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Bd. 2, Abth. 9 (1870) Der hannöverische Adel
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HANNOVERISCHERER ADEL.

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selnder Tinktur. 3) g., mit drei Schrägbalken belegte,von zwei Rauten begleitete und mit Pfaufedernbesteckte Säule.

Decken: w.-r., g.-tt-

Var.: Feld 1 und 4 St.-W. wie oben.

(Schildhalter: gekr. r. Löwen.)

v. Kobbe. (Täf. 12.)

Alter Adel des Herzogthums Bremen; daselbstnoch begütert; s. g. »Stader Junker.«

Wappen Schild: tt Löwe in w.

Helm: derselbe, (äucli zwischen off. w. Fluge.)

Decken: w.-JJ.

v. KorlT, Herren und Grafen. (Taf. 12.)

Aus Westfalen stammendes, seit ca. 1300 urkund-lich erscheinendes, in seinem Stammlande sowie inCurland, Russland und Preussen reich begütertes Ge-schlecht. Aus demselben wurde Matthias v. Korff am10. März 1692 vom K. Leopold I. in den RFrhrnstanderhoben, (v. Korff, genannt Schmiesing.)

Der Freiherr N. v. K. gen. S. erhielt am 17. Ja-nuar 1716 vom K. Joseph den RGräfenstand.

Eine Linie des Geschlechts hat in Folge Verer-bung seit den Namen und'das Wappen derer

v. Kerssenbrock mit dem ihrigen vereinigt.

In Hannover zur eingeb. Osnabrücker Ritterschaftgehörend.

Stammwappen. Schild: g. Lilie in r.

Helm: die Lilie, oben mit drei g. Sternen be-setzt und von 2 nat. Melusinen (mit b. Fischschwänzenund r. Flossen) gehalten.

Decken: g.-r.

Graf v. Korff-Schmiesing : Stammwappen. ( Schild-halter: geharnischte Ritter mit g. Lanzen. Devise:Fide sed cui vide.)

Graf v. K. - S., gen. v. Kerssenbrock. Schild: ge-viert. 1 und 4: v. Korff; 2 und 3: v. Kerssenbrock;(s. oben) 2 Helme: 1) v. Korff. 2) v. Kerssenbrock.Decken: g.-r. g.-r.-b. (Schildhalter wie oben.)

de Lahr. (Taf. 12.)

Diese Familie wird als in der Grafschaft Hoyab egütert bezeichnet. Angeblich aus Frankreich (Bour-bon) stammend, dort de Lorme de Pagnat genannt,und im 16. saec. nach Hannover emigrirt.

Wappen. Schild: drei (2. 1.) fj: Merletten, vonneun (3. 3. 3.) fünfstrahligen £}: Sternen begleitet,in w. Darüber eine Edelkrone.

Hermann v. d. Lahr zu Hildesheim, welcher 1642mit folgendem W. siegelt: Schild: gespalten; vornzwei Sparren; hinten Greif; Helm: Flug, gehörtewohl nicht zu diesem Geschlecht.

v. Landesberg. ( Taf. 12.)

Stammsitz Landsbergen in der Grafschaft Hoya;urkundlich daselbst bereits 1165 und zwar als nobiles ;ziemlich gleichzeitig und noch im vor. Jahrh. auchim Schauenburgischen auftretend. Gegenwärtig zurCalenbergischen Ritterschaft gezählt.

Wappen. Schild: getheilt; oben laufender r.Fuchs in w., unten r. Gitter, aus 7 r. Sparren gefloch-ten, in w.

Helm: g. Schaft mit Pfauenschweif; davor derFuchs.

D e ck en: w.-r.

T. Landsberg-Velcn, Graf. (Taf. 12.)

Westfälischer Uradel; Stimmsitz Landsberg a. d.Ruhr.

Im vor. Jahrh. vermählte sich Clemens Augustv. L. mit Therese v. Velen, der Letzten hres (gleich-falls westfälischen) Geschlechts, und vereinigte deren

Namen mit dem seinigen. Dessen Sohn Paul Josephv. L.-V. erhielt am 13. Juni 1792 den Freiherrnstand;Beine Nachkommen wurden am 15. Oct. 1840 in denPreuss. Grafenständ erhoben. Dieselben sind im Arem-bergischen und Lingen'schen begütert.

Stammwappen. Schild: r. Balken, mit w. Gitterbelegt, in g.

Helm': aufgerichteter r. Fuchs zwischen zwei w.Flügeln (al. Palmzweigen.)

Deck e n: w.-r.

Gräfl. Wappen. Schild: geviertet 1 und 4: St.-W. 2 rmd 3: drei r. Merletten nebeneinander in g.(v. Velen.) 2 Helme: 1) gekr. St.-W. 2) Wulst;r. Flug, dazwischen g. Schildchen mit den Vögeln,(v. Velen.)

Decken: w.-r., g.-r.

Langwerth v. Simmern. (Taf. 12.)

Uradel der Wetterau; dort früher v. Langertegenannt. Seit 1440 zu Simmern in der Rheinpfalz,von wo der Hofrath Georg Reinhard L. v. S. in derersten Hälfte des vor. Jahrh. nach Hannover einwan-derte. Dort gehören seine Nachkommen zur einge-wanderten Calenbergischen Ritterschaft.

Wappen. Schild: g. Lilie, darüber b. Turnier-kragen, in Jf. (Letzterer anscheinend ein erblich ge-wordenes Beizeichen.)

Helm: die Lilie zwischen zwei ££ Bockshörnern.Decken: g. -:££ (Schildh. g. Drachen; Devise:Espoir me conforte.)

V. Ledebur. (Täf. 13.)

Seit der Mitte des 12. Jahrhunderts urkundlichbekanntes, in seiner Heimath Westfalen sowie in an-deren Ländern reich begütertes Geschlecht, welchessich in zahlreiche Linien, denen zum Theil der Frei-herrn und Grafenstand verliehen ist (cf. PreussischerAdel) scheidet. Erbjägermeister im Fürstenthum Os-nabrück , Erbmarschälle im Fürstenth. Herford. InHannover gehört die Familie zur eingeb. OsnabrückerRitterschaft.

Wappen. Schild: w. Sparren (Schleife) in r.

Helm: zwei Fasanfedern, (al. Eselsohren) mit derSchildesfigur.

Decken: w. - r.

Die vermehrten Wappen gehören nicht hierher,v. Lenthe. (Taf. 13.)

Seit 1256 auftretendes, zur eingeb. Calenbergi-schen Ritterschaft gehörendes Geschlecht, dessen gleich-namiger im Fürstenth. Calenberg gelegener Stammsitznoch heute in Besitz der Familie ist. Auch im Lü-neburgischen begütert.

Wappen. Schild: schräggebogener, fünfmal ge-asteter b. Stamm in w.

Helm: zwei solche b. Stämme gegeneinander ge-bogen. [(Jost Lente 1607: der vordere Stamm w., derhintere b.)

Deck en : w. - b.

(Schildhalter: w. Hirsche mit b. Geweih; Devise:Lente suscipe, cito perfice.)

v. Lindenbruch, gen. Widniars. (Taf. 20.)

Stader Junker; im Herzogthum Bremen begütert.

Wappen. Schild: gespalten; vorn drei r. Bal-ken in g.; hinten gl*. Lindenzweig in w.

Helm: g. Büffelhörner, je mit drei r. Balken.

Decken: g. - r.

v. Linsingen, Herren u. Grafen. (Taf. 13.)

Hessisch - Thüringischen Ursprunges; urkundlichseit 1232.

Die Gräfliche Linie descendirt von dem am 17.Januar 1816 in den Preussischen Grafenstand erhobe-

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