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3 (1842) I - O
Entstehung
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Nicbclscliiitz.

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rädlitz verkaufte <1cr Landrath und Kammerherr Heinrich SigismundFerdinand v. Nickisch , Bruder des Vorigen, an den Grafen Ludwigv. Nostitz. Ein dritter Bruder war Landrath im Kreise Grimberg.Mehrere Söhne der genannten drei Briider v. Nickisch und Roseneckdienen gegenwärtig in der Armee.

Diese Familie führt ein qnadrirtes Wappenschild; im 1. und 4.goldenen Felde ist ein schwarzer Adler mit ausgebreiteten Flügeln undvon einander gestreckten Füssen dargestellt; das 2. und 3. rothe Feldist mit drei silbernen Rosen, eine über der andern schräg von deruntern Rechten zur obem Linken geziert. Auf dem gekrönten Helmeist ein gekrönter Adler abgebildet, dessen rechter Flügel halb goldenund halb schwarz ist; der goldene Theil ist mit zwei schwarzen, derschwarze aber mit zwei goldenen Rosen belegt. Der linke Flügel desAdlers ist halb roth , halb silbern. In der rolhen Hälfte sind zweisilberne, in der silbernen aber zwei rothe Rosen dargestclll. DieHelmdecken sind rechts golden und schwarz, links roth und silbern.Dieses Wappen giebt Siebmacher, IV. S. 13L v. Meding beschreibtes III. No. 507. M. s. auch Sinapius, I. S. C63. und 11. S. 836.Gauhe, 1. S. 1099.

Nicbclscli iitz, die Herren von.

v. Niebelschiitz ist der Name eines uralten adeligen Geschlechts,das mit der Gemahlin des Herzogs Heinrich des Treuen, Mechtild,einer braunschweigischen Prinzessin, zu Anfange des 14. Jahrhundertsnach Schlesien gekommen ist. Einige Autoren leiten den Namen vonden Worten:Nie übel Schütz" ab, und sagen, dass der Ahnherr desGeschlechts eine besondere Fertigkeit im Schiessen gehabt, den Fein-den dadurch viel Abbruch gethan habe und zur Belohnung dafür zumRitter geschlagen worden sei. Das älteste Stammhaus der Familie istdas Gut Bartsch im Wohlauischen. Schon in Urkunden vom 14.Jahrhunderte kommen Ritter v. Niebelschiitz vor. Im Jahre 1458starb Theodor v. N., der als ein sehr wohlthätiger Herr geschildertwird. Kaspar v. N. kommt im Jahre 1475 als Hauptmann zu Cros-sen vor. Sigismund v. N. war im Jahre 1501 Landesältester desFürstenthums Glogau. Im Jahre 1554 starb Martin v. N. als bi-schöfl. breslauischer Kanzler, Kanonikus der beiden Kirchen zu Bres-lau und Propst zu Glogau. Um das Jahr 1600 wird VFolfgang v. N.als königl. Landgerichtsbeisitzer im Fürstenthuine Glogau genannt.Um dieselbe Zeit lebte Niholas v. N., der von seinen Zeitgenossenals ein vielgereister und gelehrter Mann geschildert wird, und 1620als Landeshauptmann zu Trachenberg starb. Sigismund v. N. starb1630 als fürstl. Rath und Landeshauptmann zu Wohlau. WolfChristian v. N. war 1638 königl. Mann-Rechts-Beisitzer im Fiirsten-thume Glogau. Im Jahre 1650 war Heinrich v. N. Landesältesterim Fiirstenthume Wohlau. George Christoph v. N. kommt im Jahre1665 als Assessor beim Land - Ilofgericlite zu Oels vor. Die Fa-milie zerliel nach und nach in mehrere Häuser, namentlich in das zuRietschütz mit den Nebenlinien Gafron, Kreidelwitz, Räuden, Rosters-dorf, Alt-Wohlau , Kuttlau, Leschkowitz, Gugelwitz, Herzogswalde,Ibsdorf und Rointen, in das Haus Lasla auf Retka mit den Nebenli-nien Kaltenpriesnitz, l'ridomost und Jagatschütz; in das Haus Glei-nitz mit den Linien Stumberg, Ellgutll, poln. Bortschen, Linden undBehsau. Ausser diesen genannten Familiengiitern erwarben die v. N.anderweitigen bedeutenden Grundbesitz, namentlich Giessmannsdorf imGlogauischen, Peitke im Wohlauischen, Bäsau, Hünderei, Merzdorf,