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3 (1842) I - O
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Ozarowski.

eines Hnsarenregiments. Im Jahre 1780 trat er ans dem activen Dien-ste. Kr hatte allen Peldziigen von 1740 an rühmlichst beigewohnt, warbei Prag zweimal verwundet worden und hatte sich bei vielen Gelegen-heiten vorzüglich ausgezeichnet, auch 1754 den Orden pour le meriteerhalten. Kr war mit Dorothea Magdalena Louise v. Averdyk, ausdem Hause Nisdorf, vermählt, in welcher Ehe mehrere Kinder gebo-ren wurden.

Karl I'hiUpp v. O., geboren 1725, trat mit 16 Jahren als Fah-nenjunker in das nachmalige Infanterieregiment v. d. Goltz, avancirtein demselben 1772 zum Major, 1782 zum Oberstlieutenant und 1784zum Obersien. Im Jahre 1790 wurde er zum Generalmajor und Chefdes v. Tiedemannschen Regiments ernannt, und starb 1811 als Gene-rallie itenant a. D. und Ritter des rothen Adlerordens 1. Ci., den erim J dire 1797 erhalten hatte.

August Georg v. O., ein Sohn des Vorigen, stand 1806 in demRegimentc seines Vaters als Stabscapitain. Kr war zuletzt Oberst undCommandant von Graudenz und hatte sich bei Arnheim das eiserneKreuz 1. CI. erworben. Ein Prem. - Lieutenant v. O. im Regimentev. Pirch starb 1807 an ehrenvoll erhaltenen Wunden. Zwei Brü-der v. O. standen im Jahre 1806 im Regimente v. Owstin; der einevon ihnen blieb im Jahre 1813 als Lieutenant im 9. Infanterieregi-mente , der andere ist Major in demselben Infanterieregimente undRitter des eisernen Kreuzes (erworben bei Bautzen). Ein Prein.-Lieutenant v. O. stand bei der 7. Artilleriebrigade; er starb im Jahre1824 zu Berlin an den Folgen einer Krankheit, die er sich durch zugrosse Anstrengungen bei der Rettung der Mannschaft eines verun-glückten Rheinschilfes zugezogen hatte, und wurde demnach ein Opferseiner Menschenfreundlichkeit.

Die v. O. führen im silbernen Schilde einen rothen Sparren , dersich auf dem ungekrönten Helme wiederholt und mit einem Pfauen-schweife besetzt ist. Die Decken sind silbern und rotli. M. s. Gaulle,I. S. 1147 u. f.

Ozarowski (Osarowski), die Herren von.

Dieses ist ein altadeliges, schon vor langen Jahrhunderlennach Schlesien gekommenes, und bis in die neueste Zeit daselbstnoch ansässiges Geschlecht. Es war namentlich im Oppelnschen undLublinitzschen, später auch im Militzsch'schen begütert. In demRegimente von Plötz - Husaren stand im Jahre 1806 ein Rittmei-ster v. O.; er war zuletzt Oberstlieutenant beim 5. Uldanenregimenteund trat im Jahre 1817 aus dem activen Dienste. Er hat sicli beiMückern das eiserne Kreuz 1. Classe erworben. Nach Okolski gehörtdiese Familie, wie die Ostrowski, Brabanzki und mehrere andere Ge-schlechter, zu denjenigen, die aus dem vornehmen Hause Rawicz,früher Bär, abstammen. Ueber das Wappenbild ist eine alte Sage imUmlauf, wie eine Prinzessin von einem grausamen Bruder, der nachihren Reichthiimern lüstern war, einem wilden Bären vorgeworfen,von diesem aber statt zerrissen, geliebkoset wurde und so ihremschrecklichen Schicksale entging. Das Haus Rawicz soll auch ausEngland nach Deutschland, von da nach Polen gekommen sein, und,wie wir schon erwähnten, früher den Namen Bär geführt haben.