HANNÖVERISCHER ADEL.
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(Schildh.: g. Löwe und w. Pferd, beide zurück-gehend. Devise : »Kein Preis ohne Fleiss.«)
v. Würden. (Taf. 20.)
Altes Bremeu'sches Geschlecht, sog. »Stader Jun-ker« Seit dem 14. Jahrh. im Herzogth. Bremen ansässig.
Wappen. Schild: b. Balken, von 3 r. Rosenbegleitet, in g.
Helm: wachsender Adler.
Decken: g. b.
cf. Siebm. V. 209.
v. Zengen. (Taf. 20.)
Aus Thüringen stammend und daselbst seit dem14, Jahrhundert begütert. In Hannover in der Gfsch.Hoya ansässig und zur eingewanderten Ritterschaftgehörend.
Wappen, Schild: schräggelegte gekr. Säulein w.
Helm: zwei von g. und ^ getheilte Fähnleinan g. Lanzen; daneben jederseits 3 ^ Hahnfedern.
Decken: w. -
b. Unbegütert.
v. Ii® BachelI6. (Taf. 21.)
v. l,a-Corbtere. (Taf. 21.)
Lotharingen'schen Ursprunges; Gideon Le-B. tratim J. 1085 in Kurbrandenburgische Dienste; dessenNachkommen erscheinen bis in die neueste Zeit imHannoverischen Kriegsdienst. — Louis Le - Bachelld,Hannov. Capitain, wurde im J. 1819 von seinemSchwiegervater Arthur v. d. Brinck, dem letzten sei-nes Stammes, adoptirt, und erwarb damit die Befug-niss, sich Le-Bachelld gen. v. d. Brinck zu schreibenund die Wappen beider Familien vereinigt zu führen.
Stammwappen. Schild: zweimal eckig gezogenerw. Balken, oben auf jeder Spitze mit einem g. Sternebesetzt, in b. Helm fehlt.
Le Bacliellö; gen. v. d. Brinck : gevierteter Schild ;1 u. 4: Le Bachellö; 2 u. 3: v. d. Br. ein b. Dreibergin w. H e 1 m ?
v. Beesten. (Taf. 21.)
Westfälischer Uradel; in Hannover nur bedienstet.Urkundlich in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts;früher begütert in der Grafschaft Lingen, (woselbstdas Stammhaus) im Fürstenthum Osnabrück, in denGrafschaften Bentheim und Ravensberg. —
v. Ledebur bezeichnet das Geschlecht irrthiimlichals erloschen.
Wappen. Schild: r. Sparren, unterhalb dessel-ben ein durch vier geschrägte r. Balken gebildetes r.Gitter, in g.
Helm: g. Flug, dazwischen der r. Sparren.
Decken: g. - r.
Ein ganz anderes W. giebt Siebmacher II, 110,nämlich schräggetheilt von w. und r.; in dem w.Felde drei längs der Theilung gelegte r. Ringe.
v. Bcnoit. (Taf. 21.)
Französischer Uradel; in der Provence im 15.Jahrh , in der Picardie im IG und 17. Jahrh. blühend.Jean de B. verliess 1085 Frankreich als Refugie, des-sen Ur - Urenkel Gideon und Franz Christian v. B.wandten sich nach Hannover, woselbst ihnen durchKönigliche Ordre im J. 1768 der Adelstand anerkanntwurde.
Begütert ist das Geschlecht in Hannover nicht.
Wappen. Schild: w. Kreuz, in der Mitte mitoffener g. Muschel belegt, in r.
Helm: Freiherrnkrone; ohne Bild.
Decken: w.-r.
v. Beiden gen. Cloudt. ( Taf. 21.)
Niederrheinischer Uradel; der Stammsitz Peldenim Kreise Rheinberg. In Hannover bedienstet.
Wappen. Schild: w. Schrägbalken in r.
Helm: Büffelhörner, r. und w,
Decken: w.-r. (Schildhalter: r. Löwen. Devise:en dieu mon espoir.)
Aus dem schweizerischen Canton Genf stammend,ist die Familie im vor. Jahrh. in Hannover einge-wandert und daselbst bedienstet.
Wappen. Schild: zum Flug geschickter jjiRabein g.
Helm: derselbe wachsend.
Decken: g. -
Hingegen wird als Wappen der Genfer Corbiere'sangegeben: w. Schrägbalken, mit JJ; Raben belegt,
in r. —
v. Dachenlmusen, (Taf. 21.)
Ein Mitglied dieser alten schwäbischen Familieder Oberst N. v. Dachenhausen, wanderte zu Anfangdes vor. Jahrh. in Hannover ein; dessen Nachkommensind daselbst bis in die neuere Zeit bedienstet gewesen.
Wappen. Schild: von w. und geschacht;darüber r. Schildeshaupt.
Helm: Adlerflug mit der Schildesfigur.
Decken: w. -
Eine Erklärung dieses W. siehe im Deutschen He-rold, 1870 Nr. 3.
Als V ar. findet sich: Schild: getheilt; oben w.,unten w. - b. geschacht. Helm: w. Flügel mit b.Balken, belegt mit drei w. Rosen.
v. Diebitsch. (Taf. 21.)
Schlesischer Uradel; in Hannover als bedienstetvorkommend.
Preuss. Freiherrnstand für Nicol. Gottfr. v. D. am25. Oct. 1732.
Russischer Grafenstand für den berühmten Feld-marschall v. D. unter dem Namen v. D.-Sabalkansky.
Wappen. Schild: drei +£ Flügel in g., die obe-ren zugewendet, der untere gestürzt.
Helm: r. Fuchs, ein ^ Huhn im Maule haltend.
Decken: g. - tt-
Das Freiherrl. W. zeigt denselben Schild, überdemselben aber zwei Helme, deren jeder dasStammkleinod auswärts gewendet (sie) trägt.
V. Donop, Fhr. (Taf. 21.)
Uradel des Fürstenthums Lippe, woselbst im Det-mold'schen der Stammsitz Alten - Donop seit 1227 inBesitz der Familie. In Hannover in neuerer Zeit be-dienstet.
Carl V. verlieh dem Geschlecht im J. 1548 denFreiherrnstand.
Wappen: (nach einem Stammbuchblatt vom Jahre1572.) Schild: wechselnd gezinnter r. Schrägbalkenin w. Helm: w. Thurm mit Zinnenkranz, b. Dachu. g. Knopf, belegt mit dem Balken. Decken w. - r.Aehnlich auch auf einem vorliegenden älteren Siegel.
Dagegen wird, unzweifelhaft irriger Weise, seitlängerer Zeit statt des Zinnenbalkens ein r. sogen.
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