Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
499
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Lützow.

Werner, wurden die in nnserin Artikel erwiilinten Sohne geboren,nämlich Leopold Gotthardt v. L., königl. preuss, Major, Kitter desOrdens pour le merite, des eisernen Kreuzes, u. s. w., gestorben zuBerlin; Ludwin Friedrich Kurl v. Ij . , kiinigl. preuss. Hauptmann im5. Infanterie-Kegimente, der in dem Gefechte bei Loenhut am 11,Januar 1814 durch eine Flintenkugel am Kopfe verwundet wurdeund drei Tage darauf zu Breda in den Niederlanden starb; und derjüngste, Kurl Friedrich v. L., gegenwärtig königl. preuss. Oberst,Flügeladjutant Seiner Majestät, Referent, Director der Abtheilung fürdie personlichen Angelegenheiten im Kriegsininisterium, Commandern',und Kitter hoher Orden, geboren den 7. Septbr. 1791 zu Königsbergin Preussen. Kr trat im Jahre 1802 bei der 2. ostpreuss. Füsilier-brigade ein, wurde im Jahre 1805 Lieutenant, machte den Feldzugvon 180^ in l'reussen mit, wohnte in demselben der Schlacht vonEylau, den Gefechten von Schippenbeil, Leuneburg, Wackern, Heils-berg, Blieshöfen, Braunsberg und Königsberg bei, wurde nach demFrieden zur Garde versetzt, avancirte 1813 zum Prem.-Lieutenantund Stabscapitain, machte in diesem Jahre die Schlachten von Gross-gürschen und Bautzen mit, erhielt am 2. Mai 1813 das eiserne Kreuz2. Classe, avancirte 1815 zum Compagniechef, war in diesem Jahrenach der Schlacht von Belle - Alliance mit dem 1. Garde-Kegimentedrei Monate in Paris, und wurde im Jahre 1817 zum Major undCommandeur des 1. Bataillon im 1. Garderegimente ernannt.

Das Wappen, welches wir Band III. S. 266. angegeben haben,ist nicht dasjenige, welches die von uns hier beschriebene Familiev. Lindheini führt. Diese führt ein quadrirtes Wappen. Im 1. und4. rothen Felde ist ein silberner Drache (Lindwurm), im 2. und 3.silbernen Felde aber eine reichbelaubte Linde dargestellt. Letzterewiederholt sich auf dem gekrönten Helme.

Lützow, die Grafen, Freiherren und Herren von,Bd. m. S. 319.

Eine sehr alte, jetzt zum Theil gräfliche, zum Theil freiherr-liche und adelige Familie deutschen Ursprungs, die sich früh nachMecklenburg gewendet, und sich dort, wo sie auch gegenwärtig nochim Besitze des erblichen Landmarschallates im Herzoglhume Meck-lenburg ist, mit bedeutenden Gütern ansässig gemacht hat. In l'rit-zier, unfern von Boizenburg und der Elbe, welches noch bis ins18. Jahrhundert ein Besitz der Familie war, zeigt man noch jetztden Leichenstein von Marquardus Lützow, der im Jahre 1110 am 4.Sonntage nach Pfingsten verstorben ist. Einer Sage nach soll dieFamilie de la Scala, welche von der Mitte des 13. Jahrhunderts anüber Verona, und im 14. auch über Brescia, Vicenza, Belluno, Fel-tre, und die ganze Mark von Treviso herrschte, ähnlich wie dasHaus Romano, welches früher über Treviso gebot, von einem deut-schen Geschlechte, und desselben Ursprungs, wie die noch bestehen-de Familie Lützow, gewesen sein (Cours dTIistoire p. Fred.' Schoell,T. X. S. 15.). Beide Nainen bedeuten Leiter, und beide Familienhaben eine Leiter im Wappen, wie diess schon auf dem Leichen-steine von 1110 in Pritzier, und auf den berühmten Grabmälern derScaliger in Verona zu sehen ist. Die Familie der Scaliger wendetesich nach ihrem Sturze, im Jahre 1388, nach Deutschland. Man siehtals die Nachkommen von Brunero de la Scala, mit dem Zunamender Baier, der noch 1404 auf kurze Zeit wieder in Verona herrschte,

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