HANNOVERISCHER ADEL.
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(Schildh.: wilde Männer mit Keulen. Devise:»Vest und bieder.«)
v. Vahrendorf. (Taf. 18.)
Altes Münsterisches, seit 1160 urkundlich bekann-tes Geschlecht. Neuerdings zum Hannoverischen Adelgerechnet. Ob begütert ?
Wappen. Schild : getheilt; oben schreitendergekr. r. Löwe in g., unten r.
Helm: zwei Straussfedern, r. und g., dazwischenein springender (al. liegender) r. Fuchs.
Decken: g.-r.
v. Veltheim. ( Taf. 18.)
Genealogische Notiz und Wappenbeschreibung s.beim üraunschweiger Adel.
In Hannover besitzt die Familie das Erb-Schenken-amt im Fürstenth. Hildesheim.
v. Vincke, Fhr. ( Taf. 18.)
Westfälischer Dradel; besonders in Westfalen,auch in 'Schlesien und Mecklenburg begütert. Am23. Sept. 1837 durch König Friedrich Wilhelm III.von Preussen als freiherrlich anerkannt. Zur einge-bornen Osnabrücker Ritterschaft gehörend.
Wappen: Schild: r. Pflugschar in w.
Helm: vor einem Pfauenschweif die Schildesfigur.
Helmdecken: w.-r.
(Devise : Tout avec Dieu.)
Var.: statt des Pfauenschweifs,fünf w. Strauss-federn.
v. Voss. (Taf. 19.)
Alte Pommerische, seit der Mitte des 13. Jahrh.urkundlich auftretende Familie, deren zahlreiche Be-sitzungen zumeist in der Mark, Pommern und Mecklen-burg belegen sind. In Hannover gehört eine Liniezur eingewanderten Ritterschaft der Grafschaft Hoya.
Wappen. Schild: r. aufspringender Fuchsin w.
Helm: derselbe wachsend.
Decken: w.-r.
(Schildh.: r. Füchse. Devise: »Nomen nonomen.«)
Var.: g. statt w.
V. W ii II iimm I cii -Gimborn, Grafen nnd Herren.
(Taf. 19.)
Die v. Wallmoden gehören zur alten eingebornenRitterschaft des Fürstenthums Hildesheim, woselbstder gleichnamige Stammsitz liegt und seit dem13. Jahrh. bis jetzt im Besitz der Familie ist.
Der Generallieutenant Johann Ludwig v. W. wurdeam 27. April 1781 in den Reichsgrafenstand erhobenund ihm am 17. Jan. 1783 das Prädicr.t »v. Gimborn«verliehen; (in Hannover publ. 25. Juli 1783.) Der Chefder Familie führte den Titel »Erlaucht«.
Stammwappen. Schild: drei aufspringendej~}~ Steinböcke in g.
Helm: zwei 44 Bockshörner.
Decken: g. 44
(Schildhalter: Jj; Böcke. Devise: »Ich hoffeneid.«)
Gräfliches Wappen. Schild: geviertet mit Mit-telschild; letzteres getheilt, oben g. Krone in b., untenzwei von b. und w. gespaltene Eisenhüte mit r. Schnü-ren in w. 1. und 4: St.-W. 2: getheilt; oben dreirautenförmige g. Schnallen inb., unten g., leer. 3: ge-theilt; oben: wieder getheilt, oben w., leer, unten:r.-w. geschacht; unten: gezinnter ö Balken in w.
Drei Helme: 1) Drei Fasanfedern, w., w/b., b.2) St.-W. 3) Mannsrumpf, unten g., oben b. mit denSchnallen belegt, mit b. Mütze und g. Aufschlägen.
Bd. II. Abth. 9.
Decken : g. ö, g. #, g. b.
(Schildh. : 44 Bock und b. Leopard, mit g. bei-derseits mit Lilien eingefasstem Halsband.)
Die Gräfliche Linie ist erloschen.
v. Wangenbein«. Fhr. (Taf. 19.)
Thüringisches, seit der 1. Hälfte des 12. Jahrh,urkundliches Geschlecht. Begütert zumeist in Thürin-gen , in Pommern, Preussen und Brandenburg. InHannover zur eingewanderten Hoya'schen Ritterschaftgezählt, aber auch im Fürstenthum Göttingen an-sässig.
Der am 15. Oct. 1840 in den Preuss. Grafenstanderhobene Hannöverische Obermarschall Georg v. W.starb am 21. Oct. 1851 ohne Descendenz.
Wappen, Schild: gespalten; vorn: aufgerich-tet laufender r. Windhund mit g. Halsbande in w.Hinten: sechs 44 Balken (al. drei Zwillingsfäden)
in g.
Helm: r. Mütze mit Pelzaufschlag, besteckt mitr. und w. Fluge.
Decken: w.-r., g. 44-
(Schildh.: r. Hunde. Devise: »Vest und treu.«)v. Wedel, Grafen. (Taf. 19.)
Uraltes und berühmtes Geschlecht Norddeutsch-lands, zuerst in Holstein, woselbst der gleichnamigeStammsitz, auftretend, dann namentlich in Pommernund Brandenburg reich begütert.
Dänischer Grafenstand am 10. Dez. 1672 für Wil-helm Friedrich v. W.; desgl. im J. 1684 für GustavWilhelm v. W. — Preussischer Grafenstand am 21. Ja-nuar 1776 für Anton Franz v. W.; desgl. am 6. Juli1798 für Leopold Magnus Gottlob v. W. Die hier inBetracht kommenden Grafen v. W., welche zur ein-gewanderten Ostfriesischen Ritterschaft gehören, führenfolgendes Wappen:
Quadrirter Schild mit Mittelschild; in letztereminnerhalb eines ü Kammrades ein Mannsrumpf, des-sen Kleidung und Hut von 44 und r. getheilt mitw. Halskragen und r. Schnüren am Hut, in g. 1 und4: w. zweithürmiges Castell in b. 2 und 3: g. Krone,durch dieselbe schräggekreuzt gesteckt sieben Dane-brogsfahnen (r. mit w. Kreuz) an braunen Stangenmit w. Spitzen.
Helm: der Mannsrumpf des Mittelschildes.
Helmdecken: g.-44
Vgl. Lieferung 37 dieses Werkes.
V. «1. Wense. (Taf. 19.)
Lüneburgisches eingebornes Geschlecht; seit demAnfang des 14. Jahrhunderts urkundlich bekannt.Zahlreiche Güter im Fürstenth. Lüneburg, darunternoch der gleichnamige Stammsitz.
Wappen. Schild: 4$ Querbalken, mit g.Weinrebe (ursprüngl. Damascirung) belegt, in g.
Helm: zwei Straussfedern, g. und 44-
Decken: g. 44
(Schildh.: g. Löwen, gekrönt und mit den Fe-dern des Helmschmucks besteckt. Devise : »Halt wasdu hast.«)
t . Werder. (Taf. 19.)
Zur eingebornen Hildesheimer Ritterschaft gezählt.Früher in der Provinz Sachsen und im Anhaltischenbegütert. Auch Mitglieder der Lübecker Cirkelgesell-schaft.
Wappen, a) Schild: aufspringendes r.-gesat-teltes und gezäumtes w. Ross, in b.
Helm : dasselbe vor einer g. Säule mit Pfauen-schweif.
Decken: w.-b.
al: das Ross schreitend. Helm: der Schaft b.
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