— 123 —
wird, Friedrich Wilhelm (nach Anderen Friedrich Heinrich) v. A.k. preuss. Oberstlieutenant, verm. mit Johanna Charlotte v. Dresky,aus welcher Ehe nur zwei Töchter stammten, 10. Jan. 1796 zuNimptsch in Schlesien starb und den Mannsstamm schloss. Dochkommt noch in Oesterreich ein freiherrliches Geschlecht diesesNamens.vor, aus welchem Carl Freih. v. Aschersleben im Jahrg.1856 des Milit. Schemat. d. Oesterr. Ivaiserth. als Cadet im 49.Infant. Reg. aufgeführt wird und welches leicht eine fortbestandeneLinie der märkischen Familie v. Aschersleben sein könnte.
Bohr, S. 1508. — Gauhe, I. S. 41. — Zedier, Suppl. II. S. SO"). — Dreyhaupt , IL S. 452.— Grundniunn, S. 315 u. 316. — v. HeUbach, I. S. SO. — N. l'r. A.-L. I. S. 146 u. V. S.9 u. 10. — Frh. v. Ledebur, I. S. 23. — Dienemann, S. 334. Nr. 12. — v. Meding, III. S. 14u. 15. — Lexic. over adel. Famil. i Danmark, I. III. S4. — Suppl. zu Siebm. YV.-B. VI. 17. —Kneschke, III. S. 24 u. 25.
Aschfeld, Ritter, s. Ritter Ckini v. Aschfeld und Kron-haus.
Aschhauscn. Altes, erloschenes, fränkisches Adelsgeschlecht,aus dem gleichnamigen, im Hochstifte Würzburg gelegenen Stamm-hause, welches der Ritterschaft des ehemaligen reichsfreien frän-kischen Rittercantons Ottenwal'd einverleibt war. I'astorius, Fran-con. rediv. giebt an, dass der Name des Geschlechts 1197 aufdem Turniere zu Nürnberg vorgekommen sei, doch wird gewöhn-lich Conrad v. und zu Aschhausen, welcher 1230 in einer Urkundedes Klosters Schönthal vorkommt, als Stammvater der Familie an-gesehen. Der Sohn desselben, Wilhelm, gest. 1300, erscheinturkundlich 1288 und der Enkel, Heinrich, wurde 1319 mit SchlossBiringen, Ohrensal, Bettenbach und Diepach und 1333 mit demSchlosse und Dorfe Aschhausen, von welchem er schon einen Theilbesessen, vom Hochstifte Würzburg belehnt. Der Stamm blühtefort und theilte sich in eine ältere und jüngere Linie. Erstereerlosch mit Hans Bernhard v. A., geb. 1594, welcher 1615 zuJena erstochen wurde, letztere mit Johann Gottfried (II) v. undzu Aschhausen, welcher 1655 den ganzen Stamm schloss. JohannGottfried (II) war ein Sohn des Philipp Heinrich, resignirten Dom-herrn zu Würzburg, dessen jüngerer Bruder, Johann Gottfried,gest. 1622, 1617 zum 66. Bischof von Würzburg erwählt wurde.
Gauhe, I. S. 41 nach Bucelini, II. " S? 59. — v. Hattatein , II. S. 13—15. u. Tab. I. Nr. 3.Biedermann, Geschl.-Reg. (1. Orts Ottenwald, Tab. 369 u. 370. - Siebmacher, I. 106 li. Suppl.VII. 23. — Salver, S. 530. 550. 584 u. 613. — v. Meding, III. S. 14.
Asciiinger. Altes, erloschenes, von Siebmacher, Y. 66 unterdem Adel des Herzogth. Steiermark aufgeführtes Geschlecht.
Ascholf. Preussischer Adelsstand. Diplom von 1845 für denk. preuss. Oberst Aschoff, welcher später Generalmajor wurde.
Aschwcdc, Aschewedel. Altes, erloschenes, westphälisches Adcls-geschlecjit. Bela v. A. kommt 1451 als Mitstifterin des KlostersNising in Münster vor, Jaspar v. A. war 1537 Burgmann zu Nien-burg im Münsterschen und zu Yechte und Curdt v. A. von 1550—1594 Domherr und zuletzt Senior des Domcapitels zu Minden.Die Familie, welche im Verzeichnisse des Adels in Münster von1554 im Amte Klopenburg begütert war, besass den nachmals Vinck-