Bund, I. S. 171. Siebmacher , T. 90: Awer v. Awberg, Bayerisch. Siebenkees,I., 1. Abschn. S. 243 u. II. Abschn. S. 3336.

Auer v. Ilcrrcnkirchcn (Scliild von Schwarz und Silber der Längenach getheilt und rechts, wie links, mit drei übereinander gestell-ten Eingen von gewechselten Farben). Altes, bayerisches Adels-geschlecht, welches sich zuerst von Herrenkirchen, einem adeligenSitze in der Hallertau, dann aher auch von Straubing, einem ade-ligen Sitze im Gerichte Erding und von Gunzing im Gerichte Yils-hofen nannte. Zuerst kommt Hartwich A. v. II., gest. 1290, vor,welcher mit seiner Gemahlin, Petrissa, bei den Franziskanern zuLandshut begraben liegt. Wolfgang Auer zu Gunzing begab sich1496 nach Oesterreich Jind sein Ur-Ur-Enkel, Wolfgang Helmhart,wendete sich, des lutherischen Bekenntnisses halber, wieder vonda weg nach Franken, wo das Geschlecht bis jetzt fortgeblüht hat.Johann Friedrich A. v. IL, geb. 1750, k. bayer. Major ä la suiteund voi'maliger grossh. würzburg. Kammerherr, wurde, unter Nach-weisung des Adels der Familie bis 1402, im Jahre 1816 in dieAdelsmatrikel des Kgr. Bayern eingetragen. Jetzt lebt von derFamilie noch Wolfgang Ilelmharts Ur-Ur-Ur-Enkel, Johann Auerv. Herrenkirchen, geb. 1805, mit welchem vermutlilich der alteStamm erlöschen wird. Derselbe ist k. k. Officier in Pension undnicht vermählt. Die Schwester desselben, Friederike, geb. 1810,ist mit Franz Carl Freih. v. Künsberg vermählt.

Bucelini, IV. S. 2125. v. Nattstein, II. S. 16. u. Tab. I. Nr. 4. Gauhe, I. S. 47u. 4S. Biedermann, Gesohl.-Reg. d. Orts Baunach, Tab. 272276. Wissgrill , I. S. 213222. v. Lang, Nachtr. S. 86. v. Hellbach, I. S. 87. Siebmacher, I. 35, V. 48 u. Suppl.-Bd. IV. 7. v. Meding, III. S. 16 u. 17. Tyrojf, I. 172. Siebenkees, I. 1. Abschn.S. 244 u. 2. Abschn. Hft. 13. W.-B. d. Kgr. Bayern, IV. 66. v. Hefner , II. 73 u. S. 67. Kneschke, II. S. 25 u. 26.

Auer v. Puelach (Schild silbern und quergetheilt: oben zweirothe Pfähle und unten ein rother Pfahl, oder, wie man das Wappenauch bestimmen könnte, zweimal der Länge und einmal cpiergetheilt,6 Plätze, von Silber und Koth mit gewechselten Farben). Altes,bayerisches Adelsgeschlecht, welches sich von dem Schlosse und derHofmarch Puelach (auch Bulach) an der Mangfall im Gerichte Aibling,und deshalb auch hier und da Auer v. Aibling genannt, schrieb.Zuerst kommt Reichza A. v. P. Canonissa in Niedermünster 1220vor. Der Letzte des Stammes war wohl Wolfgang A. v. P., Dom-