Otterstedt — Owstin.
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Otterstedt, die Freiherren und Herren von.
Das Stammhans dieser Familie soll das in den fiirstl. schwarzbur-gischen Landen gelegene Dorf Otterstädt sein, doch ist diese Fa-milie schon seit Jahrhunderten in den Marken begütert gewesen, na-mentlich sind die Güter Dahlewitz, Gunzdorf, Pransdorf im KreiseTeltow, alte Besitzungen der v. Otterstädt. Sigismund v. O. auf Dahle-witz , der Solin des Balthasar v. Otterstädt auf Dahlewitz und Rudo,hatte einen Sohn, Alexander v. O., welcher Dahlewitz, Beusendorf,Gross-Hagen, Jiinstorf u. s. w. besass, im Jahre 1655 starb und sei-nen Stamm durch vier Söhne, Hans Ernst, Johann Georg, Georg Wil-helm und Otto Balthasar, fortpflanzte. Gegenwärtig ist das Haupt die-ser Familie der wirkliche Geheime Rath, ausserordentliche Gesandteund bevollmächtigte Minister am Hofe zu Karlsruhe, Freiherr v. O.Kin Sohn desselben ist Legations - Secretair bei der preussischen Ge-sandtschaft zu Brüssel, ein anderer ist Lieutenant in dem Gardekiirassierreginrente. Ein Baron V.O. stand lange Jahre hindurch als Lieu-tenant bei der 10. Invalidencompagnie. Eine Sohwester des Ministersv. O. ist Wilhelmine, Freiin v. O., Wittwe des Hofmarschalls GrafenWilhelm Jacob v. Redern, und Mutter der beiden Grafen Wilhelm V.R.,General-Intendanten der königl. Schauspiele, und Sigismund EhrenreichV. R., königl. preuss. Kammerherrn.
Diese Familie führt im silbernen Schilde drei rothe Balken. M. s.auch Gauhe, I. S. 1146.
Otto, die Herren von.
Es haben mehrere Offiziere dieses Namens in der preuss. Armeegestanden. Kin v. Otto stand im Regimente Herzog Wilhelm v. Braun-schweig-Oels, der im Jahre 1809 verabschiedet worden ist, ein an-derer war Lieutenant im Regimente v. Gettkandt; er stand später im7. Husarenregimente und war zuletzt Major im 18. Landwehrregimente.Das eiserne Kreuz hatte er sich bei Leipzig erworben.
Die v. O. führen im blauen Felde einen Mann, der auf den Schul-tern einen Anker trägt, und im obern rechten Winkel des Schildessteht ein Stern.
Owstin, die Herren von.
Diese Familie gehört zu den ältesten und vornehmsten Geschlech-tern in Pommern, wo sie zu den Schlossgesessenen gezählt wird. Infrüheren Zeiten wurde sie auch v. Augstien geschrieben. Ihr gehör-ten im vorigen Jahrhunderte die Güter (luilow, Menzelin, Palzin, Biin-zow u. s. w. Hans und Heinrich v. O. begleiteten den Herzog Bogis-lav im Jahre 1496 ins gelobte Land. — Johann Rüdiger v. O. auf (Jui-low war im Jahre 1695 Vicepräsident des königl. schwedischen Tribu-nals zu Wismar. •— Mehrere Mitglieder dieser Familie sind in derArmee zu höhern Würden gelangt, namentlich:
Karl Christoph v. O., geboren 1720, wohnte dem ersten schlesi-schen Feldzuge als Fahnenjunker des Regiments v. Miinehow bei. ImJahre 1742 ward er Adjutant des Feldmarschalls Grafen v. Schwerin,sodann Lieutenant im Husarenregimente v. Hoditz, 1757 Major, 1758Commandeur des Regiments, 1761 Oberstlieutenant, 1764 Comman-deur des Husarenregiments v. Lossow, 1772 Oberst, und 1773 Chef