III* Patricier - Geschlechter.
V. Anderten. (Taf. 24.)
Hannover. — Urkundlich 1362. Im Calenberg'-schen auf Weeltze begütert. Joachim v. A., Dr. jur. undBischöfl. Minden'scher Rath, erhielt d. d. Prag 26. Jan.1596 vom K. Rudolf eine Bestätigung des Wappens,dasselbe ist folgendermassen zusammengesetzt:
Schild: w. Balken , belegt mit drei r. Löwen-köpfen, in gr.
Helm: ein r. wachsender Löwenrumpf.
Decken: w.-r.
V. ltlum. ( Taf. 24.)
Hannover.
Geadelt durch Diplom des Kaisers Leopold I. am15. April 1662. Publicirt 18. März 1727.
Wappen. Schild: neun w. Rosen (3. 3. 2. 1.)in b.
Helm: männlicher Rumpf, dessen Kleidung ge-spalten, vorn w. mit bl. Aufschlag, hinten gewechselt;b. Mütze mit w. Stülp.
Decken: w.-b.
v. ßorries, Grafen und Herren. (Taf. 24.)
Aus Minden stammend; Adelsdiplom vom KaiserK arl VI. für den Justizrath Johann Friedrich v. B.zu Stade; publ. den 4. Febr. 1734. Eine andere No-bilitirung erfolgte am 1. Sept. 1777, eine dritte vonSeiten des Königs Friedrich Wilhelm v. Preussen, am17. Juni 1816. Im Bremen'schen begütert.
Der Königl. Hannoverische Staatsminister FriedrichWilhelm Otto v. Borries ward am 5. Juni 1860 vomKönig Georg V. in den Grafenstand erhoben, welcherin der Primogenitur vererbt.
Stammwappen, a) Schild: drei rechtsgewendetew. Brackenköpfe mit g. Halsbändern in r.
Helm: zwischen zwei auswärts gekehrten Bracken-köpfen ein nat. (Eich-) Baum. Decken w.-r.
b) Var.: die Weiden oberen Hundeköpfe im Schildeauswärts gewendet.
c) 1816: Statt r. überall b; Stellung der Hunde-köpfe wie bei b.) Statt der Eiche ein Palmbaum.
Gräfliches Wappen. Schild: wie a.) Helm: w.Schaft mit drei Pfauenfedern, von den beiden Bracken-köpfen beseitet. Schildhalter: 2 w. Bracken mit g.Halsbändern. Devise: »Treu und Fest.« (Ex sigillo.)
V. Brandis, Frh. (Taf. 24.)
Aus Hildesheim stammend; dort als Patricier seitlanger Zeit in Ansehen. Reichsadelstand (resp. Reno-virung) durch Kaiser Joseph II. am 2. März 1769 fürden Hannöv. Hauptmann Friedrich Christian Br. undseine Descendenz; Freiherrnstand durch König Georg V.v. Hannover am 10. Juni 1856. —
Stammwappen. Schild: getheilt; oben: wach-sender nat. Hirsch in g.; unten: drei Schrägbalkenin w. Helm: Wulst von ;££ u. g.; zwei auswärts ge-stellte w. Stäbe, je mit drei i± Schrägbalken belegt.
Decken: w.
Freiherrlichea Wappen?
Cramer V. Clausbruch. (Taf. 25.)
Text siehe beim Braunschweiger Adel.
In Hannover bedienstet. (Goslar.)
v. Dassel. (Taf. 25.)
Als Patrizier in Lüneburg seit Anfang des 14.Jahrhunderts bekannt. Die Kinder des Bürgermeisterszu Lüneburg, Georg D., erhielten am 15. Oct. 1638vom K. Ferdinand den Reichsadel nebst Bestätigungresp. Vermehrung ihres Wappens.
Stammwappen: (noch jetzt von der Lüneburgi-schen Linie so geführt;) Schild: r. Balken, begleitetvon drei gr. Lindenblättern (al. Epheublättern) in w.
Helm: w. Büffelhörner je mit r. Balken belegt;dazwischen an einem Stiel drei gr. Blätter.
Decken: w.-r. (Schildh.: g. Löwen. Devise: Flu-mina quanta vides parvis e fontibus orta.)
Vermehrtes W. (von der Linie zu Iloppensen ge-führt.)
Schild: getheilt; oben schreitender g. Löwe inw., unten von r. und w. getheilt, darin drei gabelför-mig gestellte, mit den Stielen zusammengestellte gr.Blätter.
Helm: = St. - W. (Schildh.: g. Löwen; Devise:Alterius non sit, qui suus esse potest. —)
V. Döring. (Taf. 25.)
Lüneburgisches Geschlecht.
Wappen. Schild: w. Löwe in r.
Helm: rundes Schirmbrett, die Schildfigur wie-derholend, über w. Schaft; dasselbe ist oben und bei-derseits mit je drei w. - r. wechselnden Straussfedernbesteckt.
Decke n: w.-r.
v. Einem. (Taf. 25.)
Einbecker Patrizier; intHannover bedienstet. Vgl.»Braunschweiger Adel.«
V. Gröning. (Taf. 25.)
Aus dieser Bremer Patrizierfamilie, welche dereingeborenen Bremen'schen Ritterschaft zugezählt wird,erhielt der Rathsherr Georg G. im J. 1795 den Reichs-adelstand.
Wappen. Schild: fünf r. Rosen (2. 1. 2.) in w.
Helm: w. Flug, dazwischen eine r. Rose.
Decken: w.-r.
Var.: gespalt. Schild: vorn die 5 Rosen, hinten
Adler in g.
V. Grünlingen.
Nach einigen Angaben ist diese Lüneburger Fa-milie seit längerer Zeit erloschen; nach anderen blühtsie noch. Ein neueres Lacksiegel mit der Bezeich-nung »v. Grünhagen« zeigt im w. Schilde einen zwi-schen zwei gr. Bäumen hervorspringenden widersehen-den nat. Hirsch auf gr. Rasen: auf dem Helm dieSchildfigur. Ich vermag nicht festzustellen, ob diesdas von den alten Patriciern geführte Wappen ist.
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