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3 (1842) I - O
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Lindern Lindhcim.

Lindern, die Herren von, Bd. III. S. 265.

Die Familie v. Lindern stammt aus Schweden und Dänemark.Der Erste aus diesem Geschlechte, der sich bei uns niederliess, kammit Gustav Adolph nacli Deutschland, und wurde mit der Lindern-bürg bei Neuhaidensleben, im Regierungsbezirke Magdeburg, die ge-genwärtig nur noch als Ruine besteht, beliehen. Der von uns er-wähnte Oberst Jodocns v. Lindern lebt gegenwärtig zu Halberstadtund ist mit Franzisca v. Doetimchen de Rande vermählt, aus welcherEhe ein Sohn und eine Tochter vorhanden sind. Der Sohn steht alsLieutenant im 11. Ilusarenregimente.

Das Wappen der v. L. zeigt im goldenen Felde zwei grüne, mitden Stielen iibereinandergelegte Palmenzweige. Dieses Bild wieder-holt sich auch auf dem Helme.

Lind Ii ei m, die Herren von, Bd. III. S. 265.

Das in dem, dieses Gesohlecht betreffenden, Artikel erwähnteStädtchen Lindheim ist wirklich das Stammschloss der Familie v. L.Die Worte:Postmeister zu Graudenz" fallen weg, und der ältereSohn des Majors v. L. im Regimente v. Dierecke starb im Jahre1816 zu Berlin. Das genannte Scldoss Lindheim , in der Wetterau,6 Stunden von Frankfurt a/M gelegen, war ein Raubschloss. KaiserRudolph von Habsburg liess es bei seinem Reichsantritte nebstGlauburg, Holzhausen und mehreren den v. L. gehörigen Schlössernzerstören. Da Lindheim ganz verwüstet worden war, so vergönnte Kai-ser Rudolph wegen geleisteter treuen Dienste dem Conrad v. Buchesim Jahre 1289 den 11. Septbr. zu Basel, den verschlossenen Fleckenund das Schloss wieder aufzubauen. Die v. L. haben diese Herr-schaft im Besitz gehabt, laut der Glauburgschen und IlolzhausenschenDocumente; auch aus der Frankfurter Chronik, Tab. I. pag. 296.,geht hervor, dass diese die oben genannten Schlösser besassen, spä-ter aber sich nach Frankfurt a/M begeben haben, woselbst man zweiFamilien v. L. findet. Im Jahre 1411 verband sich Mart/uard v.L. zu einer gemeinschaftlichen Fehde, eben so Kunz v. L. im Jahre1495. Johann Jost v. L. war kaiserl. Geheimer Rath, und mitMaria Sibylla v. Uffenbach vermählt. Cornelius v. L., der Bruderdes Vorigen, geboren den 26. Septbr. 1671, war hessen-darmstädti-scher wirklicher Geheimer Rath, und mit Katharina Elisabeth Seyp-pin v. Bettenhausen vermählt. Ein Sohn aus dieser Ehe, GeorgMelchior v. L., war holländischer Oberst, und eine Tochter, Katha-rina Marie Sibylle, war mit dem Freiherrn v. Loen, königl. preuss.Präsidenten zu Lingen, vermählt. Johann Gotthard v. L. starb imJahre 1779 als hessischer General zu Darmstadt. Von seinen Söhnengelangte Johann Friedrich Christian David v. L. zur Würde einesgrossherzogl. badenschen Generals. Der in unserm Artikel er-wähnte Major v. L. im Regimente v. Dierecke hatte die VornamenJohann Philipp. Er war im Jahre 1787 aus hessischen Diensten indie des Königs Friedrich Wilhelm II. getreten, und hatte, wie wirauch bemerkt haben, sich im Jahre 1806 in Danzig den Orden pourle merite wegen seiner ehrenvollen Vertheidigung des llagelsbergeserworben. Er war zuletzt Commandeur des 5. Infanterie-Regiments.Aus seiner Ehe mit Katharine Louise, Freiin v. Werner, einer Toch-ter des hessischen Generallieutenants, Präsidenten des Kriegscolle-gium und Gouverneurs von Darmstadt, Freiherrn Leopold Daniel v.