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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
Entstehung
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HANNOVERISCHER ADEL.

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Drewes v. Osteuhagen. (Taf. 23.)

Grote und. v. Hefner erwähnen diese BremischeFamilie noch, welche seit 1372 urkundlich vorkommt.Jetzt scheint sie erloschen.

Wappen. Schild: sechsfach wellenweise getheiltvon b. und w.

Helm: Büffelhörner, ebenso getheilt.

Decken: w. - b.

y . Ende. ( Taf. 23.)

Der Herzogl. Braunschweig. Wolfenbüttel'scheHofrath, später Appellationsvath Gotthelf Dietrich v.Ende, aus Sachsen stammend, wo die Familie seit dem13. Jalirh. urkundlich auftritt, kam 1759 nach Hanno-ver, wo seine Nachkommenschaft noch kürzlich dasGut Bierde im Fürstenth. Lüneburg besass.

Wappen. Schild: aufspringender ^ Wolf in g.

Helm: derselbe sitzend.

Decken: g.

(Schildhalter: g. Löwen; Devise: »ne tendesaut perfice.«)

Var.: der Wolf natürlich; aus dem Rachenblutend.

v. Gustedt. (Taf. 23.)

Stammsitz Gustedt im Fürstenthum Hildesheim ;urkundlich auftretend seit 1154. Seit dem 15. Jahrh.namentlich im Halberstädtischen begütert. Jetzt inHannover nur noch im Weiberstamm blühend.

Wappen. Schild: drei ifj; Kesselhaken in g.

Helm: zwei solche, etwas auswärts gestellt.

Decken: g. -

v. Hsidclu. (Taf. 23.)

Uradel des Herzogtlium's Bremen , daselbst seit1241 urkundlich auftretend im s. g. Kehdinger Landeund im »Lande Hadeln.«

Wappen. Schild: drei w. Kesselhaken neben-einander in r.

Helm: Pfauenschweif.

Decken: w- - r.

y. llonroy. (Taf. 23.)

Charles du Verger de Monroy, aus einer demUradel von Poitou angehörenden Familie, emigrirte imJ. 1685 nach Holland, später nach Hannover, wo seineDescendenz noch bis vor Kurzem blühte.

Wappen. Schild: drei aufwärtsgekehrte w.Halbmonde in b. Freiherrnkrone; kein Helmschmuck.(Schildhalter g. Löwen.)

y . Oberg, Grat*. (Taf. 23.)

Der gleichnamige Stammsitz dieses seit 1190 inUrkunden auftretenden Geschlechts liegt im Hildesheim'-schen; es war auch in Lüneburg und Hoya begütert.

Den Preussischen Grafenstand erhielt Hilmar Lud-wig Wilhelm Ernst v. 0. am 10. Juli 1803. Mit sei-nem Tode erlosch das Geschlecht i. J. 1861.

Wappen. Schild: zwei ijj: Rauten nebeneinan-der in g.

Helm: g. Schaft mit Pfauenschweif, begleitetvon zwei Rauten. Decken: g.

Der Helmschmuck variirt mehrfach; z. B.: derSchaft mit einer qnerliegenden Raute belegt. (Reliefin der Kirche zu Oebisfelde; 14. 15. saec.)Pfauenschweif, mit beiden Rauten belegt- (16. saec.)r. - gekleidete Jungfrau, grünbekränzt, mit gefaltetenHänden; (Epitaphium, Anf. 17. saec.)

Das gräfliche Wappen ganz wie das Stammwap-pen; Schildhalter: g. Löwen.

Bd. II. Abth. 9.

y . Post. (Taf. 23.)

Ich finde diese alte Calenbergische Familie, welcheseit 1272 urkundlich auftritt, noch bei Knesebeck undGrote; neuere Verzeichnisse erwähnen sie nicht mehr.

Wappen. Schild: gekr. w. Löwe in b.

Helm: Derselbe vor einem b. Schaft mit Pfauen-schweif.

Decken: w. -b.

y . Sandbeck. (Taf. 23.)

Bremen'scher Uradel; noch 1848 auf dem gleich-namigen Stammsitz. Gegenwärtig erloschen.

Wappen. Schild: w. Schrägfluss in b.

Helm: Pfauenschweif.

Decken : w. -b.

y . Schade. (Taf. 23.)

Hier ist zwischen zwei, verschiedene Wappen füh-renden, Familien zu unterscheiden. Beide waren inWestfalen begütert, die hier in Betracht kommende(welche nur noch im Weiberstamm blüht) aber auchin Bremen'schen, Osnabrück'schen und in der Grafsch.Lingen.

Wappen. Schild: w. Helm, mit drei Fähnleinr. w. g. besteckt, in b. (Offenbar durch Missver-ständniss eines HelmsiegelB entstanden.)

Helm: sechs Fähnlein, g. r. w. wechselnd.

Decken : g.-w.-r.

Var.: der Helm g. mit w.-r. Wulst; Fähnlein wg. r. Decken: g.-b.-r. (Ahnentafel um 1600.)

y . Staffhorst. (Taf. 23.)

Noch im J. 1848 besass die Familie ein Gut zuHoya, Grafschaft Hoya, woselbst sie bereits 1270 ur-kundlich vorkommt; Stammsitz Staffhorst ebenda. Jetztscheint sie, wenigstens in Hannover erloschen.

Wappen, (ähnlich-Torney.) Schild: gr. Bal-ken, mit drei aufgerichteten g. Kleeblättern belegt,in w.

Helm: w. Schaft, oben kreuzförmig mit Pfauen-federn besteckt und mit einem Kleeblatt belegt.

Decken: w.-gr.

Var.: Balken b., die Blätter w. H.: g. Schaft anwelchen in der Mitte, wo er mit einem w. Blatt be-legt ist, zwei nach links und rechts abstehende g.Schäfte (mit Pfaufedern) horizontal anstossen.

Decken: w.-b. (Dietrich v. S. 1589).

Torck y . Roseudacl. (Taf. 24.)

Niederrheinisch-Westfälisches Geschlecht, auch inHolland und Curland blühend; ehedem im Fürstenth.Ostfriesland (auf Pekkum) begütert; 1847 erloschen.

Wappen. Schild: getheilt; oben r., unten 7 b.Rauten (4. 3.) in w.

Helm: off. r. Flug, je mit w. Balken, auf wel-chem die Rauten.

Decken: w.-r. (Schildhalter: g. Löwen.)

y . Torney. (Taf. 24.)

Seit dem 13. Jahrhundert erscheinen die v. T. ur-kundlich in der Grafsch. Hoya und im FürstenthumCalenberg; das Geschlecht war bis in die neuere Zeitim Lüneburgischen begütert, ist jedoch gegenwärtigausgestorben.

Wappen. Schild: jj; Balken, belegt mit dreiaufgerichteten gr. Kleeblättern, in g.

Helm: zwischen zwei von g. und ££ über Eckgetheilten Büffelhörnern ein Kleeblatt; dahinterzwei Fähnlein geschrägt, je ^ mit einem gr. Blattbelegt. (Schildhalter: ££ Geharnischte, auf dem Helmeje zwei gr. Federn und eine solche Fahne, in derfreien Hand aber beide gekreuzte Fahnen vor sichhaltend.