Oberg.
471
eines Hofmarschalls bei dem Fürsten von Schwarzburg-Sondershau-sen. Kr war dreimal vermählt, zuerst mit einer Vitzthum v. Eckstedt,zum zweitenmal mit einer v. Rüdiger, zum drittenmal mit einer v.Knobelsdorf, und hinterliess einen Sohn, Friedrich Karl , Graf v. N.,Herrn auf Conradswaldau, Tarne, Freudenthal u. s. w. Kr war miteiner Freiin v. Czettritz, aus dem Hause Schwarzwalde, vermählt.
Von der Linie der v. N. in der Lausitz wurde .Johann Karl Goll-lieb v. N. auf Arnsdorf bei Görlitz im Jahre 1805 königl. prenss. Kam-merherr. — Aus der Familie der Herren v. Nostitz und Jänckendorfin Sachsen ist der von dem Kaiser von Russland in den Grafenstanderhobene Generallientenant Graf Nostitz und Jänckendorf, der bis zumJahre 180(j in dem Regimente Gensdarmen zu Berlin stand, Adjutantdes in dem Gefechte bei Saalfeld gebliebenen Prinzen Louis Ferdi-nand, und ein Augenzeuge des heldeninüthigen Todes dieses Prinzenwar. Endlich gehört auch der im Jahre 183t) verstorbene königl. süchs.Conferenz-Minister und wirkl. Geheime Rath, Adolph Ernst v. Nostitzund Jänckendorf in seiner Eigenschaft als Senior des Domcapitels zuMerseburg in das preuss. Adelslexikon. Er war auch als Dichter undSchriftsteller unter dem Namen Arthur von Nordstern bekannt.
Das ursprüngliche Wappen der Familie v. N. zeigt im blauenSchilde zwei roth und silbern getheilte, oder gewürfelte, die Spitzenauswärts gekehrte Horner. Dieselben wiederholen sich auf dem llelme.Die Helmdecken sind silbern und roth. Dieses Wappen giebt Siebma-cher, J. S. 171.
Das freiherrliche Wappen ist quadrirt. Im 1. rothen Felde ist einsilberner Sparren, im 2ten blauen Felde ein schwarzer Flügel, miteinem silbernen Balken belegt, im 3ten ebenfalls blauen Felde dasStammwappen (die beiden Hörner) dargestellt; im 4ten silbernen Feldesind drei goldene Fische sichtbar. Das Schild ist mit zwei gekröntenHelmen bedeckt. Der rechte trägt den mit dein Balken belegten Flü-gel, der linke zwischen den gewürfelten Bülfelhörnern drei Straussfe-dern (blau, silbern, blau).
Das gräfliche Wappen der v. N. ist ebenfalls quadrirt. Im lstenblauen Felde ist das ursprünglich v. Nostitzsche Wappenbild ange-bracht, liier steigen aber die Hörner aus einem goldenen, mit denSpitzen aufwärts gekehrten halben Monde empor. Im 2ten silbernenFelde ist der schwarze Flügel mit dem silbernen Balken belegt, dar-gestellt. Im 3ten silbernen und 4ten blauen Felde ist ein Anker an-gebracht, dessen oberer silberner Theil zwischen den beiden oberenFeldern emporragt; der Haken des Ankers im silbernen Felde ist blau,der im blauen Felde golden. Dieses Schild ist von zwei Helmenbedeckt, welche mit denselben Bildern, wie die Helme des freiherr-lichen Wappens, geschmückt sind.
M. s. KI. Cuillieri Carmen in insignia Nostic. familiae. Goerl.1606. 4. Probatio geneal. chronolog. ex bist, et archivis derivata No-stizios nobili geliere Poloniae esse oriundos. 1767. 4. Knauth , vondem Ursprünge, Herkommen, Alterthum und Ausbreiten des Geschlechtsder Herren v. Nostitz und deren erstem Stammhaus in der Lausitz.Görlitz. 1764. Sinapius, 1. S. 68 —89. II. und II. S. 158 —165.
o.
Oberg, die Grafen und Freiherren von.
Ein sehr altes und angesehenes Geschlecht in Niedersachsen unddem Braunschweigschen, wo noch heute das gleichnamige Stammhaus