Buch gedruckt zu haben. Bei einem regen Streben, die Arbeitzu verbessern, müssen Fleiss und Zeit, so wie Theilnahme vonanderer Seite bald Nachträge ergeben. So haben denn auchwir schon Nachträge, welche nicht gegen, sondern für unssprechen werden und der Herr Verleger, unsere Ansicht tliei-lend, hat dieselben, ohne die im Prospecte zugesagten 10 Bogender ersten Abtheilung irgend kürzen zu lassen, auf vier Extra-blättern gegeben. Dieselben finden sich am Schluss dieser Ab-theilung.
Die Grenzen des Werkes deutet der Name eines allgemeinendeutschen Adels-Lexikons hinreichend an. Ausländische Ge-schlechter, welche auf längere Zeit nach Deutschland kamen,konnten nicht unberücksichtigt bleiben.
Da wir nicht verhehlt haben, dass zunächst historischerSinn uns zu dieser Arbeit führte, so mussten wir erloscheneGeschlechter auf dieselbe Stufe stellen, auf welcher blühendeFamilien stehen und beschränkte Zeiten konnten uns hinsicht-lich der Ersteren nicht genügen. Wir hoffen, dass der Adelgern die Geschlechter ehren wird, welche einst zu ihm zählten,im Laufe der Zeit aber erloschen sind. Wer vom geschicht-lichen Standpunkte aus einen Blick auf unsere Arbeit wirft —und welcher Leser sollte nicht den Blick von diesem Stand-punkte aus auf unsere Arbeit richten? — der wird gern undlobend die Nachrichten nehmen, welche wir über ausgegangeneGeschlechter geben. Und fände sich ja Einer oder der Andere,welcher nur auf die Gegenwart oder die nächste Vergangenheitblicken wollte, so erinnern wir ihn an den hohen Werth, wel-chen für Stammtafeln, Wappen, Güterbesitz etc. blühender Fa-milien Nachrichten über erloschene Geschlechter haben.
Auf Heraldik kann in einem Adels-Lexikon nur insoweitRücksicht genommen werden, als es nur durch dieselbe möglichist, gleichnamige Familien durch einige Angaben über die Wap-pen zu unterscheiden. Von solchen „einigen Angaben" sind wirfreilich als wissenschaftliche Heraldiker eigentlich keine Freunde,doch wo wollte der Raum zu vollständigen Angaben herkommen:so fügen wir uns denn der Notliwendigkeit und geben, was derRaum erlaubt. Wir haben auch in Bezug auf diese Angaben,und zwar mehrfach mit eben nicht leichter Mühe, das Mög-lichste gethan.
Da man, wenn über einzelne Familien Weiteres, als ein