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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
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HANNOVERISCHER ADEL.

Erbküchenmeisteramte belehnt. Johannes S. v. d. L.um 1224.

Wappen. Schild: getheilt; oben : w.. leer;unten: w.-r. geschacht,

Helm: Flug.

Decken : w.-r.

(Schildh.: Adler. Devise: »Non generantaquilae columbas.«)

v. Schwanewede. (Taf. 17.)

Der gleichnamige Stammsitz liegt im HerzogthumBremen, woselbst die, seit 1248 urkundlich auftretende,Familie noch begütert ist und zur eingebornen Ritter-schaft zählt.

Wappen. Schild: w. Schwan, schreitend,in b.

Helm: zwei auswärts gekehrte verschlungene w.Schwanenhälse.

Decken: w.-b.

v. Schwicheldt, Graf. (Taf. 17.)

Geneal. Notiz und Wappenbeschreibung s. beimBraunschweiger Adel.

In den Fürstenthümern Lüneburg, Hildesheim undCalenberg, sowie in der Grafschaft Hoya begütert ;zur Hildesheimer eingebornen Ritterschaft gehörig.Erbmarschälle daselbst seit 1390.

Die Grafen von S. führen nach Grote als Schild-halter zwei r. Löwen, und die Devise : »Et amor etgloria honosque.«

v. Spiegel zum Deseuberge, Fhr. (Taf. 17.)

Geneal. Notiz und Wappenbeschreibung s. beimBraunschweiger Adel.

Eine Linie gehört zur eingewanderten Ritterschaftder Grafschaft Hohnstein.

v. Spörckeu. (Taf. 17.)

Eingeborner Adel des Fürstenthums Lüneburg;daselbst seit der Mitte des 14. Jahrh. urkundlich auf-tretend und bis jetzt begütert. Seit 1403 mit demErb-Pütkeramte im Lüneburgischen beliehen.

Der Landschaftsdirector Ernst Wilhelm v. S. istam 16. Sept. 1717 in den Reiehsfreiherrnstand erhoben.Seine Descendenz ist erloschen.

Wappen. Schild: schrägliegeude ;j$ Thür-angel (al. Sporn) in g.

Helm: Adlerflug, über Eck getheilt von und g.

Decken: g. JJ.

(Schildh.: g. Löwen. Devise: »Virtute decetnon sanguine niti.«)

Das freiherrliche Wappen zeigte zwei Helme, aufdem vorderen einen stehenden ££ Adler, auf dem an-deren die Flügel.

v, Stack (Taf. 18.)

Auch Stael- Holstein, nach einer Besitzung inWestfalen. Niederrheinisch-Westfälische Familie; dortseit dem 13. Jahrhundert bis in die neuste Zeit be-gütert. Eine Linie hat sich nach Schweden gewandtund ist dort 1731 und 1788 in den Freihermstand er-hoben ; eine andere gehört zur eingebornen OsnabrückerRitterschaft.

Wappen. Schild: acht r. Kugeln, am Randeentlang liegend, in w.

Helm: w. Büffelhörner, je aussen mit 4 r. Ku-geln besetzt.

Decken: w.-r.

(Schildh.: g. Löwen.)

v. Steinberg. (Taf. 18.)

Geneal. Notiz und Wappenbeschreibung siehe beimBraunschweiger Adel.

Eingeborne Ritterschaft des Fürstenthums Hildes-heim.

T. Stockliauscn. (Taf. 18.)

Seit 1191 urkundlich im Fürstenth. Göttingen an-sässig und noch jetzt daselbst zur eingebornen Ritter-schaft zählend. In Westfalen Erbmarschälle vonCorvey.

Wappen. Schild: gekrümmter Eichenstammmit 2 abhängenden ä Blättern, in w.

Helm: Flug, jJ; und w.

Decken: w. jj:.

(Schildh.: ££ Adler und Geharnischter.)

Nicht zu verwechseln mit 3 gleichnamigen nobi-litirten, ähnliche Wappen führenden Geschlechtern.

v. Stoltzeuberg. (Taf. 18.)

Eingeborner Adel des Fürstenthums Calenberg.

Wappen. Schild: gekrönter wilder Mann, inder Rechten einen ausgerissenen nat. trockenen Baum,mit der Linken ein an g. Bande über der Schulterherabhangendes gekr. Schild haltend, welches zwei g.Balken in r. zeigt.

Helm: Pfauenschweif.

Decken: w.-r.

(Schildh.: :j^; geharnischte Ritter.)

Ursprünglich ist wohl nur der Schild mit demBalken geführt worden.

v. Trampe. (Taf. 18.)

Aus Pommern stammend, woselbst (im KreiseSaatzig) der gleichnamige Stammsitz und zahlreicheGüter. Urkundlich seit 1273.

In der Grafschaft Hoya zur eingewanderten Ritter-schaft gehörend.

Wappen. Schild: g. Hirschkopf mit w. Ge-weih in b.

Helm: Schildesfigur.

Decken : g.-b.

(Schildhalter: g. Löwe und g. Hirsch. Devise:»Parta tuere.«)

Zwei Linien (in Dänemark) sind im vorigen Jahr-hundert gegraft. (von Kaiser Leopold 1704 und vonK. Carl VI. 1736).

V. TWickel, Flir. (Taf. 18.)

Alte Westfälische Familie; Erbschenken im Für-stenthum Münster.

Den Freiherrnstand erhielt Christoph Bernhard v.T.vom Kaiser Joseph I. am 19. Juli 1708. Zur eingebornenOsnabrücker Ritterschaft gezählt.

Wappen: Schild: Kesselhaken in w.

Helm: drei gestürzte spitze r. Hüte mit r.-w.gewundenen Aufschlägen.

Decken : w. jj:.

(Schildh.: g. Greife.)

v. ITslar-Glciclieu, Fkr. (Taf. 18.)

Seit 1141 urkundlich bekannte alte eingeborneFamilie des Fürstenthums Göttingen, woselbst dasgleichnamige Stammgut und zahlreiche Besitzungenliegen.

Am 9. April 1825 ertheilte König Georg IV. derFamilie die Befugniss, sich von Uslar-Gleichen (nachdem Schlosse Gleichen im Calenbergischen) nennen zudürfen. Am 3. Mai 1847 erhielt dieselbe vom KönigeErnst August den Freiherrnstand.

' Wappen. Schild: r. Balken, beiderseits wech-selnd gezinnt, in w.

Helm: gekr.; wachsender wilder Mann mit aus-gebreiteten Armen zwischen zwei, mit dem Balkenbelegten, w. Flügeln.

Decken : w.-r.