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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
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HANNOVERISCHER ADEL.

v. Ciülich. (Taf. 25.)

Osnabrücker Patricier. So viel bekannt , führensie nachstehendes Wappen:

Schild: auf w. Wellen schwimmend, aus demrechten Schildesrand hervorgehend, eine g. ArcheNoäh, gegen welche vom linken Obereck her schräg-abwärts eine w. Taube mit gr. Oelzweig im Schnabelfliegt.

Helm: gekr.; offener b. Flug, dazwischen dieTaube.

Decken: g.-b., w.-b.

Zu unterscheiden ist hiervon die 1823 in Mecklen-burg recipirte Familie v. G., welche durch Diplom d.d. Wien 15. Mai 1706 in der Person des pp. JohannPhilipp Gottfried G. und seiner Gattin Maria Annageb. Büding den RAdelstand erhielt.

(Wappen s. beim Mecklenburger Adel.)

v. Hagen. (Taf. 25.)

Duderstädter Geschlecht.

Wappen. Schild: quergelegter nat. Baumstamm,daraus oben 7 r. Flammen (die äusseren kürzer) auf-steigen, in w.

Helm: die Schildes figur.

Decken: w. - r.

t . Harlessen. (Taf. 25.)

Seit dem 16. Jahrh. in Hildesheim als angesehenesGeschlecht auftretend.

Wappen. Schild: ££ Schrägbalken, belegt mit7 giebelförmig gestellten r. Schindeln, in w.

Helm: Büffelhörner, w.-r. über Eck getheilt.

Decken: w.-r.

T. Helmold. (Taf. 25.)

Heinrich Helmold, Bürger zu Göttingen, erhieltam 14. Octob. 1457 vom Kaiser Friedrich III. einenWappenbrief; derselbe wird einem Nobilitirungsdiplomgleich geachtet.

Der Landgerichts-Assessor Ferdinand Ernst v. H.zu Friedberg erhielt am 4. Mai 1824 vom GrossherzogLudwig v. Hessen eine Anerkennung des Adels. AlsPatricier zu Göttingen blühten die v. H. bereitsfrüher.

Wappen. Schild: schräger g. Fluss in r.

Helm: r. Flug, jeder Flügel mit dem Wellen-balken (nach innen aufsteigend) belegt.

Decken: g.-r.

v. Idensen. (Taf. 25.)

Aus der Stadt Hannover entsprossen.

Ueber die Nobilitirung ist z. Z. Näheres nichtbekannt.

Wappen. Schild: von r. und ff. *) getheilt.

Helm: zwei auswärtsgestellte Stäbe, über Eckgetheilten w. und r.

Decken: w.-r.-Jj;.

y. Kalm. (Taf. 25.)

Siehe Text und Wappenbeschreibung beim Braun-schweiger Adel.

Ungewiss ist, ob die Familie, welche früher imHildesheim'schen begütert war, noch in Hannoverblüht.

y . Laffcrt. (Taf. 26.)

Seit der ersten Hälfte des 15. Jahrh. als Lüne-

*) richtiger wohl: r. und w.

burger Patrizier bekannt. Die Gebrüder Georg, Hie-ronymus und Friedrich, sowie deren Vetter Balthasar,erhielten am 7. Mai 1664 vom K. Leopold I. eine »Bestä-tigung« ihres Adels. Die Descendenz des ersteren istnoch im Lüneburgischen begütert, sowie auch inMecklenburg. Eine Linie begab sich nach Oester-reich und wurde dort in der ersten Hälfte des vor.Jahrh. gefreit.

Wappen. Schild: gespalten; vorn: vierfach ge-theilt von w. und :££, auf jedem 44 Platz ein w.Stern, hinten w. Hirschkopf mit r. Geweih in b.

Helm: der Hirschkopf.

D ecke n: w.-b.

T. Lengerke.

Bremen'sches Geschecht. Text siehe oben beimBraunschwoiger Adel.

v. Limburg. (Taf. 26.)

Patricier der Stadt Hannover.

Wappen. Schild: drei vorwärtsgekehrte w.Widderköpfe in gr.

Helm: ein solcher zwischen zwei gr. Flügeln.

Decken: w. - gr.

T. Liikde. (Taf. 26.)

Aus Hannover entsprossen, woselbst Martin v. L.um 1375 als Bürgermeister auftritt.

Den Gevettern Johann August, Conrad Christianund Carl August bestätigte Kaiser Franz I. am 4. Apr.1764 den Adel, welchen ihre Vorfahren bereits im15. Jahrhundert erworben haben sollen.

In Schleswig als »Freiherren« gegenwärtig begütert.

Wappen. Schild: w. Balken, mit drei 4$ Büf-felköpfen belegt, in r.

Helm: gekr.; Büffelhörner, r.-w. über Eck ge-theilt, dazwischen ein 4t Büffelkopf.

Decken: w.-r.-44-

y. Likpke. (Taf. 26.)

Gleichfalls Patricier der Stadt Hannover.

Wappen. Schild: getheilt; oben: r. Löwe in w.;unten: drei r. Pfähle in w.

Helm: der Löwe wachsend.

Decken: w.-r. (Devise: »Errante animo casumsequere.«)

T. Mengershausen. (Taf. 26.)

Die Gebrüder Hans und Helmbrecht M., Rathsher-ren und Patricier der Stadt Münden, erhielten am 1. Nov.1469 vom Herz. Wilhelm d. Ae. zu Braunschweigeinen später vom Herz. Heinrich Julius am 26. Jan.1599 bestätigten Wappenbrief, der als Beweis desAdels angesehen wird. Gegenwärtig wird das Ge-schlecht zur eingebornen Güttingen'schen Ritterschaftgezählt.

Wappen. Schild: getheilt; oben: g. wachsenderLöwe in r., unten gr., leer.

Helm: der wachsende Löwe.

Decken: g. - r.

y. Paivel-Kammingcu. Flir. (Taf. 26.)

Conrad P., Dr. jur., aus einer BraunschweigerPatricierfamilie stammend, wurde am 20. Mai 1575vom K. Maximilian II. nobilitirt. S. »BraunschweigerAdel.«