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Niniptscli.
Mussernig im Glogauischen, KonradswaUlau im Oelsischen, Schwar-za«, Buchwäldchen, Hummel, Muckendorf u. s. w. im Liegnitzischen,lleichwald im Breslauischen u. s. w. Im Wohlauischen hesass im Jahre1806 Heins Ernst v. N. Wehle-Fronze. Nocli heute besitzt ein Sohndes Genannten, der Major v. N., dieses Gut. — In der Gegenwartist Hans Ernst v. N. Besitzer der alten Familiengiiter Gleinitz, Stum-berg und Metschlau, die ersten beiden im Glogauischen, das letztereim Sprottauischen. — Mehrere Mitglieder der Familie erwarben sichim Laufe des Befreiungskampfes das eiserne Kreuz.
Die v. Niebelschiitz führen im blauen Schilde zwei abgehauenesilberne Schwanenhälse mit rothen Schnäbeln, deren Köpfe gegen ein-ander gerichtet sind, und auf dem Helme eine rothe Säule, die mitdrei Stranssfedern (blau, silbern, blau) besteckt ist. M. s. Siebma-cher, 1. S öl. Nachrichten über dieses Geschlecht giebt Sinapius, I.S. 665 — 674. II. S. 840 u. f. Gaulie, I. S. 1100. Zedier, XXIV.S. '692 — 95.
Nimptscli, die Grafen, Freiherren und Herren von.
1) Das ursprüngliche Vaterland der v. Nimptsch ist, wie die äl-testen Autoren behaupten, Polen, und sie sollen hier aus dem altenHause der Boneza abstammen, das aber selbst mit Clemens, Bischofzu Kruschwic, im Jahre 994 aus Italien nach Polen gekommen ist,und in dem Bruder jenes Bischofs, der Honifeicius liiess, und in demneuen Vaterlande abgekürzt Boneza genannt wurde (m. s. Okolski, I.S. 62), den Stammherrn verehrt. Ein Nachkomme des Geschlechtsliess sich in Schlesien nieder, er erwarb hier ein, im FiirstenthumeBrieg gelegenes Dorf, das Alt-Nimptsch geheissen haben, undnoch älter, als die Stadt Nimptsch sein soll. Von diesem Orte nanntesich die Familie von Nimptsch. Vorzüglich wird unter diesem NamenConrad, ein berühmter Kriegsoberster, genannt, der mit den Kreuz-herren in Polen gefochten hat. Jedoch nennen mehrere Autoren, auchSinapius und Sommer, den Johann v. N., der im Jahre 1314 Prälat zuSt. Johannes in Breslau war, und im Jahre 1353 hatte Conrad v. N.auf Gross - Koszem, Ritter des Maltheserordens, die Ehre, dem Kai-ser Karl IV. die Tochter Heinrichs, Herzogs zu Jauer, als Gemahlinzuzuführen. — In demselben Jahrhunderte überliessen die Briider Lo-renz und Hans v. N. schon ihre Besitzungen im Riesengebirge, na-mentlich Warmbrunn, Schmiedeberg u. s. w., an die Gottsche Schaff,die Vorfahren der heutigen Grafen v. Schafl'gotsch. — Der oben er-wähnte Conrad v. N., Kriegsoberst, lebte am Anfange des 15. Jahr-hunderts. Er wurde vom Kaiser Sigismund in den Freiherrnstand er-hoben und mit vielen Gütern in Schlesien begnadigt. — Urban v. N.gelangte im Jahre 1488, am Tage Mariä Empfängniss, zur Würdeeines Landeshauptmanns von Glogau, und Christoph v. N. auf Kau-litz wurde am 29. Januar 1652 Laudeshauptmann von Münsterberg. —Im 16. Jahrhunderte schon, und noch bis in die neueste Zeit besas-sen die v. N. ansehnliche Güter in dem Vorgebirge der Sudeten, na-mentlich Falkenhain, Röwersdorf, Maiwaldau, Schwarzbach, Alt-Schö-nau, Ober- und Nieder-Leipe, Wederau u. s. w. Die Sühne des Jo-hann v. N. auf Falkenhain, Ober-Steuer-Einnehmers der Fürstenthii-mer Schweidnitz und Jauer, Heins Friedrich und Siyismunil, wurdenam Anfange des 17. Jahrhunderts in den Freiherrnstand erhoben, undJohann Heinrich, Freiherr v. N., ein Sohn des eben erwähnten HansFriedrich, Herrn zur Oelse, Ullersdorf, Gr. und Kl. Neudorf u. s. w.,der die Würde eines kaiserl. wirkl. Geheimen Raths, Kämmerers und