Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
441
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Myciclski Nadel witz. 411

dorf und der Reichsgräfin Auguste v. Loss , verheirathet liatte. Ausdieser Ehe leben sechs Sohne und sechs Töchter. Kr bekleidete dasAmt eines Kandesältesten bolkenhainer und Iandshuter Kreises undbesitzt die Güter Altwasser, Hörnchen und Albrechtsdorf.

Der zweite Solm des Generalmajors, Johann Karl v. M., hat wäh-rend der Campagne 1813, 14 und 15 in dem Kiirassier-RegiinentePrinz Friedrich von Preussen gestanden, wo er noch gegenwärtig alsRittmeister und Ritter des eisernen Kreuzes 2. Cl. eine Kscadron coiii-mandirt. Er besitzt die Güter Ober- und Nieder-Thomaswaldau undist mit Marie v. Röder, Tochter des preuss. Generals der Cavallerieund Commandirenden des 5. Armeecorps, v. Röder, Erbherrn aufRothsirben, und Henriette v. Bardeleben vermählt. Aus dieser Eheleben sechs Söhne und zwei Töchter. Die Tochter des Generalmajorsv. Mutius ist an den Freiherrn Otto Delphin v. Plotho , Erbherrn aufKottlewe in Schlesien, so wie der Herrschaft Parey hei Magdeburg,verheirathet.

Myciclski, die Grafen von.

Dieses im Grossherzogthume Posen reich begüterte Geschlecht istin den preuss. Grafenstand erhoben worden. Es bestehen jetzt zweiLinien dieses Hauses, nämlich die von Kobilepole und die von Cho-dozewice im Kreise Kröbern Der Stifter der erstem war Oberst imfranzösischen Generalstabe. Drei Söhne aus dieser Familie sind inder letzten polnischen Revolution geblieben, einer lebt als General inPosen, die Mutter aber in Samter. Graf von M. auf Chodozewicewar Woiwode von Posen. Sein Sohn war Starost und lebt noch aufseinem Gute Zirkow als Wittwer. Auf dem Stammgute Chodozewicehaben die Grafen v. M. eine katholische Kirche im gothischen Ge-schmack mit einem Aufwände von mehr als 50,000 Thlrn. erbauen las-sen. Es ist dieses ein Gebäude, wie es selten in neuerer Zeit er-richtet worden ist.

Dieses Geschlecht führt im blauen Schilde ein silbernes Hufeisen,über demselben ein goldenes Kreuz, unter demselben einen schwe-benden , mit der Spitze nach unten gelegten Pfeil , dessen goldenesGeiieder zwischen das Hufeisen zu liegen kommt. Auf dein Schilderuht eine neunperlige Grafenkrone, und auf dem eben so gekröntenHelme steht ein, die Spitzen nach der linken Seite wendender, voneinem Pfeile durchbohrter silberner Adlerlliigel. Die Decken blauund silbern.

TS.

Nadel witz, die Herren von.

Eine adelige Familie in Schlesien, in Pommern, und in der Lall-sitz. In Schlesien ist sie im Breslau'schen begütert gewesen, in Pom-mern war sie ebenfalls begütert, aber längst erloschen. Sie führtoder führte im schwarzen Sohilde einen weissen Hund mit goldenemHalsbande, und unter einem Baume stehend. Dieses Bild wiederholtesich auf dem gekrönten Ilelme. Die Decken silbern und schwarz.Lucä erwähnt dieses Geschlecht pag. 885. Sinapius, I. Bd. S. 659.,auch Bucelin und Schickfuss fuhren es an, und Siebmacher giebt im