Druckschrift 
3 (1842) I - O
Entstehung
Seite
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Obstfeldcr Oclsnitz.

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Ein anderes vor uns liegendes Wappen dieses altadeligen Geschlechtszeigt bloss ein silbernes , durch zwei Pfähle in drei Theile gespalte-nes Schild, jedoch auf dem Helme, wie das vorige, zwei Kornähren.

Obstfeldcr, die Herren von.

Eine adelige Familie aus dem Schwarzburgschen. Ihr gehörteder Oberstlieutenant v. Obstfelder an, der bis zum Jahre 1800 das 3.Musf |uetierbataillon des Regiments König in Spandau befehligte undim Jahre 1827 gestorben ist. Seine Wittwe, geborne Spener, wohntin Berlin. Ein Sohn aus dieser Ehe ist Kammergerichts - Referenda-rius, und eine Tochter war Gouvernante bei der Prinzessin Elisabethvon Preussen, gegenwärtig vermählten Prinzessin Karl von Ilessen-Darmstadt.

Die v. O. fuhren im goldenen Schilde eine von der obern Rech-ten zur untern Linken, mit drei Aepfeln an grünen Stielen belegte sil-berne Strasse.

Oelie, die Herren von der.

Eine Familie, die zu dem alten Adel der Insel Rügen gehört unddie kleine Insel Oehe seit langen Zeiten besitzt. Karl von der Oehehatte sich am Anfange des 17. Jahrhunderts durch weite Reisen be-kannt gemacht und in verschiedenen Kriegen liervorgethan. M. s. al-tes und neues Rügen v. E. H. VVackenroder. Stralsund. 1730. undGrümbke, die Insel Rügen, 2. Theil S. 49. Gauhe, II. S. 817.

Oelsen (ss), die Freiherren und Herren von.

Schon im Jahre 1195 war dieses alte und vornehme Geschlechtbekannt. Mit dem deutschen Orden ist es nach Kurland und Preus-sen gekommen. Hier waren die Güter Medenau, Sickrenhöfen, Plut-wein, Glittehnen, Otten, Richthof, Pustnick, Gudwienen u. s. w. indem Besitze der Familie. Gegenwärtig ist diese Familie auch inder Mark begütert, namentlich besitzt der königl. preuss. wirkliche Ge-heime Rath und frühere ausserordentliche Gesandte und bevollmäch-tigte Minister, Kammerherr, Freiherr v. Oelssen die Vietnitzer Gü-ter bei Königsberg in der Neumark. Er ist mit einer v. Sydow, ausdem Hause Tamm in Schlesien, vermählt, aus welcher Ehe mehrereKinder vorhanden sind, namentlich steht ein Sohn desselben als Ratllbei der Regierung zu Marienwerder.

Diese freiherrliche Familie führt im silbernen Schilde einen gerü-steten Arm, der einen goldenen Ring hält. Auf dem Schilde liegt einesiebenperlige Krone; über derselben wiederholt sich der Arm, demaus dem Gelenke des Ellenbogens eine Straussfeder wächst. Zu Schild-haltern sind zwei Löwen gewählt.

Oclsnitz, die Herren von der.

Ein uralt adeliges Geschlecht in Sachsen und Meissen, wel-ches in alten Zeiten Rathen an der Elbe besass. lluprccht vonder Oelsnitz, der im Jahre 902 unter dem Könige Ludwig demKinde auf dem Turniere zu Augsburg gewesen ist, kommt als dererste Ritter dieses Geschlechts vor. Als die Sorben von den Deutschen