Ol Äl/7 /C V§P. _ sä 04/I &A t. JCfG ( Z,j) 2 'U Grosses und allgemeines WAPPENBUCH verlegt äau*r & JtoBp* in Uümferjj. Besitzer: Ludwig Korn. fe. "i % |F b LS.fbZj J. SIEBMACHER'S grosses und allgemeines WAPPENBUCH in einer neuen vollständig geordneten und * reich vermehrten Auflage mit tolÄlmt und hijiomrit-gmaloprimi dMäuünmgm. ZWEITEN BANDES NEUNTE ABTHEILUNG. JJantüiflenfdjc 2lfcel. Bearbeitet von Ad. M. Hildehrandt, tedakteur des „Deutschen Herold," ordentl. resp. correspond. Mitglied der Geschichts- und Alterthumsvereine in der Altmark, der Mark Brandenburg, im Erzstift Magdeburg; des Harz-Vereins, des „Herold" zu Berlin, des Münzforscher-Vereins zu NÜRNBERG. VERLAG VON BAUER UND RASPE. — LUDWIG KOBN. — 1870. Vorwort. Es konnte anfangs einigen Bedenken unterliegen, mit der Bearbeitung der Abtheilung „Hannöverischer Adel" für das Allgemeine Wappenbuch vorzugehen, da bereits mehrfache diesen Gegenstand behandelnde Publicationen vorliegen. Doch musste dagegen geltend gemacht werden, dass es ebenso unthunlich sein dürfte, in diesem grossen Werke, welches den Adel des gesammten Deutschlands enthalten soll, eine Lücke zu lassen, zu deren Ausfüllung die von dem verstorbenen Dr. 0. T. v. Hefner in gleichem Format gelieferte Bearbeitung des Hannöverischen Adels — bei aller Achtung vor der sonstigen Thätigkeit desselben — als geeignet nicht betrachtet werden kann, da dieselbe nicht allein directe Irrthümer bezüglich der Abstammung vieler Geschlechter enthält, sondern auch die theilweise ganz unkenntlichen Illustrationen hinter billigen Ansprüchen zurückbleiben. Die Quellen, nach denen die folgenden Angaben zusammengestellt wurden, sind die bekannten von Dr. Grote, v. d. Knesebeck, v. Ledebur; ausserdem verdankt der Verf. mehreren Mitgliedern des Hannöverischen Adels, sowie seinen heraldischen Freunden schätzenswerthe Mittheilungen namentlich in Bezug auf die Wappen, behufs deren Angabe auch die eigene heraldische Sammlung benutzt wurde. Mehrfachen Wünschen gemäss ist (wie dies eigentlich auch bei den übrigen Abtheilungen hätte geschehen sollen) nicht die alphabetische Eintheilung gewählt worden, sondern es ist der alte Adel von dem neuen, der begüterte von dem unbegüterten getrennt; dass auf den Tafeln die Wappen der alten Familien in gothischem, die der neueren im Renaissance - Styl gegeben sind, bedarf wohl keiner Rechtfertigung. Die Feststellung der Nomenclatur unterlag einigen Schwierigkeiten, da seit der Einverleibung Hannovers in den Preussischen Staat theils viele Familien Hannover m IV verlassen haben, theils zahlreiche Geschlechter aus den alten Provinzen Preussens dorthin übergesiedelt sind. Namentlich gilt dies von den bediensteten Familien; diejenigen derselben, welche erst seit 1866 dort vorkommen, sind nicht mit aufgenommen, da ihrer bereits in der Abtheilnng „Preussen" Erwähnung geschieht. Nachträge und Berichtigungen werden stets dankbar entgegengenommen und später am geeigneten Orte benutzt werden. M i e s t e, Reg. - Bez. Magdeburg. i Ad. M. Hildebrandt. I. Hoher Adel, ehemals reichsunmittelbare Familien oder Standesherren. NB. Da der hohe Adel Deutschlands eine besondere Abtheilung dieses Werkes füllt, so geben wir hier bezüglich der in Betracht kommenden Familien nur kurze Notizen, und auf Tafel 1 nur die Wappenschilde abbildlich, im Uebrigen auf die erwähnte Abtheilung verweisend. Herzog von Aremberg. (Taf. 1). Aua der alten, seit 10ö3 urkundlich auftretenden Niederländischen Familie de Ligne nahm Michael de L., dessen Mutter eine Erbtochter v. Barbanfon war, um 1500 den Namen de Ligne Baron de Barbanyon an. Dessen Urenkel Jean vermählte sich 1547 mit der Erbgräfin Margareta v. Aremberg und erhielt im J. 1549 den Grafenstand nebst dem Aremberg'schen Namen durch Kaiser CarlV. Sein Sohn Carl wurde 1576 von K. Maximilian II. in den Fürstenstand, und dessen Enkel Karl Eugen 1644 von K. Ferdinand III. zum Herzog erhoben. Letzterer Titel ist in der Primogenitur erblich. Der Herzog v. A. besitzt das Herzogthum Aremberg-Meppen in Hannover; ausserdem grosse Güter in Westfalen, Holland, Frankreich, Spanien etc. Weitere genealogische Nachrichten sowie die Wappenbeschreibungen siehe in der Abth. »Hoher Adel« dieses Werkes. Fürst von ISentlieim-Beiitkemi. (Taf. 1). Erwin Edler v. Güterswyk, aus einer alten holländischen Familie, erwarb im J. 1421 die Grafschaft Bentheim und nannte sich nach derselben. Seine Descendenz zerfällt in die Linien Bentheim-Bentheim und Bentheim-Teklenburg; erstere erhielt am 17. Januar, letztere am 20. Juni 1817 vom Könige Friedrich Wilhelm III. v. Preussen den Fürstenstand. Der Fürst v. Bentheim-Bentheim gehört zu den ehemaligen Standesherren im Kgr. Hannover. Yide Abthl. »Hoher Adel.« Herzog von I.ooz-Corsvvaareui. (Taf. 1). Zuerst tritt Graf Gilbert v. Looz (auf Corswaarem in Holland) 1016 urkundlich auf. Die Grafen Ludwig und Joseph v. L. wurden am 24. Dez. 1734 von K. Carl VI. zu Herzögen erhoben; der Titel ist in der Primogenitur erblich. Der Herzog besitzt das zum Theil in Westfalen, z. Th. in Hannover belegene Fürstenthum Rheina- Wolbeck. Weiteres s. in der Abtheilung »Hoher Adel.« v. Platen- Ilallcrmund, Grafen. (Taf. 1). Seit dem 13. Jahrhundert treten die von Platen auf der Insel Rügen urkundlich auf und sind dort bis in die neueste Zeit reich begütert gewesen. Von den zahlreichen, dem Geschlechte zu Theil gewordenen Standeserhöhungen haben wir hier nur die Erhebung in den Grafenstand zu notiren, welche dem Geh. Rath und Hofmarschall Franz Ernst Frhrn. v. P. am 20. Juli 1689 durch K. Leopold I. zu Theil wurde. Derselbe ward am 27. April 1706 mit der Grafschaft Hallermund beliehen. Die Grafen v. P.-H. gehören zu den Standesherren des ehemaligen Deutschen Bundes und gebührt ihnen das Prädicat Erlaucht. Stammwappen. Schild: 2 zugewendete Katzenköpfe, von deren jedem ein Flügel herabhängt, in w. Helm: Pfauenschweif. Decken: w.- j~|" . Ein 1618 gemaltes W. Bogislaus v. Platen zeigt im Schilde einen rfj: Adlerflug; oben auf der Spitze jeder innersten Feder ein Katzenkopf. Helm: Drei Rosen, w, r, w, mit gr. Spitzen; dahinter fünf Straussfedern, b. j^;. g. w. b. Decken w. - j±. Gräfliches AVappen. Schild: gev. mit Mittelschild: 3 r. Rosen in w. (Hallermund.) 1) 3 w. fünfstrahlige Sterne, 2. 1. in b. 2) gekr. r. Löwe in g. 3) St. - W. 4) die Sterne 1. 2. — 3 Helme. 1)3 Straussfedern, r. b. ö, davor nebeneinander 6, w. - wechselnde, Rosen. 2) zwei geschrägte w. Fahnen mit je einer r. Rose belegt, an g. Schäften. 3) drei mit den Spitzen emporgerichtete, durch ein b. Band verbundene, geschrägte g. Pfeile. Decken: g-r. Schildhalter: gekr. r. Löwen, auf der Brust mit dem Mittelschilde belegt. Devise: »Constans vivit post funera virtus.« Stolberg, Graf zu. (Taf. 1). Uraltes niedersächisches Dynastengeschlecht, seit um 1200 urkundlich bekannt; Stammsitz Stolberg im Harz. Durch Vermählung der letzten Gräfin von Wernigerode an den Grafen Botho Stolberg kam die Grafschaft Wernigerode i. J. 1429 in den Besitz des letzteren; seither nennt sich diese Linie »Gr. zu Stolberg- Wernigerode. Die Linien Stolberg-W. und Stolberg - Stolberg sowie die Seitenlinie Stolberg-Söder sind in Hannover begütert. Näheres, sowie eingehende Wappenbeschreibung, wird unter der Abtheilung »Hoher Adel« gegeben werden. Bd. H. Abthlg. 9. 1 II. Alter Adel, eingeborne und eingewanderte Ritterschaft. a. Begütert. v. Alten, Grafen nn«l Herren. (Taf. 2). Calenberg; — Lüneburg. — Urkundlich 1183 und in der 1. Hälfte des 13. Jahrh. Der K. Hannoverische General-Lieut. Carl v. Alten, a. d. H. Wilkenburg, wurde am 7. Aug. 1815 von Georg IV. als Prinz - Regenten in den Grafenstand erhoben. Derselbe ging nach seinem 1840 erfolgten Ableben auf den Neffen des gegraften, Victor Curd v. Alten, über, und vererbt nach Erstgeburtsrecht. Wappen. Schild: 7 r. Rauten, schrägbalken- wcise gestellt, je in der Mitte mit einem g. Tropfen (Nagelkopf) belegt, in w. Helm: sieben Hahnfedern, je aus einem r. Köcher hervorgehend. Decken: w. - r. Das grätliche W. ebenso. (Schildhalter: rechts ein Schütze vom 1. leichten Bataillon der englisch-deutschen Legion; links ein Kurhannoverischer Gardist zu Fuss; (zur Erinnerung an die Schlacht bei Waterloo, wo der General v. A. diese Regimenter befehligte.) Devise: Pro patria.) Schildhalter der adligen Linien zu Goltern und Dunau: zwei Hähne, g. - bewehrt, mit r. Zungen, Kämmen und. Barten. Devise: Sola nobilitat virtus. Varianten: Statt 7 Rauten deren 6 oder weniger. (z. B. Simon v. Alten, mit den Hahnfedern ohne Köcher und g. - w.-r. Decken.) Auch wie auf Taf. 2, nr. 3. v. Hefner giebt das W. einer Bairischeu Linie: vier r. Rosen und 3 gr. Rauten schrägbalkenweise an einander gereiht. Helm: fünf w. Straussfedern. v. Adelebsen. (Taf. 2). Calenberg-Göttingen-Grubenhagen. Der gleichnamige Stammsitz bei Göttingen noch im Besitz der Familie; in der Nähe desselben früher zahlreiche kleinere Lehen. Urkundlich in der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts. Wappen. Schild: gespalten und zweimal ge- theilt von b. und w. tal. gespalten von b. und w. mit einem Balken gewechselter Tinctur.) Helm: Büffelhörner, vorn b. w. b., hinten w. b. w. getheilt. Decken: w. - b. (Schild halter: zwei geharnischte Ritter mit g. Schärpen und b. - w. Federbüschen auf dem Helm, auf g. - geschirrten w. Pferden; der zur Rechten einen gr. Kranz emporhaltend. Devise: »Wohlauf wie von alters her«.) Varianten: Schild von w. und b. gespalten u. s. w. Helm: die Büffelhörner gestürzt (mit den Mundlöchern auf dem Helm ruhend.) Bodo v. A., 16. Jahrhundert. G. statt w.: Siebm. III. 192. v. Amelunxen. (Tafel 2.) Westfälischer Uradel. Urkundlich 1316. Stammsitz Amelunxen bei Höxter. — Calenberg-Grubenhagen. Wappen. Schild: zwei Veh-Pfähle (b. Eiserr hütchen auf w.) in r. Helm: 7 Fähnlein, je wie der Schild bemalt, an g. Stangen. Decken: w. - r. V a r.: die Fähnlein ganz r., oder w. mit 2 r. Pfählen belegt. Siebm. I. 187. gevierteter Schild: 1 u. 4 wie oben, 2 u. 3: drei w. Pfähle in r. Helm: Büffelhörner, w. - r. geschacht, dazwischen fünf Fähnlein, wie 1 u. 4 bezeichnet. Decken: w. - r. v. Aruswaldt, Frli. (Taf. 2.) Märkischen Ursprungs; Stammsitz wahrscheinlich Arenswalde in d. Neumark. Später in Preussen, Schlesien, Mecklenburg und der Ukermark. In Hannover auf Herdenbostel und Hoya. (Hoya.) lrrthümlicher Weise bezeichnen v. d. Knesebeck und v. Ledebur die gleichnamige Thüringische Familie. (W. Schrägbalken mit zwei Eberköpfen belegt) als in Hannover begütert. Wappen. Schild: w. Schrägbalken, belegt mit 3 r. Rosen, in b. Helm: Flug, je mit der Schildesfigur. (Die Balken nach innen aufsteigend.) Decken: w. - b. Tar.: Masch. I, 5. auf dem Fluge die Balken nach innen absteigend. Ueber die Erwerbung des in neuerer Zeit geführten Freiherrntitels ist z. Z. Nichts bekannt. ArenHtorfl". (Taf. 2.) Seit 1770 zur eingewanderten lloya'schen Ritterschaft gehörend. Uradel der Ukermark; daselbst Stammsitz Ahrensdorf. In der Prov. Brandenburg und in Mecklenburg, früher auch in Pommern und Dänemark begütert. Wappen. Schild: drei w. Fallgatter, zwei aus dem oberen, eins aus dem unteren Schildesrand hervorgehend, dazwischen drei w. Lilien (2. 1. alias balkenweise gestellt) in b. Helm: Fallgatter von 5 Pfählen; über demselben wachsender natürlicher Bär. Decken : w. - b. v. Ascheberg. (Taf. 2.) Westfälischen Ursprungs; Stammhaus Ascheberg (Münster.) In Hannover zur Ritterschaft des Fürstenthums Osnabrück und der Grafschaft Bingen gehö- ' rend. — In Schweden ward 1687, 10. December, Rutger vonA. Graf, doch ist diese Gräfl. Linie mit dessen Sohne Gr. Christian Ludwig 1720 wieder ausgestorben. Wappen. Schild: getheilt, oben zwei g. rosettenartig gebildete Kugeln, unten g. leer. Helm: g. Flug, jeder Flügel mit einem r. Querbalken, auf welchem eine g. Kugel, belegt; dazwischen eine g. Kugel. (Schildhalter: g. Löwen. Devise: allzeit trauern kann nicht dauern. Diesen Wahlspruch führte Heidenreich v. A. f 1625.) HANNÖVERISCHER ADEL. 3 v. Bar I. (Taf. 2.) Zur eingeborenen Ritterschaft des Pürstenthums Osnabrück zählend ; daselbst noch jetzt begütert. Urkundlich 1223. — Der jedesmalige Senior des Geschlechts ist mit der Würde eines Erb-Landdrosten im Fürstenthum Osnabrück beliehen. Die Grafenwürde erlangte durch Kaiserl. Diplom d. d. 12. Febr. 1729 der Geheim. Ruth Heinr. Siegesmund v. 13.; seine Descendenz ist im J. 1765 erloschen. Wappen. Schild: schräg getheilt; oben klimmender ff Här mit g. Halsband in w.; unten Schach, w. ff. Helm: 11 fächerartig gestellte ff Kerbhölzer (al. Sägen ) Decken: w. ff. v. Hefner bezeichnet die Familie (wohl durch das Wappen verleitet), als zum anhaltischen üradel gehörend. de Bcaulieu-Marcoinmy. (Taf. 2.) Auch: de Marconnay - Beaulieu; aus dieser zum französischen Uradel gehörenden Familie trat im J. 1685 Louis de M. in Brandenburgische, sein ältester Sohn Christian Ludwig v. M. in Braunschweig - Lüneburgische Dienste. Dessen Nachkommen gehören zur Calenberg-Göttingen'schen Ritterschaft. Wappen. Schild: Drei Veh-Ffähle (gestürzte b. Eisenhütchen auf w) in r.; darüber g. Schildeshaupt. Helm: zwischen zwei w. Drachenflügeln ein gehörnter g. Drachenkopf; über demselben auf fliegendem Bande »Chastillon« (cri de guorre.) Decken: g.-b.-r. Schildh.: g. Löwen. v. Behr . (Taf. 2.) Wahrscheinlich eines Stammes mit dem gleichnamigen Mecklenburgischen Uradel. Urkundlich bereits im 12. Jahrh. Zur Ritterschaft von Lüneburg, Bremen und Hoya gehörend. Seit 1407 Erbmarschälle und Erbkämmerer des Bistli. Verden ; seit 1624 Erbschenken und Erbküchenmeister des Fürstenthums Lüneburg. Wappen. Schild: schreitender Bär in w. H e 1 m : g. Schaft mit Pfauenschweif; vor demselben der Bär. Decken: w. ff. V a r.: Der Bär stehend;— derselbe auf gr. Boden. — der Schaft w., — statt desselben ein Tfauen- schweif. v. Bennigsen, Grafen und Herren. (Taf. 3.) Eingeborner Adel der Fürstenthiimer Calenberg und Hildesheim ; in ersterem das gleichnamige Stammgut. Auch im Magdeburgischen und in der Lausitz ansässig. Die in Hannover jetzt nicht mehr blühende Linio v. Bennigsen-Förder stammt von Gustav Rudolf v. B. ab, welchem am 25. Aug. 1795 vom Könige Friedrich Wilhelm III. v. Preussen gestattet wurde, Namen und Wappen derer v. Förder mit dem seinigen zu vereinen. Levin August Gottlieb v. B., Kais. Russischer General, wurde am 19. Oct. 1813 vom Kaiser Alexander I. von Russland in den Grafenstand erhoben. Stammwappen. Schild: schräggelegte w. Radwinde (al Bandeisen, al. Armbrustgestell i in b. Helm: zwei auswärts gestellte w. Radwinden. Decken: w.-b. Gräfliches Wappen: ebenso. (Schildh.: g./Löwen. Devise: durant virtute parata.) T v. Berkefelilt. (Taf. 3.) Zur eingeborenen Grubenhagen'sclien Ritterschaft zählend; Erbmarschälle des Fürst.enth. Grubenhagen; daselbst seit 1189 urkundlich. Von v. Ledebur irr- thümlich als ausgestorben bezeichnet. Wappen. Schild: schreitender w. Hund mit g. Halsband; im Schildesfuss 7 g. Kugeln, 1, 3, 3 in r. Helm: der Hund. Decken: w.-r. Var. : statt der Kugeln sieben Beeren 5, 2. Helm: der Hund wachsend, (ex sig.) v. Beriistorif, Graf. (Taf. 3.) Die gräfliche Linie des zum Mecklenburgischen Uradel (siehe diese Abtheilung) gehörenden Geschlechtes v. Bernstorff zählt in Hannover zur eingewanderten Lüneburgischen Ritterschaft. Zuerst kam dorthin der Geh. Rath Andreas Gottlieb v. B. gegen Ende des 17. Jahrh. Stammwappen. Schild: w. Wellenbalken, mit 3 gr. gestürzten Linden - oder Seeblättern belegt, in r. Helm: Pfanenschweif. Decken : w.-r. Gräfliches Wappen (Diplom vom König von Dänemark d. d. 14. Dez. 1767 , in Hannover publicirt 19. April 1768.) Schild: geviertet mit Mittelschild. 1 u. 4: Stammwappen. 2: zwei mit dem Reifen gegeneinander gekehrte g. Radfelgen mit je 5 Speichen, ohne Nabe in ff. 3: r-gekleidete, g.-gekrönte Jungfrau über w. Felsen wachsend, in beiden Händen einen gr. Kranz haltend, in b. Mittelschild : gr. Lorbeerkranz in w. Drei gekr. Helme; in der Mitte: Pfauenschweif; Decken: w.-i\; vorn: die Figur des 3. Feldes; Decken: w.-b.; hinten: ff Flug, je mit einer der g. Radfelgen belegt. Decken : g. ff. (Schildh.: vorn ff Adler, hinten g. Tiger. Devise: Rectum et integntas custodiant me.) Varianten s. in der Abth. »Schleswig-Holstein« dieses Werkes. v. Bestenbostel. (Taf. 3.) Zur eingebornen Ritterschaft von Lüneburg gehörend; daselbst noch in neuerer Zeit in Besitz des gleichnamigen Stammgutes. Nach anderen Angaben lüneburgische Patricier. Wappen. Schild: r. Anker in w. Helm: Schildesfigur. Decken :»w.-r. Var.: der Anker von zwei Sternen begleitet. v. Benlwitz. (Taf. 3.) Thüringischer, bereits 1206 auftretender Uradel, dessen Stammsitz Beulwitz bei Saalfeld ist. Hauptsächlich in Thüringen und Sachsen begütert, aber auch seit 1760 zur eingewanderten Lüneburgischen Ritterschaft zählend. Wappen. Schild: zunehmender halber w.Mond, von drei w. Sternen begleitet, in b. Helm: w. Hahn. Decken: w.-b. Var.: der Hahn ff (farbige Zeichnung v. J. 1601). v. He verlor de-Werries, Flir. (Taf. 6.) v. Elverfeidt gen. v. B.-W. Der Staatsminister Frhr. v. B.-W., letzter dieses uradligen westfälischen Geschlechtes, adoptirte den Frhrn. Friedrich Clemens v. Elverfeidt, aus einer im Rheinlande und in Westfalen reich begüterten gleichfalls dem Uradel angehörenden Familie stammend. Derselbe nahm mit kaiserlicher Bewilligung d. d. 10. Mai 1789 Namen und Wappen derer v. B. an. ) 4 HANNÖVERISCHER ADEL. Der Beiname Werries originirt von einer gleichnamigen Besitzung in Westfalen. In Hannover bis vor Kurzem Mitglieder der Ostfriesischen Ritterschaft. Wappen: v. Beverförde: Schild: aufspringender nat. (ff) Biber in g. Helm: g. Flug, davor der Biber. Decken: g. ff. v. Elverfeldt: Schild: elffach (sie) getheilt von g. und r. Helm: Büffelhörner, schräg nach auswärts in den Farben des Schildes getheilt; dazwischen Mannsrumpf in r. Kleidung mit g. Aufschlägen; die Mütze mit 5 ff Straussfedern besteckt. Decken: g.-r. Combinirtes Wappen: Schild: geviertet; 1 und 4: v. Elverfeldt; 2 und 3: v. Beverförde. 2 Helme; 1) v. E. 2) v. B. Bock v. Wülfingen. ( Taf. 3.) Auch blos »v. Bock«. Zur eingeborenen »Ritterschaft des Fürstenthums Hildesheim gehörend; daselbst mit dem Erb-Kämmerer- und dem Erb-Drosten-Amte beliehen. — Urkundlich seit 1248. Auch im Calenbergischen und Liineburgischen ansässig. Wappen. Schild: zwei übereinander laufende ff Wölfinnen in g. Helm: ff Bocksrumpf, mit g. Halsbande, und unter demselben mit sieben g. Kugeln (3. 3.1.) belegt. (Schildhalter: g. Löwen). Variante: statt der Wölfinnen: Ziegenböcke; auf dem Helm: laufender Bock vor g. Schaft mit Pfauenschweif. v. Bodenhansen. ( Taf. 3.) Ein Zweig dieser hauptsächlich in Thüringen, Sachsen, Anhalt etc. blühenden Familie gehört noch heute zur eingebornen Ritterschaft des Fürstenthums Göttingen, in welchem sowohl der Stammsitz als auch zahlreiche frühere Besitzungen liegen. Eine Linie bedient sich des Freiherrntitels, (vgl. darüber Abtheil. Anhalt.) Wappen. Schild: drei zunehmender. Monde inw. Helm: w. Schaft, besteckt mit fünf w.-r. wechselnden Straussfedern und von zwei auswärts gekehrten r. halben Monden beseitet. Decken: w.-r. (Schildh.: g. Löwen. Devise: »Un chascun a bien a faire du sien.«) v. d. Borcli. ( Taf. 3). * Ein Zweig dieser alten Westfälischen Familie, von welcher auch eine in Curland blühende Linie den Grafentitel führt, gehörte bis vor Kurzem zur eingewanderten Bremen'schen Ritterschaft. Wappen: Schild: Drei ff Vögel (Amseln oder Dohlen) mit r. Füssen und Schnäbeln in g. Helm: ff Flug, dazwischen ein Vogel. Decken : g. ff von dem Borstell. ( Taf. 3.) Zur eingebornen Ritterschaft von Bremen gehörend. Urkundlich seit 1297. Nicht mit der altmärkischen Familie v. Borstel oder mit der f anhaltisch-magdeburgischen v. Börstel zu verwechseln. Wappen: Schild: Drei r. Rosen in w. Helm: Drei Straussfedern w. r. w. Decken: w.-r. v. Böselager. ( Taf. 3.) Zur eingebornen Ritterschaft des Fürstenthums Osnabrück und der Grafschaft Lingen zählend. Urkundlich seit 1134 Im Rheinlande und in Westfalen ebenfalls begütert. Wappen: Schild: zwei nach oben gekehrte geschrägte b. Schaufeln an r. Stielen. Helm: Drei Lilienstäbe, g. b. g. Decken: g.-.b. (Schildhalter: g. Löwen.) v. Bothmer, Fhr. (Taf. 4.) Zur eingebornen Ritterschaft des Fürstenthums Lüneburg (woselbst ausser anderen Gütern auch der gleichnamige Stammsitz im 'Besitz der Familie) gehörend. Urkundlich seit 1196. Freiherrnstand durch Diplom des Kaiser Leopold I. d. d. 9. Nov. 1696 für den Bvaunschw. - Lüneb. Geh. R. Jul. Aug. v. B. Grafenstand für des letzteren Sohn den Geh. R. Hans Caspar Frhr. v. B., durch Diplom des Kaisers Karl VI. d. d. 14. Nov. 1713; puhl. 15. April 1716. Die Gräfl. Linie existirt in Hannover nicht mehr. Stammwappen. Schild: w. Boot in B. Helm: w. Schaft mit Pfauenschweif; vor demselben das Boot. Decken: w.-b. Freiherrliches Wappen: (dem Gräflichen gleich). Gev. mit gekr. Mittelschild. 1 u. 4: Reichsadler mit darüber schwebender Krone, in g. 2 u. 3: g. Löwe in r. Herzschild: Stammwappen. Drei gekr. Helme; 1) Reichsadler; 2) w. Schaft; r.-umwunden, mit Pfauenschweif, davor das w. Boot. 3) über drei w. mit ff Sparren belegten Stufen wachsender g. Löwe zwischen 2 Fahnen, rechts g. mit Reichsadler, links r. mit g. Saum. Schildhalter: ff Wölfe, Fahnen haltend wie eben beschrieben. v. Bremer, Grafen nnd Herren. (Taf. 4.) Zur eingeborenen Bremen'schen Ritterschaft gehörend ; daselbst (auch in Calenberg und Hoya) mehrfach begütert. Urkundlich seit 1159. Auch nach Oldenburg, Liefland und Litthauen verzweigt. — Früher v. Bremen, doch nicht mit dem gleichnamigen Westfälischen Geschlecht (W. Schrägbalken mit drei Schlüsseini noch mit zwei im 17. resp. 18. Jahrh. geadelten Familien v. Bremer zu verwechseln. Am 8. Aug. 1830 wurde der K. Hannöv. Staatsminister Friedrich Franz Dietrich v. B. für sich und die Primogenitur-Descendenz in den Grafenstand erhoben (publ. 16. ej. m.) Stammwappen. Schild: gespalten; vorn: r., leer; hinten: halbes r. Kammrad am Spalt, in w. Helm: fünf w. Straussfedern. Decken: w.-r. Gräfliches W. Schild: Gev. 1 u. 4: St.-W. 2 u. 3: gekrümmter r. Ast in w. 3 Helme: 1) St.-H. 2) gekr. wachsender ff geharnischter Arm, zwei geschrägte Fahnen haltend, worin die W. der Herzogthümer Bremen und Verden; rechts: zwei geschrägte g. Schlüssel in r., links schwebendes Nagelspitzkreuz in w. 3) Wulst w.-r., zwei auswärts gekrümmte r. Aeste. Schildhalter: 2 ff geharn. Ritter, mit w. Helmbüschen, und rechts den Bremer, links den Ver- den'schen Schild haltend. Var.: Gerhard Dietr. Bremer 1618: Schild wie oben, aber schrägrechts getheilt; Helm: 7 w. Federn. v. Briesen. (Taf. 4.) Schlesischer Uradel; wegen einer Besitzung zu Leer zur eingewanderten Ostfriesischen Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: durch eine absteigende Spitze getheilt von ff w. und r. Helm: Flügel, wie der Schild bezeichnet. Decken: w.-r. HANNOVERISCHER ADEL. T. BUlow, Herreu und Freiherren. (Taf. 4.) Gehören zur eingewanderten Ritterschaft der Für- stenthümer Lüneburg und Hildesheim. Vgl. Braun- schweiger Adel. Den Freiherrnstand erhielten die Gebrüder Joachim Heinrich, Thomas Christian, Cuno Josua, Johann Otto und Willi. Diderich v. B. am 16. Sept. 1705, mit folgendem Wappen. Schild: Gev. mit Mittelschild, worin das St.-W. 1 u. 4: fünf w. Wellenbalken in b. 2 u. 3: natürl. stehende Goldamsel in b. 2 Helme; 1) gekr.; offener b. Flug, mit den Wellenbalken belegt; 2) Stammhelm. Decken: w.-b., g.-b. (Schildh.: g. Löwen. Devise: » In utraque for- tuna ipsius fortunae memor.«) v. «1. ItiiNNclic, Grafen nud Herren. (Taf. 4.) Zur eingeborenen Ritterschaft zählend ; reich begütert im Lüneburgischen, Osnabrück'schen, Calenberg'- schen, im Bremen'schen, Hildesheim'schen und Hoya'- schen. Urkundlich seit der ersten Hälfte des 13. Jahrh. Auch im Staminlande Westfalen und in der Provinz Sachsen ansässig. Die Familie trennt sich in folgende Linien: v. d. Bussche; — v. d. B.-Lohe; — v. d. B.- Hünefeld; — v. d. B.-Ippenburg-Kessell; — v. d. B.Münch — und v. d. B.-Streithorst. Philipp Clamor v. d. B. erhielt am 14. Dez. 1774 die kaiserliche Erlaubniss, Namen und Wappen derer v. Münch mit dem seinigen zu vereinen. (In Hannover anerkannt 30. Mai 1774). JuliuB Frhr. v. d. B.-Ippenburg erhielt am 3. Mai 1825 ein Diplom, welches ihm gestattete, in Folge von Erbschaft Namen und Wappen des Frhrn. v. Bottlen- berg gen. v. Kessel anzunehmen. Friedrich Wilh. Julius Frhr. v. d. B. gen. v. Kesseil wurde am 15. Oct. 1840 in den Preuss. Grafenstand erhoben. Wappen: 1) v. d. Bussche. Schild: drei r. Pflugscharen (2. 1.) in w. Helm: zwei geschrägte, mit den Schalllöchern nach oben auswärts gerichtete, r. Jagdhörner mit w. Beschläge. Decken: w.-r. Schildhalter: g. Löwen. 2) v. d. B.-Lohe, v. d. B.-Streithorst : wie vor. 3) v. d. B.-Hünefeld: wie vor. S-childh.: Jäger mit Hirschfängern, Taschen und Federhüten, auf den Hörnern des Helmschmucks blasend. 4) v. d. B. gen. v.Münch: geviert. Schild; 1 u. 4; v. d. B. 2 u. 3: v. Münch; r. Adlerflug in w. 2 Helme: 1) v. d. B. 2) off. r. Flug. 5) v. d. B.-Ippenburg-Kessell, Gr.: gev. Schild: 1) v. d. B. 2) v. Kesseil: ff Zinnenbalken in w. 2 Helme: 1) gekr. v. a. B. 2) w. Brackenkopf, mit dem ff Zinnenbalken als Halsband. Decken: w.-r., w. ff. Schildh.: r. g. Löwe, 1. w. Bracke mit dem Balken. v. Campe zu Isenbüttel. (Taf. 4). Seit 1201 urkundlich; zur eingebornen Lüneburgischen Ritterschaft zählend. Stammsitz Campen im Braunschweigischen. Stammverwandt mit denen v.Bodendik, v. Neindorf und mehreren anderen früher erloschenen Geschlechtern. Wappen. Schild: w. spitzen weise gezogener Balken in r. Helm: laufender ff Hirsch, eine die Schildfigur zeigende r. Decke tragend , vor einem w. Schaft mit Pfauenschweif. Decken:: w.-r, Bd. II. Abth. 9. Schildh: g. Greife. Devise: »Perseverando!») Var. Helm nach ält. Siegeln: Büffelhörner mit der Schildesfigur; neuer: Hirsch ohne Decke; statt der Pfaufedern drei Straussfedern, r. w. r. v. Clodt. (Taf. 5.) (Clod, Clot, Cloedt). Rheinisch-Westfälischer Ur- adel. Wegen des Besitzes von Auburg zur eingebornen Ritterschaft des Fürstenth. Osnabrück gerechnet. Wappen. Schild: zwei r. Flügel in w. Helm: Schildfigur. Decken: w.-r. Ein vermehrtes W. zeigt im quadrirten Schilde Feld 1 u. 4: das Stammwappen; 2 u. 3: in g. ein tt Adler ohne Kopf; 2 Helme: 1) die Flügel; 2) ? der Adler? Auf einem Siegel mit Autograph des Frhrn. v. Cloedt d. a. 1734 ist der Adler in F. 1 u. 4 mit gekröntem Kopf dargestellt. Schildhalter: zwei Adler. v. Cluster. (Taf. 5.) Westfälischer Uradel. Früher (ob noch jetzt?) in Ostfriesland ansässig und dorthin aus Holland eingewandert. Wappen. Schild: r. Rose mit g. Samen, aus welcher drei gabelförmig auswärts gewendete ff Pfeilspitzen hervorgehen, in w. Helm: Die Schildesfigur vor offenem w. Fluge. Decken : w.-r. Var.: Schild geviertet; 1 u. 4: drei aufgerichtete geschrägte w. Pfeile in b. 2 u. 3: r. Rose in w. Helm: off. Flug, von b'. und w. über Eck ge- theilt, dazwischen r. Rose, über welcher ein w. Pfeil aufwächst. Decken: b.-w., r.-w. v. Cranun, Fhr. (Taf. 5.) Text siehe unter »Braunschweig.« Zur eingebornen Ritterschaft von Lüneburg, Hildesheim und Hoya zählend. Y. Dannenberg. (Taf. 5.) Lüneburgischer eingeborner Adel. Stammsitz Dannenberg im Kreise Ober-Barnim, von dort bereits im 14. Jahrh. in die Altmark und nach Lüneburg gezogen. Wappen. Schild: b.-w. geschacht, darin zwei g. Balken. Helm: Adlerflug mit der Schildesfigur. Decken : b.-w. Schildh.: g. Löwen. Devise: Tugend Ehr* und Wehr. Var.: _ Das Feld g. Die Balken (zwei, auch drei) b.-w. geschacht. v, d. Decken, Graten und Herren. (Taf. 5.) Zur eingeborenen Ritterschaft des Herzogthums Bremen gehörend; daselbst sehr reich begütert; auch in Hildesheim, Lüneburg und Hoya ansässig. Urkundlich seit 1260. Eine Linie des Geschlechts vereinigte im J. 1820 Namen und Wappen mit denen der f Familie v. Offen (Bremisch). Die Linie Ringelheim erhielt am 17. Juli 1833 den Preussischen Grafenstand. Desgl. die (erloschene) Linie Oeriohsheil am 30. Jan. 1835. Stamm wappen. Schild: ff Kesselhaken inw. Helm: nat. Baumstamm mit zwei abhängenden gr. Blättern. Decken: w. ff. (Schildh.: zwei Geharnischte; rechts w.-gerüstet, den Kesselhaken haltend; links ff gerüstet mit dem Baumstamm. Devise: »pro aris et focis.«) 2 1 M r:'i ■9 1 : -;:V d ■ m. Hl 1 ■■■■■■ 6 HANNÖVERISCHER ADEL. v. d. Decken gen. v. Offen: Geviert. Schild; 1 n. 4 : v. d. Decken. 2 n. 3 : v. Offen ; r. Rad in w. Helm: zwei Straussfedern, r.-w.; dazwischen der Baumstamm; vor demselben ein gestürzter b. Pfeil. Decken: w. :££ (al. und richtiger w. w.-r.) Gr. v. d. Decken zu Ringelheim: Gev. Schild; 1 u. 4: St.-W. 2 u. 3: getheilt mit Schildeshaupt, worin ein w. Adler in b. Vorn: r. Löwe in g.; hinten: g. Drache in r. 2 Helme: 1) v. d. Decken; 2) gekr.; wachsender w. Adler. Decken: w. w.-b. (Schildh.: w. Adler, in der freien Klaue den Baumstamm haltend. Devise : Earum rerum efficacia.) Gr. v. d. Decken zu Oerichsheil: Stammwappen. Schildh.: zwei Husaren des 1. Regim. der englisch-deutschen Legion. Devise: Unverändert. v. Diepenbroich. (Taf. 5.) "Westfälischer Uradel; seit ca. 1300 urkundlich. Stammsitz Diepenbrock bei Borken. In Hannover seit dem 17. Jahrhundert verschiedentlich begütert. Mitglieder der Familie erhielten den Preuss. Freiherrnstand in den Jahren 1652, 1713 und 1840; den bayrischen Freiherrnstand 1845; den Preuss. Grafen- stand am 28. Juli 1740. Wappen. Schild: zwei geschrägte, g.-begriffte w. Schwerter, gestürzt, in r. Helm: Schildfigur. Decken: w.-r. (Devise: Nemo sapiens, nisi pius et patiens.) v. Dincklagc, I hr, (Taf. 6.) Eingeborner Adel des Fürstenth. Osnabrück. Der gleichnamige Stammsitz im Oldenburgischen. Urkundlich seit 1231. Wappen. Schild: drei r. Rosen im Schildeshaupt balkenweise gestellt, darunter drei r. Andreaskreuzchen 2. 1. in w. Helm : drei Rosen und drei Kreuzchen wechselnd neben einander; dahinter drei w. Fahnen, je mit einer r. Rose (am Schaft) und einem Kreuzchen neben einander belegt, an g. Schäften. Decken: w.-r. Schildh.: g. Löwen. Am 12. Januar 1844 wurde den in Hannover lebenden Mitgliedern der Familie die Führung des Freiherrntitels gestattet; eine Vermehrung des Wappens hat jedoch, so viel bekannt, nicht stattgefunden. t . Döttiiichem. (Taf. 6.) Auch Deutecom, Döttinchem de Rande. Niederländisches (Geldrisches) Geschlecht, auf Rosenthal im Fürstenth. Hildesheim (ob noch jetzt?) ansässig. Wappen. Schild: b. Ankerkreuz in w. Helm: zwei Arme dieses Kreuzes (aufgerichtet, je von w. und b. gespalten. Decken: w.-b. Schildh.: w. Greifen mit b. Flügeln. Devise: »crux ancora vitae.« v. Droste - Vischering, Gr. (Taf. 6.) Zur eingebornen Osnabrück'schen Ritterschaft gehörig, und mehrfach in Hannover begütert. Westfälischer Uradel; Erbtruchsesse im Fürstenthum Münster. Reichsfreiherren - Diplom d. d. 21. Jan. 1670. Preussische Grafen v. Dr.-V. im J. 1826 durch König Friedrich Wilhelm III. Graf Felix v. D.-V. nahm, nachdem er im J. 1824 von dem letzten Grafen v. Nesselrode - Reichenstein zum Erben eingesetzt war, Namen und Wappen des letzteren zu dem seinigen an. Stammwappen. Schild: w. mit r. Rande, (al. w. Schildlein in r.) Helm: Büffelhörner (ohne Mundloch) w. und r. Decken: w.-r. Graf Dr.-V. ebenso. (Aeltere Linie). Das W. der jüngeren Linie, mit dem Nesselrode'- schen combinirt, siehe Bd. III. 1. Taf. 7. Var. 1571: Helm: Büffelhörner mit Mundlöchern r.-w. über Eck getheilt. V a r. 1600: Helm: Büffelhörner ohne Mundlöcher, beide r., dazwischen ein w. Schildchen. v. Droste, Fhru. (Taf. 6.) Westfälischer Uradel; früher nach einer Besitzung v. Dekenbrok genannt. Die Linie der Frhrn. v. Droste- Hülshof gen. v. Kerkering zu Stapel wird zur eingebornen Ritterschaft von Osnabrück gezählt. Freiherrndiplom d. d. 16. Febr. 1802. Stammwappen. Schild: gekrümmter r.-ge- fiügelter w. Fisch in £(;. Helm: eine von xf und w. gespaltene Fischreuse. Decken: w. Freiherrl. Wappen. Schild: Geviertet mit Mittelschild; in letzterem das St.-W. 1 u. 4: getheilt; oben wachsender ^ Steinbock in w., unten dreimal getheilt von r. und w. 2 und 3 : w. Schrägbalken, mit drei r. Rosen belegt, in gr. (Kerkering). Drei Helme: 1) wachsender ö Bocksrumpf. 2) St.-W. 3) offener Flug, je mit dem Schrägbalken. Decken: 1) w.-r.-tt; 2) w.-±±; 3) w.-r. Schildh.: £j: Böcke. Var.: 1 und 4: der Schrägbalken; 2 und 3: drei- malfgetheilt von r. und w., darüber ein zfj; Bock. v. Düring. ( Taf. 6). Zur eingebornen Bremen'schen Ritterschaft gehörend. Text und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. t. Elmcndorl. ( Taf. 6.) Stammsitz Elmendorf in Oldenburg ; daselbst schon 1331 urkundlich auftretend. Zur eingebornen Osnabrücker Ritterschaft gezählt. Wappen. Schild: von g. und r. fünfmal getheilt. Helm: off. Flug, g. und r., dazwischen eine schwebende Frauenbüste, unten in Form eines (gestürzten Sparrens ££ eingefasst. Decken: g.-r. (Schildh.: g. Löwen.) v. Elverfcidt. ( Taf. 6.) Siehe Beverförde. v. Esckwege. ( Taf. 6.) Siehe beim Braunschweiger Adel. In Hannover neuerdings begütert und bedienstet. v- Estorflf. ( Taf. 7.) Zur eingebornen Lüneburgischen Ritterschaft zählend ; seit 1239 auftretender Lüneburgischer Uradel. Wappen. Schild: schräggelegte w. Lilie in r. Helm: Federbusch ( 9 ijij; Birkhahnfedern). Decken: w.-r. (Schildh.: g. Ritter mit Turnierlanzen; auf dem Helme je eine w. resp. r. Kugel tragend. Devise: Soyez ferme.) v. Exterde. (Taf. 7.) Uradel des Fürstenth. Lippe; daselbst seit dem Ende des 15. Jahrhunderts urkundlich auftretend. Zur eingebornen Ritterschaft von Osnabrück gehörend. HANNÖVERISCHER ADEL. 7 Wappen. Schild: sechs und eine halbe an einander gereihte schrägbalkenweise gestellte r. Rauten in w. Helm: zwei w. Adlerflügel, je mit den hier pfahlweise gestellten Rauten belegt. Decken: w.-r. (Schildhalter: 2 Mohren mit g. kurzen .Tacken, je mit einem ^ Sparren belegt, und g. Stirnbinden. Devise: Disce mori, disce vivere.) Flege. (Taf. 7.) So gen. Stader Junker; im Bremen'schen begütert. Sie werden zum Dradel gerechnet. Wappen. Schild: eisenfarbener Turnierhelm mit w. Straussfeder, in r. Helm: zwei Straussfedern, w. Jf. Decken: w.-r. v. Frese. (Taf. 7.) Seit 1254 urkundlich auftretendes, zur eingehornen Ostfriesischen Ritterschaft gehörendes Geschlecht; auch im Bremen'schen begütert, v. d. Knesebeck erwähnt die Linie v. Frese-Quiter. Näheres über deren Ursprung ist z. Z. nicht bekannt. Wappen. Schild: w. Bügelhelm, mit drei r. (al. g.) Kugeln und darüber drei w. Straussfedern besteckt, in b. Helm: Kleinod wie im Schilde. Decken: w.-b. (Schildhalter: ^j; Adler; Devise: Eala frea fresena.) Das W. der v. Frese - Quiter zeigt einen durch einen r. Pfahl gespaltenen Schild; vorn: v. Frese; hinten : an den Pfahl geschobener halber gr. Palm- Quitten-?) bäum auf gr. Rasen in g. Helm: St.-W. (Ex sig.) Frey tag. (Taf. 7.) Zur eingebornen Hoya'schen Ritterschaft gerechnet, aber auch im Calenbergischen und Osnabrück'- schen begütert. — Urkundlich seit 1245 (unter der Bezeichnung de sexta Feria) auftretend. Vornehmlich im Stammlande Westfalen vielfach ansässig. Franz Jacob v. F. erhielt am 3. Februar 1749 den Reichs- freiherrnstand; Haro Burkard, Franz Heinrich und Carl Philipp Frhrn. v. F. wurden am 2. Jan. 1692 in den Reichsgrafenstand erhoben. Letztere Linie erlosch i. J. 1746. Stammwappen. Schild: drei w. Ringe in b. Helm: zwei b. Straussfedern, dazwischen die Ringe pfahlweise. Decken: w-b. Vermehrtes W. Der Linie v. Freytag zu Loring- hof: Geviert. Schild; 1 und 4: St. - VV. 2 und 3: drei gr. Bäume dicht nebeneinander, dahinter hervorschreitend ein Löwe, in g. Zwei Helme: 1) gekr., offener b. Flug, je mit den drei Ringen; 2) Wulst; Schildfigur aus Feld 2 und 3.— Decken: w.-b., g.-#. , Freiherrliches Wappen: Geviert. Schild mit Mittelschild, in welchem das St.-W. 1 und 4: aus gr. Gebüsch linkshin halb hervorbrechender £J: Wolf in g. 2 und 3: Balken in g. Drei Helme: 1) drei (ijl?) geastete Stämme. 2) der Flug wie oben. 3) ?) Vogelrumpf mit g. Halsband. Decken: g.-jj:, w.-b., g-"tt t. Fürstenberg, Gr. (Taf. 7.) Westfälischer Uradel; der gleichnamige Stammsitz bei Soest. Daselbst reich begütert. Den Reichsfreiherrnstand erhielten Dietrich, Caspar, Friedrich Wilhelm, und Johann Adolph v. F. am 26. April 1660; den preuss Grafenstand Franz Egon'Frhr. v. F. am 15. Oct. 1840. Neuerdings in Hannover. Stammwappen. Schild: zwei r. Balken in g. Helm: zwei Fasanfedern, je mit der Schildfigur. Decken: g.-r. Freiherrl. und gräfl. W. Schild: geviertet; 1 u. 4: St.-W. 2 und 3: zwei r. Pfähle in g. Zwei Helme: 1) St.-W. — 2) g. Büffelhörner, je am Mundloch mit einer Pfauenfeder besteckt. Decken: g.-r. v. Gadenstedt. (Taf. 7.) Gehören zur eingeb. Ritterschaft des Fürstenth. Hildesheim, woselbst das gleichnamige Stammgut seit der Mitte des 13. Jahrh. im Besitz der Familie. Auch im Lüneburgischen begütert; früher längere Zeit in der Grafschaft Wernigerode. Wappen. Schild: ^ Pfahl in g. Helm: g. Flug, mit Balken (richtiger Pfählen) belegt. D ecken: g. -fl:. (Schildhalter: g. Löwen; Devise: Semperidem.) v. Galen, Grat. (Taf. 7.) Westfälischer Uradel; seit 1163 auf dem Stammsitz Gahlen bei Dinslaken urkundlich vorkommend. Reich begütert in Westfalen, auch in Oldenburg, Schlesien und Curland; in letzterem Erbmarschälle, sowie im Hochstift Münster Erbkämmerer. — In Hannover zur eingebornen Osnabrücker Ritterschaft gehörend. Der Reichshofrath Christoph Heinr. v. G. erhielt im J. 1702 den Reichsgrafenstand; seine Descendenz ist erloschen. Preussischer Grafenstand d. d. 8. Nov. 1804. Stammwappen. Schild: drei r. Widerhaken (Wolfsangeln) in g. Helm: off. Flug, g. und r., dazwischen zwei aufgerichtete r. Widerhaken nebeneinander. Decken: g.-r. Gräfliches W. Schild: quadrirt; 1 u. 4: Stammwappen ; 2 und 3: aufgerichteter g. Schlüssel, linksgekehrt, in w. 2 Helme: 1) Flug, g. und r., dazwischen g. Schildchen mit den Wolfsangeln. 2) wachsender w. geharnischter Arm, einen g. Schlüssel emporhaltend. Decken: g.-r. (Schildhalter: ifj Adler; Devise: Labore et con- stantia.) Var. des Stammwappens: Schild r., Haken w. Helm: r. Flug, dazwischen ein w. Haken. v. Garmisseii. (Taf. 8.) Zur eingeborenen Ritterschaft des Fürstenthums Hildesheim gehörend; urkundlich auftretend seit 1379. Früher auch im Calenbergischen und Lüneburgischen. Wappen. Schild: fünf schrägbalkenförmig an einander gereihte r. Rauten in w. Helm: drei Straussfedern, w. r. w. Decken: w.-r. Var. sechs Rauten; Helm: fünf Federn, v. Geismar. (Taf. 8.) Westfälischer Uradel, nicht mit dem gleichnamigen Fränkischen Geschlecht, welches ein anderes Wappen führt, zu verwechseln; (wie bei Knesebeck geschehen.) Zur Osnabrücker Ritterschaft gezählt. Wappen. Schild: getheilt; oben: wachsender ~}~f" Adler in w., unten: sechsspeichiges w. Rad in r. Helm: zwischen zwei Büschen von je 3 ifj: Straussfedern (bei Grote einwärts nickend) das w. Rad. Decken: r .-£):• (sie !) Richtiger w. - r. Das Wappen macht einen ziemlich modernen Eindruck. Auf einem Lacksiegel mit der Bezeichnung »Frhr. v. Geismar-Stockum« finde ich folgendes vermehrte W. Schild: quadrirt; 1 und 4: Adler (ein- ' ■ ,V • • 8 HANNÖVERISCHER ADEL. wärts gewendet) und Rad: 2 und 3: gekrümmtes w.? Hirschkorn (die Enden rechts gewendet) in b. Zwei gekr. Helme: 1) das Rad ohne die Straussfedern, aussen mit drei Flammen (?) besetzt; 2) offener (b.) Flug, davor ein w. Hirschgeweih. — t . GUben. (Taf. ,8.) Zur eingeborenen Bremen'schen Ritterschaft gehörender Uradel. Wappen. Schild: fünfmal geasteter, abgehauener w. Baumstamm in b. Helm: drei Straussfedern, w. b. w. Decken: w.-b. (Devise: Prudenter et simpliciter.) Grote, Herren, Fhru. u. Grafen. (Taf. 8.) Uradel des Fürstenthums Lüneburg und daselbst zur eingebornen Ritterschaft gehörend; ibid. Erb- truchsesse. Urkundlich seit dem Anfange des 13. Jahrhunderts. Reichsfreiherrn-Diplom durch K. Leopold I, d. d. 1. Jnli 1689. Preussischer Grafenstand für den ausserord. Gesandten und bevollm. Minister August Otto Gr., am 4. Sept. 1809. Stammwappen. Schild: schreitendes r.-gezäumtes +£ Ross in w. Helm: Federbusch. (Birkhahnschwanz.) (al. 3, 5 und mehr Straussfedern, bald , bald w. - ££ wechselnd.) Freiherrl. Wappen. Schild wie oben, mit w. Schildeshaupt, worin ein schwebendes r. Tatzenkreuz. 2 Helme, beide mit ijj: Federbusch, der linke mit r. Kreuz belegt. (Schildhalter: Prämonstratenser Mönche; Devise: Ut fert divina voluntas.) Gräfl. Wappen: geviert. Schild; 1 und 4: St.-W. 2 und 3: r. Adler in g. Helm: St.-W. Decken: w.- )~j~ , g.-r. (Schildhalter: Einhörner; Devise: Vir- tuti fortuna cedit.) . v. Gruben. (Taf. 8.) Eingeborner Adel des Herzogthums Bremen, seit 1335 urkundlich auftretend. Mit denen v. d. Decken stammverwandt. Wappen (= v. d. Decken, s. oben) Schild: £(: Kesselhaken in w. Helm: nat. Baumstamm, jederseits mit einem aufgerichteten gr. Blatt. Decken: w. -:(£• t . Hademstorf. (Taf. 8.) Eingeborner Adel des Fürstenthums Lüneburg; ' daselbst das gleichnamige Stammgut. Im 18. Jahrh. auch im Münster'schen angesessen. Wappen. Schild: schwebendes w. Andreaskreuz, von vier w. Ringen begleitet, in r. Helm: off. r. Flug, je mit w. Schrägbalken (in Form eines aufsteigenden Sparrens) belegt. Decke n: w. - r. v. Hake. (Taf. 9.) Eingeborner Adel des Fürstenthums Calenberg; daselbst seit 1279 auftretend und bis jetzt ansässig. Nicht mit zahlreichen, durch ihre Wappen sich unterscheidende, Familien gleichen oder ähnlichen Namens zu verwechseln. Die Hannoverische Familie führt: Schild: zwei abgewendete, gekrümmte Haken in w. Helm: off. Flug, w. - über Eck getheilt, dazwischen die Haken. Decken: w. -££. (Schildhalter: w. Böcke mit ff Hörnern; Devise: Nil desperandum.) v. Hammerstein, Frh. (Taf. 9.) Westfälischer Uradel; in Hannover zur eingewanderten Osnabrücker Ritterschaft gehörend, aber auch im Lüneburgischen und Hildesheim'schen begütert. Drei Linien: H.-Gesmold, H.-Equord, H.-Loxten. Am 29. Juni 1841 erhielt die Familie die kön. hannoverische Erlaubniss, sich des Freiherrntitels zu bedienen; desgl. in Preussen am 12. April 1853. Stammwappen: (von den Linien Gesmold und Loxten geführt): Schild: drei r., g.-bordirte Kirchenfahnen in w. Helm: r. Mütze mit Pelzaufschlag, darüber die drei Fahnen an g. Stangen. Decken: w. - r. (Schildhalter: w. Greife, je auf der Brust mit einer Kirchenfahne belegt; Devise: Pax optima rerum.) Vermehrtes W. der Frhrn. v. H. zu Equord: Schild: gespalten; vorn: St.-W., hinten: drei schräggestellte w. Hämmer an g. Stielen in r. (wegen der angeblichen Abstammung von den f Burggrafen von Hammerstein.) Zwei Helme: 1) St.-W. 2) tt Mütze mit w. Aufschlag, mit jj: (al. r. - w.) Fluge besteckt. Decken: w. - r. (Schildhalter: g. Löwen; Devise: Spectemur agendo.) v. Haustein. (Taf. 9.) Thüringischer Uradel; Stammsitz: Burg Hanstein im Eichsfelde. Urkundlich seit 1145. In Hannover zur eingeborenen Göttingen'schen Ritterschaft gehörend. Mit denen v. Bodenhausen stammverwandt. Wappen. Schild: drei rechtsgekehrte Monde in w. Helm: w. Schaft mit £j; Hahnfedern besteckt und von zwei abgewendeten Monden begleitet. Decke n: w. - (Schildhalter: ££ geharnischte Ritter.) v. Hardenberg, Graf. (Taf. 9.) Eingeborner Uradel des Fürstenthums Göttingen; daselbst das gleichnamige Stammgut, noch im Besitz der Familie. Seit 1174 urkundlich. Reichsgrafendiplom d. d. 8. März 1778. (Linie Alt - Hardenberg.) Preuss. Grafendiplome d. d. 4. April resp. 23. Juli 1816. Preuss. FürBtendiplom d. d. 3. Juni 1814 für den Staatskanzler Carl Aug. Frhr. v. H, (f 26. Nov. 1822.) Des letzteren Sohn (Linie Neu-Hardenberg) Christian Gr. v. Hardenberg-Reventlow verzichtete auf die Fürstenwürde. i Stammwappen: Schild: ++ Eberkopf in w. Helm: Derselbe, mit fünf ipp Straussfedern besteckt (al. nur letztere.) Decken: w. - ö. Gräfl. W. I. (Alt-H.) Schild: St.-W. — 3 Helme: (1 u. 3 gedr.; 1) wachsendes r. gezäumtes ££ Ross. 2) St.-W. 3) wachs, g. Löwe. Decken: w.-£};. Schildhalter: r. - gezäumte ^ Rosse; Devise: soyez constant. Gräfl. W. II. (Neu-H.) Gev. Schild mit Mittelschild; in letzterem das St. - W. 1: Adler, königlich gekrönt, in w. 2: gr. Eichen- und Lorbeerzweig, kranzförmig , dazwischen w. Mauerkrone in g. 3) da» eiserne Kreuz in g. 4) zwei aufgerichtete abgewendete g< Schlüssel in b. 5 Helme: 1) Adler (Dfecken w. -ü.) 2) die Schlüssel. (Decken (g. - b.) 3) St. - W 4) Figur des 2. Feldes. (Decken w.-r.) 5) Lanze HANNÖVERISCHER ADEL. 9 daran g. Standarte mit dem eisernen Kreuz. (Decken g.-£{:.) Schildli. ff, gekr. Adler. v. Harting. (Taf. 9.) Lüneburgischer eingeborner Adel, urkundlich seit 1282. Auch in Oldenburg und im Minden'schen früher ansässig. Wappen. Schild: zwei abgewendete, abgeris- rene r. Hahnenköpfe mit Hälsen. Helm: wachsender r. Hahn. Decken: w.-r. (Schildhalter: r. Hähne: Devise: veillant vail- lant.) v. Heiiiibrucli. (Taf. 9.) Lüneburgischer, seit 1354 urkundlich bekannter Adel. Noch in neuerer Zeit in Calenberg, Hoya und Bremen begütert: in letzterem Fürstenthum zur eingebornen Ritterschaft gehörend. Nicht, wie oft geschehen, mit der folgenden Familien zu verwechseln. Wappen. Schild: w. Balken, mit drei r. Pfählen (al. Würfeln) belegt, in b. Helm: off. Flug, je mit der Schildfigur. Decken: w.-b., w.-r. v. Ifeimburg. (Taf. 9.) Zur eingebornen Calenbergischen Ritterschaft gehörend; auch in Lüneburg ansässig. Urkundlich seit 1147 auf dem Stammsitz Heimburg im Fürstenthum Braunschweig, und ziemlich gleichzeitig in anderen Gegenden des Harzes sowie im jetzigen Hannover auftretend. Wappen. Schild: drei r. Balken in g. ( al. g. in r.) Helm: Büffelhörner, je wieder Schild gezeichnet. Decken: g.-r. (Schildhalter: zwei £( Hirsche mit w. Geweihen; Devise: Gerade Wege, güldene Wege.) v. Ililzacker. ( Taf. 9. 10.) Seit 1162 im Lüneburgischen auftretendes Gesch lecht ; daselbst der gleichnamige Stammsitz ; Erbkämmerer des Klosters St. Michael. Wappen. Schild: von r. und gr. Grnal schräggestr eifter Löwe, mit r. Krone, besteckt mit drei r. Straussfedern, auf eine vor sich haltende gekrümmte r. Hellebarde tretend, in w. Helm: derselbe wachsend. Decken: w.-r.-gr. (al. r.-gr.) alias: Der Löwe w. mit w. Hellebarde; Schild von r. und gr. schräg (rechts) getheilt. Löwe mit g. Krone, ohne Straussfedern. Im 14. Jahrh. der Löwe ohne die {Barte. v. Ilotleuberg, JFlir. (Taf. 10.) Zur eingebornen Lüneburgischen Ritterschaft gehörend ; auch im Bremen'schen ansässig. Urkundlich seit 1243. Im J. 1622 verlieh Kaiser Ferdinand II. der Familie die Berechtigung, sich »Edle v. II.* zu nennen. Am 18. April 1859 gestattete ihr König Georg V. von Hannover, den Freiherrntitel zu führen. Wappen. Schild: r. Adlerflügel, quer liegend mit den Federn nach unten, oben rechts in einen einwärts gekehrten Adlerkopf auslaufend und mit g. Kleeblatt-Spange belegt, in w. Helm: die Schildfigur aufrechtgestellt. Schildhalter: wilde Männer mit Keulen. Devise : Myne borg iss godd. Var. Der Flügel ohne Kopf. Stammbuchblatt des Dietrich v. IL, 1610. v. Ilohnhorst. (Taf. 10.) Gehören zur eingebornen Lüneburgischen Ritter- Bd. II. Abthl. 9. schaff und besitzen dort den gleichnamigen Stammsitz seit 1252 urkundlich. Wappenbeschreibung s. beim Braunschweiger Adel. v. Holle. (Taf. 10.) Seit 1195 urknndlich auftretendes Geschlecht, welches gegenwärtig zur eingeborenen Calenbergischen Ritterschaft gezählt wird; daselbst, sowie in Westfalen , seit Jahrhunderten begütert. Eine Linie hat sich früher nach Preussen verzweigt. Wappen. Schild: Drei r. hinten abhängende Mützen mit r. Aufschlag (= Melzing, Karstadt, Birkholz u. s. w.) in g. (al. w.) mit verschlungenen r. Bändern. Helm: (zwischen zwei r. Fahnen eine Mütze wie im Schilde. Decken: g.-r. (Schildhalter: rechts r. Adler, links Albaneser mit r. Kleidung und r. Mütze, je eine r. Fahne haltend. Devise: »Sunder drug edder slyken.«) v. IlolleulFer. (Taf. 10.) Diese zum Sächsischen (Meissnischen) Uradel gehörende Familie ist seit 1803 im Herzogth. Bremen eingewandert. Wappen. Schild: Jf- Greifenklaue mit r. Abschnitt in g. Helm: drei w. Gartenlilien an gr. Stengeln. Decken: g.-jj;. (Schildhalter: Ritter mit Hellebarten.) v. Honstedt. (Taf. 10.) Eingeborner Adel des Fürstenth. Lüneburg. Urkundlich daselbst seit 1134. Wapppen. Schild: r. Eberkopf in w. Helm: der Eberkopf zwischen zwei mit Pfauschweifen besteckten w. Schäften. Decken: w.-r. v. Jeinsen. (Taf. 10.) Stammverwandt mit denen v. Bennigsen, und wie diese zur eingebornen Ritterschaft des Fürstenthums Calenberg zählend; ebendaselbst liegt der Stammsitz Jeinsen. Urkundlich 1234. Wappen. Schild: eine aufgerichtete w. Radwinde in b. Helm: zwei solche, auswärts gestellt. Decken: w.-b. (Schildhalter: fliegende w. Engel. Devise: »meyn gedult hat ursach.«) v. Ilten. (Taf. 10.) Der gleichnamige Stammsitz dieser seit 1234 urkundlich erscheinenden Familie liegt im Fürstenthum Lüneburg. Dieselbe gehört gegenwärtig zur eingeborenen Calenbergischen Ritterschaft. Wappen. Schild: 2 w. Windhunde mit g. Halsbändern, übereinander laufend, in b. Helm: ein solcher vor einem, mit Pfauenfedern besteckten, w.-b. gewundenen Schaft. Decken: w.-b. lim- u. Kujrpbauseu, Grafen zu. (Taf. 10.) Uraltes Friesisches Häuptlingsgeschlecht; noch im Stammlande Ostfriesland, sowie im angrenzenden Oldenburg und den Niederlanden begütert. Die Gebrüder Iko und Wilhelm zu Innhausen und Knyphausen erhielten i. J. 1588 vom K. Rudolf II. den RFrhrn.-Stand. Des ersteren Enkel Georg Wilhelm ward im J. 1694 in den RGrafenstand erhoben; die Linie erlosch jedoch mit seinem Sohne Wilhelm. 3 4 ? v. 'Xw*.f-'. .V • V'Si I - . : 10 HANNÖVERISCHER ADEL. fsi \Wk i & ■ - ! - ■ ■ ■ l I Des letzteren Söhne, von denen die jetzt lebenden Glieder des Geschlechts abstammen, erhielten am 19. Septbr. 1635 vom K. Ferdinand eine Bestätigung des Frhrn.-Standes; eine fernerweite Bestätigung seitens des Kaisers Leopold I. datirt vom 17. Juli 1671. Der Freiherr Edgard Moritz erhielt für sich und seine Descendenz am 23. Juli 1816 vom Prinz-Regenten Georg den Grafenstand. Freiherrl. Wappen. Schild: geviert. 1 n. 4: ff Löwe in g. 2 u. 3: ff geflüg. Drache mit g. Halsband in w. (sämmtlich einwärts gekehrt.) Mittelschild: w. Löwe in r. 2 gekr. Helme: 1) off. Flug, ff und g., dazwischen ff Löwe wachsend. 2) der Drache wachsend. Decken: g.-ff, w.-ff Gräfl. Wappen. Schild: wie oben; Mittelschild: gr. und ff gespalten, darin gekr. w. Löwe. 3 II e 1 mej: 1) Flug, g.-ff, dazw. der wachsende ff Löwe. Decken g.-ff- 2) g. Palikan, dahinter 7 gr.-ff getheilte Fahnen; Decken w. - gr. — 3) Der Drache in ganzer Figur; Decken w.-ff. (Schildhalter: ff Greife.) v. Issemiorf. (Täf. 10.) Seit 1219 urkundlich erscheinende, zur eingebor- nen Bremen'schen Ritterschaft gehörende und seit 1426 mit dem Erbschenkenamte im Fürstenthume Bremen beliehene Familie. Wappen. Schild: durch drei absteigende Spitzen getheilt von r. und w. Helm: zwischen zwei Pfauenschweifen eine gestürzte r. Lanzenspitze. Decken: w.-r. v. Kerssenbrnch. Taf. 10.) auch Kerssenbrock. Westfälischer (Ravensbergischer) Uradel. Zur eingewanderten Lüneburgischen Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: b. Schrägbalken, mit drei g.- besamten r. Rosen belegt, in g. Helm: ofF. Flug, je mit dem Schrägbalken (nach innen aufsteigend) belegt. Decken: g.-b.-r. (Schildhalter: g. Löwe. Devise: »Tugent für allen adel get.«) v. «1. Kettenburg. (Taf. 11.) Mecklenburgischer Uradel; zur Lüneburgischen eingeb. Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: r. dreigethürmte Burg in w., vor dem mittleren Zinnenthurm wachsend eine w. Frau, einen g. Ring vor sich haltend; an einer ff Kette, die aus den Fenster der Seitenthürme hervorgeht, hängt vor dem b. Thore ein g. Schloss. Helm: Büffelhörner, r.-w. über Eck getheilt; dazwischen nat. Falke mit ff Kappe, auf welcher ein g. Schaft mit g.-r. Federbusen. Decken: w.-r. Ein vermehrtes Wappen (quo jure?) zeigt die Burg zweithürmig (mit b. Dächern) auf gr. Dreiberg; zwischen den Thürmen die Jungfrau b. - gekleidet, mit der Kette, welche wie oben herabhängt, gefesselt. 2 Helme: 1) wie oben; 2) r. Thurm mit b. Dach.— Der Grossherzogl. Mecklenb.-Strelitz'sche Kammerherr K. A. P. v. d. K. erhielt durch Diplom d. d. Wien 9. Dez. 1862 den österreichischen Freiherrnstand. (Stammwappen und drei Helme.) v. Ketteier, Fhr. (Taf. 11.) Uradel Westfalen's; daselbst der Stammsitz Kes- selor Kr. Bockum. Seit dem 13. Jahrhundert dort und am Niederrhein vielfach begütert. Rütger v. K. wurde am 18. Dez. 1675 vom K. Leopold I. in den Rfrhrn.- Stand erhoben. Die im vor. Jahrh. in den Grafenstand erhobene Linie ist erloschen. Die Frhrn. v. K. gehören zur eingeb. Osnabrücker Ritterschaft. Wappen. Schild: r. Kesselhaken in w. (al. g.) Helm: derselbe zwischen zwei nat. (al. w.-r. gespaltenen) Fasanfedern. Decken: w.-r. AI. auf dem Helm der Schild verkleinert zwischen den Federn. V. «1. Knesebeck. (Taf. Ii.) Eingehenderes über diese zur eingebornen Ritterschaft des Fürstenthums Lüneburg gehörende und mit dem Erbkämmereramte daselbst seit 1374 beliehene Familie, welche seit dem 12. Jahrhundert urkundlich auftritt und deren Stammsitz Knesebeck bei Lüneburg liegt; s. beim Preuss. Adel, Seite 204, ~ Wappen, a) sogenannte weisse Linie: r. aufspringendes Einhorn in w. Helm: fünf Hahnfedern w. ft wechselnd, b) sogenannte schwarze Linie: r. Grenenklaue in w. Helm: drei Fähnlein, w.-r.-w. (al. r.-w.-r.) Decken: w.-r. [Var. ff Flug mit w. Balken belegt. (16. Jhdt.)] Seit 1644 betrachten sich beide Linien (? Familien gl. N.) als aus einem Stamme entsprossen, was jedoch noch unerwiesen ist, und führen die Wappen combi- nirt, nämlich: 1 und 4: Greifenklaue; 2 und 3: Einhorn ; sämmtlich einwärtsgekehrt. Helm: die drei Hahnfedern, dahinter die Fahnen. Decken: w.-r. (Schildhalter: r. Greif u. r. Einhorn; Devise: »Thuo Recht, traue Gott, scheue niemand.«:) Var.: Alle Figuren in g. — Dieselben sämmtlich rechts gewendet. Eine besondere Combination beider W. findet sich bei Siebmacher 1, 186, nämlich im w. Schilde auf gr. Dreiberg das r. Einhorn; Helm: zwei einwärtsgekehrte, ff befiederte g. Greifenklauen. v. Klencke. (Taf. 11.) Text und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. Die v. K. gehören in Hannover zur Calenberg- Grubenhagen'schen Ritterschaft. Bezüglich des Wappen's ist noch zu erwähnen, dass die Linie zu Hämelschenburg das Kammrad auf dem Helm mit 'Pfauenfedern besteckt (und '2 g. Löwen als Schildhalter) führt, die Linie zu Thedinghausen aber dasselbe zwischen zwei w. Stierhörnern. Letztere gehört zur Ritterschaft von Hoya-Diepholz. Auch findet sich das Rad vor einem mit Federn besteckten Schaft. Knigge, Frhr. (Taf. 11. 12.) Eingeborner Calenbergischer Adel; urkundlich seit 1135. Die Gebrüder: Oberst Friedrich Ulrich und Feldmarschall Jobst Hilmar Kn. wurden am 19. Juni 1665 vom K. Leopold I. in den Rfrhrn.-Stand erhoben; von ersterem stammen die jetzt lebenden Mitglieder des Geschlechts ab. Stammwappen. Schild: getheilt; oben: wachsender r. Löwe in w., unten: vierfach getheilt von r. u. w. Helm: Flug, w.-r., (al. der Löwe wachsend.) Freiherrl. Wappen. Schild: geviertet mit gekr. Mittelschild, Letzteres ist vierfach von w. und r. getheilt; der obere w. Platz mit einer b. Lilie zwischen zwei r. Herzen, der mittlere mit einem r. Herz zwischen zwei b. Lilien belegt. — 1 und 4: vierfach von w. und r. getheilt, darüber gekr. r. Löwe einwärtsgekehrt; 2 und 3: zwei ff Balken, dazwischen zwei ff Rauten, ing. Drei gekr. Helme: 1) St. - W. 2) gekröpfter gekr. r. Löwe, in jeder Pranke drei Fahnen haltend, rechts r. links w., mit Halbmonden belegt und an mit Halbmonden besetzten Stangen wech- HANNOVERISCHERER ADEL. 11 selnder Tinktur. 3) g., mit drei Schrägbalken belegte, von zwei Rauten begleitete und mit Pfaufedern besteckte Säule. Decken: w.-r., g.-tt- Var.: Feld 1 und 4 St.-W. wie oben. (Schildhalter: gekr. r. Löwen.) v. Kobbe. (Täf. 12.) Alter Adel des Herzogthums Bremen; daselbst noch begütert; s. g. »Stader Junker.« Wappen Schild: tt Löwe in w. Helm: derselbe, (äucli zwischen off. w. Fluge.) Decken: w.-JJ. v. KorlT, Herren und Grafen. (Taf. 12.) Aus Westfalen stammendes, seit ca. 1300 urkundlich erscheinendes, in seinem Stammlande sowie in Curland, Russland und Preussen reich begütertes Geschlecht. Aus demselben wurde Matthias v. Korff am 10. März 1692 vom K. Leopold I. in den RFrhrnstand erhoben, (v. Korff, genannt Schmiesing.) Der Freiherr N. v. K. gen. S. erhielt am 17. Januar 1716 vom K. Joseph den RGräfenstand. Eine Linie des Geschlechts hat in Folge Vererbung seit den Namen und'das Wappen derer v. Kerssenbrock mit dem ihrigen vereinigt. In Hannover zur eingeb. Osnabrücker Ritterschaft gehörend. Stammwappen. Schild: g. Lilie in r. Helm: die Lilie, oben mit drei g. Sternen besetzt und von 2 nat. Melusinen (mit b. Fischschwänzen und r. Flossen) gehalten. Decken: g.-r. Graf v. Korff-Schmiesing : Stammwappen. ( Schildhalter: geharnischte Ritter mit g. Lanzen. Devise: Fide sed cui vide.) Graf v. K. - S., gen. v. Kerssenbrock. Schild: ge- viert. 1 und 4: v. Korff; 2 und 3: v. Kerssenbrock; (s. oben) 2 Helme: 1) v. Korff. 2) v. Kerssenbrock. Decken: g.-r. — g.-r.-b. (Schildhalter wie oben.) de Lahr. (Taf. 12.) Diese Familie wird als in der Grafschaft Hoya b egütert bezeichnet. Angeblich aus Frankreich (Bour- bon) stammend, dort de Lorme de Pagnat genannt, und im 16. saec. nach Hannover emigrirt. Wappen. Schild: drei (2. 1.) fj: Merletten, von neun (3. 3. 3.) fünfstrahligen £}: Sternen begleitet, in w. Darüber eine Edelkrone. Hermann v. d. Lahr zu Hildesheim, welcher 1642 mit folgendem W. siegelt: Schild: gespalten; vorn zwei Sparren; hinten Greif; Helm: Flug, — gehörte wohl nicht zu diesem Geschlecht. v. Landesberg. ( Taf. 12.) Stammsitz Landsbergen in der Grafschaft Hoya; urkundlich daselbst bereits 1165 und zwar als nobiles ; ziemlich gleichzeitig und noch im vor. Jahrh. auch im Schauenburgischen auftretend. Gegenwärtig zur Calenbergischen Ritterschaft gezählt. Wappen. Schild: getheilt; oben laufender r. Fuchs in w., unten r. Gitter, aus 7 r. Sparren geflochten, in w. Helm: g. Schaft mit Pfauenschweif; davor der Fuchs. D e ck en: w.-r. T. Landsberg-Velcn, Graf. (Taf. 12.) Westfälischer Uradel; Stimmsitz Landsberg a. d. Ruhr. Im vor. Jahrh. vermählte sich Clemens August v. L. mit Therese v. Velen, der Letzten hres (gleichfalls westfälischen) Geschlechts, und vereinigte deren Namen mit dem seinigen. Dessen Sohn Paul Joseph v. L.-V. erhielt am 13. Juni 1792 den Freiherrnstand; Beine Nachkommen wurden am 15. Oct. 1840 in den Preuss. Grafenständ erhoben. Dieselben sind im Arembergischen und Lingen'schen begütert. Stammwappen. Schild: r. Balken, mit w. Gitter belegt, in g. Helm': aufgerichteter r. Fuchs zwischen zwei w. Flügeln (al. Palmzweigen.) Deck e n: w.-r. Gräfl. Wappen. Schild: geviertet 1 und 4: St.- W. 2 rmd 3: drei r. Merletten nebeneinander in g. (v. Velen.) 2 Helme: 1) gekr. St.-W. 2) Wulst; r. Flug, dazwischen g. Schildchen mit den Vögeln, (v. Velen.) Decken: w.-r., g.-r. — Langwerth v. Simmern. (Taf. 12.) Uradel der Wetterau; dort früher v. Langerte genannt. Seit 1440 zu Simmern in der Rheinpfalz, von wo der Hofrath Georg Reinhard L. v. S. in der ersten Hälfte des vor. Jahrh. nach Hannover einwanderte. Dort gehören seine Nachkommen zur eingewanderten Calenbergischen Ritterschaft. Wappen. Schild: g. Lilie, darüber b. Turnierkragen, in Jf. (Letzterer anscheinend ein erblich gewordenes Beizeichen.) Helm: die Lilie zwischen zwei ££ Bockshörnern. Decken: g. -:££■ (Schildh. g. Drachen; Devise: Espoir me conforte.) V. Ledebur. (Täf. 13.) Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich bekanntes, in seiner Heimath Westfalen sowie in anderen Ländern reich begütertes Geschlecht, welches sich in zahlreiche Linien, denen zum Theil der Freiherrn und Grafenstand verliehen ist (cf. Preussischer Adel) scheidet. Erbjägermeister im Fürstenthum Osnabrück , Erbmarschälle im Fürstenth. Herford. In Hannover gehört die Familie zur eingeb. Osnabrücker Ritterschaft. Wappen. Schild: w. Sparren (Schleife) in r. Helm: zwei Fasanfedern, (al. Eselsohren) mit der Schildesfigur. Decken: w. - r. Die vermehrten Wappen gehören nicht hierher, v. Lenthe. (Taf. 13.) Seit 1256 auftretendes, zur eingeb. Calenbergischen Ritterschaft gehörendes Geschlecht, dessen gleichnamiger im Fürstenth. Calenberg gelegener Stammsitz noch heute in Besitz der Familie ist. Auch im Lüneburgischen begütert. Wappen. Schild: schräggebogener, fünfmal geasteter b. Stamm in w. Helm: zwei solche b. Stämme gegeneinander gebogen. [(Jost Lente 1607: der vordere Stamm w., der hintere b.) Deck en : w. - b. (Schildhalter: w. Hirsche mit b. Geweih; Devise: Lente suscipe, cito perfice.) v. Lindenbruch, gen. Widniars. (Taf. 20.) Stader Junker; im Herzogthum Bremen begütert. Wappen. Schild: gespalten; vorn drei r. Balken in g.; hinten gl*. Lindenzweig in w. Helm: g. Büffelhörner, je mit drei r. Balken. Decken: g. - r. v. Linsingen, Herren u. Grafen. (Taf. 13.) Hessisch - Thüringischen Ursprunges; urkundlich seit 1232. Die Gräfliche Linie descendirt von dem am 17. Januar 1816 in den Preussischen Grafenstand erhobe- •/■... :•& I gj^E m % ;/-W: r:> m ■ :'I r-,:, • Tf m n m öt • HANNÖVERISCHER ADEL. I f I I ' ' I nen K. Hannov. General Carl v. L. Beide Linien gehören zur eingewanderten Calenbergischen Ritterschaft. S ta mmw a p p en. Schild: drei w. Balken, mit 3. 3. 1. b. Kugeln (Linsen?) belegt, in r. Helm: Flug, wie der Schild bezeichnet, dazwischen nat. Linsenzweig mit 7 Linsen. Decken: w.-b.-r. Gräfl. Wappen: Ebenso; jedoch die|Balken b. mit w. Kugeln. Decken: w.-b. (Schildh.: g. Löwen. Devise: »Spes, patientia et perseverantia.«) Richtiger ist das Wappen wie auf Tafel 13 sub »and.« nämlich drei Veh-Balken in r. t . Imfken. (Taf. 13.) Seit der Mitte des 15. Jahrh. urkundlich im Herzogthum Bremen auftretendes Geschlecht, welches gegenwärtig noch zur Bremen'schen eingebornen Ritterschaft gehört. Wappen. Schild: gespalten von w. und b. mit zwei einwärts gekehrten kampfbereiten Hähnen gewechselter Tinctur. Helm: zwei Straussfedern, b.-w., dazwischen w. Hahn. Decken: w.-b. (Schildh.: Hähne, rechts b., links w. Devise: »Wach und fertig«).- v. Malortie. (Taf. 13.) Uradel der Normandie. Die Brüder Jaques und Louis de Malortie, aus der Linie Bouteville, emigrirten in Folge -der Aufhebung des Edicts von Nantes nach Braunschweig-Lüneburg, woselbst ihre Descendenz, in die Hoya'sche Ritterschaft recipirt, noch heute blüht. Wappen. Schild: 2 g. Sparren in b., begleitet von drei w. Lanzenspitzen. Helm: w. Windhund-Rumpf mit g. Halsband. Decken: g.-w.-b. (Schildh.: w. Windhunde mit g. Halsbändern. Devise: Plus ultra.) v. Mandelsloh, Herren und Grafen. (Taf. 13.) Eingeborner Uradel des Fürstenthums Calenberg; Stammsitz Mandelsloh; urkundlich daselbst seit 1167. Sehr früh auch in Westfalen auftretend, später nach Mecklenburg, Magdeburg, Thüringen, Brandenburg'etc. verzweigt. Der Würtembergische Minister, Ulrich Leberecht v. M.i, wurde am 17. März 1808 vom König Friedrich von Würtemberg in den Grafenstand erhoben. Die Gräfliche Linie ist im Fürstenthum Lüneburg begütert. Wappen. Schild: w. Jagdhorn, 3mal r. umwunden, in b. Helm: r. Schaft mit Pfauenschweif; vor demselben das Jagdhorn; über letzterem ein von zwei gestürzten, geschrägten Schwertern durchbohrter Negerkopf mit w. Binde. Decken : w.-b.-r. (Schildh.: zwei Neger mit w. Stirn- und Hüftbinden. Devise : »Mon esperance est immortelle.«) Gräfl. Wappen: wie vor; der Schaft w.; statt des Neger- ein Todten-Kopf. (Schildh.: g. Hirsche. Devise: »Mortalium no- bilitas.«) Ein altes Siegel und ein Stammhl. von 1577 (Claus v. M.) hat nur das Horn als Helmzier. v. Marciiliolz, Fhr. (Taf. 13.) Seit dem 13. Jahrhundert urkundlich bekannte, früher auch in der Provinz Sachsen und im Braunschweigischen begüterte Familie, deren Stammsitz gleichen Namens im Fürstenthum Lüneburg liegt und noch in ihrem Besitze ist. Bereits am 26. Juni 1667 erhielt die Familie in der Person des Chur - Brandenburgischen Reichstags- Gesandten Conrad Asche v. M. den Reiehsfreiherrn- stand; desgl. am 2. Nov. 1682 (für den Stammvater der jetzt lebenden Frhrn. v. M., Asche Christoph"). Wappen. Schild: w. Rose im von r. und getheiltem Felde. Helm : fünf Straussfedern, r. tt r - Decken: w.-r. ±j\ (Schildh.: g. Frauenrümpfe, aus g. Füllhörnern wachsend. Devise: Bene sperando nec male habendo.) Die Tincturen und die Zahl der Straussfedern variiren sehr. v. Marsckulck, l'lir. (Taf. 13.) Die Familie tritt seit 1142 urkundlich im Herzogthum Bremen auf, und zwar unter dem Namen v. Bachtenbrock. Seit 1186 daselbst mit dem Erbmarschallamte beliehen, liess sie den ursprünglichen Namen fallen und nannte sich nur Marschalk. Einer Linie ist seit dem 19. März 1847 gestattet, den freiherrlichen Titel zu führen. Diese sowohl als die adelige Linie gehört zur eingebornen Bremen'schen Ritterschaft. Schild: drei aufsteigende b. Spitzen , von w. und b. (al. b.-w.) b. Theil aussen mit 3 nat. Pfaufedern besteckt. Wappen, in w. Helm: Büffelhörner über Eck getheilt; jeder Flammen, jeder w. mit 3 Decken: w.-b. Freiherrl. Wappen: ebenso. Hinter dem Schilde zwei g. Marschallstäbe geschrägt, welche oben mit einem königlich gekrönten ovalen Schildchen, das in r. die geschrägten g. Schlüssel von Bremen zeigt, besteckt sind. (Schildh. : g. Leoparden, r.-gekrönt, in der freien Pranke eine jj: Kanonenkugel haltend. (Devise: »Thue recht, scheue Niemand.«) v. Meiling. (Taf. 13. 14.) Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlich im Fürstenth. Lüneburg auftretendes, seit 1200 daselbst mit dem Erbmarschallamte beliehenes Geschlecht; dessen Stammsitz Medingen ebenda. Seit dem 13. Jahrh. in der Altmark ansässig, neuestens auch in Pommern und Mecklenburg. Eingeb. Lüneburg. Ritterschaft. Wappen. Schild: liegender ^ Hirsch, mit achtfach w.-r. gespaltener Decke belegt, in w. Helm: zwei auswärts gekehrte w. (al. w.-r.) Sensenklingen, dahinter 13 rothe Fähnlein an g. Lanzen. Decken: w.-r. (Schildh.: rechts b. Löwe, mit w. Halsband, auf welchem drei Kreuzchen mit fehlendem rechten Arm; links: Hirsch mit Decke. Devise: »Nec temere nec timide.«) V a r.: der Hirsch nat. braun , auf gr. Rasen. 12 Fähnlein. Hirsch wie oben; Decke von Hermelin und r. 6 fach gespalten, Sensen r. und w.; 12 Fahnen; Decken: w.-r. (um 1580). Ferner geben wir zwei alte Varianten (nach Siegeln des 14. Jahrh.) abbildlich. v. Melzing. (Taf. 14.) Seit 1300 auf dem Stammsitz Meltzingen im Fürstenthum Lüneburg urkundlich bekannt; daselbst bis jetzt begütert und zur eingebornen Lüneburgischen Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: drei hinten überhängende r. Mützen mit r. (al. g.) Aufschlag und verschlungenem Kinnbande, in w. Helm: eine solche vor vier w. Straussfedern. Decken : w.-r. Devise: »In silontio et in spe.«) Die Zahl der Straussfedern variirt zwischen 3 und 7. - *. - •' ■ fi HANNÖVERISCHER ADEL. 13 t . Mengersen. (Taf. 14.) Die Familie stammt aus Westfalen, woselbst sie im Fürstentb. Paderborn das Erb=Thürhüteramt besass und seit dem Mittelalter bis in die neueste Zeit begütert ist. In Hannover gehört sie zur eingewanderten Calenbergischen Ritterschaft. Der K. Preuss. Ehr. Friedr. Wilh. Bruno v. M. (f 1836) wurde im J. 1814 vom König Friedr. Wilhelm III. in den Grafenstand erhoben. Diese Linie kommt jedoch hier nicht in Betracht. Wappen. Schild: off. r. Adlerflug, unten durch einen mit dem Stein abwärts gekehrten r. Fingerring verbunden, in g. Helm: die Schildesfigur. Decken : g.-r. (Schildh.: g. Löwen.) v. Minnigerodc. (Taf. 14.) Die Familie ist dem Eichsfelde entsprossen, woselbst der Stammsitz Mingerode bei Duderstadt liegt. Dort bis auf die neuere Zeit begütert. Schon in der 1. Hälfte des 15. Jahrhunderts im Fürstenth. Grubenhagen ansässig und bis jetzt zur eingebornen Ritterschaft desselben gehörend. Wappen. Schild: Aufgerichteter, nach rechts gekrümmter, w. Angelhaken in r. Helm: Pfauenschweif; vor demselben gr. Korb, aus welchem 10 auf dem Pfauenschweif liegende (4. 3. 2. 1.) r.-w. wechselnde Rosen an einem g. Zweige aufsteigen, (al. der Pfauenschweif nur mit den Rosen belegt.) Decken: w.-r. Schildh.: g. Löwen. v. Morscy. (Taf. 14.) Morsey gen. Picard: Aus Frankreich stammend, ist (angeblich) Johann v. M. im 16. Jahrh. zuerst nach Westfalen gekommen, und sind dessen Nachkommen seither im Fürstenth. Osnabrück begütert gewesen , woselbst sie zur eingebornen Ritterschaft gezählt werden. Wappen. Schild: Balken in g.; mit demselben sind 2 von b. und w. vierfach gespaltene, auswärts wehende Fähnlein derartig geschrägt, dass die eine r. Stange über, die andere unter dem Balken liegt. Helm: Flug, ff und g; dazwischen die geschrägten Fähnlein. Decken: g. ff. v. Müucliliause u, Ilcrr eu and Frhru. (Tat. 14.) Genealogische Notiz und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. Nachzutragen ist, dass die weisse Linie (zu Oldendorf, Remeringhausen etc.) den Mönch in w. Kleidung mit ff: Aufschlägen und Streifen, die schwarze Linie aber (zu Schwöbber, Leitzkau u. s. w.) ff gekleidet mit w. Besatz. Im üebrigen stimmen die Wappen überein. Beide Linien gehören zur eingebornen Calenberg- Göttingen'schen Ritterschaft. Minister, Grafen zu. (Taf. 14.) Rheinisch - westfälisches , seit 1163 urkundlich auftretendes Geschlecht, welches seit dem vorigen Jahrhundert in verschiedenen Theilen Hannovers begütert ist. Der Osnabrück'sche Hofmarschall Ludwig Dietrich v. M. wurde am 27. Juni 1792 vom Reichs- vicariat in den Grafenstand erhoben. Seine Descen- denz blüht in den Linien zu Langelage, Ledenburg und Meinhövel. Die Linie zu Ledenburg besitzt seit 1814 das Erbmarschallamt. Stammwappen. Schild: getheilt von r. und g. Bd. II. Abth. 9. Helm: Büffelhörner, ebenso getheilt. Decken : g.-r. Graf z u M. - L angelage. Schild: gev. mit Mittelschild; (St.-W.) 1 und 4: getheilt; oben g., unten drei r. Rosen (2. 1.) in ff (v. Rünen.) 2 und 3 : Schrägbalken , der Länge nach von w. und b. mit Spitzen getheilt, in g. (v. Oehr.) Drei Helme: 1) 6 ff Fahnen, je mit einer r. Rose, an g. Lanzen. 2) St.-W. 3) off. g. Flug, je mit dem Schrägbalken. Decken: g. ff; g.-r.; g.-b. Gr. M.-Ledenburg. Schild: gev. mit Mittel- und Herzschild; in letzterem zwei b. Marschallstäbe, geschrägt, abwechselnd oben und unten mit einem g. Löwen und einem w. Pferde über einer Krone besetzt, in w. Mittelschild: St.-W., 1 u. 4: v. Rünen. 2 u. 3 : unten gezinnter ff Schrägbalken in w. (v. Grothusen). 4 Helme: 1) die Fahne wie oben. 2) St.-W. 3) die Marschallstäbe. 4) geschlossener w. Flug mit dem ff Schrägbalken. Decken: g. ff; g.-r.; g.-r.; w. ff. Gr. M.-Meinhövel. Schild: gespalten und zweimal getheilt mit Mittelschild; (St.-W.) 1 u. 6: v. Rünen. 2 u. 5: v. Oehr. 3: g. Helm, besteckt mit drei Fähnlein, w. g. r., in b. (v. Schade). 4: gespalten; vorn: r. Balken in w.; hinten: zwei gestürzte geschrägte g.-begriffte w. Schwerter in ff (Wegen des früher besessenen Erbmarschallamtes des Fürstenth. Herford./ 5 Helme: 1 v. Rünen. 2) v. Oehr. (Flug geschlossen.) 3) St.-W. 4) die Schwerter. 5) sechs Fähnlein, w. g. r. wechselnd. Decken: g. ff; g.-b.; g.-r.; g.-r.; w.-r. (Alle drei Linien haben als Schildhalter ff geharnischte Ritter mit drei Straussfedern (g. r. w.) auf dem Helme, welche in der freien Hand eine w. Fahne mit g. Schaft und g. Franzen tragen, die mit dem Schilde des Stammwappens belegt ist. Die Linie Meinhövel hat die Devise: Tanto piü fermo quanto piü scosso.) Ein Zweig führt das letztere W. noch vermehrt durch einen zwischen Feld 1 u. 2, und 5 u. 6 eingeschobenen w.Pfahl, in welchem sowohl über als unter dem Mittelschild je eine w. gezinnte Bogenbrücke. Helm 5: statt der Krone 3 Rosen, darüber 6 Fähnlein wie auf Helm 1. v. Oeynlianseu, Herreu und Grafen, (Taf. 15.) Seit dem 11. Jahrhundert urkundlich bekannte Westfälische Familie *). Aus derselben wurde der Kurfürstl. Hannöverische Oberjägermeister Rabe Christoph v. 0. am 17. April 1722 vom Kaiser Karl VI. in den Reichsgrafenstand erhoben. Früher zur Calenbergischen Ritterschaft gehörend, jetzt nur noch bedienstet. Stammwappen. (Seit der ältesten Zeit fast unverändert geführt). Schild: aufgerichtete 4sprossige w. Leiter in b. Helm: dieselbe gespalten und jeder Theil mit den halben Sprossen auswärts gewendet. Decken: w.-b. Gräfl. Wappen. Schild: quadrirt mit gräflich gekröntem Mittelschild. (St.-W.) 1 u. 4: drei r. Greifenklauen in w. 2 u. 3: schreitender r.-w. qua- drirter Stier, zwischen den Hörnern mit drei Fähnlein, — r. w. r. — an r. Stangen, besteckt, in g. Drei Helme. 1) wachsender wilder Mann, in *) Eine ausführliche Geschichte derselben, von einem ihrer Mitglieder in gediegenerWeise bearbeitet, erschien soeben zu Paderborn im Verlag von Ferd. Schöningh. 4 14 HANNOVERISCHER ADEL. jeder Hand eine r. Greifenklaue haltend. 2) vor offenem b. Fluge die Leiterbäume. 3) r. (al. w.) Büffel- iörner, dazwischen die 3 Fähnchen. Decken: w.-r.; w.-b.; g.-r. (Schildh.: wilde Männer (ohne Keulen.) Devise: »Meritis augentur honores.«) Bei Grote finden sich als Schildhalter: rechts ein Satyr, links ein w., g.-bewehrtes Einhorn, sowie die Devise: »time qui t'aime.« Erstere wurden bereits um 1740 geführt. Bei Grote fehlt im Gräfl. Wappen der Flug auf Helm 2, und im Hauptschilde sind die Köpfe der Ochsen noch besonders von w. und r. geviertet. Rückschild und Helm 1 und 3 sind dem Schulen- burgischen Wappen entnommen; die Gemahlin des Rabe Christoph war nämlich eine geborne v. d. Schulenburg-Emden. Deren Bruder, der bekannte Feldmarschall Joh. Matthias v. d. S., gestattete 1724 einem seiner Neffen, dem Grafen Ferdinand Ludwig v. 0., sich Graf v. d. Schulenburg - Oeynhausen zu nennen. Diese Linie, welche gleichfalls das obige Wappen führte, ist 1860 erloschen. v. Oldershausen. (Taf. 15.) Der Stammsitz dieser Familie, welcher noch in ihrem Besitz ist, ist gleichen Namens und im Fürstenthum Calenberg belegen, woselbst 'sie seit 1263 urkundlich auftritt. Sie gehört zur eingebornen Calenberg-Güttingen - Grubenhagen'schen Ritterschaft und ist seit 1478 mit dem Erbmarschallamte beliehen. Wappen. Schild: geviertet; 1 und 4: neun g. Rosen (3. 3. 3.) in r; 2 u. 3: g., leer. Helm: Flug, wie der Schild über Eck getheilt. Decken: g.-r. Hinter dem Schilde sind zwei g., oben mit g. Löwen besetzte, Marschallstäbe geschrägt. (Schildh.: rechts jq: Ritter, links g. Löwe. Devise : »Nicht mit Trutz auf Schild und Speer.«) V a r.: statt der Rosen, g. Kugeln oder g. Sonnen. v. Ompteda. (Taf. 15.) Oldenburgischer Uradel; zur Hoya'schen eingewanderten Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: g. Doppeladler, zwischen je einem Halse und Flügel mit einem gr. Kleeblatte besteckt, in w. Helm: g. Flug, dazwischen ein Kleestengel. Decken : g.-w. Irriger Weise erscheint der Adler auch tjj. v. Plate. (Taf. 15.) Plate v. Bassenfleth. Eingeborner Adel des Herzogthums Bremen, seit 1300 daselbst urkundlich auftretend und bis in die neueste Zeit begütert. Wappen. Schild: offene gestürzte w. Muschel in b. Helm: Flug, w. und b. Decken: w.-b. Melchior Platen 1607: die Muschel mit dem Rücken nach aussen; H.: geschl. Flug, vorn b. mit der Muschel belegt, hinten w. — AI. nur ein b. Flügel, v. Plato. (Taf. 15.) Eingeborner, seit dem 14. Jahrhundert urkundlich bekannter Lüneburgischer Adel; Stammsitz wohl Plathe im Fürstenth. Lüneburg. Schon im 14. Jahrh. auch in der Altmark ansässig. Wappen. Schild: vierfach von r. und w. durch Spitzen getheilt. Helm: Flug, r. und w. Deck en: w.-r. v. Quernheim. (Taf. 15.) In Westfalen seit 1226 urkundlich bekannt; ebenda der gleichnamige Stammsitz. Stammesgenossen der v. Manteuffel. Seit 1556 im Fürstenth. Osnabrück ansässig und zur eingebornen Ritterschaft desselben gehörend, jetzt aber (ut puto 1865) f. Wappen. Schild: r. Balken in w. Helm: w. Flug mit r. Balken. Decken: w.-r. (Schildh.: w. gekr. Adler, auf den erhobenen Flügeln mit dem Balken belegt. Devise: »Plustot mourir que changer volonte.«) v. Reden. (Taf. 15.) Eingeborner Adel des Fürstenth. Calenberg, woselbst der gleichnamige Stammsitz noch in Besitz der Familie. Ebenda, sowie im Hildesheim'schen und Lüneburgischen, zahlreiche Güter. Seit 1183 urkundlich. — Erbschenken im Fürstenthum Calenberg. Der am 15. Oct. 1786 in den Preuss. Grafenstand erhobene Staatsminister Friedrich Wilhelm v. R. ist 1813 ohne Descendenz verstorben. Wappen. Schild: vierfach getheilt von r. und w. Helm: zwei auswärts gestellte Stäbe, je wie der Schild getheilt. 1 Decken: w.-r. (Schildh.: Hirsche, je von r. und w. getheilt. Devise : »Wahrheit und Recht.«) Nach vorliegenden Lack-Abdrücken unterscheiden sich drei Linien v. R. durch ihre Helmzierden; es führt die Linie zu Hastenbeck: die Stäbe; zu Wichtringhausen: (ungekr.) Büffelhörner, von r. und w. vierfach getheilt; zu Stemmer: zwei auswärts gestellte hohe Federbüsche, je aus drei von r. und w. wechselnden Abtheilungen bestehend. v. Rheden. (Taf. 15.) (auch : Rehden, Reden, aber nicht mit den Reden oder Rhoden zu confundiren.) Der Stammsitz dieser seit 1285 urkundlich bekannten Familie, gleichen Namens, liegt im Fürstenth. Hildesheim, zu dessen ein- gebornem Adel sie zählt, und ist noch in ihrem Besitz. Wappen. Schild: r. Rad in w. Helm: drei w. Straussfedern, hinter welchen an jeder Seite ein r. Rad halb hervorsieht. Decken: w.-r. (Schildh.: g. Löwen. Devise: »Intuta quae indecora.«) V. Rhüden. (Taf. 16.) Sehr verschiedene Schreibweise des Namens: Rhüden, Raden, Rhoden, Rohde, Röden u. s. w. — Pommer'sche alte Familie, aus welcher der Oberst August Friedrich v. R. zuerst Anfangs des 18. Jahrh. nach Hannover kam, woselbst seihe Descendenz in der Gralschaft Hoya begütert ist. Wappen. Schild: drei r. Balken, mit gr. Weinranken belegt, (d. h. ursprünglich damascirte) in w. Helm: gestürzte jj: Sturmhaube, auB welcher 4 Straussfedern — gr., r., w., r., — hervorgehen, von denen die linke rothe geknickt ist; durch die Sturmhaube ist linkshin ein r. Pfeil geschossen. Neuere Darstellungsart.) Decken : w.-r. (Schildh.: r.-w. gestreifte Füllhörner, oben in bärtige Mannsköpfe endigend, welche den beschriebenen Helmschmuck tragen. Devise: »Wagen gewinnt.«) Y ar.: Bei Siebm. Y. 162. sind die Reben g.; auf dem Helm über der Sturmhaube drei Federn, g. w. r.; (richtiger: r. w. r.) v. Reicluneister. (Taf. 15.) Lifländisch-Preussischer Dradel; daBelbst seit 1412 bis Anfang des vor. Jahrh. Neuerdings im Rheinlande HANNÖVERISCHER ADEL. 15 begütert und seit 1740, wo Gottfried Salomo v. R. durch Heirath die v. Waden'schen Güter Sandfort und Hetlage erwarb, zur eingewanderten Ritterschaft des Fürstenth. Osnabrück gehörend. Wappen. Schild: vier w.Ringe (1.2.1.) durch w. Lorbeerzweige kranzförmig verbunden, in r. Helm: wachsendes Pferd. Decken: w.-r. (Schildh.: Rosse.) de Rese. (Taf. 16.) v. Resen. Seit dem 14. Jahrh. urkundl. im Her- zogth. Bremen blühend und begütert. Stader Junker. Wappen. Schild: w. Balken, mit 3 ££ Bären (al. Wolfs-)ltöpfen mit g. Halsbändern belegt, in g. Helm: Büffelhörner, g. mit w. Balken, dazwischen ein Bärenkopf. Decken : g.-w.-r. V. Rössing. (Taf. 16.) Die Familie, welche mit den Dynasten v. Hohenbüchen eines Ursprunges zu sein scheint, kommt bereits vor 1300 urkundlich vor. Sie besitzt noch gegenwärtig ihr Stammgut Rössing im Fürstenth. Calenberg , zu dessen eingebornem Adel sie zählt und wo sie seit 1506 das Erb-Küchenmeisteramt besitzt. Wappen. Schild: schräg (links) von r. und b. gespalten, mit gekr. g. Löwen. Helm: Adlerflug, r. und b.; dazwischen der Löwe wachsend. Decken : g.-r., g.-b. Aelteste Siegel zeigen drei Rosen 2. 1. im Schilde; später der Löwe; so: Lippoldus de Rössing — auf dem Siegel de Honboken — um 1300. v. Rüxlefoen. (Taf. 16.) Thüringisches Geschlecht; der gleichnamige Stammsitz in der Nähe von Nordhausen. Eine Linie gehört zur eingeborenen Ritterschaft der Grafschaft Hohnstein, woselbst sie noch vor Kurzem begütert war. Wappen. Schild: von w. und :tj; getheilt. Helm: Büffelhörner, ebenso getheilt. Decken: w. (Devise: »Omnia cum Deo et nihil sine eo.«) V. Schwell. (Taf. 16.) Lüneburgischer Uradel, stammverwandt mit denen v. Estorff (S. das.) In Norddeutschland, vorzugsweise in Mecklenburg und Pommern, vielfach begütert. — Die im 17. Jahrh. gegrafte dänische Linie ist Ende des vor. Jahrh. ausgestorben. Wappen. Schild: w. Lilie in r. Helm: Dieselbe zwischen zwei r. Büffelhörnern. Decken: w.-r. Var.: die Lilie im von r. und w. getheilten Felde wechselnder Tinctur. Auf dem Helm drei Straussfedern; oder die Lilie ohne Büffelhörner. v. Scheie. (Taf. 16.) Eingeborner Adel des Fürstenthums Osnabrück ; dort wie auch in der Grafschaft Hoya seit ca. 1300 urkundlich begütert. Sehr früh schon (und noch jetzt) in Westfalen, später in den Niederlanden, jetzt auch in Brandenburg ansässig. Der Staatsminister Georg Victor Friedrich Die- drich v. S. erhielt am 23. Oct. 1838 vom König Ernst August von Hannover die Erlaubniss zur Führung des Freiherrntitels, für sich und seine Descendenz. Stammwappen. Schild: schwebendes g. Fallgatter , aus zwei Balken und drei Pfählen gebildet, in r. Helm: r. Schaft mit Pfauenschweif. Decken: g.-r. Freiherrl. Wappen. Schild: geviertet; 1 u. 4: St.-W. 2 u. 3: drei aufgerichtete Jj: Wolfsangeln in g. (2. 1.) Zwei gekr. Helme: 1: v. Scheie; 2: zwei ff Wolfsangeln neben einander. Decken : g.-r., g.-ff. (Schildhalter: g. Löwen. Devise: »Persevera vinces.«) Siebmacher (I. 187) giebt bereits den quadrirten Schild, aber nur mit dem Helm des St.-W. v. Schiepegreil. (Taf. 16.) Eingebornes, seit 1299 urkundlich auftretendes Geschlecht des Fürstenthums Lüneburg. Dort sowie im Herzogthum Bremen-Verden begütert. Wappen. Schild: rechtsgekehrte ff Bärentatze, in der Mitte nach unten eingebogen, in w. Helm: w. Schaft mit Pfauenschweif; begleitet von rechts 4, links 3 w. Fahnen , je mit der Bärentatze belegt, an g. Stangen. Decken: w. ±±. (Schildh.: ;Jf Bären. Devise: »Virtute duce comite fortuna.«) Graf v. Schlitz-Görtz, gen. v. Wrisberg. (Taf. 16.) Text und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. v. Schmisiug-Kerssenbrock, Grafen. Siehe: v. K o r f f. v. Schnellen. (Taf. 17.) (Schneen, Schnee; latein.: nix.) Die Familie gehört zur eingebornen Ritterschaft des Fürstenthums Göttingen, und besitzt daselbst ihr Stammgut Lütgen- Schneen. Urkundlich 1225. Angenommen wird die Stammesgemeinschaft mit denen v. Entzenberg in Schwaben, die ein gleiches Wappen führen. Schild: g. Fingerring mit nach Oben gerichtetem w. Steine, in b. Helm: zwei b. Büffelhörner, Decken: g.-b. (al. fälschlich g.-r.) V. (1. Schnlenburg, Fhru. niul Grafen. (Taf. 17.) Nähere Nachrichten über diese altmärkische Familie, namentlich über die derselben zu Theil gewordenen zahlreichen Standeserhöhungen, s. beim Sächsischen und Preussischen Adel. Es kommt hier in Betracht : die freiherrliche, zur eingewanderten Bremen'- schen Ritterschaft — und die gräfliche Linie zu Wolfsburg, zur eingewanderten Lüneburgischen Ritterschaft gehörig. Erstere stammt von dem im J. 1565 von Kaiser Ferdinand I. gefreiten Daniel v. d. S. ab, letztere von dem Preuss. Gen.-Lieut. Adolf Friedrich Frhrn. v. d. Sch., welcher am 7. Dez. 1728 in den Reichsgrafenstand erhoben wurde, (publ. in Hannover 24. Nov. 1747.) Freiherrl. Wappen. Schild: quadrirt; 1 u. 4: drei r. Greifenklauen (2. 1.) in w.; 2 u. 3 : schreitender Ochse), der Leib wie der Kopf je von w. und r. geviertet, zwischen den Hörnern mit 2 von r. und w. getheilten Fähnlein an r. Stangen besteckt, in g. Helm: wachsender gr. bekränzter wilder Mann, mit drei Pfaufedern besteckt, in jeder Hand eine r. Greifenklaue haltend. Decken: w.-r. (Schildh.: wilde Männer, gr. bekränzt und mit Pfaufedern besteckt, je eine r. Klaue haltend. Devise: »Nach Gott und Ehren steht mein Begehren.«) Die Beschreibung des Gräfl. Wappens siehe beim Braunschweiger Adel. Schalte v. <1. Lühe. Zur alten eingebornen Ritterschaft des Herzogthums Bremen gehörig und daselbst seit 1566 mit dem 16 HANNOVERISCHER ADEL. Erbküchenmeisteramte belehnt. Johannes S. v. d. L. um 1224. Wappen. Schild: getheilt; oben : w.. leer; unten: w.-r. geschacht, Helm: Flug. Decken : w.-r. (Schildh.: Adler. Devise: »Non generant aquilae columbas.«) v. Schwanewede. (Taf. 17.) Der gleichnamige Stammsitz liegt im Herzogthum Bremen, woselbst die, seit 1248 urkundlich auftretende, Familie noch begütert ist und zur eingebornen Ritterschaft zählt. Wappen. Schild: w. Schwan, schreitend, in b. Helm: zwei auswärts gekehrte verschlungene w. Schwanenhälse. Decken: w.-b. v. Schwicheldt, Graf. (Taf. 17.) Geneal. Notiz und Wappenbeschreibung s. beim Braunschweiger Adel. In den Fürstenthümern Lüneburg, Hildesheim und Calenberg, sowie in der Grafschaft Hoya begütert ; zur Hildesheimer eingebornen Ritterschaft gehörig. Erbmarschälle daselbst seit 1390. Die Grafen von S. führen nach Grote als Schildhalter zwei r. Löwen, und die Devise : »Et amor et gloria honosque.« v. Spiegel zum Deseuberge, Fhr. (Taf. 17.) Geneal. Notiz und Wappenbeschreibung s. beim Braunschweiger Adel. Eine Linie gehört zur eingewanderten Ritterschaft der Grafschaft Hohnstein. v. Spörckeu. (Taf. 17.) Eingeborner Adel des Fürstenthums Lüneburg; daselbst seit der Mitte des 14. Jahrh. urkundlich auftretend und bis jetzt begütert. Seit 1403 mit dem Erb-Pütkeramte im Lüneburgischen beliehen. Der Landschaftsdirector Ernst Wilhelm v. S. ist am 16. Sept. 1717 in den Reiehsfreiherrnstand erhoben. Seine Descendenz ist erloschen. Wappen. Schild: schrägliegeude ;j$ Thürangel (al. Sporn) in g. Helm: Adlerflug, über Eck getheilt von und g. Decken: g. JJ. (Schildh.: g. Löwen. Devise: »Virtute decet non sanguine niti.«) Das freiherrliche Wappen zeigte zwei Helme, auf dem vorderen einen stehenden ££ Adler, auf dem anderen die Flügel. v, Stack (Taf. 18.) Auch Stael- Holstein, nach einer Besitzung in Westfalen. Niederrheinisch-Westfälische Familie; dort seit dem 13. Jahrhundert bis in die neuste Zeit begütert. Eine Linie hat sich nach Schweden gewandt und ist dort 1731 und 1788 in den Freihermstand erhoben ; eine andere gehört zur eingebornen Osnabrücker Ritterschaft. Wappen. Schild: acht r. Kugeln, am Rande entlang liegend, in w. Helm: w. Büffelhörner, je aussen mit 4 r. Kugeln besetzt. Decken: w.-r. (Schildh.: g. Löwen.) v. Steinberg. (Taf. 18.) Geneal. Notiz und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. Eingeborne Ritterschaft des Fürstenthums Hildesheim. T. Stockliauscn. (Taf. 18.) Seit 1191 urkundlich im Fürstenth. Göttingen ansässig und noch jetzt daselbst zur eingebornen Ritterschaft zählend. In Westfalen Erbmarschälle von Corvey. Wappen. Schild: gekrümmter Eichenstamm mit 2 abhängenden ä Blättern, in w. Helm: Flug, jJ; und w. Decken: w. jj:. (Schildh.: ££ Adler und j± Geharnischter.) Nicht zu verwechseln mit 3 gleichnamigen nobi- litirten, ähnliche Wappen führenden Geschlechtern. v. Stoltzeuberg. (Taf. 18.) Eingeborner Adel des Fürstenthums Calenberg. Wappen. Schild: gekrönter wilder Mann, in der Rechten einen ausgerissenen nat. trockenen Baum, mit der Linken ein an g. Bande über der Schulter herabhangendes gekr. Schild haltend, welches zwei g. Balken in r. zeigt. Helm: Pfauenschweif. Decken: w.-r. (Schildh.: :j^; geharnischte Ritter.) Ursprünglich ist wohl nur der Schild mit dem Balken geführt worden. v. Trampe. (Taf. 18.) Aus Pommern stammend, woselbst (im Kreise Saatzig) der gleichnamige Stammsitz und zahlreiche Güter. Urkundlich seit 1273. In der Grafschaft Hoya zur eingewanderten Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: g. Hirschkopf mit w. Geweih in b. Helm: Schildesfigur. Decken : g.-b. (Schildhalter: g. Löwe und g. Hirsch. Devise: »Parta tuere.«) Zwei Linien (in Dänemark) sind im vorigen Jahrhundert gegraft. (von Kaiser Leopold 1704 und von K. Carl VI. 1736). V. TWickel, Flir. (Taf. 18.) Alte Westfälische Familie; Erbschenken im Fürstenthum Münster. Den Freiherrnstand erhielt Christoph Bernhard v.T. vom Kaiser Joseph I. am 19. Juli 1708. Zur eingebornen Osnabrücker Ritterschaft gezählt. Wappen: Schild: Kesselhaken in w. Helm: drei gestürzte spitze r. Hüte mit r.-w. gewundenen Aufschlägen. Decken : w. jj:. (Schildh.: g. Greife.) v. ITslar-Glciclieu, Fkr. (Taf. 18.) Seit 1141 urkundlich bekannte alte eingeborne Familie des Fürstenthums Göttingen, woselbst das gleichnamige Stammgut und zahlreiche Besitzungen liegen. Am 9. April 1825 ertheilte König Georg IV. der Familie die Befugniss, sich von Uslar-Gleichen (nach dem Schlosse Gleichen im Calenbergischen) nennen zu dürfen. Am 3. Mai 1847 erhielt dieselbe vom Könige Ernst August den Freiherrnstand. ' Wappen. Schild: r. Balken, beiderseits wechselnd gezinnt, in w. Helm: gekr.; wachsender wilder Mann mit ausgebreiteten Armen zwischen zwei, mit dem Balken belegten, w. Flügeln. Decken : w.-r. HANNOVERISCHER ADEL. 17 (Schildh.: wilde Männer mit Keulen. Devise: »Vest und bieder.«) v. Vahrendorf. (Taf. 18.) Altes Münsterisches, seit 1160 urkundlich bekanntes Geschlecht. Neuerdings zum Hannoverischen Adel gerechnet. Ob begütert ? Wappen. Schild : getheilt; oben schreitender gekr. r. Löwe in g., unten r. Helm: zwei Straussfedern, r. und g., dazwischen ein springender (al. liegender) r. Fuchs. Decken: g.-r. v. Veltheim. ( Taf. 18.) Genealogische Notiz und Wappenbeschreibung s. beim üraunschweiger Adel. In Hannover besitzt die Familie das Erb-Schenken- amt im Fürstenth. Hildesheim. v. Vincke, Fhr. ( Taf. 18.) Westfälischer Dradel; besonders in Westfalen, auch in 'Schlesien und Mecklenburg begütert. Am 23. Sept. 1837 durch König Friedrich Wilhelm III. von Preussen als freiherrlich anerkannt. Zur einge- bornen Osnabrücker Ritterschaft gehörend. Wappen: Schild: r. Pflugschar in w. Helm: vor einem Pfauenschweif die Schildesfigur. Helmdecken: w.-r. (Devise : Tout avec Dieu.) Var.: statt des Pfauenschweifs,fünf w. Straussfedern. v. Voss. (Taf. 19.) Alte Pommerische, seit der Mitte des 13. Jahrh. urkundlich auftretende Familie, deren zahlreiche Besitzungen zumeist in der Mark, Pommern und Mecklenburg belegen sind. In Hannover gehört eine Linie zur eingewanderten Ritterschaft der Grafschaft Hoya. Wappen. Schild: r. aufspringender Fuchs in w. Helm: derselbe wachsend. Decken: w.-r. (Schildh.: r. Füchse. Devise: »Nomen non omen.«) Var.: g. statt w. V. W ii II iimm I cii -Gimborn, Grafen nnd Herren. (Taf. 19.) Die v. Wallmoden gehören zur alten eingebornen Ritterschaft des Fürstenthums Hildesheim, woselbst der gleichnamige Stammsitz liegt und seit dem 13. Jahrh. bis jetzt im Besitz der Familie ist. Der Generallieutenant Johann Ludwig v. W. wurde am 27. April 1781 in den Reichsgrafenstand erhoben und ihm am 17. Jan. 1783 das Prädicr.t »v. Gimborn« verliehen; (in Hannover publ. 25. Juli 1783.) Der Chef der Familie führte den Titel »Erlaucht«. Stammwappen. Schild: drei aufspringende j~}~ Steinböcke in g. Helm: zwei 44 Bockshörner. Decken: g. 44 (Schildhalter: Jj; Böcke. Devise: »Ich hoffe neid.«) Gräfliches Wappen. Schild: geviertet mit Mittelschild; letzteres getheilt, oben g. Krone in b., unten zwei von b. und w. gespaltene Eisenhüte mit r. Schnüren in w. 1. und 4: St.-W. 2: getheilt; oben drei rautenförmige g. Schnallen inb., unten g., leer. 3: getheilt; oben: wieder getheilt, oben w., leer, unten: r.-w. geschacht; unten: gezinnter ö Balken in w. Drei Helme: 1) Drei Fasanfedern, w., w/b., b. 2) St.-W. 3) Mannsrumpf, unten g., oben b. mit den Schnallen belegt, mit b. Mütze und g. Aufschlägen. Bd. II. Abth. 9. Decken : g. ö, g. #, g. b. (Schildh. : 44 Bock und b. Leopard, mit g. beiderseits mit Lilien eingefasstem Halsband.) Die Gräfliche Linie ist erloschen. v. Wangenbein«. Fhr. (Taf. 19.) Thüringisches, seit der 1. Hälfte des 12. Jahrh, urkundliches Geschlecht. Begütert zumeist in Thüringen , in Pommern, Preussen und Brandenburg. In Hannover zur eingewanderten Hoya'schen Ritterschaft gezählt, aber auch im Fürstenthum Göttingen ansässig. Der am 15. Oct. 1840 in den Preuss. Grafenstand erhobene Hannöverische Obermarschall Georg v. W. starb am 21. Oct. 1851 ohne Descendenz. Wappen, Schild: gespalten; vorn: aufgerichtet laufender r. Windhund mit g. Halsbande in w. Hinten: sechs 44 Balken (al. drei Zwillingsfäden) in g. Helm: r. Mütze mit Pelzaufschlag, besteckt mit r. und w. Fluge. Decken: w.-r., g. 44- (Schildh.: r. Hunde. Devise: »Vest und treu.«) v. Wedel, Grafen. (Taf. 19.) Uraltes und berühmtes Geschlecht Norddeutschlands, zuerst in Holstein, woselbst der gleichnamige Stammsitz, auftretend, dann namentlich in Pommern und Brandenburg reich begütert. Dänischer Grafenstand am 10. Dez. 1672 für Wilhelm Friedrich v. W.; desgl. im J. 1684 für Gustav Wilhelm v. W. — Preussischer Grafenstand am 21. Januar 1776 für Anton Franz v. W.; desgl. am 6. Juli 1798 für Leopold Magnus Gottlob v. W. Die hier in Betracht kommenden Grafen v. W., welche zur eingewanderten Ostfriesischen Ritterschaft gehören, führen folgendes Wappen: Quadrirter Schild mit Mittelschild; in letzterem innerhalb eines ü Kammrades ein Mannsrumpf, dessen Kleidung und Hut von 44 und r. getheilt mit w. Halskragen und r. Schnüren am Hut, in g. 1 und 4: w. zweithürmiges Castell in b. 2 und 3: g. Krone, durch dieselbe schräggekreuzt gesteckt sieben Dane- brogsfahnen (r. mit w. Kreuz) an braunen Stangen mit w. Spitzen. Helm: der Mannsrumpf des Mittelschildes. Helmdecken: g.-44 Vgl. Lieferung 37 dieses Werkes. V. «1. Wense. (Taf. 19.) Lüneburgisches eingebornes Geschlecht; seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts urkundlich bekannt. Zahlreiche Güter im Fürstenth. Lüneburg, darunter noch der gleichnamige Stammsitz. Wappen. Schild: 4$ Querbalken, mit g. Weinrebe (ursprüngl. Damascirung) belegt, in g. Helm: zwei Straussfedern, g. und 44- Decken: g. 44 (Schildh.: g. Löwen, gekrönt und mit den Federn des Helmschmucks besteckt. Devise : »Halt was du hast.«) t . Werder. (Taf. 19.) Zur eingebornen Hildesheimer Ritterschaft gezählt. Früher in der Provinz Sachsen und im Anhaltischen begütert. Auch Mitglieder der Lübecker Cirkelgesell- schaft. Wappen, a) Schild: aufspringendes r.-gesat- teltes und gezäumtes w. Ross, in b. Helm : dasselbe vor einer g. Säule mit Pfauenschweif. Decken: w.-b. al: das Ross schreitend. Helm: der Schaft b. m % %■ $ $ : B r: v*$j j •?: ■X & 9 18 HANNÖVERISOHKR ADEL. ■ 1 J|jjj »1 Ü I I b) Schild: quadrirt; 1 und 4: das Ross schreitend. 2 und 3 : w. Schräggitter in b. (al. gerautet ron b. und w.) Helm: das Ross yor b. Schaft. v. Wersabe. (Taf. 19.) Wersebe. Eingeborner Adel des Herzogth. Bremen, daselbst (auf dem gleichnamigen Stammsitz) seit 1236 urkundlich vorkommend und bis auf die neueste Zeit begütert. Das Wappen ist von jeher unverändert geführt worden. Schild: gespalten von w. und Helm: Büffelhörner, w. und Decken: w. ;££, v. Westerholt-Giesenberg, Graf. (Taf. 19.) Rheinisch - Westfälisches Geschlecht; bereits um 1350 auf dem gleichnamigen Stammsitz im Kreise Recklinghausen. Dort sowie auch in den Niederlanden vielfach begütert. Der Freiherr Conrad Adolf v. W. wurde im J. 1700 in den Reichsgrafenstand erhobeu, welcher, nach erfolgtem Aussterben seiner Descendenz auf den Gemahl der Erbtochter des letzten Grafen (Joseph Clemens August) den Frhrn. Ludolf Adolf v. Bönen (unter Beilegung des Namens »Reichs- und Bm-ggraf zu Westerholt und Gysenberg«) überging; Kaiserl. Diplom d. d. 27. Juli 1779. Die v. Bönen gehören gleichfalls zur alten Westfälischen Ritterschaft und sind seit 1194 urkundlich bekannt. In Hannover in der Grafschaft Aremberg ansässig. Eine andere Linie erhielt am 22. Sept. 1790 den Grafenstand (mit Beibehaltung des Stammwappens.) Stammwappen. Schild: gespalten und zweimal getheilt von w. und Helm: wachs w. Schwan mit ausgebr. Flügeln, rechts w. w., links rfj: w. getheilt. Decken: w. JJ;. Gräfl. Wappen. Schild: quadr. mit Mittelschild ; letzteres gleichfalls geviertet: 1 u. 4: St.-W. 2 u. 3: w. Nesselblatt mit 3 w. Nägeln besteckt (= Holstein") in r. (v. Lembeck) I. u. IV.: drei r. Mer- letten, balkenweise, in g. (Giesenberg). II. u. III.: g. Kreuz in JJ. (Raitz v. Frentz). 4 Helme: 1) Stengel mit 5 g. Maiglöcklein. 2) St.-W. 3) off. w. Flug. 4) ^ Widderrumpf, g.- gehörnt. Decken: g. #, w. #, w. r., g. Schildh.: nat. Schwäne. v. Weyhe I. (Taf. 19.) (Weyhe v. Bötersheim) Stammsitz Weyhe in der Grafschaft Hoya; urkundlich seit 1244. Jetzt zur Lüneburgischen eingeb. Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: schräglinks getheilt; oben wachsender r. Löwe in w., unten fünfmal schräglinks getheilt von r. und w. Helm: r. Schaft mit Pfauenschweif zwischen zwei r. Flügeln. Decken: w.-r. (Schildh.: r. Löwen.) v. Weyhe II. (Taf. 20.) Weyhe zu Farenhorst, al. Weyhe-Eimbke, Weihe gen. Kemnade). Dieses Geschlecht, welches oft mit dem vorigen confundirt wird , zählt gleichfalls zur Lüneburgischen Ritterschaft und gehört zum U r - nicht Brief-Adel, wie letzteres unrichtig von Knesebeck und Grote angegeben wird. Hinsichtlich des Wappens herrscht Dunkelheit; es erscheinen zunächst zwei ganz verschiedene Stammwappen, nämlich : a) Schild: r. Burg (Kemnate) in w. Helm: 3 Straussfedern, w. r. w. doch im Feld off. Thor in w. und 4 ein die Raute 2) Büffel- Deck en: w. r. So siegelt z. B. Johann v. W. 1586, Jobst v. W. 1627. b) Schild: gespalten; vorn (w.) Raute (in b.) hinten halbes (itj.) Kammrad am Spalt (in w.) Helm: Büffelhörner (von b. und w. über Eck getheilt) dazwischen das halbe Kammrad. So siegelt Eberhard v. W. auf Petershagen 1640; die eingeklammerten Farben nach einer Pergament-Malerei von ca. 1720, auf welcher die Decken w.-r. (sie.) Ebenso August v. Weyhe auf Veerse 1640, doch fehlt auf dem Helm das halbe Rad. Grote giebt nur das Wappen b , und zwar, nach guten Quellen, die Raute b. in g., das Rad g. in b. Helm: das halbe Rad zwischen zwei Biiffelhör- nern, b. und g. Decken : g. b. Seit Anfang des vorigen Jahrh. finde ich beide W. vereinigt, jedoch sehr variirend. a) Schild: geviertet; (mit g. Einfassung.) lu.4: w. Burg mit offenem Thor, zwei vergitterten Fenstern und drei spitzbedachten Thürmen, w. in r. 2) halbes Kammrad, schwebend, £{; in w. 3) w. Raute in b. Zwei Helme: 1) gekr.; drei Straussfedern, r. w. r. 2) Büffelhörner, b. w. über Eck getheilt, dazwischen das halbe Kammrad. Decken: w. r. (Alte Pergamentmalerei.) b) Schild: (ohne Einfassung) 1, 3 u. 4: wie a). 2: das Rad g. in r. Beide Helme gekrönt; 1) drei Pfaufedern; 2) Büffelhörner, r. w. über Eck getheilt, ohne Rad. Decken: rechts w. b., links g. r. (Alte Handzeichnung.) c) S chil d : wie vor ; bedachter r. Thurm mit g. in b. Helm: 1) drei Straussfedern w. r. w.; hörner, r. und b.; dazwischen die Raute. Decken : w. r., g. r. (Schildh.: Löwen.) So ein Siegel v. J. 1735, und neue Abdrücke. Ausserdem zeigt sich auf Siegeln statt der drei- thürmigen Burg eine einfache Zinnenmauer mit offenem Thor; die Raute zwischen den Büffelhörnern fehlt; Feld 2: (wohl durch Irrthum des Graveurs) ein Adlerflügel. Das W. mit Raute und Rad scheint ein angeerbtes zu sein. Widmars» Siehe v. Lindenbruch. v. Wölfl"-Metternich, Graf. Taf. 3.) Genealog. Notiz und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. In Hannover zur eingewanderten Hildesheim'schen Ritterschaft gehörend. v. Wrede, Fhr. (Taf. 20). Eine Linie dieser seit dem 13. Jahrh. urkundlich bekannten Familie, welche aus Westfalen tammt und dort zahlreiche Güter besass und noch besitzt, ist im Fiirstenth. Hildesheim ansässig und ziihlt daselbst zur eingewanderten Ritterschaft. Carl und Caspar v. W. erhielten in Schweden am 18. Aug. 1653 den Freiherrnstand; Fabian Frhr. v. W. ibid. den Grafenstand am 10. Dez. 1687. (ausgestorben 1712), wie auch ein Frhr. Fabian d. 11. Mai 1818 in Schweden gegraft worden, der 1824 ohne Descendenz gestorben. Wappen. Schild: gespalten von r. und g., darin ein Kranz mit 5 Rosen wechselnder Tinctur. Helm: Flug, r. nnd g.; dazwischen der Kranz. Decken : g. r. HANNÖVERISCHER ADEL. 19 (Schildh.: g. Löwe und w. Pferd, beide zurückgehend. Devise : »Kein Preis ohne Fleiss.«) v. Würden. (Taf. 20.) Altes Bremeu'sches Geschlecht, sog. »Stader Junker« Seit dem 14. Jahrh. im Herzogth. Bremen ansässig. Wappen. Schild: b. Balken, von 3 r. Rosen begleitet, in g. Helm: wachsender Adler. Decken: g. b. cf. Siebm. V. 209. v. Zengen. (Taf. 20.) Aus Thüringen stammend und daselbst seit dem 14, Jahrhundert begütert. In Hannover in der Gfsch. Hoya ansässig und zur eingewanderten Ritterschaft gehörend. Wappen, Schild: schräggelegte gekr. Säule in w. Helm: zwei von g. und ^ getheilte Fähnlein an g. Lanzen; daneben jederseits 3 ^ Hahnfedern. Decken: w. - b. Unbegütert. v. Ii® BachelI6. (Taf. 21.) v. l,a-Corbtere. (Taf. 21.) Lotharingen'schen Ursprunges; Gideon Le-B. trat im J. 1085 in Kurbrandenburgische Dienste; dessen Nachkommen erscheinen bis in die neueste Zeit im Hannoverischen Kriegsdienst. — Louis Le - Bachelld, Hannov. Capitain, wurde im J. 1819 von seinem Schwiegervater Arthur v. d. Brinck, dem letzten seines Stammes, adoptirt, und erwarb damit die Befug- niss, sich Le-Bachelld gen. v. d. Brinck zu schreiben und die Wappen beider Familien vereinigt zu führen. Stammwappen. Schild: zweimal eckig gezogener w. Balken, oben auf jeder Spitze mit einem g. Sterne besetzt, in b. Helm fehlt. Le Bacliellö; gen. v. d. Brinck : gevierteter Schild ; 1 u. 4: Le Bachellö; 2 u. 3: v. d. Br. ein b. Dreiberg in w. H e 1 m ? v. Beesten. (Taf. 21.) Westfälischer Uradel; in Hannover nur bedienstet. Urkundlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts; früher begütert in der Grafschaft Lingen, (woselbst das Stammhaus) im Fürstenthum Osnabrück, in den Grafschaften Bentheim und Ravensberg. — v. Ledebur bezeichnet das Geschlecht irrthiimlich als erloschen. Wappen. Schild: r. Sparren, unterhalb desselben ein durch vier geschrägte r. Balken gebildetes r. Gitter, in g. Helm: g. Flug, dazwischen der r. Sparren. Decken: g. - r. Ein ganz anderes W. giebt Siebmacher II, 110, nämlich schräggetheilt von w. und r.; in dem w. Felde drei längs der Theilung gelegte r. Ringe. v. Bcnoit. (Taf. 21.) Französischer Uradel; in der Provence im 15. Jahrh , in der Picardie im IG und 17. Jahrh. blühend. Jean de B. verliess 1085 Frankreich als Refugie, dessen Ur - Urenkel Gideon und Franz Christian v. B. wandten sich nach Hannover, woselbst ihnen durch Königliche Ordre im J. 1768 der Adelstand anerkannt wurde. Begütert ist das Geschlecht in Hannover nicht. Wappen. Schild: w. Kreuz, in der Mitte mit offener g. Muschel belegt, in r. Helm: Freiherrnkrone; ohne Bild. Decken: w.-r. v. Beiden gen. Cloudt. ( Taf. 21.) Niederrheinischer Uradel; der Stammsitz Pelden im Kreise Rheinberg. In Hannover bedienstet. Wappen. Schild: w. Schrägbalken in r. Helm: Büffelhörner, r. und w, Decken: w.-r. (Schildhalter: r. Löwen. Devise: en dieu mon espoir.) Aus dem schweizerischen Canton Genf stammend, ist die Familie im vor. Jahrh. in Hannover eingewandert und daselbst bedienstet. Wappen. Schild: zum Flug geschickter jjiRabe in g. Helm: derselbe wachsend. Decken: g. - Hingegen wird als Wappen der Genfer Corbiere's angegeben: w. Schrägbalken, mit JJ; Raben belegt, in r. — v. Dachenlmusen, (Taf. 21.) Ein Mitglied dieser alten schwäbischen Familie der Oberst N. v. Dachenhausen, wanderte zu Anfang des vor. Jahrh. in Hannover ein; dessen Nachkommen sind daselbst bis in die neuere Zeit bedienstet gewesen. Wappen. Schild: von w. und geschacht; darüber r. Schildeshaupt. Helm: Adlerflug mit der Schildesfigur. Decken: w. - Eine Erklärung dieses W. siehe im Deutschen Herold, 1870 Nr. 3. Als V ar. findet sich: Schild: getheilt; oben w., unten w. - b. geschacht. Helm: w. Flügel mit b. Balken, belegt mit drei w. Rosen. v. Diebitsch. (Taf. 21.) Schlesischer Uradel; in Hannover als bedienstet vorkommend. Preuss. Freiherrnstand für Nicol. Gottfr. v. D. am 25. Oct. 1732. Russischer Grafenstand für den berühmten Feldmarschall v. D. unter dem Namen v. D.-Sabalkansky. Wappen. Schild: drei +£ Flügel in g., die oberen zugewendet, der untere gestürzt. Helm: r. Fuchs, ein ^ Huhn im Maule haltend. Decken: g. - tt- Das Freiherrl. W. zeigt denselben Schild, über demselben aber zwei Helme, deren jeder das Stammkleinod auswärts gewendet (sie) trägt. V. Donop, Fhr. (Taf. 21.) Uradel des Fürstenthums Lippe, woselbst im Det- mold'schen der Stammsitz Alten - Donop seit 1227 in Besitz der Familie. In Hannover in neuerer Zeit bedienstet. Carl V. verlieh dem Geschlecht im J. 1548 den Freiherrnstand. Wappen: (nach einem Stammbuchblatt vom Jahre 1572.) Schild: wechselnd gezinnter r. Schrägbalken in w. Helm: w. Thurm mit Zinnenkranz, b. Dach u. g. Knopf, belegt mit dem Balken. Decken w. - r. Aehnlich auch auf einem vorliegenden älteren Siegel. Dagegen wird, unzweifelhaft irriger Weise, seit längerer Zeit statt des Zinnenbalkens ein r. sogen. ■m ijä|: ■&' '<■ 3 V 20 HANNÖVERISCHER ADEL. Steighaken geführt, = v. Bredow, v. Ramin u. a., das Dach des Thurmes r.. der Knopf mit Hahnfedern besteckt. (Schildhalter: Geharnischte, in der freien Hand Steighaken tragend.) Auch kommt der Schrägbalken schwebend vor, einem beiderseits geasteten Baumstamm ähnlich gebildet. v. Fnmetti. ( Taf. 21.) Aus dem Grossherzogthum Toscana stammend; im 18. Jahrhundert wandte sich ein Zweig nach Cöln und später nach Hildesheim. Seither in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: gestürzte b. Spitze in w., belegt mit drei (g.?) Sternen und begleitet von zwei eigenthümlich gestalteten Kreuzchen. (cf. die Abbildung.) Neunspitzige Krone, 6 Perlen, 3 Kleeblätter. Schildhalter: auswärtsgekehrte Schlangen (ex sig.) v. Hanli'steiigel. ( Taf. 22.) Meissnischer Uradel. In Hannover bedienstet. (?) Wappen. Schild: drei gekrümmte, mit den Köpfen in der Mitte zusammenstossende, w. Fische in b. Helm: b. hoher Hut mit w. Aufschlag, oben mit •f~j~ Hahnfedern besteckt. Decken: w. -b. Joiiquiercs. ( Taf. 22.) Aus Flandern stammend, woselbst der Stammvater, Hector de Jonquieres, um 1320 auftritt. Jacob de J, trat zu Anfang des vor. Jahrh. in Braunschweig- Lüneburgische Kriegsdienste; dessen Nachkommenschaft blüht bis jetzt in Hannover. Wappen. Schild: r. Balken, darüber drei Kugeln, in w. Helm: wachsender w. Pfau; jeder der emporgerichteten Flügel ist wie der Schild bezeichnet. Decken: w. - r. (Schildhalter: wilde Männer mit Keulen.) t . Krummes. (Tafel 22.) Ein Zweig dieser alten, Cur - und Livländischen, Familie hat sich in neuerer Zeit nach Hannover gewendet. Wappen. Schild: getheilt; oben wachsender (al . schreitender) r. Löwe in g., unten drei S in w. Helm: zwei Adlerflügel g. und w., je mit einem S belegt; zwischen beiden das dritte S schwebend. Decken: g.-r., w.-j^;. v. deutsch. ( Taf. 22.) Ein Mitglied dieser dem Sächsischen Uradel angehörenden, auch in Schlesien im vor. Jahrh. begüterten, Familie, der Vicepräsident v. L., kam zu Anfang d. Jahrh. nach Hannover, woselbst seine Descendenz bis in die neuere Zeit geblüht hat. Wappen. Schild: w.-gr. getheilt mit nat. Baum, unten von 2 w. Rosen begleitet. Helm: Pfauenschweif. Decken: w.-gr. v. Rausckenplatt. ( Taf. 22.) Genealog. Notiz und Wappenheschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. In Hannover früher zur eingebornen Calenberg- Göttingen - Grubenhagen'schen Ritterschaft gehörig, gegenwärtig nicht mehr begütert. v. Reitzeustein, Frlir. ( Taf. 22.) Aus Franken stammend; dort sowie im Sächsischen Voigtlande vielfach begütert. Seit dem 13. Jahrh. urkundlich bekannt. Reichsfreiherrnstand vom 12. Febr. 1759. In Hannover bedienstet. Wappen. Schild: w. Schrägbalken in r. Helm: r. Flug mit der Schildesfigur. Decken: w. - r. v. Reventlow-Criminil, Graf. (Taf. 22.) Der Adoptivsohn des Grafen Friedrich v. Revent- low (alte Holsteiner Familie) Francis Valentin, (al. Joseph Carl) angeblich aus dem altfranzösischen Geschlecht der Le Merchier de Criminil — dem Wappen nach aber aus der flandrischen Familie le Merchier- Naureuil — stammend, wurde am 20. Sept. 1815 in den Dänischen Grafenstand erhoben. Wappen. Schild: Geviertet mit gräfl. gekröntem Mittelschild; darin eine r. Zinnenmauer in w. 1 und 4: gespalten; vorn aufgerichteter gr. Zweig mit drei Lindenblättern an der rechten Seite in g.; hinten 3 b. Balken in w. (v. Schimmelmann.) 2 und 3: drei w. Zinnenthürme (2. 1.) in r. (le Merchier de Naureuil.) Helme: unbekannt. Schildhalter: wilde Männer. de Roqnes. (Taf. 22.) Aus dieser altfranzösischen, seit 1230 in Län- guedoc urkundlich auftretenden Familie, emigrirte David de R. nach Aufhebung des Edicts v. Nantes nach der Schweiz; dessen Enkel Jaques Emanuel kam im vor. Jahrh. nach Hannover, woselbst seine Nachkommen seither bedienstet waren. Wappen. Schild: g. gezahntes Andreaskreuz, von vier g. Castellen begleitet, in b. Helmzier fehlt. Ein Siegel zeigt das Kreuz aus 13 mit den Spitzen zusammengestellten Rauten gebildet, und als Schildhalter rechts einen Storch, links einen Löwen; beide widersehend. v. Seebach. (Taf. 22.) Alte Thüringische Familie; Stammsitz Seebach bei Langensalza. Urkundlich seit dem 12. Jahrhundert. In Hannover hedienstet. Wappen. Schild: Drei r. Seeblätter (fälschlich Schröterhörner) 2. 1. in w. Helm: wachsender Mannsrumpf, mit r., w. - aufgeschlagener Kleidung und Mütze. Decken: w. - r. Auf einer farbigen Zeichnung von cä. 1590 hat d ie Kleidung 7 g. Knöpfe und die Mütze ist mit 3 £}: Hahnfedern besteckt; eine dsgl. v. J. 1490 zeigt den Mannsrumpf b. gekleidet, Decken w.-b. v. Westcrnhagen. (Taf. 22.) Eichsfeldisches Geschlecht, urkundlich seit 1200 auftretend. Der gleichnamige Stammsitz im Kreise Worbis. In Hannover bedienstet. Wappen. Schild: aufgerichteter leopardirter w. Löwe in b. Helm: 4 w. Pfeile (al. SBolzen) mit g. Bolzen derartig gekreuzt, dass zwei aufrecht stehen, zwei wagrecht liegen , von denen der obere nach Rechts, der untere nach Links fliegt. Decken: w.-b. Wir schliessen hier noch einige alte Familien an, die bis vor Kurzem noch in Hannover ansässig waren, in neuester Zeit jedoch erloschen oder fortgezogen sind. Alberda v. Ulenkema, (Taf. 23.) Niederländischer Adel; ehedem auf Middelstewehr im Fürstenth. Ostfriesland; seit 1847 nicht mehr. Wappen. Schild: g. Stern, begleitet von drei g.Lilien (2. 1.) in b. Helm: g. Lilie. Decken: g.-b. HANNOVERISCHER ADEL. 21 Drewes v. Osteuhagen. (Taf. 23.) Grote und. v. Hefner erwähnen diese Bremische Familie noch, welche seit 1372 urkundlich vorkommt. Jetzt scheint sie erloschen. Wappen. Schild: sechsfach wellenweise getheilt von b. und w. Helm: Büffelhörner, ebenso getheilt. Decken: w. - b. y . Ende. ( Taf. 23.) Der Herzogl. Braunschweig. Wolfenbüttel'sche Hofrath, später Appellationsvath Gotthelf Dietrich v. Ende, aus Sachsen stammend, wo die Familie seit dem 13. Jalirh. urkundlich auftritt, kam 1759 nach Hannover, wo seine Nachkommenschaft noch kürzlich das Gut Bierde im Fürstenth. Lüneburg besass. Wappen. Schild: aufspringender ^ Wolf in g. Helm: derselbe sitzend. Decken: g. (Schildhalter: g. Löwen; Devise: »ne tendes aut perfice.«) Var.: der Wolf natürlich; aus dem Rachen blutend. v. Gustedt. (Taf. 23.) Stammsitz Gustedt im Fürstenthum Hildesheim ; urkundlich auftretend seit 1154. Seit dem 15. Jahrh. namentlich im Halberstädtischen begütert. Jetzt in Hannover nur noch im Weiberstamm blühend. Wappen. Schild: drei ifj; Kesselhaken in g. Helm: zwei solche, etwas auswärts gestellt. Decken: g. - v. Hsidclu. (Taf. 23.) Uradel des Herzogtlium's Bremen , daselbst seit 1241 urkundlich auftretend im s. g. Kehdinger Lande und im »Lande Hadeln.« Wappen. Schild: drei w. Kesselhaken nebeneinander in r. Helm: Pfauenschweif. Decken: w- - r. y. llonroy. (Taf. 23.) Charles du Verger de Monroy, aus einer dem Uradel von Poitou angehörenden Familie, emigrirte im J. 1685 nach Holland, später nach Hannover, wo seine Descendenz noch bis vor Kurzem blühte. Wappen. Schild: drei aufwärtsgekehrte w. Halbmonde in b.— Freiherrnkrone; kein Helmschmuck. (Schildhalter g. Löwen.) y . Oberg, Grat*. (Taf. 23.) Der gleichnamige Stammsitz dieses seit 1190 in Urkunden auftretenden Geschlechts liegt im Hildesheim'- schen; es war auch in Lüneburg und Hoya begütert. Den Preussischen Grafenstand erhielt Hilmar Ludwig Wilhelm Ernst v. 0. am 10. Juli 1803. Mit seinem Tode erlosch das Geschlecht i. J. 1861. Wappen. Schild: zwei ijj: Rauten nebeneinander in g. Helm: g. Schaft mit Pfauenschweif, begleitet von zwei Rauten. Decken: g. Der Helmschmuck variirt mehrfach; z. B.: der Schaft mit einer qnerliegenden Raute belegt. (Relief in der Kirche zu Oebisfelde; 14. — 15. saec.) — Pfauenschweif, mit beiden Rauten belegt- (16. saec.) r. - gekleidete Jungfrau, grünbekränzt, mit gefalteten Händen; (Epitaphium, Anf. 17. saec.) Das gräfliche Wappen ganz wie das Stammwappen; Schildhalter: g. Löwen. Bd. II. Abth. 9. y . Post. (Taf. 23.) Ich finde diese alte Calenbergische Familie, welche seit 1272 urkundlich auftritt, noch bei Knesebeck und Grote; neuere Verzeichnisse erwähnen sie nicht mehr. Wappen. Schild: gekr. w. Löwe in b. Helm: Derselbe vor einem b. Schaft mit Pfauenschweif. Decken: w. -b. y . Sandbeck. (Taf. 23.) Bremen'scher Uradel; noch 1848 auf dem gleichnamigen Stammsitz. Gegenwärtig erloschen. Wappen. Schild: w. Schrägfluss in b. Helm: Pfauenschweif. Decken : w. -b. y . Schade. (Taf. 23.) Hier ist zwischen zwei, verschiedene Wappen führenden, Familien zu unterscheiden. Beide waren in Westfalen begütert, die hier in Betracht kommende (welche nur noch im Weiberstamm blüht) aber auch in Bremen'schen, Osnabrück'schen und in der Grafsch. Lingen. Wappen. Schild: w. Helm, mit drei Fähnlein— r. w. g. — besteckt, in b. (Offenbar durch Missver- ständniss eines HelmsiegelB entstanden.) Helm: sechs Fähnlein, g. r. w. wechselnd. Decken : g.-w.-r. Var.: der Helm g. mit w.-r. Wulst; Fähnlein w g. r. Decken: g.-b.-r. (Ahnentafel um 1600.) y . Staffhorst. (Taf. 23.) Noch im J. 1848 besass die Familie ein Gut zu Hoya, Grafschaft Hoya, woselbst sie bereits 1270 urkundlich vorkommt; Stammsitz Staffhorst ebenda. Jetzt scheint sie, wenigstens in Hannover erloschen. Wappen, (ähnlich-Torney.) Schild: gr. Balken, mit drei aufgerichteten g. Kleeblättern belegt, in w. Helm: w. Schaft, oben kreuzförmig mit Pfauenfedern besteckt und mit einem Kleeblatt belegt. Decken: w.-gr. Var.: Balken b., die Blätter w. H.: g. Schaft an welchen in der Mitte, wo er mit einem w. Blatt belegt ist, zwei nach links und rechts abstehende g. Schäfte (mit Pfaufedern) horizontal anstossen. Decken: w.-b. (Dietrich v. S. 1589). Torck y . Roseudacl. (Taf. 24.) Niederrheinisch-Westfälisches Geschlecht, auch in Holland und Curland blühend; ehedem im Fürstenth. Ostfriesland (auf Pekkum) begütert; 1847 erloschen. Wappen. Schild: getheilt; oben r., unten 7 b. Rauten (4. 3.) in w. Helm: off. r. Flug, je mit w. Balken, auf welchem die Rauten. Decken: w.-r. (Schildhalter: g. Löwen.) y . Torney. (Taf. 24.) Seit dem 13. Jahrhundert erscheinen die v. T. urkundlich in der Grafsch. Hoya und im Fürstenthum Calenberg; das Geschlecht war bis in die neuere Zeit im Lüneburgischen begütert, ist jedoch gegenwärtig ausgestorben. Wappen. Schild: jj; Balken, belegt mit drei aufgerichteten gr. Kleeblättern, in g. Helm: zwischen zwei von g. und ££ über Eck getheilten Büffelhörnern ein Kleeblatt; dahinter zwei Fähnlein geschrägt, je ^ mit einem gr. Blatt belegt. (Schildhalter: ££ Geharnischte, auf dem Helme je zwei gr. Federn und eine solche Fahne, in der freien Hand aber beide gekreuzte Fahnen vor sich haltend. 22 HANNOVERISCHER ADEL. T. Wenckstem. (Taf. 24.) Seit dem vorigen Jahrhundert war diese seit BeBeginn des 13. Jahrh. urkundlich vorkommende Familie der Mark Brandenburg, im Lüneburgischen und Bremen'schen begütert. Gegenwärtig nicht mehr. Wappen. Schild: w. Stern, von drei gelbbe. saamten r. Rosen begleitet, in b. Helm: zwei geharnischte Arme, den Stern emporhaltend. Dazwischen ein aufstehendes geharnischtes Bein. Decken: w. - b. Var.: 1) Schild: b. Balken, belegt mit dem Stern zwischen zwei r. Rosen; im Schildesfuss eine Rose. Helm: viermal geasteter Baumstamm, oben mit dem Stern besetzt. Decken w. - b. (Epitaph d. a. 1680.) 2) Wie oben; Helm: statt des Beines ein Baumstamm. (16. saec.) 3) Schild wie oben; Helm: 2 mal geasteter Stamm, mit einer Rose besetzt. (Grabstein, 1575.) v. «1. Wisch. (Taf. 24.) Holsteinisches, seit 1339 urkundlich auftretendes Geschlecht. Stammverwandt mit denen v. Pogwisch. Zur eingew. Ritterschaft des Herzogth. Bremen gehörend. — Der letzte Spross des Geschlechts ist 1867 unvermählt gestorben. Wappen. Schild: aufspringender (al. laufender) nat. Wolf in b. Helm: derselbe aus einem braunen geflochtenen Zaun wachsend. Decken: w.-b. (Schildhalter: g. Wölfe; Devise. »Animis vereri qui seit, seit tuto aggredi.«) v. Zersscn. (Taf. 24.) Ich finde diese Familie noch bei v. Hefner, Grote und v. d. Knesebeck angeführt; jetzt ist dieselbe erloschen. Der gleichnamige Stammsitz sowie andere Besitzungen liegen im Schaumburgischen ; sie war auf Lauenau im Fürstenth. Calenberg seit 1328 ansässig. Wappen. Schild: Kesselhaken in w. Helm: r. Hahnenrumpf. Decken: w.-Jj:. v. Zestcrlletli. (Taf. 24.) Altes Bremen'sches Geschlecht, bereits im 14. Jahr- 'hundert urkundlich bekannt; noch vor nicht langer Zeit im Fürstenth. Calenberg begütert. Jetzt erloschen. Wappen. Schild: drei übereinander liegende w. Messer mit g. Griifen in b. Helm: g. Schaft mit Pfauenschweif, von zwei Messern begleitet. Decken: w.-b. (Schildhalter: w. Rosse.) III* Patricier - Geschlechter. V. Anderten. (Taf. 24.) Hannover. — Urkundlich 1362. Im Calenberg'- schen auf Weeltze begütert. Joachim v. A., Dr. jur. und Bischöfl. Minden'scher Rath, erhielt d. d. Prag 26. Jan. 1596 vom K. Rudolf eine Bestätigung des Wappens, dasselbe ist folgendermassen zusammengesetzt: Schild: w. Balken , belegt mit drei r. Löwenköpfen, in gr. Helm: ein r. wachsender Löwenrumpf. Decken: w.-r. V. ltlum. ( Taf. 24.) Hannover. Geadelt durch Diplom des Kaisers Leopold I. am 15. April 1662. Publicirt 18. März 1727. Wappen. Schild: neun w. Rosen (3. 3. 2. 1.) in b. Helm: männlicher Rumpf, dessen Kleidung gespalten, vorn w. mit bl. Aufschlag, hinten gewechselt; b. Mütze mit w. Stülp. Decken: w.-b. v. ßorries, Grafen und Herren. (Taf. 24.) Aus Minden stammend; Adelsdiplom vom Kaiser K arl VI. für den Justizrath Johann Friedrich v. B. zu Stade; publ. den 4. Febr. 1734. Eine andere No- bilitirung erfolgte am 1. Sept. 1777, eine dritte von Seiten des Königs Friedrich Wilhelm v. Preussen, am 17. Juni 1816. Im Bremen'schen begütert. Der Königl. Hannoverische Staatsminister Friedrich Wilhelm Otto v. Borries ward am 5. Juni 1860 vom König Georg V. in den Grafenstand erhoben, welcher in der Primogenitur vererbt. Stammwappen, a) Schild: drei rechtsgewendete w. Brackenköpfe mit g. Halsbändern in r. Helm: zwischen zwei auswärts gekehrten Brackenköpfen ein nat. (Eich-) Baum. Decken w.-r. b) Var.: die Weiden oberen Hundeköpfe im Schilde auswärts gewendet. c) 1816: Statt r. überall b; Stellung der Hundeköpfe wie bei b.) Statt der Eiche ein Palmbaum. Gräfliches Wappen. Schild: wie a.) Helm: w. Schaft mit drei Pfauenfedern, von den beiden Brackenköpfen beseitet. Schildhalter: 2 w. Bracken mit g. Halsbändern. Devise: »Treu und Fest.« (Ex sigillo.) V. Brandis, Frh. (Taf. 24.) Aus Hildesheim stammend; dort als Patricier seit langer Zeit in Ansehen. Reichsadelstand (resp. Reno- virung) durch Kaiser Joseph II. am 2. März 1769 für den Hannöv. Hauptmann Friedrich Christian Br. und seine Descendenz; Freiherrnstand durch König Georg V. v. Hannover am 10. Juni 1856. — Stammwappen. Schild: getheilt; oben: wachsender nat. Hirsch in g.; unten: drei Schrägbalken in w. Helm: Wulst von ;££ u. g.; zwei auswärts gestellte w. Stäbe, je mit drei i± Schrägbalken belegt. Decken: w. Freiherrlichea Wappen? Cramer V. Clausbruch. (Taf. 25.) Text siehe beim Braunschweiger Adel. In Hannover bedienstet. (Goslar.) v. Dassel. (Taf. 25.) Als Patrizier in Lüneburg seit Anfang des 14. Jahrhunderts bekannt. Die Kinder des Bürgermeisters zu Lüneburg, Georg D., erhielten am 15. Oct. 1638 vom K. Ferdinand den Reichsadel nebst Bestätigung resp. Vermehrung ihres Wappens. Stammwappen: (noch jetzt von der Lüneburgischen Linie so geführt;) Schild: r. Balken, begleitet von drei gr. Lindenblättern (al. Epheublättern) in w. Helm: w. Büffelhörner je mit r. Balken belegt; dazwischen an einem Stiel drei gr. Blätter. Decken: w.-r. (Schildh.: g. Löwen. Devise: Flu- mina quanta vides parvis e fontibus orta.) Vermehrtes W. (von der Linie zu Iloppensen geführt.) Schild: getheilt; oben schreitender g. Löwe in w., unten von r. und w. getheilt, darin drei gabelförmig gestellte, mit den Stielen zusammengestellte gr. Blätter. Helm: = St. - W. (Schildh.: g. Löwen; Devise: Alterius non sit, qui suus esse potest. —) V. Döring. (Taf. 25.) Lüneburgisches Geschlecht. Wappen. Schild: w. Löwe in r. Helm: rundes Schirmbrett, die Schildfigur wiederholend, über w. Schaft; dasselbe ist oben und beiderseits mit je drei w. - r. wechselnden Straussfedern besteckt. Decke n: w.-r. v. Einem. (Taf. 25.) Einbecker Patrizier; intHannover bedienstet. Vgl. »Braunschweiger Adel.« V. Gröning. (Taf. 25.) Aus dieser Bremer Patrizierfamilie, welche der eingeborenen Bremen'schen Ritterschaft zugezählt wird, erhielt der Rathsherr Georg G. im J. 1795 den Reichsadelstand. Wappen. Schild: fünf r. Rosen (2. 1. 2.) in w. Helm: w. Flug, dazwischen eine r. Rose. Decken: w.-r. Var.: gespalt. Schild: vorn die 5 Rosen, hinten Adler in g. V. Grünlingen. Nach einigen Angaben ist diese Lüneburger Familie seit längerer Zeit erloschen; nach anderen blüht sie noch. Ein neueres Lacksiegel mit der Bezeichnung »v. Grünhagen« zeigt im w. Schilde einen zwischen zwei gr. Bäumen hervorspringenden widersehenden nat. Hirsch auf gr. Rasen: auf dem Helm die Schildfigur. Ich vermag nicht festzustellen, ob dies das von den alten Patriciern geführte Wappen ist. ■HnBBnHKSHMHHHHBMHNBKNUi 24 HANNOVERISCHER ADEL. v. Ciülich. (Taf. 25.) Osnabrücker Patricier. So viel bekannt , führen sie nachstehendes Wappen: Schild: auf w. Wellen schwimmend, aus dem rechten Schildesrand hervorgehend, eine g. Arche Noäh, gegen welche vom linken Obereck her schräg- abwärts eine w. Taube mit gr. Oelzweig im Schnabel fliegt. Helm: gekr.; offener b. Flug, dazwischen die Taube. Decken: g.-b., w.-b. Zu unterscheiden ist hiervon die 1823 in Mecklenburg recipirte Familie v. G., welche durch Diplom d. d. Wien 15. Mai 1706 in der Person des pp. Johann Philipp Gottfried G. und seiner Gattin Maria Anna geb. Büding den RAdelstand erhielt. (Wappen s. beim Mecklenburger Adel.) v. Hagen. (Taf. 25.) Duderstädter Geschlecht. Wappen. Schild: quergelegter nat. Baumstamm, daraus oben 7 r. Flammen (die äusseren kürzer) aufsteigen, in w. Helm: die Schildes figur. Decken: w. - r. t . Harlessen. (Taf. 25.) Seit dem 16. Jahrh. in Hildesheim als angesehenes Geschlecht auftretend. Wappen. Schild: ££ Schrägbalken, belegt mit 7 giebelförmig gestellten r. Schindeln, in w. Helm: Büffelhörner, w.-r. über Eck getheilt. Decken: w.-r. T. Helmold. (Taf. 25.) Heinrich Helmold, Bürger zu Göttingen, erhielt am 14. Octob. 1457 vom Kaiser Friedrich III. einen Wappenbrief; derselbe wird einem Nobilitirungsdiplom gleich geachtet. Der Landgerichts-Assessor Ferdinand Ernst v. H. zu Friedberg erhielt am 4. Mai 1824 vom Grossherzog Ludwig v. Hessen eine Anerkennung des Adels. Als Patricier zu Göttingen blühten die v. H. bereits früher. — Wappen. Schild: schräger g. Fluss in r. Helm: r. Flug, jeder Flügel mit dem Wellenbalken (nach innen aufsteigend) belegt. Decken: g.-r. v. Idensen. (Taf. 25.) Aus der Stadt Hannover entsprossen. Ueber die Nobilitirung ist z. Z. Näheres nicht bekannt. Wappen. Schild: von r. und ff. *) getheilt. Helm: zwei auswärtsgestellte Stäbe, über Eck getheilten w. und r. Decken: w.-r.-Jj;. y. Kalm. (Taf. 25.) Siehe Text und Wappenbeschreibung beim Braunschweiger Adel. Ungewiss ist, ob die Familie, welche früher im Hildesheim'schen begütert war, noch in Hannover blüht. y . Laffcrt. (Taf. 26.) Seit der ersten Hälfte des 15. Jahrh. als Lüne*) richtiger wohl: r. und w. burger Patrizier bekannt. Die Gebrüder Georg, Hieronymus und Friedrich, sowie deren Vetter Balthasar, erhielten am 7. Mai 1664 vom K. Leopold I. eine »Bestätigung« ihres Adels. Die Descendenz des ersteren ist noch im Lüneburgischen begütert, sowie auch in Mecklenburg. — Eine Linie begab sich nach Oesterreich und wurde dort in der ersten Hälfte des vor. Jahrh. gefreit. Wappen. Schild: gespalten; vorn: vierfach getheilt von w. und :££, auf jedem 44 Platz ein w. Stern, hinten w. Hirschkopf mit r. Geweih in b. Helm: der Hirschkopf. D ecke n: w.-b. T. Lengerke. Bremen'sches Geschecht. Text siehe oben beim Braunschwoiger Adel. v. Limburg. (Taf. 26.) Patricier der Stadt Hannover. Wappen. Schild: drei vorwärtsgekehrte w. Widderköpfe in gr. Helm: ein solcher zwischen zwei gr. Flügeln. Decken: w. - gr. T. Liikde. (Taf. 26.) Aus Hannover entsprossen, woselbst Martin v. L. um 1375 als Bürgermeister auftritt. Den Gevettern Johann August, Conrad Christian und Carl August bestätigte Kaiser Franz I. am 4. Apr. 1764 den Adel, welchen ihre Vorfahren bereits im 15. Jahrhundert erworben haben sollen. In Schleswig als »Freiherren« gegenwärtig begütert. Wappen. Schild: w. Balken, mit drei 4$ Büffelköpfen belegt, in r. Helm: gekr.; Büffelhörner, r.-w. über Eck getheilt, dazwischen ein 4t Büffelkopf. Decken: w.-r.-44- y. Likpke. (Taf. 26.) Gleichfalls Patricier der Stadt Hannover. Wappen. Schild: getheilt; oben: r. Löwe in w.; unten: drei r. Pfähle in w. Helm: der Löwe wachsend. Decken: w.-r. (Devise: »Errante animo casum sequere.«) T. Mengershausen. (Taf. 26.) Die Gebrüder Hans und Helmbrecht M., Rathsherren und Patricier der Stadt Münden, erhielten am 1. Nov. 1469 vom Herz. Wilhelm d. Ae. zu Braunschweig einen — später vom Herz. Heinrich Julius am 26. Jan. 1599 bestätigten — Wappenbrief, der als Beweis des Adels angesehen wird. Gegenwärtig wird das Geschlecht zur eingebornen Güttingen'schen Ritterschaft gezählt. Wappen. Schild: getheilt; oben: g. wachsender Löwe in r., unten gr., leer. Helm: der wachsende Löwe. Decken: g. - r. y. Paivel-Kammingcu. Flir. (Taf. 26.) Conrad P., Dr. jur., aus einer Braunschweiger Patricierfamilie stammend, wurde am 20. Mai 1575 vom K. Maximilian II. nobilitirt. S. »Braunschweiger Adel.« HANNÖVERISCHER ADEL. 25 Der s. g. Halberstädtische Zweig nahm in Folge von Verheirathungen Namen und Wappen des alten Rheinischen Geschlechts v. Rammingen an, und ist im J. 1854 vom Herzoge Ernst v. Sachsen-Coburg in den Freiherrnstand erhoben. Wappen. Schild: geviertet mit Mittelschild; in letzterem das St. - W., 2 geschrägte r. Krebsscheeren in w. 1. und 4: linsgekehrter aufspringender w. Widder in r. 2: Schach von g. und 3: ^ Pfahl in g. Drei gekr. Helme; l)g. Schaft mit Pfauenschweif, dahinter ein von r. und w. gespaltener Stern, an den Spitzen mit Quasten gewechselter Tinctur. 2) Der Widder nach Links (sie) wachsend. 3) g. -fll- geschachter, mit 5 ^ Hahnfedern besteckter Hut. Decken: w.-r., w.-r., g.-'ff. (Schild h alter: wilde Männer mit Keulen. Devise: Opes regum corda subditorum.) Ob das Geschlecht noch in Hannover blüht, war nicht mit Bestimmtheit zu ermitteln. V. Heck. iTaf. 26.) Diese Goslarische Familie erhielt am 29. Juli 1627 vom K. Ferdinand II. eine Bestätigung des Adelsstandes. Stammwappen. Schild: Sparren, von 3 ^ Drudenfüssen begleitet, in w. Helm: Adlerflug, w. und , dazwischen ein Drudenfuss. Decken: w. Vermehrtes W. seit 1627. Schild: gespalten; vorn: St.-W.; hinten: g. Löwe, einen gr. Zweig mit drei b. Blumen haltend, in (v. Witzenhausen.) Helm: gekr.; Flug, vorn w., (al. w. :£j; getheilt) hinten g.-b. getheilt, dazwischen der Löwe wachsend. Decken: w. g.-b. v. Keiclie I. (Taf. 26.) Altes Hameln'sches Geschlecht, aus welchem der Geh. Justizrath Jobst Christoph R. am 7. Juli 1716 in den Reichsadelstand erhoben wurde. (In Hannover publ. 16. Juli 1733. Im Lüneburgischen ansässig. Wappen. Schild: schräg getheilt durch eine in der Mitte zickzackartig aufsteigende Linie von w. über Helm: gekr.; Flug, von und w. über Eck getheilt, dazwischen zwei von w. und über Eck ge- theilte Stäbe. Decken: w. v. Kohde. (Taf. 26.) Auch v. Roden. Der Oberst Heinrich v. Rode, aus Duderstadt stammend, erhielt von K. Carl V. in der letzten Hälfte des 16. Jahrhunderts den Reichsadelstand, welcher dessen Nachkommen, dem Hans v. R., am 27. Juli 1720, und ferner am 3. Febr. 1767 dem Oberamtmann Johann Christoph v. R. sowie dessen Vettern bestätigt wurde. Im Calenbergischen begütert. Wappen. Schild: von g. und r. gespalten; auf der Linie mit einem aufgerichteten eisernen Panzerhandschuh belegt. Helm: Der Handschuh. Decken: g.-r. (Devise: Fides et veritas.) V. Roden, Graf. (Taf. 27.) Auch v. Rohde. Aus dem vorigen Geschlecht wurde der K. Preuss. Kammerherr Jacob Friedrich Adam v. R. am 10. August 1783 vom Könige Friedrich II. von Preussen in den Grafenstand erhohen. Nach seinem kinderlosen Tode wurde während des Reichs vicariats der Grafenstand mit demselben Wappen dem Erich Ludwig v. R. am 15. Sept. 1790 zu Theil und derselbe seinem Sohne, dem hessischen Kammer- Bd. II. Abthl. 9. herrn August v. R., am 25. März 1824 in Hannover bestätigt. Wappen. Schild: quadrirt mit eingeschobenem Pfahl und gekr. Mittelschild, worin das St.-W. 1 u. 4: r. Ankerkreuz in g. 2 u. 3 : drei r. liegende Schindeln (I. 2.) in b. Pfahl: r. Leiter in w. 5 H e 1 m e : 1): Doppeladler. 2) und 4): drei w. Straussfedern. 3): St.-H. 5): g. Garbe, gr. gebunden. Decken: g.-r. (Schildhalter: ^ Greife. Devise: »Mors sine musis vita.«) v. Soilc. (Taf. 27.) Hannöverische Patricier; im Herzogthum Bremen begütert. Wappen. Schild: getheilt von b. und r., oben eine r., unten eine w. Rose. Helm: zwei b. Fähnlein an r. Lanzen. Decken: w.-r. v. «1. Sode. (Taf. 27.) Aus vorigem Geschlechte erhielten die Gebrüder Johann Ludwig und August v. S. am 5. Oct. 1724 den Reichsadelstand mit »v. d. S.« In Hannover publ. 22. März 1725. Wappen. Schild: geviertet; 1: r. Rose in w.; 2 und 3 : g. Löwe in b.; 4: w. Rose in r. Helm: gekr.; wie v. Sode. Decken: w.-r., g.-b. Eine Linie bedient sich des Freiherrl. Titels; ein Zweig derselben hat sich nach Würtemberg gewendet. Friedrich Julius Heinr. v. S., K. Preuss. Geh. Rath, ward am 24. Sept. 1790 vom bair. Reichsvica- riat gegraft. — Seine Descendenz blüht jedoch in Hannover nicht mehr. v. Sotheii. (Taf. 27.) Aus Duderstadt stammend. Wappen. Schild: w. offene Muschel in r. Helm: dieselbe zwischen zwei r. Flügeln. Decken: w.-r. v. Storren. (Taf. 27.) Der Oberst - Lieutenant Johann Heinrich St. aus einer Hildesheimer Familie, wurde am 11. Oct. 1745 in den Reichsadelstand erhoben; in Hannover publ. 11. April 1747. — Bedienstet. Wappen. Schild: w. Storch mit r. Schnabel und Füssen, eine ££ (al. g.) Schlange im Schnabel haltend, in b. Helm: gekr.; Flug, von b. und w. über Eck getheilt. De cken: w.-b. v. Stralenlieim, Fhr. (Taf. 27.) Michael Vieth (Veit), Bürgermeister, später Tribunals-Assesor zu Wismar, wurde am 4. Juli 1685 Schwedischer Seits mit dem Namen v. Stralenheim nobilitirt. Sein Sohn Henning, Schwedischer Generalgouverneur von Zweibrücken, ist am 21. März 1710 in den Schwedischen Freiherrnstand erhoben; derselbe erhielt am 20. Febr. 1720 vom Herzog von Lothringen den Grafenstand. In Hannover zur eingewanderten Göttinger Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: geviertet mit Mittelschild, darin ein gemauerter r. Giebel von drei Stufen; darüber ein Kranz aus 6 r. Rosen und gr. Blättern, in g. (Wahrscheinlich das alte patricische Stammwappen.) 1 und 4: ausgerissener, gestümmelter g. Baumstamm in b. 2 und 3: zwei w. Sparren in r. 2 Helme: g.-r. bewulstet. 1) zwei geharnischte > 26 HANNÖVERISCHER ADEL. ■ ■ ■ Arme, den Kranz haltend; 2) sechs Fähnlein, w. h. r. wechselnd, an g. Stangen. Decken: g.-b., w.-r. (Schildh.: w. Greife.) t . Uslar. (Taf. 27.) Seit dem 14. Jahrh. urkundlich auftretende Familie der Stadt Goslar. Von den Frhrn. von Uslar- Gleichen zu unterscheiden. Wappen. Schild: getheilt; oben ^j;, unten vierfach gespalten von w. und r. Helm: Büffelhörner, je mit der Schildfigur. Decken: w.-r. v. Wertemeyer. (Taf. 27.) Genaues ist über den Erwerb des Adels dieses alten Patriciergeschlechts nicht bekannt. Seit 1576 wird die Familie (im Calenbergischen und Bremen'- schen begütert) zur Ritterschaft gerechnet. Dem Wappen nach zu urtheilen, wird im 16. Jahrhundert der Reichsadel ertheilt sein; dasselbe zeigt im von ±j: und g. getheiltem Schilde einen Löwen wechselnder Tinctur, mit der rechten Pranke einen gr. Lorbeer (al. Palm-)zweig mit der linken einen w. Stern haltend. Helm: derselbe wachsend. Decken: g. JJ. v. Welireii. (Taf. 27.) Die Familie stammt aus Duderstadt; Datum der Erwerbung des Adelstandes ist nicht bekannt. — Bedienstet. Wappen. Schild: schräggelegter, 5mal geasteter g. Baumstamm, oben und an den Astenden mit r. Flammen besetzt, in Helm: die Schildfigur, aufgerichtet. Decken: g. ^ (al. wohl irrthümlich g.-b.) V. Wickede. (Taf. 27.) Aus dieser alten Lübecker Familie erhielt Gottschalk v. W. am 19. Sept. 1654 vom Kaiser Ferdinand III. eine Adelsbestätigung. Wappen. Schild: getheilt, oben wachsender ff Adler in g.; unten g. Sparren in b. Helm: zwei nach vorn gekrümmte Stäbe (Bockshörner) ifj; mit je 2 g. Sparren belegt. Decken: g.-b. v. Windheim. ( Taf. 27.) Patricier der Stadt Hannover; früher begütert, jetzt bedienstet. Wappen; Schild: drei Ringe, 1. 2., in der Mitte verschlungen in w. Der ooere ist oben offen. Helm: Flug, w. über Eck getheilt, dazwischen die Schildesfigur. Decken : w. v. Witzeudorff. (Taf. 27.) Seit dem 15. Jahrh. in Lüneburg auftretendes Geschlecht ; Bestätigung des Reichsadels durch K. Ferdinand III. am 6. Sept. 1639. In Lüneburg und Mecklenburg begütert. Wappen: Schild: auf gr. Boden zwei geschrägte aufgerichtete Rechen in w. Helm: 6 Straussfedern, gr. w. wechselnd. Decken: w. m&j I 3 ■ IV. Brlcfadel. v. ArcntSNcIiild. (Täf. 28.) Christine Königin von Schweden erhob am 19. Juli 1651 den schwedischen Obrist Daniel Arentsen in den Adelstand; demselben ward durch König Carl XI. unterm 30. Mai 1663 eine Wappenvermehrung zu Theil nebst Beilegung des Namens v. Arentsschild. Früher im Herzogthum Bremen auf Oldendorf und Osten. Wappen nach dem Diplom von 1651: Schild: gespalten und halb getheilt. Vorn: halber an den Spalt geschobener (w. ?) Adler in r.; hinten oben: r. Herz, daraus hervorgehend drei Kornähren, in g.; unten: geharnischter Reiter auf braunem Pferde in b. II e 1 m : gelcr.; wachsender g. Löwe, beseitet von je drei Fahnen, die äusseren g., die mittleren b., die inneren r. Decken: g.-r.-b. Nach dem Diplom von 1663: Gevierteter Schild: 1 und 4: wachsender g. Löwe in ; 2 und 3: halber ■ff Adler am Spalt in g. Helm: gekr.; wachsender g. Löwe zwischen offenem Fluge. v. Bach. (Taf. 28.) Johann Heinrich Bach aus Curland erhielt am 7. Februar 1703 den Reichsadelstand. Dessen Nachkommen kommen in neuerer Zeit in Oldenburg und Hannover als bedienstet vor. Wappen. Schild: über w. Wellen-Schildesfuss drei durchbrochene g. Rauten nebeneinander in b. Helm: gekr.; Flug, b. und w., dazwischen eine dergl. Raute. Decken: w.-b. v. Bar II. (Taf. 28.) Die beiden nat. Söhne des um 1840 verstorbenen Ober-Kammerherrn v. Bar — C. L. Bar, k. Ilannöv. Geh. Finanzdirector, und G. Bar, Forstmeister, — wurden 1863 vom Könige Georg V. von Hannover in den Adelstand erhoben. Wappen. Schild: das w. Siebengestirn (der »grosse Bär«) in b. Helm: Pfauenschweif; vor demselben die Schildfigur. Decken: w.-b. v. «1. Beck. (Taf. 28.) Hermann und Jodocus v. d. B. erhielten am 23. März 1587 von Kaiser Rudolf II. den Reichsadelstand. Zur eingeborenen Bremen'schen Ritterschaft gerechnet. Wappen. Schild: b. wellenweise gezogener Querstrom (Bach) in g. Helm: zwischen zwei Straussfedern, g.-b., ein (schwebender) g. Stern. Decken: g.-b. Nach v. Meding ist der Stern fünf- nach Anderen sechsstrahlig. Auf einem Stammbuchblatt vom J. 1598 führt Hermann v. d. B. den »Bach« naturfarben, bläulichweiss; die vordere Feder w., die hintere g.; den Stern sechsstrahlig; die Decken rechts g.-w., links g.-b. v. Berger. (Taf. 28.) Die Gebrüder Johann Heinrich und Johann Wilhelm B., Professoren zu Wittenberg, wurden am 31. Mai 1717 vom K. Karl VI. als »Edle v. B.« in den Reichsadelstand erhoben. In Hannover bedienstet; früher (ob noch jetzt?) im Lüneburgischen begütert. Wappen. Schild: geviertet mit eingepfropfter Spitze. 1 und 4 : zwei verschlungene abgewendete g. Schlangen, aufgerichtet, in r. 2 und 3: halber r.-bewehrter und gekrönter Jj; Adler am Spalt; in g. Spitze: natürl. stehender Steinbock auf gr. Boden in g. 2 Helme: 1) rj^Flug, dazwischen der Steinbock; Decken: g.-r. 2) wachsender doppeltgeschweifter g. Löwe. Decken: w.-Jj;. v. Bertrab. (Taf. 28.) Franz Bertrab, K. Oesterr. General-Quartiermeister etc. wurde am 28. Febr. 1750 von der Kaiserin Maria Theresia in den Adelstand erhoben; desgl. dessen Nefien, die Gebrüder Johann Jacob Edmund B. und Heinrich Lambert B. vom Kaiser Franz am 4. Januar 1805. In Hannover bedienstet. Wappen. Schild: durch aufsteigende Spitze dreifach getheilt; 1: schwebendes r. Passionskreuz in w. 2: aufspringendes Jj; Pferd in g. 3: 5 staffeiförmig aufeinander gelegte w. Steine in b. Helm: das Pferd wachsend. Decken: w.-r., g. v. Bobers. (Taf. 28.) August Wilhelm B., Geh. Canzlei-Secretär, aus einer bereits im 15. Jahrh. im Fürstenthum Grubenhagen helehnten Familie stammend, wurde durch K. Franz I. am 9. Nov. 1763 nobilitirt und das Diplom am 8. Mai 1764 publicirt. Bedienstet. Wappen. Schild: drei w. Balken in r.; darüber ein b. Sparren. Im Fuss ein g. Stern. Helm: zwischen zwei w. Straussfedern eine mit dem Stern belegte r. Decken: w.-r. v. Boddien. (Taf. 28.) Geadelt durch Kaiserl. Diplom d. d. 8. Juli 1787. Seit 1821 in die Mecklenburgische Ritterschaft recipirt. In Preussen begütert; in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: auf gr. Rasen am linken Schildesrande ein gr. Gebüsch, aus welchem ein nat. (al. r.) Hirsch hervorspringt, in w. Helm: gr. Baum. Decken: w.-r. v. Cornberg. (Taf. 28.) Wilhelm, der Sohn des Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen und Margareta's v. d. Sahla, erhielt (angeblich im J. 1582 durch Kaiser Rudolf II.) den Reichs- 28 HANNÖVERISCHER ADEL. adel- und Freiherrnstand. Zur eingeb. Ritterschaft der Grafschaft Hoya gezählt. In der Grafschaft Hoya -wegen der ehemals hessischen Herrschaft Auburg zur eingeb. Ritterschaft gehörend. "Wappen. Schild: getheilt; oben schreitender r. Löwe in w.. unten geschacht von b. w. und r. Helm: Büffelhörner, durch Stufenschnitt von w. und r. über Eck getheilt. Decken: w.-r. (Schildh.: r. Löwen.) Var.: das Schach w.-b. oder w.-r. Ein vermehrtes Wappen bei Tyroff Pr. W.-B. IX. 64: geviertet. Schild: mit Mittelschild, worin zwei geschrägte Stäbe in g. 1 u. 4: St -W. (Schach w.-r.) 2 u. 3: zwei geschrägte r. Lanzen (Lilienstäbe)in w. (v. Bortfeld). 2 Helme: 1) Stammhelm; 2) Straussfedern, w.-r. wechselnd. Dasselbe wurde dem Kurbraunschweigischen Oberamtmann Adam v. Cornberg durch Diplom d. d. Wien 22. März 1767 verliehen, mit der Erlaubniss, den Namen v. Bortfeld mit dem seinigen zu vereinigen. Die Familie führt jedoch jetzt weder den vermehrten Namen noch das Wappen. v. Drebber. (Taf. 28.) Reichsadel um 1640 ; in der Grafschaft Hoya begütert. Wappen. Schild: r. Andreaskreuz, dessen obere Arme durch einen Balken verbunden sind (al. Tischgestell), beseitet von zwei g. Sternen, in b. Helm: Büfielhörner , durch g. Spangen von r. und b. über Eck getheilt, dazwischen drei g. Sterne pfahlweis. Decken : g.-r., g.-b. (Devise : Timenti dominum non decrit ullum bonum.) v. DuTe. (Taf. 29.) Reichsadelstand durch Diplom vom Kaiser Joseph II. d. d. 8. Juli 1767. In Hannover bedienstet; früher (ob noch jetzt?) auf Rethem im Lüneburgischen ansässig. Wappen. Schild: w. Taube mit gr. Oelzweig im Schnabel auf braunem Stamme über g. Rasen sitzend in b. Helm: w. Adlerflügel, schräglinkshin von einem w. Pfeil durchschossen. Helmdecken: w.-b. v. Eiern. (Taf. 29.) Johann Eiern, Herzogl. Braunschw.-Liineburgiscber Leibarzt, erhielt am 24. Sept. 1638 vom K. Ferdinand III. den Reichsadelstand. In Hannover bedienstet. Wappen. Schild: r. Hirsch, einen gr. Zweig im Maule tragend, aus gr. Gebüsch auf gr. Boden halb hervorspringend. Helm: der Hirsch wachsend , mit g. Ring im Maule.' Decken: w.-r. v. Engelbrechteu. ( Taf. 20.) Reichsadelstand ( resp. Renovation) durch Kaiser Karl VI. am 15. October 1728 für den am 12. Dezember 1735 ohne männliche Descendenz verstorbenen Ober-Appell_at.-Rath Georg Engelbrecht, mit obigem Namen. Desgl. am 10. Nov. 1728 für den Stiefbruder des Vorigen, Gottlieb Ludwig E ; publ. 15. Aug. 1736. — Im Hildesheim'schen ansässig. Wappen. Schild: schräggeviertet von g. und r. mit r. Schildesfuss, worin ein g. Stern ; auf der Herzstelle belegt mit w. geflügeltem Engelskopf; im Schildeshaupt ein b. Turnierkragen. Helm: Büffelhörner, b.-w. über Eck getheilt, dazwischen wachsender betender Engel, w.-geflügelt mit r. Gewand, auf dem Kopf mit g. Kreuzchen besetzt. Decken: g.-r., w.-r. Die erloschene gleichnamige Elsässische Familie, deren Wappen das vorstehende nachgebildet ist, führte den Schild : g.-r. schräggeviertet mit b. Turnierkrageu im Schildeshaupt. Helm: der Engel, mit g. Flügeln, zwischen zwei nat. Fischen. Decken: g.-r. v. Finckh. (Taf. 29.) Wegen bewiesener Tapferkeit im Kriege gegen die Türken wurde Andreas Finckh am 5. Febr. 1543 in den Reichsadelstand erhoben. Den Gebrüdern Adolf Johann, Peter Christian, Georg Wilhelm und Georg Clement Finckh wurde der Adel durch Diplom K. Joseph's d. d. Wien 10. Oct. 1777 bestätigt (publ. 1780). In Hannover bedienstet. Wappen. Schild: quergetheilt; oben in w. (al. g.) ein r. Ankerkreuz ; unten in g. (al. r.) auf ^ Dreiberg ein sitzender nat. Fink. Helm: Büffelhörner, rechts r.-w., links £j; g. getheilt, dazwischen Dreiberg und Fink. Decken: w.-r., g. v. Gayl. (Taf. 29.) Reichsadelstand d. d. 12. Mai 1545 und 1. Jan. 1573. Zuerst im Rheinlande ansässig, später nach der Altmark, dem Elsass und Curland verzweigt. Zur eingewanderten Ritterschaft des Fürstenth. Osnabrück gehörend. Wappen. Schild: getheilt; oben: zwei r. Rosen in g.; unten: r. (al. g.-r. gespaltene) Lilie in b. Helm: off. Flug, je von g. und b. getheilt und oben mit den Rosen belegt, dazwischen die Lilie. Decken: g.-r.-b. Götz v. OleiiJiuHCii. (Taf. 29.). Dr. Joachim Götz, Herzogl. Braunschweigischor Kanzler, wurde am 13. Juli 1591 vom K. Rudolf II. mit dem Prädicat v. Olenhusen in den Adelstand erhoben; derselbe ward am 17. Juni 1595 vom Herzog Heinrich Julius v. B. mit dem Erbküchenmeisteramte zwischen Deister und Leine beliehen. Die Familie gehört zur Ritterschaft des Fürstenth. Göttingen, woselbst das Stammgut Ohlenhusen noch in ihrem Besitze ist. Wappen. Schild: schräglinks getheilt; vorn: wachsender w. Löwe in r.; hinten: r. Schräglinksbalken in g. Helm: zwei w. Löwenpranken, je mit einem von g. und r. getheilten Bande einmal schräg umwunden, einen g. Stern haltend. Decken: w.-r. So wird das Wappen jetzt geführt; dagegen zeigt ein Stammbuchblatt vom J. 1601 , mit Autograph des Joachim Götz, den Löwen r. in g., unten den Balken g. in r. Die Löwenpranken je mit einem von r. g. r. getheilten Balken belegt. Decken: w.-r., g.-r. v. Griiveuieier. (Taf 29.) Der Klosterrath Christoph G. wurde am 18. Dez. 1745 vom K. Franzi, in den Reichsadelstand erhoben; publicirt 26. Oct. 1748. Im Fürstenthum Calenberg ansässig. Wappen. Schild: b. hängende Weintraube mit gr. Blatt und Ranke, in w. HANNÖVERISCHER ADEL. 29 Helm: stehender r. gekleideter Mann, in der Rechten ein g.-begrifftes w. Winzermesser haltend. Decken: w.-b. v. Halen». (Taf. 29.) Aus Holland stammendes, dort van Halen genanntes, aber nicht adeliges Geschlecht, dessen sämmtliche Mitglieder am 27. Juni 1792 während des Reichs-Vica- riats den Adelstand erhielten. Wappen. Schild: quadrirt mit gekröntem Mittelschild, in welchem ein g. Sparren, begleitet oben von zwei w., g.-besamten Rosen, unten von einem w. Vogel mit g. Füssen, in b. 1 und 4 : zwei aus weissen Wolken hervorgehende, sich die Hände reichende w. geharnischte Arme, in r. 2 und 3: w. Kranich, g. -bewehrt, auf w. Boden in tt. Helm: gekr. w. Berg, darauf der Kranich zwischen zwei b. Straussfedern. Decken: g.-b., w.-r. Flur. v. Halkett. (Taf. 29.) Der Kgl. Hannoverische General der Infanterie Sir Hugh Halkett a. d. H. Pittfarn wurde am 18. Juni 1862 vom K. Georg V. in den Freiherrnstand erhoben. Die Familie stammt aus Schottland, war längere Zeit in Holland ansässig und ist von dort nach Hannover gekommen. Wappen. Schild: quadrirt; 1 und 4: unter r. Schildeshaupt, worin ein schreitender g. Löwe, drei unten zusammenstossende w. Pfeile in 2 : innerhalb einer r. mit Lilien gezierten inneren Bordur drei r. aufwärtsgekehrte Halbmonde in g. 3: aus ^ gewelltem Schildesfuss wachsend eine mit herzoglicher Krone gekrönte r. Fischotter in w. Helm: gekr., natürl. Falkenrumpf, darüber auf schwebendem w. Bande die Devise : »Fides sufficit.« Schild h alter: gekr. nat. Falken, mit gr. Lorbeerkränzen um den Hals. Helm: Wulst; wachsender Eberkopf. v. Hartmann, I. uii*l II. (Taf. 29.) Der Hannoverische Amtsschreiber Paul Hartmann zu Schulenburg im Fürstenth. Calenberg wurde am 7. April 1805 vom K. Franz II. in den Adelstand erhoben. Desgl. der General Georg Julius H. am 15. Mai 1856 vom König Georg V. von Hannover. Beide Wappen sind völlig übereinstimmend, nämlich: Schild: w. Schrägbalken, von 2 g. Rosen begleitet, in b. Helm: wachsender ^-geharnischter Ritter mit entblöstem Schwert. Decken: w.-b. v. Hartwig. (Taf. 30.) Zweifelhafter Abstammung. Wappen. Schild: quadrirt; 1 und 4: wachsender ^ Bock in w. 2 und 3: vorwärtsgekehrte nat. Seejungfer mit emporstehendem doppeltem Schwanz, in g. Helm: gekr.; zwischen zwei w. Büffelhörnern der wachsende Bock. Decken: w. ä Identisch mit dem W. der v. Höflinger, (Oesterreich) Siebm. V. 43 und Rieter v. Bocksberg, (Schwaben) ibid. II, 101. v. HasscII. (Taf. 30.) Der Baumeister Johann Hasseil zu Bremen (f 1694) wurde am 1651 in den Schwedischen Bd. II. Abth. 9. Adelstand erhoben. Seine Nachkommen sind im Fürstenthum Bremen ansässig. Wappen. Schild: gespalten ; vorn r., leer; hinten gr. Baum auf gr. Rasen in w. Helm: gekr. der Baum. Decken: w.-r. v. Hattorf. (Taf. 30.) Die Gebrüder Melchior Heinrich, Johann Philipp und Friedrich Martin H. zu Dslar wurden für sich und ihre Descendenz am 10. Sept. 1735 vom K. Carl VI. in den Reichsadelstand erhoben; in Hannover publ. 12. Nov. 1735. (Die am 12. Juli 1703 von K. Leopold I. geadelte Familie ist erloschen.) In den Fürstenthümern Göttingen und Verden ansässig. Wappen. Schild: drei g. Sterne in r. Helm: Büffelhörner, r.-g. über Eck getheilt, dazwischen ein g. Stern. Decken: g.-r. (Devise: »Mit Gott und der Zeit.«) v. Hedemaiin. (Täf. 30.) Text und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger und Schleswig-Holsteiner Adel. — Die Familie gehört zur eingewanderten Göttingen- Gruben- hagen'schen Ritterschaft. V. d. Hellen. (Taf. 30.) Der Stammvater des Geschlechts, Dietrich v. d. H., wurde am 18. Sept. 1792 in den Reichsadelstand erhoben. Publ. 28. Febr. 1794. Im Fürstenthum Bremen ansässig. Wappen. Schild: quadrirt; 1 u. 4: getheilt; oben b.-w. Schach, unten g., leer. 2 und 3; gekr. w. Löwe in r. Helm: aus r. Flammen wachsender g. Greifenrumpf. Decken: w.-b., w.-r. v. Hennings. (Taf. 30.) Text und Wappenbeschreibung siehe beim'Braunschweiger Adel. Nach Grote in Hannover ritterschaftlich begütert. v. Hinüber. (Täf. 30.) Der Leg.-Rath Jost Anton H. wurde am 21. März 1765 in den Reichsadelstand erhoben, al. der Adel renovirt. (In Hannover publicirt: 17, August ej. a.) Desgl. dessen Bruder, der Oberamtmann Johann Heinrich H., am 31. Aug. 1775. (publ. 7. Nov. ej. a.) Auf ihrem Gute Hinüber im Bergischen erscheint die Familie als bürgerlich seit 1569. In der Grafschaft Hoya-Diepholz begütert. Wappen. Schild: schräggetheilt von b. und r.; auf der Linie ein springendes g. Reh. Helm: sieben (auch 5 oder 6) b. r. wechselnde Straussfedern, davor das Reh wachsend. Decken: g.-b.-r. ^ v. «I. Horst. (Taf. 30.) Ursprung nicht genau bekannt; nach einigen Angaben um 1650 vom K. Leopold geadelt; das Wappen scheint jedoch älter zu sein. Schild: b. Pfähl in w. Decken: w. Schaft, oben mit 9 w.-r. (sie.) wechselnden Federn besteckt. Decken: w.-b. al. auf dem w. Schaft ein geflochtener b. Korb, aus dem die Federn hervorgehen. In der Grafschaft Hoya eingewandert und zur Ritterschaft gerechnet. 8 30 HANNOVERISCHER ADEL. ■ v. Hugo. (Taf. 30.) Die Gebrüder Hugo, Hermann Conrad, Christoph Heinrich, August Johann, und Georg Eberhard H., erhielten am '29. Dez. 1732 von K. Karl VI. den Reichsadelstand. (In Hannover publ. 15. Mai 1745). Nur die Descendenz Christoph Heinrichs v. H. blüht noch jetzt und zwar mit dem Beinamen »zu Seelze« zur Unterscheidung von der Linie »zu Friedland,« deren Stammvater, der Consistorialrath Philipp Conrad H., im J. 1742 den Reichsadel erhielt; das Diplom ward jedoch erst am 8. Juli 17Ö7 seinem Sohne Georg H. ausgefertigt. (Publ. 19. Mai 1795.) Beide Linien sind im Calenberg-Göttingen'schen begütert. Wappen: a) v. H. zu Seelze: Schild: gespalten; vorn: Engel in w. Gewand mit' w. Flügeln, einen g. Palmzweig haltend, auf g. Hügel stehend, in r.; hinten: r.-w. gewundenes Jagdhorn, darüber g. Stern, darunter g. Rose, in b. Helm: der Engel. Decken: w.-r., w.-b. b) v. H. zu Friedland. Schild: nur der Engel wie oben. Helm: derselbe wachsend. Decken: w.-r. Der Engel auch in b. Mehrere Siegel zeigen den Schild gespalten; vorn der Engel in r., hinten b., leer. V. Humboldt. (Taf. 30.) Ueber die Erwerbung des Adels , dessen sich zuerst der Legat.-Rath Erdmann Ludwig v. H. bediente, ist Näheres nicht bekannt. Die Familie ist in Pommern und der Mark begütert, in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: auf gr. Boden ein gr. Baum, von drei w. Sternen (1. 2.) begleitet, in g. Helm: off. Flug, dazwischen wachsender Ritter, in der Rechten ein Schwert haltend. Decken: g.-r. Vgl. Preuss. Adel, Taf. 228. y. Kielmannsegge, Graten. (Taf. 30. 31.) Den Reichsadel erwarb der Holsteinische Geh. Rath Johann Adolf Kielmann, mit demPrädicat: »von Kielmannsegge« im J. 1641 durch Diplom Kaiser Ferdinande II. Dessen Söhne erhielten am 8. Mai 1674 den Freiherrnstand. Die Freiherrn Georg Ludwig, Carl August und Ernst August wurden für sich und ihre Descendenz am 23. Febr. 1732 in den Reichsgrafenstand erhoben; in Hannover publ. 14. Jan. 1726. Ihre Nachkommen werden der eingewanderten Calenbergischen Ritterschaft zugezählt, sind jedoch auch im Lüneburgischen und Bremen'schen begütert. Vgl. Schleswig-Holsteiner Adel. Stammwappen. Schild: gespalten; vorn: drei gestürzte g. Keile in b.; hinten: auf gr. Boden ein wilder Mann, in der Rechten eine über die Schulter gelegte Keule haltend. Helm: derselbe wachsend zwischen 2 Adlerflügeln, rechts g. mit b. Balken, links umgekehrt. D ecken: g.-b. Gräfl. W. Schild: gev. mit Mittelschild: 3 Jj; Balken in g. 1 und 4: gespalt. vorn: g. gekrönte Säule, mit r.-bebändertem gr. Kranz beheftet, in w.; hinten: w. Balken in r. 2: der wilde Mann. 3: die Keile in Form eines Dreiecks zusammengestellt. 2 Helme: 1) die Säule; 2) der wilde Mann in ganzer Figur zwischen 2 Flügeln, rechts r. mit g. Balken, links w. mit b. Balken. Decken: g.-^f, w.-r. (Schildhalter: wilde Männer. Devise: »consilio non imperio.«) v. KIcnck. (Taf. 31.) Ueber die Erwerbung des Adelstandes ist nichts Bestimmtes bekannt; nach einigen Angaben eine bereits im 14. Jahrh. blühende Frankfurter Familie, nach anderen um 1600 nobilitirt. Wappen Schild: g. gemeines Kreuz, dem der untere Arm fehlt (al. halbgespalten und getheilt durch g. Balken und daraufstehendem g. Pfahl) begleitet oben von 2 r. Rosen, unten von g. Schnalle ohne Dorn ; darauf Mittelschild: Löwe in g. Helm: Büffelhörner, schräg auswärts über Eck getheilt von g. und b. Decken: g .-b. Koch v. Herrhauseu. (Taf. 31.) Nobilitirt 9. Mai 1675. Vgl. »Braunschweiger Adel.' V. Kohlrausch. (Taf. 31.) Der Königl. Major Karl Heinrich K. wurde am 15. Mai 1856 vom K. Georg V. von Hannover in den Adelstand erhoben. Wappen. Schild: w. Greifenrurapf, darüber balkenweise drei w. Sterne, in b. Helm: ? V. König. (Taf. 31.) Im Fürstenthum Hildesheim begütert. Vgl. »Braunschweiger Adel« ; ibid. Wappenbeschreibung. v. Kötlie. (Taf. 31.) Der Herzogl. Sachsen-Altenburgische Kammerherr Major Johann Reinhold Köthe, wurde am 3. Dezember 18 .. vom König Georg von Hannover in den Adelstand erhoben. Wappen. Schild: ein g.-begrifftes, w. Schwert schrägrechts gelegt und mit einem g. Palmzweig gekreuzt; auf dem Schwerte ruht ein w. Todtenkopf, g.-gekrönt, aus dessen Augenhöhlen Schwert und Zweig oben hervorgehen, in b. Helm: b.-w. bewulstet; wachsender Mann, barhaupt, mit Schnurr- und Knebelbart, in der Rechten ein Schwert schwingend, mit der Linken schräg abwärts ein aufgeschlagenes Buch haltend, in b. Kleidung. Decken: w.-b. V. Kotzuu, I hr. (Taf. 31.) Drei Söhne des Markgrafen Georg Albrecht von Brandenburg-Culmbach, ans seiner am 27. April 1699 geschlossenen morganat. Ehe mit Regina Magdalena Lutze — welcher später der Name v. Kofzau (nach einer früher dem f fränkischen Geschlecht gehörenden Besitzung) beigelegt wurde — erhielten den Namen Herren v. Kotzau. Aus ihrem Geschlecht wurden die Gebr. Friedrich Christian Wilhelm und Friedrich August v. K. am 19. Juni 1738 von K. Carl VJ. in den Reichsfreiherrnstand erhoben. Letzterer siedelte nach Hannover über, woselbst seine Descendenz, der am 9. Juli 1839 hierorts der Freiherrnstand anerkannt wurde, bis in die neuste Zeit bedienstet war. Wappen. Schild: gev. mit Mittelschild; in letzterem ein umblickender w. Widder, g.-gebörnt, in r. (v. Kotzau ) 1 und 4; b. Adler in w. 2 und 3: zwei g. Schrägrechtsbalken in r. 3 gekr. Helme: 1) b. Adler. 2) der Widder. 3) fünf Fähnlein, wechselnd g.-r. und r.-g. getheilt, an g. Schäften. Decken: w.-b., w.-r., g.-r. (Devise: »recte fäciendo neminem timeas.«) HANNOVERISCHER ADEL. 31 V. Kronenfeldt. (Taf. 31.) Schwedischer Briefadel aus dem 17. Jahrhundert. Nach anderen Angaben aus Böhmen stammend. Früher im Herzogthum Bremen ansässig; jetzt wohl nur noch bedienstet. Wappen. Schild: w. Löwe, mit gr. Lorbeerkranz um den Kopf, im rechten Obereck von einem g. Stern, im linken Ober- und rechten Untereck von einer g. Krone begleitet, in b. Helm: Der Löwe , den Stern haltend, um den Leib mit r.-b. getheilter, hinten abfliegender Schärpe. Decken: w.-b., w.-r. v. liocliausseii. (Taf. 31.) Die Nachkommen des am 10. Juli 1803 vom König Friedrich Wilhelm von Preussen nobilitirten Geh. Ra- thes Hermann Werner Gottlob L. zu Hildesheim waren bis in die neuere Zeit (ob noch jetzt?) in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: ( g.-gerändert) quadrirt. 1 und 4: zwei nach innen aufwärts gekehrte, unten geschrägte, Jagdhörner mit g. Beschlägen (ohne Bänder) in w. 2 und 3: g. Lilie in b. 2 gekr. Helme: 1) die Hörner. 2) zwei Adlerflügel mit g. Sehnen, dazwischen die Lilie. Decken: w.-|j:, g.-b. v. liösecke. (Taf. 31.) Als erster bekannter Stammvater dieser, nach einigen Angaben aus Hannover entsprossenen, nach anderen aber von denen v. Löser in Sachsen abgezweigten (?) Familie, welche seit dem vorigen Jahrh. in Hannover bedienstet ist, erscheint in hiesigen Landen der Oberst Johann Albrecht v. L. (f 10. Juli 1708 bei Oudenarde.) Dessen Vater, der sich ebenfalls des adeligen Prädicats bediente, war Oberhauptmann zu Marienwerder. Wappen. Schild: w. geharnischter Arm mit Schwert in b. Helm: Büffelbörner, w. und (sie) dazwischen drei g. Sterne (1. 2.) schwebend (!) Decken: w.-r. (sie!) v. l.iuiebnrg. (Taf. 31.) Genealog. Notiz und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. Das Geschlecht wird zur eingeborenen Lüneburger Ritterschaft gezählt. v. L,u«l«wig. (Taf. 31.) Friedrich Lorenz Ludowig, Landrath zu Buxtehu de, wurde am 27. März 1786 vom K. Joseph II. in den Reichsadelsstand erhoben; in Hannover publ. 25. Nov. ej. a. — Bedienstet. , Wappen. Schild: drei r. Rosen in w. Helm: gekr.; off. Flug, dazwischen eine r. Rose. Decken: w.-r. Laut Diplom ist das Wappen von der Familie bereits vor der Nobilitirung geführt worden. v. Mausberg. (Taf. 32.) Genealog. Notiz und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. Noch vor Kurzem im Fürstenthum Göttingen begütert. v. Martels. (Taf. 32.) Noch in neuerer Zeit (ungewiss, ob noch jetzt?) blühte diese Familie in Hannover, welche nach einigen Angaben dem Westfälischen Uradel angehören, nach anderen neuen Ursprungs sein soll. Aus derselben erhielt der Schlesische Kammerrath Bernhard v. M. im J. 1710 den Reichsfreiherrnstand. Wappen. Schild: aufgerichteter nat. (w.) Marder in r. Helm: ders. zwischen offenem r. Fluge wachsend. Decken: w.-r. (Schildhalter: Löwen.) V. Martens, Fhr. (Taf. 32.) Der Professor, spätere Bundesgesandte, Georg Friedrich M. zu Göttingen, ward am 30. Juli 1783 in den Reichsadelstand erhoben; publ. 14. April 1789. Später erhielt er vom Könige v. Westfalen den Baronstitel. Er starb ohne Descendenz, adoptirte jedoch seine Bruderssöhne, nachdem sein Bruder Carl Wilhelm bereits im J. 1790 in den Freiherrnstand erhoben war. Nachkommen waren seither in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: gev. mit Mittelschild, worin ein w. Mond, rechts gekehrt, in £):. 1 und 4: drei gr. Kleeblätter, 1. 2., an einem Stiel, in w. 2 u. 3. w. Lilie in b. 2 gekr. Helme: 1) wachs. w.Schwan; 2) wachs. Adler. Decken: w.-b., w.-j^:. (S chil dh al ter: rechts Schwan, links Adler.) Var. ex sigillo: Schild mit Schildeshaupt, in letzterem der Halbmond, w. in 1 und 4: Lilie; 2 und 3: Kleezweig. v. Meibom. (Taf. 32.) Heinrich Meibom, Professor zu Helmstedt, erhielt im J. 1590 vom K. Rudolf II. den Reichsadel; derselbe wurde seinem Urenkel, dem Braunschw.-Lüneb. Hofrath Johann Heinrich v. M. , am 3. Juni 1755 aufs Neue bestätigt. Seither blühte die Familie auch in Mecklenburg, Hessen und Sachsen. Wappen. Schild: geviertet; 1 u. 4: w. gekr. Schwan, zum Fluge geschickt, in r. 2 u. 3: schräggelegter nat. Baum in g. Helm: w. Lilie zwischen zwei ^ Flügeln. Decken: w.-r., g.-r. Var. (Masch. Meckl. W.-B. Nr. 128.) 1 und 4: stehender (nicht gekr.) w. Schwan in b. 2 und 3: schrägrechts gelegter nat. Baumstamm, aus welchem nach links ein einzelnes (Linden-) Blatt hervorgeht. Helm: wie oben. Deck en: w.-b. Rivalicr v. Meyseiibug, Fhr. (Taf. 33.) Die alte hessische, seit 1238 urkundlich erscheinende Familie v. Meysenbug war seit 1429 im Calenbergischen begütert. Dieselbe erlosch im J. 1816. Der Kurfürstl. hessische Staatsminister Rivalier wurde am 25. Juli 1825 vom Kurfürsten von Hessen in den Adels- und am 15. Febr. 1834 vom Kaiser von Oesterreich in den Freiherrnstand erhoben, unter Beilegung des Namens v. Meysenbug. Dessen Descendenz ist wiederum im Calenbergischen begütert. Wappen. Schild: getheilt; oben: Vogel- (Meisen-)Fuss (al. Greifenklaue) in g.; unten: g. Turnierkragen in gr. (derselbe hätte heraldisch richtiger über der Klaue angebracht sein müssen.) 3 Helme: 1) off. Flug, rechts g. mit der Klaue, links gr. mit dem Turnierkragen; Decken g.-fli. 2) sitzender ^ Rabe; al. Adler mit halb gehobenen Flügeln; Decken g.-#• 3) Büffelhörner, g.-^j: über Eck getheilt; Decken g.-gr. (Schildhalter: ö Adler.) Die alten v. Meysenbug führten nur die Vogelklaue in g.; Helm: g. Flug, je mit einer einwärts gekehrten Klaue belegt. 32 HANNOVERISCHER ADEL. v. Möller. ( Taf. 32.) Der Braunschweig-Celle'sche Kanzler Joachim M. wurde am 25. Mai 1541 vom Kaiser Carl V. in den Reichsadelstand erhoben. Eine Bestätigung des letzteren ertheilte Kaiser Maximilian II. am 18. März 1570. Im Fürstenthum Lüneburg noch unlängst mehrfach begütert. Wappen. Schild: gespalten; vorn: r. Balken, auf demselben eine halbe g. Rose und halbe g. Sonne an einander geschoben, in g.; hinten halbe w. Lilie am Spalt in r. Helm: wachsender r. Hirsch mit g. Geweih. Decken : w.-r. v. Müller ( Täf. 32.) Der Capitain-Lieut. Georg Müller wurde am 8. Juli 1768 vom Kaiser Joseph II. in den Reichsadelstand erhoben; publ. 20. Mai 1775. Im Fürstenthum Lüneburg begütert. Wappen. Schild: gr. Kleeblatt, g. gerippt, in w. Helm: Schildfigur. Decken: w.-gr. Ostmann v. d. Leye. ( Taf. 32.) Franz Ostmann wurde am 24. Sept. 1705 mit dem Prädicat »von der Leye« in den RAdelstand erhohen. Die Familie war in Westfalen und ist noch im Fürstenthum Osnabrück begütert, woselbst das Gut Leye, von dem sie den Namen führt, belegen ist. Wappen. Schild: schräggelegter Eichenstamm, beiderseits mit einem natürl. Blatte, in r. Helm: gekr., ohne Bild. Decken : g.-r. v. Pape I. ( Taf. 32.) v. Pape zu Hevensen. Der Ober-Postcommissar Pape wurde am 29. Januar 1779 in den Reichsadelstand erhohen; publ. in Hannover am 29. August 1780. Wappen. Schild: natürl. Baum, am Stamm von zwei w.-besamten r. Rosen begleitet, in g. Helm: g.-r. Wulst;,die Schildesfigur zwischen zwei g. Büffelhörnern. Decken: g.-r. Im Göttingen'schen begütert. v. Pape II. ( Taf. 32.)] v. Pape zu Nienburg. Reichsadel d. d. 3. Januar 1789 für den Post- Commissair Gerhard Ludwig P.; publ. 27. März 1789. In der Grafschaft Hoya begütert. Wappen. Schild: schräggelegter g. Baumstamm, aus dem oben ein gr. Zweig hervorgeht, auf welchem ein nat. Dompfaff sitzt, in b. Helm: gekr. Büffelhörner, b.-g. über Eck getheilt. Decken: g.-b. v. Pestel. ( Taf. 32.) Reichsadel d. d. 18. September 1768 für die Gebrüder Just Ferdinand Friedrich P. (Ober-Appellationsrath) und Christoph P. (K. Preuss. Kriegsrath) in Hannover publicirt 20. Sept. 1776. Ferner wurde der Kriegsrath Carl Philipp P. am 3. Jan. 1787 vom König Friedrich Wilhelm II. in den Preuss. Adelstand erhoben. Im Fürstenth. Osnabrück grundsässig. Wappen. Schild: auf gr. Boden ein nat. Rosenstock mit zwei r. Rosen, an welchem ein w. Ziegenbock aufspringt, in b. Helm: gekr. Die Schildfiguren wachsend. D ecken: w.-b. v. Poten, Für. ( Taf. 32.) Der Hannöverische Oberst, Friedrich Poten, wurde am 30. März 1827 vom Grossherzog Ludwig von Baden in den (Adels- und?) Freiherrnstand erhoben. Ob die Familie noch gegenwärtig in Hannover blüht, war nicht mit Bestimmtheit zu ermitteln. Wappen. Schild: w. Pferde-Pfote (sie) mit Huf schräg nach unten gelegt und etwas gebogen, in b. Helm: gekr. wachsender w.-geharnischter Arm mit Schwert. Decken: w.-b. (Schildh.: g. Greif und g. Löwe. Devise: »Honor fidelitatis praemium.«) v. Pulcuduri'. (Taf. 33.) Der Kgl. Schwedische Geh. Rath, Esaias Pufen- dorf, wurde vom Könige Carl XI. von Schweden am 20. Dez. 1673 in den Adelstand erhoben , und diese Erhebung im J. 1756 vom Kaiser Franz I. bestätigt. Er war Kanzler der Herzogthümcr Bremen und Verden. Dessen jüngerer Bruder, der berühmte Geschichtsschreiber Samuel P., wurde am 17. Mai 1684 in den Schwedischen Adel- und 31. Mai 1694 in den Freiherrnstand erhoben, starb aber schon 26. Oct. 1694 ohne männl. Descendenz. — Die Familie war seither in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: getheilt; oben: wachsender g. Löwe, von fünf (3. 2.) g. Sternen begleitet, in ^j:. Unten gespalten; vorn: w. Lilie in b.; hinten: r. Rose in g. Helm: wachsender ^ Adler. Decken: g.-r. v. <|uintus-Icilius. (Taf. 33.) Der Oberst Carl Gottlieb Guichard, f 1775, wurde im J. 1759 vom König Friedrich II. unter dem Namen »v. Qu .-I.c in den Adelstand erhoben. In Hannover bedienstet. Wappen: Schild: geviertet mit Mittelschild; in letzterem St. Georg auf £J; Pferde, einen r. Drachen tödtend, in w. 1 und 4 : 2 w. Balken in r. 2 und 3: 2 liegende r. Löwen in w. Helm: siebenperlige Krone; ohne Helmzier. Decken: w.-r. Var. 1) Schild mit Schildeshaupt; in letzterem ein r. Schrägbalken; darunter St. Georg. 2) Schild: getheilt; oben: gespalten; vorn: die Balken: hinten: die Löwen; unten: St. Georg. Helm: gekr.; wachsender Löwe. 3) Ein Siegel des Obersten selbstzeigt den Schild qua- drirt; 1) w. Balken in r. 2) zwei Sterne, einer in der linken Oberecke, der andere in der rechten Unterecke. 3) Ueber einer mehrmaligen Balkentheilung ein Haus mit Thür, Fenstern und Schornstein. 4) St. Georg. Freiherrnkrone. Schildh.: rechts wilder Mann, links Trophäen. v. Qnistorp. (Taf. 33.). Der K. Schwedische Ob.-Appell.-Rath zu Wismar, Johann Christoph Qu., wurde am 22. Juni 1792 vom Kursächsischen Reichsvicariat in den Adelstand erhoben. In Pommern und Brandenburg begütert, in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: gemeines Kreuz in g. Helm: Wulst; drei r. Straussfedern. Decken: g.-^ji. So v. Hefner u. A. ex dipl. Hingegen nach Siegeln : Schild: zwei kranzförmig gelegte gr. Lorbeerzweige, innerhalb derselben ein schwebendes Tatzen- (al. Kleeblatt-)Kreuz, in w. & »äitoAVIfSÜftl HANNOVERISCHER ADEL. Helm: gekr.; die Schildesfigur, (al.: offener Flug, dazwischen ein aufgerichteter Hammer.) v. Kamdohr. (Taf. 33.) Der Geh. Kammerrath Albert Andreas v. R. wurde im J. 1713 vom K. Carl VI. in den Reichsadelstand erhoben (al. ihm der Adel bestätigt); in Hannover publicirt am 23. Jan. 1719. Früher in der Grafschaft Hoya ansässig. Wappen. Schild: gespalten; vorn: drei r. linke Schrägbalken in w.; hinten: g. Löwe in b. Helm: Wulst; Büffelhörner. g.-b., r.-w. getheilt, dazwischen r. Rose mit g. Butzen. Decken: w.-r., g.-b. (Devise: »Les petits ruisseaux font des grandes rivieres.«) v. Reiche II. (Taf. 33.) Die beiden Söhne des Braunschweigischen Drosten Eberhard Dietrich R. zu Grene, Anton Philipp Friedrich und Julius Theodor, erhielten d. d. Wien 7. Sept. 1802 den Reichsadelstand. Wappen. Schild: oben zwei abgeledigte Balken (der untere etwas kürzer) darunter im Schildesfuss ein querliegender Baumstamm, aus welchem ein Zweig mit 3 Eicheln aufsteigt. Helm: der Stamm mit den Eicheln. Decken: w.-JJ;. v. Schelther. (Taf. 34.) Der Braunschw. - Wolfenbüttel'sche Major Rabe Ludwig Scheiter wurde am 11. Dez. 1703 vom K. Leopold I. in den Reichsadelstand erhoben. Im Herzogthum Bremen begütert. Wappen. Schild: dreifach getheilt. Oben: zwei aufwärts geschrägte g. - begriffte w. Schwerter in r. Mitte: 3 g. Holzscheiter (ein längeres querliegend, zwei kürzere schrägrechts darüber gelegt) in b. Unten: w. Schwan auf w. Wellen in r. Helm: Der Schwan stehend, zum Fluge geschickt. Decken: w.-r., w.-b. v. Schiuimeluiann, Fhr. (Taf. 34.) Heinrich Karl Schimmelmann, späterer K. dänischer Geh. Conferenzrath, wurde am 17. April 1762 in den dänischen Adels- und Freiherrnstand erhoben. Derselbe erhielt am 8. April 1779 den (anscheinend nur in der Primogenitur erblichen) Grafenstand. Vgl. »Schleswig-Holsteiner Adel« pag. 9. Neuerdings tritt die Familie in Hannover auf. Wappen. Schild: gespalten; vorn: gr. Zweig mit drei gr. Blättern rechts übereinander, aufgerichtet, in g. Hinten: zwei b. Balken in w. 2 gekr. Helme: auf jedem derselben ein gr. Oelzweig mit einem g. Mercurstab geschrägt. Decken: g.-gr., w.-b. v. Schnitter. (Taf. 34.) v. Kettberg. (Taf. 33.) Dem Hannöverischen Oberamtmann Heinrich Jonas R. wurde am 1. Jan. 1754 der Reichsadelstand ertheilt Im Calenbergischen begütert. Wappen. Schild: quadrirt; 1) halber^j;Adler am Spalt, daneben zwei w. Sterne übereinander, in g. 2) w. Anker in b. 3) w. Delphin, auf w. Wellen schwimmend, in b. 4i w. Wellenbalke in r. Helm: wachsender gekr. Adler. Decken: g.-b., w.-b. v. Kolito. (Taf. 34.) Ich finde in neueren Verzeichnissen des Hannöverischen Adels diese Familie, als im Fürstenth. Osnabrück begütert, angegeben; aus dem Lippe'schen stammend. Näheres war nicht zu ermitteln. v. Rudlotr. (Taf. 34.) Der Königl. Hannöverische General - Postdirector Wilhelm August Rudioff wurde im J. 1836 vom König Ernst August v. H. in den Adelstand erhoben (publ. 2. Juni ej. a.) und ihm dasselbe Wappen verliehen, welches bereits die gleichnamige , von K. Rudolf II. (resp. Franz I.) geadelte Familie führt, nämlich: Schild: schräg (rechts) getheilt; oben: w. Löwe in r., unten: drei längs der Theilung gestellte gr. Kränze (al. Ringe) in g. Helm: gekr.; zwei auswärts gestellte gr. Eichenblätter, von einem schwebenden g. Ring umgeben. Decken : w.-r. Sartoriug v. Waltershausen, Fhr. (Taf. 34.) Der Hofrath und Professor Georg Sartorius zu Göttingen wurde am 29. Mai 1827 vom Könige von Bayern in den (Adels- und) Freiherrnstand erhoben; publ. in Hannover 8. Jan. 1828. Wappen. Schild: w. Einhorn, aufgerichtet, in g. Helm: Dasselbe wachsend. Decken: w.-b. (sie.) Bd. II. Abth. 9. Der Generalmajor Johann Christian Sch. wurde am 16. April 1725 vom K. Carl VI. in den Reichsadelstand erhoben; publ. in Hannover 28. Juli 1728 Seither in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: gespalten; vorn: r. Löwe, einen g. Schlüssel haltend, in w.; hinten: g. Stern in b. Helm: gekr.; 7 Straussfedern, (w. r. w. b. g. b. g.) vor denselben der Stern. Decken : w.-r., g.-b. v. Schmidt-Phisehleck. (Taf. 34.) Text und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. Auch in Hannover bedienstet. Y. Schräder. (Taf. 34.) Die Gebrüder Christoph und Kilian Schräder, Braunsehw.-Liineburgische Hofräthe, wurden am 19. Mai 1708 in den Reichsadelstand erhoben; in Hannover publ. 19. April 1709. Im Fürstenthum Lüneburg begütert. Wappen. Schild: b. Schräg(rechts)balken, mit 3 g. Sternen belegt; begleitet oben von einer r. Rose, unten von quergelegtem nat. Ast, aus dem oben ein gr. Zweig mit 3 Eicheln hervorgeht, in w. Helm: gekr.; 5 Straussfedern, b. w. r. g. b., zwischen 2 :££ Adlerflügeln (al. ohne dieselben). Decken : w.-b. v. Schubert. (Taf. 34.) Aus Schlesien stammend; der Kanzlei-Registrator Christian Leopold S. wurde am 21. Febr. 1650 in den Reichsadelstand erhoben. In Hannover als bedienstet vorkommend. Wappen. Schild: getheilt; oben: schreitender g. Löwe in unten: Schach von g. und Helm: gekr ; der Löwe wachsend, einen w.Pfeil abwärts gekehrt in den Pranken haltend. Decken : g.-j^- 9 34 HANNÖVERISCHER ADEL. t. Schulzen. (Taf. 34.) Heinrich Christoph Schultze , Ober - Kriegs - Com- missar und Oberamtmann zu Calenberg, wurde am 8. Sept. 1702 von K. Leopold I. in den Reichsadelstand erhoben; seine Descendenz führt obigen Namen und ist seither in Hannover bedienstet und in der Grafschaft Hoya ansässig. Wappen. Schild: zwei aus den Seitenrändern hervorgehende, in der Mitte verschlungene natürliche Hände in b. Helm: gekr.; aufgerichtete offene Hand. Decken: r.-jff (sie! al. w.-b.) (Devise: wahr und treu.) v. Schütter»'. (Taf. 34.) Schutdorf. Der Legationsrath Cornelius Gerhard Schuth ist am 27. Jan. 1775 mit dem Namen v. Schutdorff in den Reichsadelstand erhoben. Seine Descendenz ist in der Grafschaft Hoya begütert. Wappen, (ex sigill.) Schild: durch einen w. Sparren dreifach getheilt. Oben beiderseits (vorn in purp, hinten in gr.) ein Bündel abwärtsgekehrte Pfeile. Unten w. Stern in b. Helm: gekr.; wachsender Adler. Decken : ? T. Schwartzkopf. (Taf. 34.) Der Geh. Canzlei- und Braunschweigische Legat.- Secretair zu Berlin, Joachim S. wurde am 29. Juni 1792 vom Reichs-Vicariat in den Adelstand erhoben; publ. in Hannover am 23. Oct. 1793. Desgl. Benedict Friedrich S., Vetter des Vorigen, am 25. Oct. 1798 von K. Franz II. Ersterer f ohne Descendenz. Wappen. Schild: getheilt; oben von ^ und w. fünfmal schräggetheilt, unten natürl. Mohrenkopf in w. Helm: Wulst; Büffelhörner, je fünfmal von w. und schräg (nach innen aufsteigend) getheilt. Decken: w.-jj~. (Devise: »Vitam impendere vero.«) v. Scriba. (Taf. 35.) Der Kurhannoverische Hauptmann Johann Philipp Ludolf Scriba wurde am 25. März 1793 vom Kaiser Franz II. in den Reichsadelstand erhoben; publ. in Hannover am 16. Juli 1793. — Bedienstet. Wappen. Schild: durch Zahnschnitt (kurze Spitzen) von un< i gespalten. Helm: zwischen zwei Adlerflügeln, je wie der Schild gezeichnet (das Schwarze innen) ein aufgerichtetes g.-begrifftes w. Schwert. Decken: w.-ifj;. V. Sichart. (Taf. 35.) Sichart v. Sichartshoff. Es haben verschiedene Nobilitirungen dieses Namens, mit gleichem Wappen, stattgefunden. Johann Friedrich S. zu Nürnberg wurde am 22. Dez. 1696 vom K. Leopold in den Reichsadelstand erhoben, desgl. Johann Friedrich jun. S. am 4. April 1734 vom K. Carl VI. Desgl. Johann Jacob S. im J. 1750. Desgl. der Lieut. Andreas Gottfr. S. im J. 1790 vom Chursächsischen Reichsvicariat. Wappen. Schild: geviert, mit Mittelschild, worin ein ö geharnischter Ritter mit zwei g. Federn auf dem Helm, in der Rechten ein Schwert schwingend, in b. — 1 und 4 : drei schräglinks hintereinander liegende gr. Maulbeerblätter; auf jedem (al. nur auf dem mittelsten); ein g. Seidenwurm, in w. 2 und 3: r. Bock mit g. Leibgurt in w. 2 gekr. Helme: 1) der Ritter, 2) der Bock — beide wachsend. Decken: g.-b., w.-r. Slicher, I hr. (Taf. 35.) Johann Slicher, Bürgermeister im Haag, aus Aachen stammend, wurde am 15. April 1815 vom Könige Wilhelm der Niederlande in den Adelstand erhoben. Dessen Sohn Jacob v. S. zu Hanau erhielt am 12. Juli 1827 für sich und die Primogenitur der Descendenz den niederländischen Barons-Stand. Dessen Sohn, der K. Hannöverische Hauptmann Ludwig Johann v. S., erhielt am 20. April 1841 eine Bestätigung des Freiherrnstandes durch den König Ernst August v. H. Die Familie soll bereits in früheren Jahrhunderten adeligen Standes gewesen sein. Wappen. Schild: r. Balken in g., begleitet oben von drei b. Hufeisen neben einander, unten von einem b. Mühleisen. Helm: Wulst; springendes w. Ross mit r. Zaum und g. Hufen. Decken: g.-b. (Schildh.: zwei w. Rosse, wie auf dem Helm, v. StccliiucIIi, Graf v. Wickenburg. (Taf. 35.) Vollständiger Titel: Capellini gen. Stechinelli Graf von Wickenburg. Johann Fränz Maria Capellini gen. Stechinelli wanderte im 17. Jahrh. (als Begleiter des Herzogs Georg Wilhelm) in Braunschweig - Lüneburg ein. Er wurde dort Drost und ist als solcher am 11. Juni 1688 vom Kaiser Leopold I. in den Adelstand erhoben mit dem Prädicat »v. Wickenburg.« Derselbe erhielt am 12. Sept. 1705 den Freiherrnstand. Der Frhr. Anton v. W. ist am 7. Juli 1790 vom bair. Reichsvicariat in den Grafenstand erhoben, (al. im Jahre 1813.) Zur Lüneburgischen eingewanderten Ritterschaft gehörend. Wappen. Schild: geviertet mit Mittelschild, worin ein runder Hut mit Krempe in w. 1 und 4: g. Löwe in b. 2 und 3: r. Greif in g. Sämmtlich einwärts gekehrt. 2 gekr. Helme: 1) der Hut zwischen zwei Flügeln, rechts von g. und b., links von r. und g. getheilt. 2) wachsender g. Löwe. Decken: 1) g.-b., w.-j^:. 2) w.-^j:, g.-r. (Schildh.: zwei nat. Satyre; Devise: »Solem to- lerabit et imbres.«) v. Stietencron. (Taf. 35.) Der Kgl. dänische Jägermeister, spätere Hannöverische Drost, Johann Ernst Stiede, wurde am 10. März 1709 vom Könige Carl XII. von Schweden unter dem Namen »v. Stietencron« nobilitirt. Seine Descendenz gehört zur eingewanderten Calenbergischen Ritterschaft. Wappen. Schild: w. Pfahl, vorn von zugewendetem gebildeten g. Halbmond, hinten von drei g. Sternen begleitet, in b. Helm: gekr.; drei b. Fähnlein an g. Stangen, die mittlere mit dem Mond, die äusseren je mit einem g. Sterne belegt, zwischen zwei von g. und w. über Eck getheilten Flügeln. Decken: g.-r. (sie! al. g.-b.) (Devise: Gott hilft dem Guten.) v. Strube. (Taf. 35.) Der Ober-Amtmann Georg Philipp Strube erhielt am 15. Juni 1793 vom Kaiser Franz II. den Adelstand; in Hannover im Calenbergischen und Hoya'schen begütert. HANNÖVERISCHER ADEL. 35 Wappen. Schild: w. Kranich, g. Schlüssel im Schnabel haltend, in b. Helm: die Schildesfigur. Decken: w.-b. v. Suckow. (Taf. 35.1 Dem Probste zu Sternberg in Mecklenburg, Jacob Sigmund S., wurde am 23. März 1714 der Adel vom Carl VI. renovirt. Aus derselben Linie wurden am 12. Dez. 1794 vier Gebrüder Suckow in den Reichs- adolstand erhoben, darunter der Oberamtmann Joachim Ajugust Bernhard, dessen Descendenz in Ostfriesland begütert ist. Wappen. Schild: auf nat. Rasen rechts ein gr. Baum, gegen welchen ein Bär aufsteigt. Helm: wachsender ^ Bär. ! Decken: w.-££. v. Tscliirschnitz. (Tafel 35.) Der Generallieut. Ernst Heinrich Wilhelm Tschir- schnitz wurde am 15. Mai 1856 vom Könige Georg V. von Hannover in den Adelstand erhoben. Wappen, Schild: ..gekleideter Mann, in der Rechten ein Beil schwingend, in w. 1 Helm: ? 1 Decken: ? v. Ungcr. (Taf. 35.) Genealog. Notiz und Wappenbeschreibung siehe beim Braunschweiger Adel. v. Voigt. (Taf. 35.) I Zahlreiche Gebrüder und Gevettern Voigt wurden iml 30. Dez. 1776 von K. Joseph II. in den Reichs- idistand erhoben. In Hannover publ. 2. Juni 1778. ■ Wappen. Schild: g. Schräglinksbalken, mit Irei r. Rosen belegt und von zwei g. Sternen begleitet, IHelm: gekr.; drei r. Rosen an gr. Stengeln zwi- chen zwei Adlerflügeln. »Decken : g.-b. l|Var. Helm: drei Straussfedern, b. g. b. v. Wnltliimseii. (Taf. 36.) ifteichsadelstand vom K. Maximilian I. am 8. Ja- uar 1570 für Jobst v. Walthausen, dessen Nachkom- en seither in Hannöverischen Diensten standen, och kürzlich im Fürstenthum Grubenhagen begütert. Wappen. Schild: gespalten von b. und g., irin eine dreithürmige r. Burg, gehalten von 2 Hörn und überhöht von 3 Sternen nebeneinander von wechselten Tincturen. Helm: gekr.; Büffelhörn er, von b. und g. ge- ialten und in den Mündungen mit gr. Zweigen be- :ckt, dazwischen wachsender wilder Mann, in der nken einen gr. Palmzweig, in der Rechten ein w. itthorn haltend und darauf blasend. Decken: g.-b., g.-£Ji (sie.) v. Wiismcr. (Taf. 36.) Der Holsteinische Kanzler Konrad W. ist um 19 in den Reichsadelstand erhoben worden. Seine scendenz blüht noch in Holstein; eine Linie ist seit rzem im Fürstenth. Lüneburg ansässig. Wappen. Schild: geviertet; 1 und 4: ein- rts gek. ;££ Flügel in w. 2 und 3 : r. Zinnenmauer ■ b.-bedachten Thürmen und offenem Thor, schwe- id, aber aus der Spaltlinie hervorgehend, in g. Helm: offener Flug. Decken: w.-jj~, g.-r. V a r.: 1 und 4: off. Flug. 2 und 3: die Burg z schwebend. Thürme ohne Dächer. r. Wehrs. (Taf. 36.) Georg Friedrich Wehrs, Mecklenb. Geh. Leg.-Rath in Hannover, wurde am 25. Nov. 1803 vom K. Franz II. in den Reichsadelstand erhoben. Dessen Descendenz war seither in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: dreifach getheilt; oben ein rechts gekehrter g. Halbmond in b.; in Mitten g., leer; unten aufgerichtete w. Pflugschar in r. Helm: gekr.; zwei w.-geharnischte Arme, wachsend, zwei geschrägte Schwerter haltend. Decken: g.-b., w.-r. (Devise: »Deo, prineipi, legi.«) v. Werlhof. (Taf. 36.) Aus einer Lübecker Familie stammend, wurde der Hannöverische Ober - Appellationsrath Wilhelm Gotttfried Werlhof am 18. März 1776 vom Kaiser Joseph II. in den Reichsadelstand erhoben. Publicirt 18. Jan. 1777. Im Fürstenthum Lüneburg begütert. Wappen. Schild: quadrirt; 1 und 4: w. Reichsapfel in r.; 2 und 3: nat. braunes Gatter, dahinter wachsend ein gr. Baum, in w. Helm: Wulst, w.-r.; Flug, von w. und r. über Eck getheilt, dazwischen der Reichsapfel. Decken: w.-r. Hingegen zeigt ein älteres Lack-Siegel den Schild getheilt: oben der Reichsapfel in r., unten ein kreisförmiger Zaun mit Pforte, innerhalb desselben zwei Bäume, in g. v. Willich. (Taf. 36.) Der Ober-Appellationsrath (Vicepräsident) zu Celle Georg Wilhelm W. wurde am 21. März 1765 vom K. Franz I. in den Reichsadelstand erhoben; publicirt 30. Juni (al. 1. Juli) 1766. Seine Descendenz ist in Hannover bedienstet. Wappen. Schild: r. Herz, daraus 3 r. Rosen an Stielen wachsen, |in w.; darüber b. Schildeshaupt mit 2 g. Sternen. Helm: gekr.; ^ Flug, dazwischen ein g. Stern. Decken: g.-b., w.-r. v. Wisseil. (Taf. 36.) Die Gebrüder Friedrich, Peter Martin, Justus Borries und Georg Sylvester W. wurden am 17. März 1773 von K. Joseph II. in den Reichsadelstand erhoben. Dieselben stammten aus dem Calenbergischen, woselbst die Familie im 17. Jahrh. Lehne besass. Bedienstet. Wappen. Schild: getheilt; oben: abermals getheilt; 1) zwei w. Lilien in r.; 2) r. Rose in w. Unten: gespalten; vorn: ^ Balken in g.; hinten: g. Greifenklaue in gr. Helm: gekr.; zwischen 2 w. Hirschstangen eine w. Lilie und eine r. Rose, an geschrägten gr. Stengeln. Decken: w.-r., g.-fl. Anderes: Schild: getheilt; oben die Lilien, unten die Rose. Helm: ohne das Hirschgeweih. Ein Drittes: Schild: Balken mit drei Lilien belegt, von drei Sternen (2. 1.) begleitet. Helm: zwei Lilien an verschlungenen Stengeln. (Siegel mit Unterschrift: v. Wissein; ob dieselbe Familie 7) t . Wiillenwefoer, I'lir. (Taf. 36.) Ueber die Erwerbung des Adelstandes ist nichts Näheres bekannt. Heinrich Joseph v. W. erhielt am 2. Mai 1781 HANNÖVERJSCHER ADEL. Reichsadelstand erhoben. Seither ist seine Descendenz in Hannover bedienstet gewesen. Wappen. Schild:: w. Sparren in r.; unten auf gr. Dreiberg ein gekr. g. Löwe, einen 'gr. Zweig mit drei Rosen so haltend, dass die mittlere rothe auf dem Sparren, die äusseren weissen in den Oberecken liegen. Helm: gekr.; wachsender w. Hirsch mit dem Rosenzweig im Maule, zwischen zwei von w. und r. über Eck getheilten Flügeln. Decken: w.-r. vom K. Joseph den Freiherrnstand, der seinem Sohne, dem Prem.-Lieut. v. W. zu Osnabrück, von Hannover anerkannt wurde. Wappen. Schild: gespalten; vorn: (linker) r. Schrägbalken mit drei g. Kleeblättern belegt in w.; hinten halber JJ: Adler am Spalt. 2 gekr. Helme: 1) £j: Flug, dazwischen ein Kleeblatt; 2) wachB. Adler. Decken: w.-r., g.-^- (Schildh.: w. Widder, g.-gehörnt.) v. Zwehl. (Taf. 36.) Der Bürgermeister zu Heiligenstadt, Johann Zwehl, wurde am 5. Juni 1633 vom K. Ferdinand II. in den Druck tou E. Th. Jacob in Erlangen. Register. Seite Tafel Alberda v. Menkema. 20 23 y. Alten, Grafen u. Herren. 2 2 y. Adelebsen. 2 2 v. Amelunxen. 2 2 y. Anderten. 23 24 y. Aremberg, Herzog. 1 1 y. Arnswaldt, Fhr. 2 2 y. Arenstorff. 2 2 v. Arentsschild. 27 28 y. Ascheberg. 2 2 y. Bach. 27 28 Le-Bachelle. 19 21 y. Bar, I. 3 2 v. Bar, II. 27 28 v. Beaulieu-Marconnay. 3 2 y. d. Beck. 27 28 y. Beesten. 19 21 v. Behr. 3 2 v. Bennigsen, Gr. u. Hr. 3 3 v. Benoit. 19 21 v. Bentheim, Fürst. 1 1 v. Berger. 27 28 v. Berkefeldt. 3 3 v. Bernstorff, Gr. 3 3 v. Bertrab. 27 28 y. Bestenbostel. 3 3 y. Beulwitz. 3 3 y. Beyerförde-Werriges. 3 3 y. Blum. 23 24 y. B obers. 27 28 Bock v. Wülfingen, 4 3 v. Boddien. 27 28 v. Bodenhausen. 4 3 y. d. Borch. 4 3 y. Borries, Gr. u. Hr. 23 24 y. d. Borstell. 4 3 y. Böselager. 4 3 y. Bothmer, Fhr. 4 4 y. Brandis, Fhr. 23 24 y. Bremer, Gr. u. Hr. 4 4 y. Briesen. 4 4 y. Bülow, Fhr. 5 4 y. d. ßussche, Gr. u. Hr. 5 4 y. Campe. 5 4 y. Clodt. 5 5 y. Closter. 5 5 v. Pelden g. Cloudt. 19 21 t . La-Corbifere. 19 21 v. Cornberg. Cramer v. Clausbruch, v. Cramm, Fhr. y. Dachenhausen, v. Dannenberg, v. Dassel. v. d. Decken, Gr. u. Hr. y. Diebitsch. v. Diepenbroick. v. Dinklage, Fhr. v. Donop, v. Döring, v. Döttinchem. v. Drebber. Drewes v. Ostenhagen, v. Droste, Fhr. y. Droste-Vischering, Gr. v. Düring, y. Duve. v. Einem, y. Eiern, y. Elmendorf. v. Elverfeldt, s. Beverförde. v. Ende. v. Engelbrechten, v. Eschwege, v. Estorff. y. Exterde. Fiege. v. Finckh. y. Frese, y. Frey tag. y. Fumetti. y. Fürstenberg, Gr. y. Gadenstedt, y. Galen, Gr. y. Garmissen, y. Gayl. y. Geismar, y. Göben. y. Görtz, Gr., siehe v. Schlitz. Götz v. Olenhusen. y. Grävemeier. y. Gröning. Grote, Gr, Fhr. u. Hr. y. Gruben. y. Grünhagen. y. Gülich. Seite Täte- 27 28 23 25 5 5 19 21 5 5 23 25 5 5 19 21 6 5 6 6 19 21 23 25 6 6 28 28 21 23 6 6 6 6- 6 6 28 29 23 25 28 29 6 6 21 23 28 29 6 6 6 7 6 7 7 7 28 29 7 7 7 7 19 21 7 7 7 7 7 8 7 8 28 29 7 8 8 8 28 29 28 29 23 25 8 8 8 8 23 25 24 25 38 REGISTER. y. Gustedt, y. Hadeln. y. Hademstorf!, y. Hagen, v. Hake, y. Halem. y. Halkett, Fhr. v. Hammerstein, Fhr. v. Hanffsteugel. y. Hanstein, y. Hardenberg, Gr. y. Harleasen. y. Harling. y. Hartmann, v. Hartwig, y. Hasseil, v. Hattorf!, v. Hedemann, y. Heimbruch, y. Heimburg, y. d. Hellen, v. Helmold. v. Hennings, v. Hinüber, v. Hitzacker, y. Hodenberg, v. Hohnhorst, v. Holle, y. Holleuffer. y. Honstedt. v. d. Horst, y. Hugo, v. Humboldt, y. Idensen, y. Jeinsen, v. Ilten. v. Inn- und Knyphausen, Gr. y. Jonquieres. y. Issendorf. v. Kalm. v. Kerssenbruch y. d. Kettenburg. v. Ketteier, Fhr. y. Kieimannsegge, Gr. v. d. Knesebeck. y. Klenck. y. Klencke. Knigge, Fhr. y. Kobbe. Koch v. Herrhausen, v. Kohlrausch, y. König. v. Korff, Gr. u. Hr. y. Köthe. v. Kotzau, Fhr. y. Kronenfeldt. y. Krummes. y. Laffert. de Lahr. y. Landeaberg. v. Landsberg-Velen. Langwerth y. Simmern. y. Ledebur. v. Lengerke. v. Lenthe, v. Leutsch. y. Limburg. y. Lindenbruch. y. Linsingen, Gr. u. Hr. v. Lochaüsen. v. Lösecke. Seite Tafel Seite Tafel 21 23 v. Looz, Herzog. 1 1 21 23 v. Lüde. 24 26 8 8 v. Ludowig. 31 31 24 25 v. Lüneburg. 31 31 8 9 v. Lüpke. 24 26 29 29 v. Lützen. 12 13 29 29 y. Malortie. 12 13 8 9 v. Mandelsloh, Gr. u. Hr. 12 13 20 22 y. Mansberg. 31 32 8 9 v. Marconnay, s. Beaulieu. 8 9 v. Marenholz, Fhr. 12 13 24 25 v. Marschalck, Fhr. 12 13 9 9 v. Härtels. 31 32 29 29 v. Martens. 31 32 29 30 v. Meding. 12 13 14 29 30 v. Meibom. 31 32 29 30 v. Melzing. 12 14 29 30 v. Mengersen. 13 14 9 9 v. Mengershausen. 24 26 9 9 v. Menkema, s. Alberda. 29 30 v. Meysenbug, Rivalier- 31 33 24 25 v. Minnigerode. 13 14 29 30 y. Möller. 32 32 29 30 v. Monroy. 21 23 9 9 10 v. Morsey. 13 14 9 10 v. Müller. 32 32 9 10 v. Münchhausen, Fhr. 13 14 9 10 zu Münster, Gr. 13 14 9 10 v. Oberg, Gr. 21 23 9 10 v. Oeynhausen, Gr. u. Hr. 13 15 9 10 v. Oldershausen. 14 15 30 30 v. Ompteda. 14 15 30 30 Ostmann v. d. Leye. 32 32 24 25 v. Pape. 32 32 9 10 v. Pawel-Rammingen, Fhr. 24 26 9 10 v. Pelden, s. Pelden g. Cloudt. 9 10 y. Pestel. 32 32 20 22 y. Plate. 14 15 10 10 v. Platen, Gr. 1 1 24 25 y. Plato. 14 15 10 10 v. Post. 21 23 10 11 v. Poten. 32 32 10 11 y. Pufendorf. 32 32 30 30 31 v. Quernheim. 14 15 10 11 y. Quintus-Icilius. 32 33 30 31 v. Quistorp. 32 33 10 11 v. Ramdohr. 33 33 10 11 12 v. Rauschenplatt. 20 22 11 12 v. Reden. 14 15 30 31 v. Reck. 25 26 30 31 y. Reiche I. 25 26 30 31 v. Reiche II. 33 33 11 12 v. Reichmeister. 14 16 30 31 y. Reitzenstein, Fhr. 20 22 30 31 de Rese. 15 16 31 31 v. Rettberg. 33 33 20 22 v. Reventlow, Gr. 20 22 24 26 v. Rheden. 14 15 11 12 v. Rhoden. 14 16 11 12 v. Rivalier, s. Meysenbug. 11 12 v. Roden, Gr. 25 27 11 12 v. Rohde. 25 26 11 13 de Roques. 20 22 24 26 v. Rolfs. 33 — 11 13 v. Rössing. 15 16 20 22 y. Rudioff. 33 34 24 26 v. Riixleben. 15 16 11 20 v. Sandbeck. 21 23 11 13 Sartorius y. Waltershausen, Fhr. 33 34 31 31 v. Schade. 21 23 31 31 v. Schack. 15 16 REGISTER. •39 Seite Tafel Seite Tafel v. Scheither. 33 34 V. Tschirschnitz. 35 35 v. Scheie. 15 16 V. Twickel, Fhr. 16 18 v. Schiramelmann, Fhr. 33 34 y. Unger. 35 35 v. Schlepegrell. 15 16 V. Uslar. 26 27 v. Schlitz-Görtz, Gr. 15 16 V. Uslar-Gleichen, Fhr. 16 18 v. Schlutter. 33 34 V. Vahrendorf. 17 18 v. Schmising-Kerssenbrock, Gr., V. Veltheim. 17 18 a. Korff. y. Vincke. 17 18 v. Sehmidt-Phiaeldeck. 33 34 y. Voigt. 35 35 v. Schnehen. 15 17 V. Voss. 17 19 v. Schräder. 33 34 V. Wallmoden. 17 19 v. Schubert. 33 34 y. Waltershausen, s. Sartorius. v. d. Schulenburg, Fhr. u. Gr. 15 17 V. Walthausen. 35 36 Schulte v. d. Lühe. 15 17 V. Wangenheim, Fhr. 17 19 v. Schulzen. 34 34 V. Wasmer. 35 36 v. Scliuttorff. 34 34 V. Wedel, Gr. u. Hr. 17 19 v. Schwanewede. 16 17 V. Wedemeyer. 26 27 v. Schwartzkopff. 34 34 y. Wehren. 26 27 v. Schwicheldt, Gr. 16 17 V. Wehrs. 35 36 v. Scriba. 34 35 y. Wenckstern. 21 24 v. Seehach. 20 22 V. d. Wense. 17 19 Sichart v. Sichartshof. 34 35 V. Werder. 17 19 v. Simmern, s. Langwerth. V. Werlhof. 35 36 v. Slicher, Fhr. 34 35 V. Wersabe. 18 19 v. Sode. 25 27 V. Westerholt, Gr. Westernhagen. 18 19 v. d. Sode. 25 27 V. 20 22 v. Sothen. 25 27 y. Weyhe I. 18 19 y. Spiegel zum Desenberg, Fhr. 16 17 y. Weyhe II. ' 18 20 v. Spörcken. 16 17 V. Wickede. 26 27 y. Stael. 16 18 y. Wickenburg, Gr., s. Stechinelli. v. Staffhorst. 21 23 y. WidmarB, s. Lindenbruch. v. Stechinelli, Gr. 34 35 y. Willich 35 36 v. Steinberg. 16 18 V. Windheim. 26 27 v. Stietencron. 34 35 V. d. Wisch. 22 24 v. Stockhausen. 16 18 V. Wisseil. 35 36 zu Stolberg, Gr. 1 1 V. Witzendorff. 26 27 v. Stoltzenberg. 16 18 y. Wolff-Metternich, Gr. 18 20 y. Storren. 25 27 y. Wrede. 18 20 y. Stralenheim, Fhr. 26 27 y. Wullenweber, Fhr. 35 36 v. Strube. 34 35 V. Würden. 19 20 v. Suckow. 35 35 V. Zengen. 19 20 Torck v. Rosendael. 21 24 V. Zerssen. 22 24 y. Torney. 21 24 y. Zesterfleth. 22 24 v. Trampe. 16 18 y. Zwehl. 35 36 m ffj sK< s ü Kl I ■ M m HNBNMMHMHMH HHHHHHHBHMHMUHhk f HANNOVERISCHER ADEL. Xfff HERZOGv AREMBERG EITRST v BELTHEIM . 4 HANNOVERISCHER ADEL CLODT "v ('LOBT Mff \k y CLOSTER y CRAMM v. CLO.STER . vtrrn .NBERfr D1EI EXBPvOIK (tELiIEIM - Ctr.v.dDECJCEEI ORICHSHEIL et DECJ(Ei\ T ,q«m OTTEN DECKE i HANNOVERISCHER ADEL ßd ff 9 v DROSTE DOTINCHLN. v DINKLAGE Thr.v DL.OSTE iiMLSEOF. -v DROSTE , 11 v DROSTE Gr YEIVEREELDT \ DÜRING v REM EN DORT vBEYERIÖRMS. ».ELVEBrEU.tmvBEVERJORIffi-WEKRlES. EKSJjHMME - N>t I £. «O# Ä1Ä [i!^ni.iiir)jMTniq ! 1 1 ^1 HANNOVERISCHER ADEL BiU/9 COJffiADTr.ESTOßr,1281 y.ESTOIIFF, v.EXTEKDE TIEGE YTBISE-QIIIER V FRESE XTAG -LOR1HÜHOFF FREY TAG Fhr .Y .ZREYTAfr FURSTEKBEftG. HANNOVERISCHER ADEL Jtd JT9. y HAKE Fhr.v.HAMMEB STEIN'EQVORD Mx HAMMER STEIN. Gr.v HARDENBEUG-, 1 y . HARDENBERG vHAnj.INft Gr. vHAUBENBEEG-, II GEORG v.HDZ ACKER ,1308 y II 11 ZACKER HANNOVERISCHER ADEL IaW SAH. 9. v. HOLLE v.HOHNHORST ■v.HITZACKER OHSTEH Fhr.v HOHENBERG v.HOLLEFFER Thr.v J NN -\ir.KNYP KAUSEN- v JEINSEN vKERS&ENBRUCH Gt.Y JNN-u.KNYPHAHSEN HANNOVERISCHER ADEL. mjd9 taftä KNIGGE .and Fkr.XNlGGE. v.KOBBE. HANNOVRISCHER ADEL "WERNER vMEDING, sei'...,-130? 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SODE . v.tfSODE. y SOTDEN. y BAR,TL v beuger v.d beck v BERTHAS YBOBERS v bodd1en mir# HANNOVERISCHER ADEL. Taf.J* ARENTSSCH1LDT ,1641. AREN TSSCH1LBT 1663. y bach. HANNOVERISCHER ADEL B(U/9. TT.BUVE y ELERN y enfrelbeechtex y .ENG t EIBRECHTEN ,a1t v JF incm; t gayl IrOTEv OLENHUSEN GOTZ y OLENHUSEN.änd v GRAVEMEIER HANNOVERISCHER ADEL t. HARTWIG V HASSET, v HATTORF HF,DEMANN vd.HELLEN v HENNINGS y HIN UBER vH HORST Y HUGO ,mz V HUMBOLDT KIELMANN SEGGE . St.« HIHI Iii 1 HANNOVERISCHER ADEL. 3ä.Jl.9. KIELMANSEGGEj Gr. .KLENCK. Torf. 3/. KOCH v.HEER-HAUSEN. I ■■HR HANNÖVERISCHER ADEL. Bei. H9 y .M ANSBERT,. Fht.v MARTENS. Taf 32/ v.MARTELS. HANNOVERISCHER ADEL Taf.,33 Belli 9 t QVINTUS' IUILll'S .I PUFENDORF v. JIUINTUS'ICILIVS ,11, v, 9UlNTUS-lCILlUS^r V pUlNTUS-IClLIUS pir v JHJISTORP v.RAMDOHR v. REICHE .1. y ^UISTORF^nd Y. RETTBERG RIVMJERy.MEISENBW |ISENOTG,(alt) HANNOVERISCHER ~Bd.ir.ff. y ROLFS. y. RUDLOFF. 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