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schlecht in Nürnberg, Regensburg und Kelheim, welches sich nachden Hofmarchen Au und Ratiszell hei Straubing nannte und sichbisweilen auch Ammann und Ammänner schrieb. Sprossen des Ge-schlechts, welches in Kelheim schon vor 1405 als RegensburgischeVasallen vorkam, erwarben in Niederbayern viele und schöne Güterund blühten im 16. und 17. Jahrh. zahlreich, gingen aber im 18.Jalirh. aus. Ihr Wappen hat Siebmacher V. 79 gegeben. Dasselbeführt auch, s. den vorstehenden Artikel, Dr. Johann Georg Fried-rich v. Amnion etc., welcher auf Grund der Abstammung von Se-bastian Amnion, aus der Linie zu Kelheim, 1824 von k. bayer.Seite eine Adelserneuerung erhielt.
Handschr. Not. d. Hrn. Frh. v. Leoprechting.
Ainoni, de Amoiii. Französisches, nach Rayern gekommenes,erloschenes Adelsgeschlecht, aus welchem im 6. Jahrzehnt des 18.Jahrh. Joseph Gottfried de Amoni zu Dietersdorf, Bürgermeisterder Stadt München war.
Frh. o. Leoprechting , Stammbuch von Possenhofen etc. S. 27.
Ampach (im rothen Schilde mit blauem Schildesfusse ein Adlermit aufgehobenen Schwingen, welcher in der rechten Klaue einSchwert empor-, mit der linken aber abwärts und quer einen Lor-beerkranz hält). Ein ursprünglich curländisches Adelsgeschlecht,welches mit Christian Leberecht v. Ampach, Domdechanten zuNaumburg, den 5. Jun. 1831 erloschen ist. Derselbe war als Nu-mismatiker und Besitzer einer ausgezeichneten Sammlung von Mün-zen, Alterthümern, Gemälden und anderen Seltenheiten eiii in derKunstwelt sehr gefeierter Mann. Das Geschlecht ist nicht mit derbayerischen Familie v. Arnbach (Ampach) v. Grienfelden, s. obenS. 67, zu verwechseln.
N. Pr. A.-L. I. S. 112. — Frh. v. Ledebur , I. S. 11. — Kneschke , II. S. 9 u. 10 (imArtikel: v. Ambach [Ampach] auf Grienfelden).
Ampleven. Altes, längst ausgestorbenes Adelsgeschlecht, wel-ches im Herz. Braunschweig-Wolfenbüttel das Gut Ampleben besass.An einem Monumente auf dem sogen. Heidenkirchhofe vor demNeuen Thore zu Schöningen, einer braunschweigischen Landstadt,findet sich das Wappen der Familie: ein mit drei Rosen belegterQuerbalken und auf dem Helme zwei Büffelshörner, auf einem Mo-numente mit der Ueberschrift: Wilcke de Ampleven f anno DominiMCCCLXVIII. Herr Jan v. Ampleven der „erhafftige Riddcr",kommt urkundlich 1312 vor.
Handschr. alte Not.
Aiiipringen. Altes, ursprünglich aus dem Breisgau stam-mendes, erloschenes Adelsgeschlecht, dessen Stammhaus das Schlossund Städtchen Ampringen im Breisgau war und. welches von Einigenzu den Nachkommen der Habsburgs gerechnet wurde. Die Familiemachte sich schon 1296 zu Uttenheim in Taufers (Tirol) ansässig,ging aber später in Tirol wieder aus. Von der brcisgauischenHauptlinie verunglückte Johann Friedrich v. A., Domherr zu Baselund Domicellar zu Würzburg, 1642 durch einen Fall und der voll-