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Liitzow^
die Freiherren von der Leiter von Behrn (Verona, Behrn, Dietrichs-bern) an, welche im Süden von Deutschland bis ins 17. Jahrhundertgeblüht Ilaben , zu welcher Zeit sie im männlichen Stamme erloschensind. Die Erbtochter dieses Hauses, vermählt mit dem Freiherrn Georg-Sigismund v. Hamberg , ist die Stammmutter der jetzigen Fürsten v.Hamberg und der Grafen v. Hamberg zu Amerang, welche auch dieHeiter mit in ihr Wappen aufgenommen haben. (Carl Frd. Aug. v.Rieding, Nachrichten von adeligen Wappen 3. Th. S. 40 u. 370. Hi-storisches Hexicon v. Buddeus 3. Th. S. 300.) In Verona behauptendie Grafen Serego, von den Scaligern abzustammen und führen dieHeiter in ihrem Wappenschilde.
Nach Marquardus Hutzow, gestorben und begraben im Jahre 1110in Pritzier, lindet man Nachricht von Heinrich Hützow, Ritter, der1189 mit dem Kaiser Friedrich Barbarossa ins gelobte Land zog und1728 noch lebte. Lüders und Otto Liitzow lebten 1254, Johann Hiitzow,Ritter, 1287, und Vitro und Detlef Liitzow 1300. Wipert Liitzow, Rit-ter und Landmarscball auf Drei-Liitzow und Horst, am Ende des 13.und im Anfange des 14. Jahrhunderts, hatte vier Söhne: 1) Durchard,Ritter, auf Drei-Hützow und Horst; 2) Johann (oder Henning), Rit-ter, auf Pritzier; 3) T Vipcrt, Ritter und Landmarschall, auf Grabow,welches Haus, Stadt und Land er mit seinen Brüdern in dem ganzenUmfange, wie es die Grafen von Dannenberg früher besessen, undnach dem Aussterben der Markgrafen von Brandenburg, askanischenStammes, an Heinrich von Mecklenburg überkommen, unter alleini-gem Vorbehalte des Oefrnungsrechts, am 1. Juli 1321 von diesem für3000 Mk. brandenb. Silber als erbliche Lehnherrschaft erkauft hatte,worauf es bis 1493 ein Besitz der Familie blieb (KudlolFs mecklenburg-sche Urkundenlieferung N. 108); und 4) Volrail, Burg- und Schloss-gesessenen zu Gadebuscli. Die drei älteren sind die Stammväter derdrei Hauptlinien der Familie: 1) Burcliard von der Drei-Liitzower,2) Johann von der Pritzierer, und 3) lVipert von der, die sich unterseinen Nachkommen in die Eickhöfer, Hülseburger, Goldenbower,Perliner, Salitzer, Diitzower und Turower Häuser spaltete. Der jüng-ste Sohn, Volrad, starb ohne männliche Erben und vermachte seineGüter der Kirche. Die Brei-Hützower und die Pritzierer Linien zer-fallen auch in Unterlinien. Von den vormaligen im Mecklenburgischensehr ansehnlichen Gütern besitzt die Familie nur noch einen Theil.Seit der Mitte dos 14. Jahrhunderts ist das Landmarschallat im LandeRlecklenburg ununterbrochen in der Familie gewesen und erblich ge-worden; am 1. Januar 1494 wurde mit der Erblandmarschallswiirdedie Belehnung über das Schloss und die Voigtei Eickhof, die nochjetzt damit vereinigt ist, verbunden.
Die Familie ist jetzt zum Theil katholisch, zum Theil protestan-tisch. Der katholische Theil der Familie ist seit der Reformation viel-fach im Dienste des deutschen Kaiserhauses gewesen, während derprotestantische Theil häufig in Dienste der Krone Schweden, Däne-mark, Preussen und anderer protestantischen Fürstenhäuser getreten,wodurch sie in verschiedenen Ländern verbreitet und zum Theil auchansässig geworden ist. — Joachim auf Drei-Hützow und Horst, ver-mählt mit ICatharine v. Peutz, aus dem Hause Redewin, war 1523 — 25kaiserlicher Oberst. Dessen Sohn Barlhold , vermählt mit Anna v.Rantzow, war Oberstlieutenant unter Kaiser Karl V. Leibregimente.Dessen Sohn Joachim, vermählt mit Dorothea v. Hahn, aus dem HauseBasedow, war Truchsess und Mundschenk Kaiser Rudolph II. Kurt,auf Goklenbow und Marsow, vermählt mit Anna Sophia v. Wobersnow,war Reichshofrath, und dann wirkl. Geheimer Rath und Gesandter aufdem Congresse zu Hamburg, wo er 1Ö40 den Frieden unterhandelte,