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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
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HANNÖVERISCHER ADEL.

Steighaken geführt, = v. Bredow, v. Ramin u. a.,das Dach des Thurmes r.. der Knopf mit Hahnfedernbesteckt. (Schildhalter: Geharnischte, in der freienHand Steighaken tragend.) Auch kommt der Schräg-balken schwebend vor, einem beiderseits geastetenBaumstamm ähnlich gebildet.

v. Fnmetti. ( Taf. 21.)

Aus dem Grossherzogthum Toscana stammend;im 18. Jahrhundert wandte sich ein Zweig nach Cölnund später nach Hildesheim. Seither in Hannoverbedienstet.

Wappen. Schild: gestürzte b. Spitze in w., be-legt mit drei (g.?) Sternen und begleitet von zweieigenthümlich gestalteten Kreuzchen. (cf. die Abbil-dung.) Neunspitzige Krone, 6 Perlen, 3 Kleeblätter.Schildhalter: auswärtsgekehrte Schlangen (ex sig.)

v. Hanli'steiigel. ( Taf. 22.)

Meissnischer Uradel.

In Hannover bedienstet. (?)

Wappen. Schild: drei gekrümmte, mit denKöpfen in der Mitte zusammenstossende, w. Fische in b.

Helm: b. hoher Hut mit w. Aufschlag, oben mitf~j~ Hahnfedern besteckt.

Decken: w. -b.

Joiiquiercs. ( Taf. 22.)

Aus Flandern stammend, woselbst der Stammvater,Hector de Jonquieres, um 1320 auftritt. Jacob de J,trat zu Anfang des vor. Jahrh. in Braunschweig-Lüneburgische Kriegsdienste; dessen Nachkommen-schaft blüht bis jetzt in Hannover.

Wappen. Schild: r. Balken, darüber dreiKugeln, in w.

Helm: wachsender w. Pfau; jeder der emporge-richteten Flügel ist wie der Schild bezeichnet.

Decken: w. - r.

(Schildhalter: wilde Männer mit Keulen.)t . Krummes. (Tafel 22.)

Ein Zweig dieser alten, Cur - und Livländischen,Familie hat sich in neuerer Zeit nach Hannover ge-wendet.

Wappen. Schild: getheilt; oben wachsender(al . schreitender) r. Löwe in g., unten drei S in w.

Helm: zwei Adlerflügel g. und w., je mit einemS belegt; zwischen beiden das dritte S schwebend.

Decken: g.-r., w.-j^;.

v. deutsch. ( Taf. 22.)

Ein Mitglied dieser dem Sächsischen Uradel an-gehörenden, auch in Schlesien im vor. Jahrh. begüter-ten, Familie, der Vicepräsident v. L., kam zu Anfangd. Jahrh. nach Hannover, woselbst seine Descendenzbis in die neuere Zeit geblüht hat.

Wappen. Schild: w.-gr. getheilt mit nat. Baum,unten von 2 w. Rosen begleitet.

Helm: Pfauenschweif.

Decken: w.-gr.

v. Rausckenplatt. ( Taf. 22.)

Genealog. Notiz und Wappenheschreibung siehebeim Braunschweiger Adel.

In Hannover früher zur eingebornen Calenberg-Göttingen - Grubenhagen'schen Ritterschaft gehörig,gegenwärtig nicht mehr begütert.

v. Reitzeustein, Frlir. ( Taf. 22.)

Aus Franken stammend; dort sowie im Sächsi-schen Voigtlande vielfach begütert. Seit dem 13.Jahrh. urkundlich bekannt.

Reichsfreiherrnstand vom 12. Febr. 1759.

In Hannover bedienstet.

Wappen. Schild: w. Schrägbalken in r.

Helm: r. Flug mit der Schildesfigur.

Decken: w. - r.

v. Reventlow-Criminil, Graf. (Taf. 22.)

Der Adoptivsohn des Grafen Friedrich v. Revent-low (alte Holsteiner Familie) Francis Valentin, (al.Joseph Carl) angeblich aus dem altfranzösischen Ge-schlecht der Le Merchier de Criminil dem Wappennach aber aus der flandrischen Familie le Merchier-Naureuil stammend, wurde am 20. Sept. 1815 inden Dänischen Grafenstand erhoben.

Wappen. Schild: Geviertet mit gräfl. gekröntemMittelschild; darin eine r. Zinnenmauer in w. 1 und4: gespalten; vorn aufgerichteter gr. Zweig mit dreiLindenblättern an der rechten Seite in g.; hinten 3 b.Balken in w. (v. Schimmelmann.) 2 und 3: drei w.Zinnenthürme (2. 1.) in r. (le Merchier de Naureuil.)

Helme: unbekannt.

Schildhalter: wilde Männer.

de Roqnes. (Taf. 22.)

Aus dieser altfranzösischen, seit 1230 in Län-guedoc urkundlich auftretenden Familie, emigrirteDavid de R. nach Aufhebung des Edicts v. Nantesnach der Schweiz; dessen Enkel Jaques Emanuel kamim vor. Jahrh. nach Hannover, woselbst seine Nach-kommen seither bedienstet waren.

Wappen. Schild: g. gezahntes Andreaskreuz,von vier g. Castellen begleitet, in b. Helmzier fehlt.

Ein Siegel zeigt das Kreuz aus 13 mit den Spitzenzusammengestellten Rauten gebildet, und als Schild-halter rechts einen Storch, links einen Löwen; beidewidersehend.

v. Seebach. (Taf. 22.)

Alte Thüringische Familie; Stammsitz Seebach beiLangensalza. Urkundlich seit dem 12. Jahrhundert.

In Hannover hedienstet.

Wappen. Schild: Drei r. Seeblätter (fälschlichSchröterhörner) 2. 1. in w.

Helm: wachsender Mannsrumpf, mit r., w. - auf-geschlagener Kleidung und Mütze.

Decken: w. - r.

Auf einer farbigen Zeichnung von. 1590 hatd ie Kleidung 7 g. Knöpfe und die Mütze ist mit 3 £}:Hahnfedern besteckt; eine dsgl. v. J. 1490 zeigt denMannsrumpf b. gekleidet, Decken w.-b.

v. Westcrnhagen. (Taf. 22.)

Eichsfeldisches Geschlecht, urkundlich seit 1200auftretend. Der gleichnamige Stammsitz im KreiseWorbis.

In Hannover bedienstet.

Wappen. Schild: aufgerichteter leopardirter w.Löwe in b.

Helm: 4 w. Pfeile (al. SBolzen) mit g. Bolzenderartig gekreuzt, dass zwei aufrecht stehen, zweiwagrecht liegen , von denen der obere nach Rechts,der untere nach Links fliegt.

Decken: w.-b.

Wir schliessen hier noch einige alte Familien an,die bis vor Kurzem noch in Hannover ansässig waren,in neuester Zeit jedoch erloschen oder fortgezogen sind.

Alberda v. Ulenkema, (Taf. 23.)

Niederländischer Adel; ehedem auf Middelstewehrim Fürstenth. Ostfriesland; seit 1847 nicht mehr.

Wappen. Schild: g. Stern, begleitet von dreig.Lilien (2. 1.) in b.

Helm: g. Lilie. Decken: g.-b.